• Hallo Zusammen,


    es geht mir um den Motor des 1019ers. Bevor ich ein neues Thema eröffne, möchte ich gerne erforschen ob folgendes Thema schon einmal behandelte wurde (um das Forum nicht zu überfrachten):


    Nachdem ich einiges über die Revision eines 1019 Motors gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass oft vom Motorlager und dessen eher mäßigen Laufruhe nach der Revision gesprochen wird. In der Folge fällt mir auf, dass fast immer die Rede vom unteren Motorlager und dem Lagerspiegel gesprochen wird. Ich habe noch keinen Beitrag zum oberen Motorlager und zur Revision dessen gelesen. Das obere Lager scheint mir mindestens genauso wichtig wie das untere, da es durch den Druck des Reibrades mehr Verschleiß als das untere Lager ausgesetzt sein muss. (Offenbar öffnet man das obere Lager nicht so gerne).


    1) Hat jemand im Forum das obere Lager schon einmal revisiert?

    2) Der Lagerspiegel meines Drehes ist aus einer Kupferlegierung, beidseitig eingelaufen. Die obere Seite ist durch die Achse des Rotors eingelaufen. Durch schlechte Wartung und offenbar langer Standpause ist dann der Spiegel mit der Rotorachse etwas verklebt. Beim Anlauf hat sich in der Folge offenbar der Lagerspiegel mitgedreht und somit Reibmarken auf der Rückseite vom Motorgehäuse bekommen. Ich will das Ding gegen eine Ø7mm Teflonscheibe ersetzen. Gibts dafür Einwände warum man es nicht tun sollte?


    P.S. Ich habe obereres und unteres Lager zerlegt und dafür neue Befestigungen insbesondere für Oben zum Zusammenbau hergestellt. Beide Sinterlager wurden unter Unterdruck in Aceton gereinigt, anschließend unter etwa 80° - 100° ablüften lassen und mit der gleichen Sinterlageröl-Temperatur von ca. 80°-100° unter Unterdruck neu befüllt bis keine Luftblasen mehr aus dem Sinterlager entwichen sind.


    Grüße, Aron

  • Hi Aron !


    Du könntest auch erwägen, obere und untere Lagerkugel gegeneinander zu tauschen.

    Die obere Lagerkugel läuft nach jahrzehntelanger Mangelschmierung immer etwas eiförmig weg vom Reibrad aus, weil dort der Punkt des höchsten Drucks liegt. Ab einem bestimmten Verschleißgrad bringt auch frisches Öl nichts mehr und die Motorwelle vibriert in der Lagerkugel.

    Die untere Lagerkugel ist dagegen noch vergleichsweise frisch, da dort kein einseitiger Druck draufliegt. Insgesamt könnte das die Laufruhe unter Last - und nur die ist entscheidend - deutlich verbessern.


    Teflonscheibe: sollte gehen. Ist ja bei den Direktantriebsmotoren häufiger verwendet und stand nur zru Bauzeit der "alten" Motoren vermutlich nicht so wirklich zur Verfügung. Oder hätte mehr gekostet, als das Hartkupfer-Stanzteil, was drinsitzt. Und die punktförmige Belastung ist bei Direkttrieblern ja nun nochmal deutlich höher, als bei herkömmlichen Motoren.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • ...wenn man das obere lager schon offen hat, würde ich auch die aufhängungsgummis tauschen...kai bietet da welche aus silikon an, die wirklich sehr gut entkoppeln...


    woher bekommst du die teflonscheiben, wenn ich fragen darf?


    romme

  • @ Peter, Hallo Peter,


    danke für Deine Antwort. Ich scheine Glück zu haben, der Verschleiß beider Kugeln scheint gefühlt gleich zu sein. Ich warte noch vielleicht meldet sich noch jemand zum Thema Lagerspiegel aus Teflon...mir aber scheint das eine adäquate Lösung zu sein.


