Beiträge von HaJoSto

    Hallo Frank,

    Da ich weiss das Ihr einen Arduino als Kontroller genommen habt würde ich auf 5V tippen.

    Macht das eine Volt so einen Unterschied?

    Du kannst die Gemeinschaft hier schlauer machen...!

    das habe ich eigentlich schon gemacht. In meinem Text schrieb ich, dass die Spannungen auf den Signalleitungen der Ein-Ausgänge der Operationsverstärker und demzufolge auch der Analogschalter im Millivoltbereich sein müssen. Die Analogschalter-ICs sollen wie mechanische Schalter funktionieren. Die beschriebenen ca. 6 Volt DC hätten also im Millivoltbereich sein müssen, Die 6 Volt kamen aus zwei Signal-Ausgängen des defekten Analogschalters IC 1702 und haben nichts mit irgendwelchen Versorgungsspannungen zu tun.

    Auch hat dieser CV1500 (noch) keinen Arduino. Der originale Prozessor läuft übrigens auch mit 5 Volt.

    Bei mir ist ein CV1500 gerade zur Reparatur, der ein sehr sonderbares Fehlerbild zeigte.

    Bei einem Eingangspegel auf den beiden Phonoeingänge und dem Tuner, Tape und AUX-Eingang funktioniert der CV1500 einwandfrei, wenn dieser Pegel verhältnismäßig klein ist. Dass passiert z.B. bei leisen Passagen in der Musik oder auch, wenn die Pegelsteller bei Tuner und Tape hinten runter geschaltet sind.

    Wehe aber, der Pegel wird etwas größer. Dann entstehen schlagartig Verzerrungen, die fast die Lautsprecher killen.

    Das ganze ist unabhängig von der Lautstärkeregelung. Die funktioniert bei leisen Stellen einwandfrei und regelt auch die Verzerrungen weg.

    Also muss das ganze vor der Lautstärkeregelung passieren.

    Für die Fehlersuche wurde die Endstufe ausser Betrieb gesetzt damit kein Schaden entstehen kann.

    Für die Pegeleinspeisung wurde ein regelbarer Funktionsgenerator verwendet.

    Die erste oszillografische Messung wurde am Operationsverstärker-IC 1707 vorgenommen. Am Ausgang war der schwache eingespeiste 1 kHz-Sinus einwandfrei vorhanden.

    Bei der Vergrößerung des Pegels stieg er entsprechend am OP auch an bis er im negativen Scheitelpunkt abflachte und danach schlagartig einen positiven Nadelimpuls erzeugte.

    Ich habe es leider nicht fotografiert, aber so wie auf der Zeichnung sah es aus.


    Demnach war die Schlussfolgerung: IC 1707 defekt. Nach dem Austausch war jedoch das gleiche Bild weiterhin vorhanden.

    Bei der Messung wurde festgestellt, dass am Ausgang des OPs eine verhältnismäßig hohe Spannung anlag. Die kann ja nur über die defekten Elkos C1200 bzw. C1200' kommen.

    Sie wurden ausgebaut und hatten beide einen verhältnissmäßig hohen Innenwiderstand. Prima, das wars, dachte ich. Also neue rein. Aber Pustekuchen, das war es nicht.

    Bei der Rückwärtssuche im Signalweg kam jedoch eine weitere Überraschung. Da war der Pegel zwar irgendwann unten etwas gedrückt. Es entstanden aber keine Nadelimpulse.

    Als nächstes wurden die benutzten Pegelausgänge der Analogschalter-ICs 1700, 1701 und 1702 kontrolliert. An deren Ausgängen waren die Pegel alle einwandfrei.

    Es blieben also die beiden Operationsverstärker IC 1702 und 1703 übrig. Das waren aber schon neue OPs, die vom Eigentümer des CVs ausgewechselt wurden.

    Aber trotzdem habe ich nochmal neue eingebaut.

    Aber was zu befürchten war trat ein. Der gleiche Fehler war immer noch pegelabhängig vorhanden.

