Dual 701 Abgleich nicht nach Manualvorgabe möglich. Schwankungen periodisch >= 10mA

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Dual 701 Abgleich nicht nach Manualvorgabe möglich. Schwankungen periodisch >= 10mA

      Hallo,

      ich habe eine Frage zu meinem Abgleich eines Dual 701, den ich einfach nicht so genau hinbekomme, wie das Manual es vorgibt (max Schwankungen 1mA).

      Im Anhang findet sich ein Bild des Oszilloskopgraphen mit der maximalen Sinus-Annäherung, die ich erreichen kann. Dabei zeigt das Amperemeter Schwankungen um ca. 10mA.
      Folgende Dinge sind bereits getauscht/geprüft worden:

      • Elkos C3, C4
      • Tantals C5, C6, C7
      • Transistor T8
      • Alle Potis funktionieren einwandfrei
      • Operationsverstärker mit "neuem" Texas LM709CN getauscht
      • Betriebsspannung bei 15 Volt
      • Stromstärke bei abgebremsten Teller ca. 320mA
      Ist es überhaupt möglich, den Abgleich so genau hinzubekommen? Wo könnte der "Fehler" stecken?

      Für Hinweise und Tipps aller Art bin ich sehr dankbar!

      viele Grüße,
      Guido
      Bilder
      • Dual 701 Abgleich Oszilloskop.png

        8,22 kB, 672×299, 96 mal angesehen
    • Hallo,

      was wurde mechanisch unternommen? Sprich, wurde das Plattenteller-Lager überholt?

      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Hallo Guido,
      macht sich denn der Abgleich wie von dir beschrieben durch Gleichlaufschwankungen bemerkbar? Hast du die Messungen mit aufgelegtem Teller durchgeführt? Hast du das Lager überholt, wie Benjamin schon gefragt hat?

      Ich habe mich selbst wie hier dokumentiert ebenfalls schon intensiv mit dem Abgleich des EDS1000 beschäftigt. Ein Foto vom Oszi-Bildschirm gibts auch in Post 11. D.h. bei meinem Exemplar sieht der Schwingungsverlauf zwar gleichmäßiger aus als in deinem Beispiel, ich habe aber trotzdem weiterhin unverändert gemessene ca. 0,1 % Gleichlaufschwankungen. Der Austausch der Germanium- durch Siliziumhalbleiter hat genau nichts bewirkt. Wahrscheinlich liegts an der Mechanik, das Fußlager ist aber mit neuem Mos2-Fett versehen und die Welle mit reichlich frischen Sinterlageröl.

      Ansonsten bin ich ratlos und lege einfach immer wieder mal eine Platte auf diesen 701.

      Gruss
      Richard
      _____________________________

      "First make it work, then make it pretty"
    • Hallo Benjamin, Hallo Richard,

      danke euch!

      nein, mechanisch am Plattenteller-Lager habe ich noch nichts unternommen. Denke aber auch, dass es wohl daran liegen müsste. Nur ob ich mich daran traue weiss ich noch nicht. Habe mich damit noch nicht auseinandergesetzt. Gibt es dazu schon Tutorials oder Anleitungen? (bin gerade unterwegs und kann danach nicht suchen)

      Mit Teller hatte ich auch gemessen, aber keinen nennenswerten Unterschied bemerkt.

      Und da ich die Schwankungen messen kann, höre ich sie auch ;) Aber kann auch Einbildung sein, habe leider noch keine Testplatte

      Viele Grüße,
      Guido
    • Rameau schrieb:

      Und da ich die Schwankungen messen kann, höre ich sie auch
      Eine gute Klavieraufnahme (z.B. Chopin, Mozart, keine Popmusik!) auflegen. Starke Gleichlaufschwankungen hörst du sofort. Bei leichten Schwankungen hört sich die Aufnahme zumindest seltsam an.
      Der erste und einfachste Weg das Lager zu warten ist, den Lagerdeckel auszubauen, indem du die beiden Schlitzschrauben löst. NICHT die mit Sicherungslack gesicherte Zentralschraube lösen. Jetzt das alte Fett entfernen und durch neues Mehrzweckfett oder Mos2-Fett ersetzen. Vorsicht, bei frühen Ausführungen läuft die Welle unten auf einer Kugel. Die Kugel nicht verlieren und natürlich auch säubern und neu fetten. Motor nicht einschalten während der Lagerdeckel entfernt ist!

      Gruss
      Richard
      _____________________________

      "First make it work, then make it pretty"
    • Die Beschreibung von Richard bezieht sich nur auf den axialen Teil des Lagers (“Lagerspiegel“). Mindestens genauso wichtig ist die Lagerbuchse und -welle.

      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Hallo,

      ich habe bzw. hatte den Motor nun auseinander und das Lager bereits gereinigt und mit 10W40 geölt.
      Ich warte noch auf das Liquid Moly MoS2 Fett für den Lagerspiegel, welches ich Online bestellen musste, weil der hiesige Baumarkt das nicht hatte.