    @ Romme, Hallo Romme,


    die Plättchen habe ich selbst gemacht. Es gibt Platten aus Teflon (PTFE) zu kaufen. Danach habe ist es mit einer Hohlstanze ausgestanzt (8mm, das originale Plättchen hat Ø7mm, ist aber nicht tragisch, da man offenbar da gespart hatte, im "Napf" des Motorgehäuses ist ausreichtend Platz für 8mm). Ich hatte die Befürchtung, dass das Plättchen danach nicht mehr "Plan" ist, ist es aber doch. Der einzige Haken wenn man es als Haken sieht: Teflon gibt es nur in Plattenware in 0,5mm Stufungen. Was unserem Motorplätten mit t=0,7mm am nächsten kommt ist 1mm Teflon. Das macht aber nix, hoffe ich, da das Reibrad bei 33rpm und Pitch-Stellung "0" eh in der Höhe neu eingestellt werden muss. Sehe ich dann beim Einbau.


    Aber jetzt interessiert mich die Silikon-Dämpfung für die Motoraufhängung oder Aufhängegummis sehr, gibts davon Bilder?


    Grüße, Aron

  • Hallo,

    ich finde, das ist ein super Thema. Genau dies wollte ich demnächst auch fragen. Auch bei einem meiner zwei 1019 ist der Motor nicht leise zu bekommen. Wie bei deinem sind auch bei mir beide Seiten des Lagerspiegels eingelaufen bzw eine Seite eingedrückt.

    Von dem Teflon werde ich mir auch einmal etwas bestellen. Habe auch welches in 8mm gefunden. Das werde ich versuchen. Wenn das passt, dann kann ich auch ein paar Scheiben verschicken, sollte das jemand wünschen.

    Auch Peters Vorschlag, die Lagerkugeln zu tauschen, werde ich ausprobieren.

    Vielleicht hat auch die Welle einen leichten Schlag, aber ich will nichts unversucht lassen.


    Übrigens sehe ich gerade, dass es auch solche Bronzekugeln neu gibt. Ich habe nur gerade keinen Motor offen, um die Welle und die Kugeln auszumessen. https://www.ebay.de/sch/i.html…_odkw=sinterbronze+buchse

    Viele Grüße, Flo

    Einmal editiert, zuletzt von Boiled_frog ()

  • Das mit den Bronzekugeln ist natürlich interessant. Sag mal Bescheid wenn du ausgemessen hast welche passt.

    Hast du auch einen Link auf das Teflon ?


    Ulli

  • Der Lagerspiegel, aus vermutlich Bronze, entlastet das untere

    Sinterlager etwas gegen seitliche Beanspruchung. Die Achse

    schafft sich ihr eigenes Bett im Spiegel und dadurch wird die

    Achse auf Dauer zentriert, was dem einseitigen Verschleiß

    im Sinterlager zu Gute kommt.
    Deshalb ist an dieser Stelle Teflon nur zweite Wahl. Solange

    der Durchmesser der Einlaufspuren den Durchmesser der

    Achse nicht erreicht hat, sollte der Lagerspiegel weiter

    verwendet werden!

    Wichtig ist zudem, dass die Filzringe großzügig getränkt werden,

    sie nehmen ein Vielfaches an Öl auf, im Vergleich zu den

    Sinterbuchsen.

    Entscheidend für die Laufruhe, auch beim Dosenmotor, ist

    der Zusammenbau. Die beiden Schrauben am Besten bei

    laufendem Motor wechselweise festziehen, dabei den Rand

    der beiden Gehäuse rundum abklopfen nicht vergessen.

    Gern auch die Schrauben nochmal etwas lockern und den

    Vorgang nochmal wiederholen.

    Aufgrund der Vibrationen, wenn man dabei den Motor in der

    Hand hält, merkt man das recht deutlich, wann der Anker gut

    ausgerichtet ist.

    LG, MIcha

  • Hallo Nochmal,


    o.k. ich habe die Lager gemessen.


    Hallo Flo,

    herzlichen Dank für den Link. Da ich den Motor gerade auseinander gebaut habe, konnte ich die sog. Kalottenlager messen.