    So ein Verhalten von Operationsverstärkern kommt nur zustande, wenn die Spannungsverhältnisse an den Eingängen nicht stimmen.

    Die Suche konzentrierte sich jetzt auf die Werte.

    An den Ein- und Ausgängen der OPs müssen Spannungen vorliegen, die sich im mV-Bereich bewegen. Das war beim IC 1707 und IC 1704 nicht der Fall.

    Jetzt wurden alle Bauteile im Umfeld dieser OPs geprüft. Sie waren OK.

    Bei dieser Gelegenheit wurde der C1704 und der R1722 einseitig ausgelötet, weil diese Bauteile evtl. den OP IC 1704 beeinflussen können.

    Dabei wurde auch noch ein Schaltplanfehler gefunden. Die Eingangsanschlüsse und der Kondensator sind im Schaltplan falsch eingetragen.

    Und Oh Wunder, nach dem einseiten auslöten der Bauteile funktionierte die komplette Schaltung.

    Die Ursache des gesamten Übels war ein defekter Analogschalter IC 1702, der auf den Ausgängen 3 und 9 eine Gleichspannung ausgab. Pin 2 und 10 waren OK.

    Diese Gleichspannung verbog den OP IC1704 und dessen Ausgangswert wurde dann über die Analogschalter 1705 und 1706 als negative Spannung an den OP IC1707 weitergegeben, der dadurch auch verbogen wurde und die Störungen produzierte.

    aus dem Bild sind die Zusammenhänge ersichtlich.


    Hallo Jonathan,

    das ist eindeutig. Ich fürchte jetzt, dass der Gleichrichter kaputtgegangen ist und die Elkos Wechselspannung bekommen haben. Dadurch fließt ein hoher Strom, weil solch dicke Elkos für Wechselspannung einen Kurzschluss bedeuten. Darum prüfe vor Einbau die Diodenstrecken des Gleichrichters. Sonst passiert das gleiche Malheur nochmal.

    CV1500

    Gerade entdeckter Schaltplanfehler auf der Betriebsartenplatine 263 364

    Die Anschlüsse am Operationsverstärker-IC 1704 sind vertauscht. Die Kondensatoren C1704 sind mit ihren Pluspolen nicht am IC 1704 Pin 1 bzw. 7 angeschlossen sondern am IC !705 Pin 1 bzw. 11

    Anbei geänderter Schaltplanauszug

    Zudem muss auch plötzlicher Elektrolytverlust eines Elkos nicht zwangsweise dessen Kurzschluss

    deshalb schrieb ich ja

    Wenn die Elkos hops gehen wird mit Sicherheit die Netzsicherung ausgelöst. Das war nicht der Fall.

    Von Elektrolytverlust war keine Rede.

    Ich habe leider schon oft Elkos erlebt, die zu einem mehr oder weniger niederohmigen Widerstand mutiert sind. Vermutlich durch Austrocknung oder internem Isolationsverlust. Gerade jetzt auch wieder bei einem CV1600. Das wurde mit dem durchbrennen der Netzsicherung quittiert.

    erfahrungsgemäß ist beim Ausfall eines oder beider Kanäle zunächst mal das Lautsprecher-Relais in der Poleposition

    Für mich aber nicht mehr, wenn es gekracht und gestunken hat. So wie es der Theadsteller beschreibt. Dann liegt für mich zu 99% ein anderer Defekt vor.

    Aber warten wir ab was für Meldungen noch kommen

    welche üblicherweise mal ihren Geist aufgeben.

    Das hatte ich mir schon gedacht, aber beide gleichzeitig? Daran glaube ich eher nicht. Ich vermute im Spannungs-Versorgungszweig der Elkos einen Kurzschluss o.ä., (Z.B. in einer oder beide Hybrid-Endstufen), wodurch das starke Brummen verursacht wurde.

    Wenn die Elkos hops gehen wird mit Sicherheit die Netzsicherung ausgelöst. Das war nicht der Fall.