      Ich habe aber bereits auch schon eine Frage zu den Pertinax-Scheiben:
      Müssen sich beide Scheiben mitdrehen? Denn das tun diese jetzt, da sie auch mit dem 10W40 behandelt wurden. Oder hätte da was anderes und gar nichts hingemußt?? Ich Frage deshalb, da ich nur auf der oberen Seite der unteren Scheibe Restfett/öl entdeckt hatte.

      Viele Grüße,
      Guido
    • Hallo,

      so moS2-Fett ist da und ich habe den Teller nun fertig wieder eingebaut und einen Testlauf gemacht.

      Ergebnis: Nun ist ein Geräusch zu hören. Dieses entsteht durch den Sicherungsring, der sich mitdreht und auf die darunter liegende Scheibe kratzt.

      Deshalb meine Frage: Müssen die Scheiben mit eingeölt werden? sollen die sich mitdrehen oder nicht? So ganz kapier ich das noch nicht...

      Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
      Guido
    • Hallo,

      so, der Motor ist nun abgeglichen und dies ein wenig besser, als vor dem Ölen. Vielen Dank für den Tipp!

      Nun gibt es aber wieder ein neues Problem :(

      Das Kurvenrad dreht sich nach dessen "Halt" nicht weit genug, was dazu führt, dass der eine Zahn geräuschvoll an den Zahnkranz der Motorachse kommt. Ich habe schon selbst herausgefunden, dass dies wohl durch den Druck des Kurvenrads auf den Stift des Haupthebels passiert. Nur weiss ich nicht wie ich das beheben soll und was nun wieder anders ist als vorher.
      Oder ist die Spannung der Metallstifte des Kurzschließers die dann seitlich auf das Kurvenrad einwirkt zu gering?

      Kennst jemand dieses Problem? Vielen Dank im Voraus für Tipps.

      viele Grüße,
      Guido
    • Hi Gunter, Hi Micha,

      das Kurvenrad ist einwandfrei. Alle Zähne dran.

      Geschmiert hatte ich das Kurvenrad wie im Servicemanual beschrieben mit Shell Avandia No2. bzw. dessen modernem Pendant.

      Wenn ich das Kurvenrad diese paar Millimeter per Hand weiterdrehe und dann loslasse, geht das Rad von selbst wieder diese Millimeter zurück. Da ist also ein Widerstand und dieser wird, meine ich, durch den Bolzen des Haupthebels, der in der Kurvenradrinne rumfährt verursacht.
      Ich hatte den Haupthebel auch mal ausgebaut und das Kurvenrad ohne diesen betrieben. Dadurch lief es einwandfrei aus.

      LG!
    • Bin ratlos!
      Wenn die Schraube 208 nicht zu stramm sitzt und die Achse 210 gerade sitzt,
      kann ich mir das nicht erklären. Gehört Teil 207 unter den Haupthebel?



      Blieben noch die Kontaktzungen vom Kurzschließer, vielleicht zuviel oder
      zuwenig Andruck in der Aussparung vom Nocken?
      Hatte den seltenen Fall bei PEs nach Aus und Einbau des Kurvenrades, dass
      ein Zahn scheuerte. Als ich gar nicht weiter wusste, hab ich den Zahn minimal
      mit Schleifpapier abgezogen, Asche auf mein Haupt!
    • Hallo,

      Teil 207 ist drunter. Das mit dem Kurvenrad bessert sich tatsächlich, wenn die Schraube 208 gelockert wird. Bei mir scheuert das Haupthebelteil 209 bei seiner horizontalen Bewegung allerdings über den Boden?! Ist das richtig?

      Was auch mit dem Fehler zusammenhängt ist die nicht mehr funktionierende Abschaltung und das Zurückholen des Tonarms am Ende der Platte. Der Tonarm bleibt am Ende der Platte in der letzten Rille. Wenn ich dann das Kurvenrad ganz leicht anstoße funktioniert es.
    • Habe mir soeben noch mal die Kontaktzungen des Kurzschließers angeschau. Wenn ich leicht gegen diese drücke, wenn der Nocken vorbei fährt, rastet das Kurvenrad vernünftig ein. Also sind es vermutlich wohl die Kontaktzungen, die zuwenig Spannung haben.
      Aber wie repariere ich das? Habe schon versucht durch Biegen die Spannung zu erhöhen, ohne Erfolg.
      Gibt es diese Zungen als Ersatzteile?

      Viele Grüße!
    • Hi.
      Du kannst versuchen, die Schrauben des Kurzschließers zu lösen. Durch das Spiel in den Bohrungen wird der Kurzschließer dann leicht beweglich. Drück ihn etwas in die richtige Position, halte ihn fest und zieh die Schrauben wieder fest.
      Liebe Grüße, Michael

      Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher und TK12-Nachbauten.