Beiträge von Bepone

    Hallo,

    Um die untere Schale auch noch zu lösen habe ich dann das Blechpaket mit der Hand gehalten, eine leere Filmdose umgedreht über das untere Lager gestülpt und mit dem Hammer draufgeschlagen. Nach ein paar Schlägen ist sie dann abgefallen

    Ohne deine Leistung zu schmälern, die du beim Bau des Werkzeuges erbracht hast:

    Wofür hast du das Werkzeug benötigt, wenn du die untere Schale letztendlich doch abklopfen musstest?


    P.S. Ich klopfe sie immer mit einem Stück Hartholz als Zwischenlage am Rand ab. Ohne irgend etwas dabei zu beschädigen.



    Gruß

    Benjamin

    Hallo,


    die letzten Arbeiten sind erledigt.


    Auf der Phono- und der NF-Platine habe ich noch die Pegel eingestellt, bei Phono bin ich auf 200mV am Ausgang gegangen, Reinhard. Mir kommt es hier auch nicht so sehr auf die absoluten Pegel an, sondern vielmehr, dass Pegelgleichheit zwischen links und rechts nach der Endstufe herrscht.

    Das Rauschen und Brummen hält sich in sehr manierlichen Grenzen.


    Auch das Rätsel der Eingangsspannungs-Einstellung habe ich mithilfe des Schaltplanes lösen können, da ich zufälligerweise entdeckt habe, dass auch dieser Abschnitt detailliert abgebildet ist.

    Die Beschriftung "240" im Gerät ist einfach an der falschen Stelle angebracht. Hier der Auszug aus dem Schaltplan:




    Und so habe ich es nun eingestellt. Mittels Widerstandsmessung am Netzstecker (bei eingeschaltetem Gerät) konnte ich auch nachvollziehen, dass nun die vollen Wicklungen des Trafos genutzt werden: Maximaler ohmscher Widerstand.




    Daraufhin habe ich noch die Betriebsspannung an der Endstufe sowie auf der Spannungsstabilisierung eingestellt. Dort ist mir prompt das 1K Poti zerbröselt, aber ich hatte noch ein neues liegen.

    Schön, dass die Spannung bei diesem Ereignis nicht "hochgegangen", sondern abgesackt ist.


    Damit ist die Reparatur abgeschlossen und der Elac spielt sehr schön auf UKW und Phono.




    Gruß

    Benjamin

    Murtfeldt S grün setzen wir mitunter in unseren Prüfständen ein, wenn es gilt, große Teile zu bewegen. Ist ein sehr hochwertiger Kunststoff.


    Die Fa. hat allerdings unzählige Kunststoffe im Angebot und nicht nur das, was man woanders Teflon als Markenname nennt.


    Gruß

    Benjamin

    Hallo Reinhard,


    deine Experimente mit dem Verstärker sind interessant. Glückwunsch, dass du ihn optimieren konntest!


    Zum Phono-Vorverstärker: Nun, ich habe ja “ein paar“ Verstärker / Receiver und die zeigen das Rauschen in der Phonostufe nur minimal, wenn überhaupt. Daher ja auch mein Ansatz, den VV des Elac “aufzufrischen“, was ich gestern auch getan habe.

    Drin gelassen hatte ich erst die beiden BC109B am Eingang, da ich sie am Wenigsten verdächtigt hatte und nur neue von CDIL da habe. Alle Elkos und die beiden AC191 habe ich ersetzt, anstatt der AC191 kamen BC263B in NOS rein.

    Der Effekt war leider gleich null, immer noch das Rauschen. Daher habe ich dann die BC109B doch noch getauscht und siehe da: Fast Ruhe!

    Er zeigt nun ein geringes Brummen, was aber daran liegen kann, dass ich das Chassis probeweise natürlich ohne Gehäuse und somit ohne Schirmung betrieben habe.


    Die Pegel-Einstellung am Phono-VV mache ich natürlich noch. Frequenzgenerator ist Smartphone oder Laptop und ein AC Millivoltmeter besitze ich auch, kann also losgehen. ;)


    Der fertig bestückte Phono-VV:



    Man hätte die Trimmpotis noch tauschen können, aber beim probeweisen drehen erwiesen sie sich als funktionstüchtig.


    Einen Bock haben die Ingenieure mit der Belegung der Transistoren geschossen. Im linken Kanal ist die Belegung CBE gespiegelt auf der Platine, sodass bei den Transistoren links immer ein Bein gekreuzt werden muss. :S



    Gruß

    Benjamin

    Anfällig sind nach fünf Jahrzehnten die Germaniumtransistoren - aber bei denen hast Du ja bei Deinem Receiver Glück.