    Hallo Jonathan,

    Die Kondensatoren sind Beide Hochgegangen.

    das Gerät hat ca. 100 oder mehr Kondensatoren. Um eine Diagnose abgeben zu können wäre es gut zu wissen, welche Kondensatoren sich verabschiedet haben. Die beiden dicken im Bild? oder der Knallfrosch? Oder? Oder?

    Das über die Nacht erfolgte durchlüften der Werkstatt mit zusätzlicher Hilfe eines großen Ventilators hat soviel gebracht, dass ich heute morgen wieder in die Räumlichkeit gehen konnte ohne einen Hustenanfall zu bekommen.

    Das die LS-Relais nicht funktionierten hat einen einfachen Grund: Da der Netzschalter keine Funktion mehr hatte, also nicht rastete, wurde auch nicht die Versorgungsspannung für die Relais eingeschaltet, die ja über die Hilfskontakte des Netzschalters geführt wird.

    Jetzt schalten sie wieder, aber trotzdem kamen nur Verzerrungen oder garnichts aus den Boxen.Die Relais sind, wie schon oft, kontaktmäßig vergammelt und müssen ausgetauscht werden. Auch die hinteren Pegelschalter und die Klangregeldrehschalter machen Probleme, von den Drucktasten unt Potis ganz zu schweigen.

    Da ist das komplette Reinigungsprogramm nötig. Erst wenn diese Dinge alle erledigt sind geht es an die Elektrik, die sich aber, wie schon geschrieben, in einem guten Zustand befindet. Alle geprüften Spannungen befinden sich in ihren Toleranzbereichen. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.

    In ein paar Tagen geht es hier weiter.

    Gibt es eine einfache Möglichkeit, den Satz auszubauen? - und was meinst du mit zerlegen?

    Nein, leider nicht. Das ist eine fummelige Sache. Alle Lötanschlüsse, 6 bei jedem Schalter, müssen sauber freigelötet werden um dann die Gruppe aus der Platine zu bekommen.

    Mit zerlegen meine ich, jedes Schalterelement zu öffnen und die Schiebestangen mit den Kontakten auszubauen. Auch das ist eine fummelige Sache. Und natürlich diese Kontakte dann auch reinigen, Nach der Spülmaschinenprozedur hinterher, vor dem Zusammenbau, die Innenflächen jedes Schalters mit einem Wattestäbchen bearbeiten. Dabei wirst du sehen wieviel Schmutz sich noch in jedem Schalter befindet. Aber die Mühe lohnt sich! Die Schalter sind hinterher wie neu.

    Hallo Berthold,

    Ich hab schon mal bei einem Schalter versucht, das Gestänge mit Kontaktspray wieder gängig zu machen, leider bisher mit wenig Erfolg.

    das ist der komplett falsche Weg.

    Das Spray und dessen Rückstände sowie der jahrelang angesammelte Schmutz (Nikotin etc.) verklebt das Gestänge für das gegenseitige Auslösen.

    D.h. sie bleiben in der gedrückten Stellung, federn also nicht wieder zurück und die Tasten rasten nicht ein. Das jetzt wieder raus zu bekommen ist kaum möglich. Ich würde, weil alles andere nichts bringt, den Tastensatz ausbauen und entweder in einem fettlösenden Ultraschallbad mehrmals reinigen oder als Notlösung in der Geschirrspühlmaschine (allein) spülen. Vorher aber die einzelnen Tasten zerlegen.

    Sieh mal nach, ob das große Zahnrad in Stellung Start weit genug in das kleine Zahnrad einrastet. Eventuell musst du den Steuerhebel etwas verbiegen, Siehe Bilder.


      

    Hallo Marc,

    dein CV1700 ist heute gut verpackt und ohne Blessuren bei mir angekommen.

    Als erstes habe ich mir das Gerät auf irgendwelche gravierenden Mängel auf den Platinen angesehen.

    Der alte Störschutzkondensator, auch als Knallfrosch bezeichnet, ist noch drin. Die Überbrückung des Netzschalters ist wohl schon vor einer Zeit erfolgt.

