Beiträge von Schmolz

    Hallo allerseits,

    was den 701 betrifft kann ich aus eigener Erfahrung mit vielen Geräten sagen, dass durch eine "gaaanz" geringe Fettschicht auf der Reibfläche des Haupthebels die Tonarmbewegung etwas weniger ruppig wird.

    Eine entfettete Reibfläche bewirkt, dass der Tonarm beim Abschaltvorgang kräftig gegen die Stütze knallt. Das ist nicht schädlich, es geht auch nichts kaputt. Aber es ist nicht schön anzusehen und deutlich hörbar. Das Fett verringert minimal die Friktion zwischen Pimpel und Reibfläche.

    Ob das so bei den 12xx-Spielern ebenfalls funktioniert, weiß ich nicht.



    Gruss

    Richard

    Hallo Olli, bitte äußerste Vorsicht mit der Netzspannung. Der TVV47 ist von der elektrischen Sicherheit her nicht auf dem aktuellen Stand. An den beiden Hochlastwiderständen liegt Netzspannung an und das in direkter Nähe zu den Bauteilen im Signalweg. Bitte nur mit Trenntrafo messen bzw. besser mit Versorgung aus dem Labornetzteil und auch nur wenn du weißt was du tust.


    Um die Frage zu beantworten: Der TVV47 ist simpelste Technik und leicht zu reparieren. Ich würde zu Beginn sämtliche Elkos austauschen.


    Gruß Richard

    Da rolle ich einmal drüber mit meiner Vertreterkarre und fertig ist das Ding…

    Mag sein. Einer meiner 701 lag letztes Jahr ein paar Stunden im Rheinlandhochwasser, vergraben unter Möbeln und Schmodder. Ihr habt die Bilder vom Hochwasser alle gesehen. Läuft wieder zuverlässig das Ding, jede Woche bei meiner "Plattenzeit", mit neuer Zarge, Haube und Tonabnehmer.

    Gruß Richard

    Hallo allerseits, meine Versuche mit dem ABS-Sensor von Scania-LKWs nicht zu vergessen...

    Ich habe demnächst nach meinem Umzug hoffentlich wieder mehr Zeit, die Versuche fortzusetzen. Knackpunkt ist immer die genaue Zentrierung des Istwert-Gebers und die Auslegung der Regelung (PI-Regler).

    Gruss

    Richard

    Hallo Matthias,

    das verlinkte Reichelt-Poti wird wohl passen.


    Ich hatte mal ähnliche bei einem Ebay-Händler bestellt, die hatten allerdings eine Einkerbung am Achsende. Das was auf den Fotos nicht zu erkennen. Das Reichelt-Poti scheint aber eine 4mm-Vollachse zu haben.

    Da die Achse aus Kunststoff ist und nicht aus Metall wie beim Original, sitzt der kleine Drehknopf nicht ganz so steif, wenn man es darauf anlegt. Die Haptik ist geringfügig anders. Aber m.E. macht das nichts, man dreht ja da nicht ständig dran.


    Gruss

    Richard

    Eine fachliche Anmerkung zur Temperaturkompensation des EDS1000. Sehr großen Einfluss dürften die Hallelemente haben. Ich habe hier Scans aus einem Siemens Laborbuch von 1970. Bei den Applikationsschaltungen wird der gleiche Typ Hallelement wie im EDS1000 eingesetzt. Die Schaltung auf der Seite 170 weist viele Ähnlichkeiten mit der Schaltung des EDS1000 auf. Es fehlt im Prinzip nur die Rückkoplung der Gegen-EMK. Auch hier hat man eine Temperaturkompensation mit NTC verwendet, allerdings wird der Querstrom durch die Hallelemente temperaturabhängig gesteuert. Bleibt das Problem, wo genau die Temperatur gemessen werden soll. Die Schaltung auf Seite 172 nutzt den temperaturabhängigen Innenwiderstand des Hallsensors zur Kompensation. Vielleicht ist das eine Idee, die an der Dual-Schaltung einmal ausprobiert werden kann.

    Gruss

    Richard


    Die Temperaturabhängigkeit der Motorregelung ist als Einheit zu sehen, alle Einzelbestandteile sind aufeinander abgestimmt. Der temperaturkompensierte Regler verändert die Abstimmung des Ganzen, in meinem Experiment mit dem EDS1000 nicht zum Besseren.

    Thomas, vielleicht kommst du zu anderen Ergebnissen.

    Mit den Löchern auf der Platine kommst du aus, aber du musst den jeweiligen gewählten Spannungsregler entsprechend seinem Layout natürlich verdrahten. Das geht nicht ohne Leiterbahnen aufzutrennen und mit kurzen Drahtstücken neu zu verdrahten. Und bitte die im Datenblatt jeweils vorgeschriebenen Kondensatoren möglichst nahe am Regler nicht vergessen. Ich habe sie unter die Platine gelötet.