    Wie man es nimmt - auf der Treiberstufe hatte es schließlich einen dahingerafft und mir eine schöne Fehlersuche beschert.



    Der Phono-VV ist viel aufwendiger und besser als bei den Geräten, die Körting selbst und über Neckermann verkauft hat

    Aufwändig ja, schauen wir mal, wie das Rauschverhalten nach der Teilrevision ist.

    Auch das UKW-Empfangsteil ist besser als bei den unter Körtings Eigenmarken und über Neckermann verkauften Gerätetypen. Dafür hat ELAC aber auch den doppelten Preis von den Kunden verlangt

    Seltsamerweise geht der Empfangsbereich bei UKW dennoch nur bis 104MHz. War nicht 107MHz schon zu der Zeit Stand der Technik?


    Gruß

    Benjamin

    Hallo Reinhard,


    da hast du ja ganz schön Zeit in den Dinosaurier gesteckt.

    Mein Elac läuft nun gut, darum belasse ich alles, wie es ist. Auch die alten Elkos bleiben drin.

    Nur die Teile für die Phonostufe sind in Zulauf und werden dann getauscht. Als Ersatz für die 0,1Mikrofarad liegen bereits 100nF Tantals im Paket, das wird sicher auch funktionieren.


    Die Endtransistoren bei meinem sind übrigens AL102. Bestückungsmäßig weicht mein Verstärker an vielen Stellen vom Schaltplan ab, dennoch sieht er unangetastet aus. Mein Verdacht ist noch immer, dass da verbaut wurde, was gerade noch herumlag. Vielleicht ist es ja einer der letzten.

    Er klingt gut in meinen Ohren, natürlich weiß ich nicht, ob die technischen Spezifikationen wie Klirrfaktor eingehalten werden. Das ist für mich allerdings auch nebensächlich, solange der Klang zusagt und nichts über Gebühr rauscht oder brummt.



    Gruß

    Benjamin

    Hallo,


    zuerst dacht ich: die Worte hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube!


    Das ist schon eine krasse Konstruktion. Hab mich immer gewundert was das Geraffel da für eine Bedeutung hat...

    Ich persönlich würde sagen, ab der Modellära 1019 waren die Plattenspieler bei Dual als absolut ausgereift anzusehen... Naja abgesehen von dessen kleinem Plattenteller, was aber natürlich nur eine optische und Geschmackssache ist.

    Alles Weitere waren nur Detail-Veränderungen, die es im Hinsicht auf die technischen Gegebenheiten der Schallplatte nicht zwingend hätte geben müssen.



    Gruß

    Benjamin

    Hallo Reinhard,


    300DM teurer ist schon eine Ansage, dafür aber eben auch 2 Jahre früher. Gut, die Entwicklungs- und Preissprünge waren in der Zeit vielleicht nicht ganz so gewaltig. Das weiß ich nicht.


    Ich hatte einen Neckermann-Körting Verstärker und erinnere mich, dass der immer etwas aus den Lautsprechern gerauscht hat (nicht nur auf Phono), selbst bei zugedrehtem Lautstärkeregler. Das war auch durch die Klangregler nicht beeinflussbar, kam also aus der Treiberstufe und/oder Endstufe.

    Dieses Verhalten zeigt mein Elac nicht. Auf UKW oder TB rauscht da nichts, und auch auf Phono nicht mehr, wenn man den Lautstärke-Regler zudreht.


    Ich habe mir die Elkos / Tantals sowie Transistoren für die Phonostufe bereits bestellt und schaue mal, wie das nach nach deren Wechsel klingt.

    Seltsam sind die 0,1Mikrofarad-Typen, die verbaut sind. Sie sind für mehrere hundert Volt ausgelegt. Ob das technische oder nur Bauformgründe hat, kann ich nicht sagen. Ich hab mir 35V-Tantals für die Stelle rausgesucht, da es Axial-Elkos mit so geringer Kapazität bei Reichelt gar nicht gibt.



    Edit:

    Nachtrag.

    Habe mir das nochmal genau angehört. Der TB-Eingang zeigt ein ganz leises Grundrauschen, welches aber nur mit Kopfhörern hörbar wird. Die Intensität ist abhängig von der Stellung des Lautstärke-Reglers, lässt sich also komplett auf Null drehen. Der Phono-Eingang zeigt prinzipiell dasselbe Verhalten, nur mit deutlich stärkerem Grundrauschen.

    Starke UKW-Sender lassen sich indes auch mit der kurzen Wurfantenne erfreulich rauscharm empfangen.


    Also, Rauschen in der Treiber- und Endstufe gibt es bei meinem 3300T nicht.



    Grüße

    Benjamin

    Danke für die Infos. Veraltete Konstruktion, genau das ist auch mein Eindruck. Stichwort “Röhrengeräte-ähnlich“, hab ich ja bereits erwähnt.