    Kalottenlager am Dual 1019:

    Innendurchmesser d (gemessen an der Rotorwelle) 5mm

    Kugeldurchmesser K 13mm

    Gesamtlänge L 8,4


    Bei dem Link den Du mir geschickt hast, käme folgendes Lager (Selfoil) am nächsten:

    https://www.ebay.de/itm/SELFOI…17bd83:g:pw0AAOSwAPVZEXZK

    Innendurchmesser d 5mm

    Kugeldurchmesser K 12mm

    Gesamtlänge L 9mm


    Trotz der maßlichen Abweichung des Selfoil-Lagers im Kugeldurchmesser von rund -1,0mm könnte es bedingt durch die Länge von ca. +0,6mm passen. Das Federblech müsste es ausgleichen. Ich denke man müsste es probieren. Da wäre dann nur das Problem mit dem richtigen Öl. Schade das ich den Link von Dir nicht vorher kannte (hier wir das richte Öl gleich mitempfohlen). Ich habe ganz schön lange nach Sinterlageröl gesucht, bis ich etwas hatte. Durch Infos im Netz habe ich gelernt, das verschiedene Öle Sinter-Bronze-Lager angreifen und unbrauchbar machen können. Ich habe eines gefunden, welches dafür ausgelegt ist, leider als 46er (Lubcon Turmofluid HSA 46) und nicht wie bei Selfoil angegeben als 68er. Ich hoffe, dass mir das 46er nicht einfach wegläuft. Allerdings ist mein Öl bis auf 120° zugelassen. Es wird in Gleitlagern von Hochfrequenzspindeln verwendet. Ich denke es macht bei den Temperaturen im Dual, und da wirds nur handwarm keinen Unterschied.


    Grüße, Aron

  • Hallo Romme,


    ich wollte noch mal auf Deine Info aus Nachricht #123 zurückkommen. Ich hatte einen Kai angeschrieben...es war der flasche. Hast Du einen konkreten Usernamen? Mich interessiert das mit der Silikonaufhängung vs. Gummiaufhängung.


    Gruss, Aron

  • Hallo alle miteinander. Vielleicht weicht das nun vom eigentlichen Thema ab und kann gegebenenfalls von der Moderation an irgend ein anderes Motorwartungsthema geheftet werden, damit es wieder gefunden wird.

    Deshalb ist an dieser Stelle Teflon nur zweite Wahl. Solange

    der Durchmesser der Einlaufspuren den Durchmesser der

    Achse nicht erreicht hat, sollte der Lagerspiegel weiter

    verwendet werden!

    Wenn beide Seiten eingelaufen sind, kann man den Motor verwerfen oder eine Alternative suchen. Wahrscheinlich ist es auch möglich, sich solche Bronzeronden anzufertigen. Ich kann es leider nicht. Daher probiere ich gerne ein für mich zu verarbeitendes Material.

    Schade das ich den Link von Dir nicht vorher kannte (hier wir das richte Öl gleich mitempfohlen).

    Evtl sind die Lager schon mit Öl versehen? So wie ich das verstehe, wird das gleich bei der Herstellung gemacht?


    https://www.ebay.de/itm/PTFE-P…b7beee:g:S0wAAOSw-ghcEjUc

    Das ist die Teflon-Platte, dich ich kaufen werde. Vom gleichen Verkäufer gibt es auch größere Platten. Aber erst mal tut es das. Da bekommt man einige Test-Lager raus.


    Der Silikonlager-Guru hier im Forum heißt Kai (tlp1011).

    Viele Grüße, Flo

    Einmal editiert, zuletzt von Boiled_frog () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Boiled_frog mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • oder eine Alternative suchen.

    Teflon ist nur unwesentlich schlechter. Aber nochmal: Solange

    der Durchmesser der Einlaufspuren den Durchmesser der

    Achse nicht erreicht hat, sollte der Lagerspiegel weiter

    verwendet werden!

    Muss man allerdings nicht unbedingt so handhaben. Das hat

    seinen Sinn gehabt, weshalb man an der Stelle Metall verwendet

    hat. Einlaufspuren sind an der Stelle kein Verschleiß sondern so

    gewollt. Erst wenn der Duchmesser genau so groß, wie der an

    der Achse ist, ist auswechseln angesagt.

    LG, Micha

  • Erst wenn der Duchmesser genau so groß, wie der an

    der Achse ist, ist auswechseln angesagt.

    Bei mir ist es auch so, dass die Einlaufspuren nicht mittig sind. Auf beiden Seiten. Wie oben bereits gesagt, könnte das auch an einer Krummen Welle liegen.