    Gruß

    Richard

    Ich würde den Umbau nicht machen. Ich habs probiert beim EDS1000. Rein technisch betrachtet spricht überhaupt nichts gegen den Umbau. Die kleine Stanzung habe ich weggefeilt und den 7815 mit passender Glimmerscheibe und einer Nylonschraube befestigt. Das ist fummelig, geht aber.

    Tatsächlich verändert sich jedoch der Temperaturgang der Gesamtschaltung, so dass es nach meiner Erfahrung länger dauert, bis der 701 die Sollgeschwindigkeit erreicht hat Hiermit meine ich nicht die Hochlaufzeit, sondern die Geschwindigkeit, die bei der ursprünglichen Schaltung nach ca. 15 Minuten Betrieb erreicht ist.

    Beim EDS1000(2) wirkt sich die Temperaturabhängigkeit jedes einzelnen Bauteils auf die Drehzahl aus. Die originale Spannungskonstanterschaltung mit der Zenerdiode und den drei Transistoren ist nicht temperaturkompensiert, im Gegensatz zu den integrierten Spannungsreglern der 78xx-Reihe.


    Gruss

    Richard

    Der 701 ist zurück bei seinem zufriedenem Besitzer.


    Ich habe noch empfohlen, wegen eines anderen Tonabnehmers eine Anfrage hier im Forum zu starten. Verbaut ist, wenn ich das richtig eingeschätzt habe, ein Ortofon OM für DJs zum Scratchen. Nicht optimal für einen 701. Ein günstiges AT VM95e würde besser passen m.E. Aber mit Tonabnehmern kennen sich andere hier im Forum besser aus als ich.


    Gruß Richard

    Da hier im Forum öfter mal auf die etwas "handfest" arbeitende Automatikfunktion beim 701 hingewiesen wurde, ein kleiner Erfahrungshinweis von mir. Ein -hauchzarter- Fettauftrag auf die Friktionsfläche des Haupthebels beruhigt den Tonarmtransport merklich. Die Fettmenge ist wirklich minimal, vorher zwischen den Fingern verreiben und einmal die vorher entfettete Friktionsfläche leicht berühren.

    Gruss

    Richard

    Die Testläufe zeigen, dass der 701 nun wieder einwandfrei läuft.

    Repariert bzw ersetzt wurden wurden:

    - Motorelektronik

    - Fusslager des Motors mit neuem MOS2 Fett versehen

    - Stoboskop (hier sollte die gebrauchte Glimmlampe durch die LED-Version ersetzt werden), funktioniert aber auch mit Glimmlampe

    - Netzteilplatine

    - Entstörkondensatoren

    - Antiskatingscheibe

    - Plumpslift

    - Abstellbleche auf dem Kurvenrad

    - Alte verharzte Fette ersetzt

    - Aufsetz- und Abstellpunkte justiert

    - Headshellkontakte mit Glasfaserstift gesäubert.

    Dieser 701 hat eine bessere Zarge als die mit DCFix beklebte verdient. Vielleicht stellt Jakob mal eine Anfrage im Forum.

    Gruss

    Richard

    Nachdem der Motor jetzt wieder läuft habe ich den 701 natürlich ausgiebig getestet. Mein erster Eindruck der intakten Mechanik hat sich *nicht* bestätigt. Zwar ist ein neuer Steuerpimpel verbaut, auf der Friktionsfläche am Haupthebel kleben noch die Reste des alten Pimpels. Das -immerhin- wenige vorhandene Fett ist verharzt, die Antiskatingscheibe weist einen ersten winzigen Riss auf. Nach einigen Durchläufen der Automatik senkt sich der Tonarm nun Fallbeilartig auf die Platte.

    So kann ich den 701 nicht an Jakob zurückgeben, also muss die Mechanik eben doch noch gemacht werden.

    Gruß

    Richard

    welchen OP-Amp hast Du verwendet?

    Einen TAA521 aus einem funktionierenden Motor entnommen. Das ist der Originaltyp, ein Äquivalenztyp zum yA709. Der 741 funktioniert nicht ohne weiteres und vor allem nicht ohne neuen Abgleich.

    Gruß

    Richard

    Es geht weiter mit Jakobs 701, den ich fertig stellen möchte.

    Der Ausgang des Opamp (Punkt 21) am Oszi zeigte, hier wird gar nichts geregelt. Also den Opamp ausgelötet, IC-Fassung eingelötet, Opamp ersetzt. Während dessen Spannungsversorgung mit 15 Volt aus dem Labornetzgerät und siehe da, es sieht gut aus. Motor läuft ruhig.