    Nach Einbau der sogenannten Angstwiderstände, die im Fehlerfall die kostbaren Endstufentransistoren schützen sollen, wurde das Gerät in Betrieb genommen.

    Die Überprüfung der Spannungen der Endstufe war OK, somit konnten Mittenspannung und Ruhestrom kontrolliert werden. Der Ruhestrom war etwas zu hoch, das ist dem Alter geschuldet. Die Mittenspannung war auch im grünen Bereich. Bei Betätigung der Lautsprecherschalter tat sich jedoch nichts. Kein Relaisanzugsgeräusch. Gerade wollte ich an dem zugehörigen Steuer-IC Messungen machen gab es ein schmatzendes und zischendes Geräusch und eine dicke stinkende Rauchwolke quoll unter dem Gerät hervor.

    Der Knallfrosch zeigte sich von seiner besten negativen Seite. Hätte ich ihn doch blos erst rausgeschmissen.

    Jetzt stinkt es erstmal gewaltig in meiner Werkstatt, das sicherlich noch ein paar Tage nachduftet.

    Aber sonst macht das Gerät einen guten Eindruck.

    Mal sehen, wann ich weitermachen kann

    Also gebogen ist es jetzt wie der rote Strich unter #4,

    Ich habe den roten Strich als Biegung des Bleches interpretiert. Der soll jedoch z.B. die Schraubendreherklinge bedeuten, die an der Stelle unter das Blech drückt. Damit ist klar, dass dadurch das Zahnrad etwas in Richtung des großen Zahnrades gebogen wird. Das war also ein Verständnis-Miss.;)

    Es gibt somit mehrere Möglichkeiten, die Abnutzung der Zahnräder auszugleichen.

    Ich favorisiere jedoch die Version vom Wolfgang und mir, weil dadurch der parallele Zähneeingriff bleibt und weil durch die Feder der Riemenzug bei einem vorhandenem Lagerspiel des Bleches oben kompensiert wird.

    Also da hab ich jetzt echt meine Zweifel mit wegbiegen.

    Warum?

    Du biegst entgegen dem Bild unter #4 in die andere Richtung. Das funktioniert, aber vorsichtig , nicht zuviel biegen. Und dann so, dass das Die Rutschkupplung mit dem kleinen Zahnrad nur ein paar Zehntel in Richtung großes Zahnrad wandert und auch dann so bleibt. Um das zu bewerkstelligen musst du das Blech mit der rutschkupplung ausbauen.

    Ich empfehle aber die Langlochversion, die unter #7 vom Wolfgang beschrieben ist. Auf die Weise habe ich schon mehrere Laufwerke wieder zum funktionieren gebracht.

    Normalerweise genügt es auch wenn man das Blech, auf dem das kleine Zahnrad mit der Rutschkupplung sitzt, an der einen Seite (roter Strich im Bild) etwas gegen die Messingplatte biegt.

    Wenn der rote Strich die Biegung des Bleches zeigen soll wird das kleine Zahnrad von dem großen Zahnrad weg gebogen. Dann geht garnichts mehr.

    Hallo Ludwig,

    - Tapedeck auf Anschluss Tape2 wird nur auf einem Kanal wiedergegeben

    Das könnte ein defekter OP sein oder ein schlechter Kontakt oder eine kalte Lötstelle oder ... oder....

    - Auf beiden Tape-Anschlüssen kommt beim Aufnehmen das Signal nur ganz schwach am Tapedeck an, kann gar nicht ausreichend ausgesteuert werden.

    Da du sicherlich ein DIN-Kabel dafür verwendet hast könnte das Kabel die Ursache sein. Prüfe, ob alle Verbindungen im 5poligen Kabel verbunden sind.

    Wenn du ein moderneres Deck verwendet hat liegt die Ursache sehr warscheinlich am CV1400. Der hat in beiden Tape-Ausgängen verhältnismäßig hohe Widerstände (1MOhm), die den Pegel bedämpfen. R1137 und R1138 bzw. R1137' und R1138'. Die müsstest du evtl. ändern.

    Das hat jedoch nichts mit dem 1. Fehler zu tun.