    Den klopfenden Zusammbau der Lagerschalen hatte ich auch versucht. Ebenso wie das schrittweise Festziehen der Schrauben bei laufendem Motor.

    Viele Grüße, Flo

  • dass die Einlaufspuren nicht mittig sind

    Das ist allerdings komisch, weil sich die Ronde dazu verschoben

    haben muss. Wer weiß, wer da was schon mal eingebaut hat ...


    LG, Micha

  • Ich versuche das einfach mal. Versuch macht schlau - heißt es ja so schön reimend.

    Das sind ja keine Kosten im Vergleich zu dem Receiver, der mir so vor schwebt. Und basteln macht Freude.

    Viele Grüße, Flo

  • ...ich nehme an, dass die Ronde beim Erst-Einbau nicht im Zentrum lag, denn die 7mm Kupfer-Ronde hat Platz im Napf des Gehäuses und könnte sich an einem Montagmorgen bei der Werksmontage schon verschoben haben. Deshalb denke ich auch, dass Ø8mm z.B. Teflon ausreichend Platz haben. Solange die Ronde makellos ist und sie beim Ersteinbau nicht im Zentrum liegt, ist ja auch alles i.O.

    Wenn du die Ronde wieder einbaust, kanns natürlich sein, dass die Welle die bereits vertiefte, nicht im Zentrum liegende Ausbuchtung nicht trifft und die Welle vielleicht gerade auf der Kante der Ausbuchtung läuft. Dann könnte es auch unruhig werden, rutscht sie nicht alleine ins Zentrum wie sie sollte.


    Und noch ein Gedanke zur verbogenen Welle: Ich habe das Ding gerade in der Hand. Das ist massiv, sehr massiv. Durch eventl. falsches Zusammendrücken der beiden Motor-Dosen-Hälften kann kein Verbiegen stattgefunden haben. Nehme doch einfach zwei Stücke Holz in größe einer Streichholzschachtel. Die kerbst du in der Mitte der auf der langen Kante ein, sodass du ein Prisma erhältst. Diese klebst oder klemmst du in einem Abstand der Wellenlänge fest, sodass der Rotor bzw. die Rotorwelle darin gedreht werden kann. Jetzt klebst du etwas spitzes im Bereich des Rotorwelle als Zeiger fest und drehst. Das ist primitiv, aber du wirst sehen obs eiert. Besser als Zahnstocher ist natürlich eine Messuhr...hat man meistens nicht zuhause.

  • Hi Flo !

    Wenn beide Seiten eingelaufen sind, kann man den Motor verwerfen oder eine Alternative suchen.

    Nein. Du hast nicht richtig gelesen.


    Die Lagerspiegel laufen *immer* ein und das dauert nach dem Wenden bei einem häufig frequentierten Dreher mit ordentlicher Laufleistung ein, zwei Wochen, dann ist wieder 'ne Delle drin. Das ist systemimmanent und gewollt. Aus dem Filzring sickert immer etwas Öl auf den Lagerspiegel. Das staut sich in der Delle unter der abgerundeten Motorachse und *hilft* die Reibung an der Stelle zu reduzieren.

    Die Delle ist ein Abbild der Balance zwischen vertikalem Druck und dem Vorhandensein von Schmierstoff. Ist sie so groß wie der Achsdurchmesser, hast Du einen Friktionsbohrer - aufgrund von Ölmangel.


    Und wenn bei einem Motor schon beide Seiten vom Lagerspiegel eingelaufen sind, dann hat irgendein Laubsägenbastler schon mal daran rumgefrickelt. Bei einer Dellengröße von <2/3 des Wellendurchmessers kann man den - mit reichlich Öl im Lager - nochmal 20 Jahre verwenden.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Ja du hast recht, Peter. Da habe ich noch einen Denkfehler.

    Aber es ist tatsächlich auch so, dass auf beiden Seiten die Einlaufspuren nicht Mittig sind.

    Viele Grüße, Flo

  • Hi Flo !

    Aber es ist tatsächlich auch so, dass auf beiden Seiten die Einlaufspuren nicht Mittig sind.

    *Das* ist doof - aber nicht ungewöhnlich.


    Wenn die Scheibe *acht* Millimeter Durchmesser hätte, würde sie sich in der Vertiefung (vielleicht) besser zentrieren.