    Dann habe ich das Labornetzgerät an die Trafoanschlüsse gehängt, 21 Volt eingestellt und nochmals die Spannung an Punkt 13 gemessen: 18 Volt, schwankend bis 21 Volt!!! In Beitrag #16 hatte ich schon einmal die Spannung an Punkt 13 gemessen, da waren es korrekte 14,95 Volt. Es stellte sich heraus, die Spannung an Punkt 13 schwankte unregelmäßig. Ich habe dann nicht lange gefackelt und alle drei Transistoren im Spannungsversorgungsteil ausgewechselt. Ausgangsspannung neu auf 15,0 Volt eingestellt, Brücke verlötet. Läuft.

    Wer meine Fotos genau betrachtet sieht, dass an dem T1 die leichte C-förmige Durchbiegung der Beinchen fehlt. Die Durchbiegung soll mechanische Spannungen zwischen der Platine und dem Alurahmen, der als Kühlkörper dient, aufnehmen. T1 ist offensichtlich schon einmal ersetzt worden, er war auch unsauber eingelötet. Nachlöten hat allerdings den Fehler nicht beseitigt.

    Durch den Pfusch bei der Glimmlampe hätte ich gewarnt sein sollen.

    Als nächstes steht der Zusammenbau an und natürlich der Funktionstest mit Schallplatte.


    Gruss

    Richard

    Viel ist da ja nicht dran.

    Hallo Peter, Drehzahlschalter und Pitchpotis sind in Ordnung. Der Motor lief nach dem Zusammenbau für ca eine Minute mit der korrekten Geschwindigkeit, allerdings mit leichten aber hörbaren Gleichlaufschwankungen. Danach Vollgas.

    Heute früh kurz getestet, sofort Vollgas-Drehzahl, wobei das Relais hochfrequent flattert.

    Ich vermute durch den Kurzschluss des C6 einen Folgeschaden bei den Halbleitern im Umfeld. Aber wie du schon schreibst, Peter, viel ist nicht dran. Ich werde als nächstes das Oszi an den Punkten 20 und 21 dranhängen und schauen, was da zu messen ist.

    Gruss Richard

    Beim Zusammenbau festgestellt, dass die Fixierschraube für das Gegengewicht fehlt. Ich hatte Johannes gebeten, den 701 ohne Gegengewicht, Teller und Tonabnehmer anzuliefern. Hoffentlich hat er die Schraube noch zuhause.

    Vor dem Einbau in die Zarge noch den Entstörkondensator im Schaltkasten durch einen neuen X2-Typ ersetzt. Der liegt ja ständig am Netz.

    Ausserdem die beiden Bleche am Kurvenrad nach der Anleitung von dualcan geschmiert.

    Jetzt geht es ans Testen mit aufgelegter Platte. Leider *nicht* erfolgreich. Hörbare Gleichlaufschwankungen und nach einer Minute gibt der Motor wieder Vollgas. Da muss ich also nochmal mit dem Oszi ran. Der Motor will es mir nicht leicht machen. Demnächst geht es weiter, für heute ist Schluss. Danke fürs Zuschauen.

    Gruss

    Richard

    Elkos getauscht, der Motor scheint korrekt zu laufen. Soll das wirklich so einfach gewesen sein? Da der Spannungsreglerteil mit den C3 und C4 in Ordnung waren, bleiben nur die drei Tantalelkos als Verdächtige übrig. Als fehlerhaft hat sich C6 herausgestellt, der einen satten Kurzschluss aufweist. Damit war der Ist-Wert der Regelgrösse aus den Germaniumdioden kurzgeschlossen und der OP-Amp tat was er soll nämlich Vollgas geben. Jetzt wird wieder zugeschraubt und alles getestet.

    Brücke auf der Motorplatine geöffnet, gemessene 14,95 Volt. Also ok. Ich werde nun erst einmal sämtliche Elkos ersetzen, bevor ich weitere Messungen mache. Das wäre sowieso nötig.

    Die Mechanik macht einen guten Eindruck und funktioniert augenscheinlich. Den Steuerpimpel hat schon mal jemand getauscht.

    Stand der Reparaturen bis jetzt: Im Netzteilkasten versucht, die Knallfroschreste zu entfernen (habe nicht alles wegbekommen), den richtigen X2-Kondensator eingebaut, den labberigen Sicherungshalter durch ein Neuteil ersetzt, korrekte Sicherung rein, natürlich alles sauber verlötet, Kasten wieder zugemacht, Glimmlampe eingesetzt, läuft. Leider habe ich keine LED- Einsätze von Dualfred mehr vorrätig.

    Der Hauptfehler, der Motor auf Hochtouren, ist noch nicht behoben. Geschwindigkeitsumschalter und Pitchpotis sind in Ordnung. Der Fehler muss also auf der Motorplatine zu suchen sein.

    Im Netzteilkasten Spuren eines explodierten Knallfroschs und eine üble Reparatur, kein X2-Kondensator. Die Feinsicherung hat 1,25 A träge statt 0,125 A träge. Die Ansteuerung der Glimmlampe scheint noch original zu sein.