    Mein Grundig RTV 600 dürfte ebenfalls ungefähr aus der Epoche kommen und ist wesentlich moderner konstruiert (abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild). Alles in Silizium und beispielsweise die Endstufe ist kurzschlussfest. Dennoch hat der Elac viel Charme und ich finde es erstaunlich, dass das alte Gerät noch so gut funktioniert. Der Grundig hatte wesentlich mehr Probleme, die ich beheben musste.



    Edit:

    Korrektur.

    Der Grundig RTV 600 ist wohl 2 Jahre vor dem Elac herausgekommen. Das sagt ja schon alles.

    Übertrager sind bei dem auch schon nicht mehr zu finden.


    Schöne Ostern!

    Gruß

    Benjamin

    Hallo,


    es ist geschafft, das gute Stück funktioniert wieder ordentlich!

    Die Transistoren in der Treiberstufe habe ich erstetzt. Den defekten AC151r gegen einen neuen gebrauchten; den defekten BC154 (der eigentlich ein AC191 sein soll) gegen einen NOS BC263B. Somit sind nun beide Kanäle gleich bestückt mit BC263B und AC151r. Funktioniert einwandfrei. :thumbup:


    Weiterhin habe ich noch die Skalenscheibe für die Senderspeicher sowie das Stereoanzeige-Glas neu eingeklebt. In dem Zuge mal ein Foto vom Gehäuse-Inneren, welches ich ganz interessant finde. Das Kabel-Gewirr ist eine integrierte UKW-Antenne.



    Das Feldstärke-Instrument hat mechanisch gehangen, daher habe ich es zerlegt. Grund für das Hängen war, dass sich die Verklebung des Dauermagneten gelöst hat und dieser somit gegen den Anker gestoßen ist. Kann vielleicht beim Transport passiert sein. Den Magneten habe ich neu ausgerichtet und wieder festgeklebt. Funktioniert auch wieder einwandfrei. :thumbup:




    Anschließend noch etwas "Tuning": Die Beleuchtung der Hauptskala ist relativ schwach zu sehen, trotz dreier Glühlampen. Grund ist meiner Meinung nach die ungünstige Anordnung der Lampen bzw. des "Lichtleiters"; die Skala wird nicht direkt von hinten durchleuchtet, sondern das Licht soll wohl umgelenkt werden und von oben einfallen. Den transparenten Lichtleiter habe ich auf der Oberseite mit Alufolie beklebt (reflektierende Seite nach innen), somit kann das Licht nicht mehr nach oben hin austreten. Es hat auf jeden Fall etwas gebracht, im Dunkeln sieht man die Skala nun sehr gut.




    Außerdem habe ich die Knöpfe mit Spiritus gereinigt. Das ging so gut, dass ich es an der Front auch nochmal mit Spiritus versucht habe, und siehe da, mit etwas Geduld, reiben, reiben, reiben, habe ich so auch den Großteil der gelblichen Färbung wegbekommen. Sieht nun sehr ansehnlich aus.

    Das Chassis wurde anschließend wieder ins Gehäuse gefädelt und verschraubt, das Feldstärke-Instrument angesteckt, fertig! Hier ein schneller Schuss auf dem Werktisch. Ich finde das Design zwar etwas schrullig, aber dennoch schön. Lustig ist die Kunststoff-Einlage hinter den FM- und AM-Drehknöpfen, damit man die Front nicht schmutzig macht (vermutlich).




    Etwas schrullig ist auch das Schaltungs-Design. Beispielsweise am Phono-Vorverstärker. Hier wurde schon ein guter Aufwand betrieben, dennoch hat die Phonostufe ein ziemlich hohes Grundrauschen (stört beim Platten hören allerdings nicht mehr). Und tonal ist die Phonostufe völlig anders abgestimmt als das UKW-Teil. Das ist ziemlich seltsam beim hin- und herschalten.


    Hier mal ein Foto sowie das Schaltbild der Phonostufe.





    Ulkigerweise sind hier "in Echt" anstatt der BC154 wiederum AC191 verbaut. Mir drängt sich so langsam der Verdacht auf, dass Elac hier eingebaut hat, was gerade herumlag und als funktionierend bekannt war.

    Wenn ich Muße habe, ersetze ich auf der Platine die Elkos (und beiden Tantals) sowie die Transistoren, vielleicht verringert sich dadurch das Grundrauschen. Statt der AC191 baue ich dann allerdings BC154 ein, die sind einfacher zu bekommen.


    Demnächst wandert der Elac noch an die Hauptanlage; mal sehen, ob er dann auch meinen Elac 50H daneben gestellt bekommt anstatt eines Dual.



    Grüße

    Benjamin