    So wird sie mit der Filzscheibe zusammen unten reingeworfen, wie in einen Wünschbrunnen und die Zeit wirds dann richten.

    Das hält so lange, bis einer das Teil zerlegt. Die Chance, daß die Motorachse dann die Delle zielsicher verfehlt, ist ziemlich groß, denn die Scheibe hat nach allen Seiten mindestens einen halben Millimeter Spiel, in dem sie verrutschen kann.


    Wir sollten wirklich langsam mal nach Alternativen und Ersatz gucken.

    Insofern finde ich den Ansatz "Teflonscheibe" nicht verkehrt. Das geht wunderbar bei Direktantriebsmotoren, die ein vielfaches an Last auf diese Scheibe auflasten.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Leute, für mich macht das Sinn was Peter aus dem Lipperland da sagt. Ich vermute auch, dass die Scheibe unten rein "geworfen" ist. Und wenn am Montagmorgen einst in St. Georgen die Dame in der Montage noch einen dicken Kopf hatte...dann erst recht.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass der Motor im Ganzen ein Ersatzteil war. Wir haben die 3mm Messing Hohlnieten des Motorunterteils geöffnet bzw. aufgebohrt und die oberen Nieten der Motorhälfte diese aus Stahl in 3mm und dann noch die 4mm Stahl-Hohlnieten der Motorbefestigung an der Platine. Kein Mensch hätte 1967 geglaubt, dass der Spieler in dieser "Tiefe" überholt werden würde. Außerdem, das Argument mit dem Motorlager für die Direkttiebler macht durchaus Sinn, wenn hier Teflon-Plättchen verbaut sind. Ich weiß das nicht, ich kann nur 1019er. Ich bin Metaller kein Elektriker. Ich habe Angst vor Direktantriebsmotoren!

    Zitat

    So wird sie mit der Filzscheibe zusammen unten reingeworfen...

    peter aus dem Lipperland,

    Ich glaube Peter du meintest das Schwämmchen, denn der Filz befindet sich oberhalb in Höhe des Lagers über der Feder, richtig? Für was taugt Deiner Meinung nach das Schwämmchen unten auf den Spiegel? Ich stelle mir vor, dass das runterlaufende Öl absorbiert werden soll, oder was meinst Du?

  • Hi Aron !

    Für was taugt Deiner Meinung nach das Schwämmchen unten auf den Spiegel? Ich stelle mir vor, dass das runterlaufende Öl absorbiert werden soll, oder was meinst Du?

    Bei den Motoren, die ich so im Laufe der Jahre zerlegt habe, war davon praktisch nichts mehr übrig, als ein paar murkelige Krümel rund um den Lagerspiegel. Ich kann da auch nur raten. Die Filzscheibe ist technisch ein Ölspeicher. Da das Gehäuse nach unten hin geschlossen ist und eine Art "Bottich" bildet, ist dieses kleine Schwammstück ziemlich überflüssig. Ich könnte mir vorstellen, daß es eine Art elastischer Zwischendämpfer sein soll, um Lagerbrücke und Lagerspiegel (und damit die Motorachse) etwas zu entkoppeln. Aber dafür ist es eigentlich weder stabil-elastisch noch beständig genug. Bei stehendem Anker drückt es sich einfach platt - ebenso, wenn von oben Druckkräfte auf die Achse wirken.


    *Eigentlich* sollte der Anker in dem Statorfeld mit wenig "Bodendruck" rotieren. Wirklich Druck auf den Lagerspiegel entsteht beim Ausdrehen wenn das Magnetfeld weg ist, beim Drehzahlwechsel und - etwas - durch die konische Form der Antriebsrolle und das dadurch ständig nach oben gerichtete Moment am Reibrad. Da das aber vertikal stabil geführt wird, gibt es eine nach unten gerichtete Druckkraft über die Motorachse. Als Ruckdämpfer ist oberhalb des Ankers ja auch noch eine Scheibe eingelegt, die verhindert, daß der Anker vom Magnetfeld getrieben gegen die obere Lagerbrücke klackert. *Das* gibt echt häßliche Geräusche und lustige Drehzahländerungen, wenn die Scheibe fehlt.



    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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