Beiträge von Schmolz

    Hallo Stefan,

    ob das Geräusch von der Stroboskop-Glimmlampe stammt kannst du herausfinden, indem du die Stroboskoplampe vorübergehend ausbaust und dann den Spieler laufen lässt.


    Der Ausbau ist leider etwas umständlich, weil du das Chassis aus der Zarge ausbauen musst und dafür einige Vorarbeiten notwendig sind:

    - Netzstecker raus, Tonleitung ausstecken

    - Tonarmgewicht und TK abnehmen

    - Teller abnehmen

    - Zugentlastung an Zarge abbauen, entweder Blechplatte mit zwei M3-Schrauben oder eingeclipste Plastikkappe

    - Chassis vorsichtig nach oben aus der Zarge heben, dazu Transportsicherungsschrauben etwas herausdrehen so dass man sie leicht ankippen kann

    - Chassis mit Unterseite nach oben auf drei Klorollen ablegen, dabei unbedingt auf den Tonarm achen, der nicht belastet werden darf


    Die Stoboskoplampe sitzt in einer Fassung die mit einem Plastikdeckel abgedeckt ist, der mit zwei Schrauben entfernt werden kann.


    Gruss

    Richard

    dass die erst bei 95°C öffnen sollen

    Das widerspricht meinem technischen Empfinden und ist m.E. deutlich zu warm für den CV120. Die Chiptemperatur sollte keinesfalls 120°C übersteigen. Da bist du nahe dabei, bei 95°C am Kühlkörper. Zitat: "Die Temperatur des Kühlkörpers solle auch deutlich unter 80 °C liegen."

    Und bei schlechter Luftzirkulation am Standort des Verstärkers wäre ich erst recht zurückhaltend mit 95°C.


    Gruss

    Richard

    Also liegt es an Übergangswiderständen der beiden(!) Thermoschalter.

    Ich habe gerade keinen CV120 hier, um nachzusehen. Sind das vielleicht Thermoschalter mit offenen Kontakten? Dann würde ich versuchen die Kontakte zu säubern. Ansonsten bei der Hausapotheke mit C neue bestellen. Vielleicht steht auf den alten die Schalttemperatur drauf. Ganz mutige verzichten auf die Thermoschalter, ich würds nicht machen. Fackelt dir irgendwann die Bude deswegen ab, findet die Versicherung garantiert raus woran es gelegen hat.


    Gruss

    Richard


    Von angenommen 100.000 produzierten Plattenspielern vom Typ 701 sind hier gerade einmal 0,149 % versammelt. Nehmen wir einmal an, von den 100000 Stück sind 90 % im Wertstoffhof gelandet ;( , so kommen wir hier trotzdem nicht über 1,49 % hinaus.

    Ich rege hiermit an: Mehr Grafittis mit dem 701. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere damit an das schöne Teil!


    Gruss

    Richard

    die Birnen selber prüfen

    Gute Idee, Peter. Bei angenommenen 0.5 Ohm Kontaktwiderstand reichen schon 5 Watt Ausgangsleistung, damit etwa 1,5 Volt Spannung abfallen. Das reicht für 3 Volt Taschenlampenbirnchen dicke aus. Den temperaturabhängigen Widerstand des Glühfadens habe ich bei der Rechnung vernachlässigt.


    Gruss

    Richard


    PS: Habe mich verrechnet und die Lautsprecherimpedanz ebenfalls vernachlässigt...Der Spannungsabfall teilt sich ja auf. Bei 4 Ohm Lautsprechern wäre es noch ca. 0.5 Volt über dem Thermoschalter. Da glimmt das 3 Volt Lämpchen schon.

    Es wird halt auf der Metalloberfläche aussen warm

    Wenn du damit das äußere Gehäuse- Abdeckgitter meinst, kann der Kühlkörper darunter durchaus schon die Temperaturgrenze erreicht haben. Für den Thermoschalter ist ausschließlich die Temperatur direkt am Kühlkörper maßgeblich.


    Und bitte Vorsicht mit der Netzspannung, die liegt offen am Netztrafo und am Netzschalter an.

    Der CV121 ist diesbezüglich noch kritischer, weil ein dritter Thermoschalter direkt die Netzversorgung schaltet.


    Gruss

    Richard

    Ruhestrompotis ?

    Na klar, aber das kommt später. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Christian geldo79 den Verstärker dauerhaft mit heißen Kühlkörpern betreibt. Oben hat er ja geschrieben, dass schon beim Einschalten die OL-Lämpchen kurz aufblitzen.


    Gruss

    Richard


    Eventuell ist an der Verkabelung und dem Widerstandsblock an dem die hängen und über die Lautsprecherschaltung verdrahtet sind, der Wurm drin.

    Das müsste ja auch noch geprüft werden.


    Erstmal überbrücken, wie Frank geschrieben hat, und schauen was passiert.

    Dann scheint der Übergangswiderstand der Kontakte am Thermoschalter zu hoch zu sein. Der Widerstand im Kaltzustand muss nahezu Null sein. Die Auslösetemperatur ist ungefähr erreicht, wenn du nicht mehr dauerhaft die Finger am Kühlkörper halten kannst (Schmerzen).


    Gruss

    Richard

    Austauschen gegen funktionierende Originale geht natürlich immer. Vielleicht eine Anfrage im Board machen wer noch welche vorrätig hat. Leider ist im Schaltplan keine Angabe der Auslösetemperatur. Ich schätze mal so 60-65 Grad C.

    Überbrücken würde ich die nicht, höchstens testweise. Das Risiko des thermischen Durchgehens mit evtl. Schäden an den Lautsprechern wäre mir zu hoch. Hier sorgt der 15-Ohm-Widerstand für ein wenig Sicherheit.

    Und reparieren? Keine Ahnung.


    Gruss

    Richard

    Hallo Christian,

    es wird wohl so sein wie Peter schreibt - defekte Thermoschalter.

    Wenn die Lämpchen aufleuchten bedeutet das, dass sich das Ausgangssignal an die Lautsprecher durch den Glühfaden und den parallelen 15-Ohm Widerstand "zwängen" muss. Das ist nicht in Ordnung und wirkt sich in jedem Fall negativ auf den Klang aus, auch wenn es bei geringen Lautstärken vielleicht nicht direkt hörbar ist.


    Gruss

    Richard

    Hallo Tim,

    die Platine muss nicht wie im oberen Foto erkennbar, komplett ausgebaut werden, um den Kondensatorsatz einzubauen. Man kommt auch so an die Lötpunkte heran, nur nicht so bequem.

    Schon vor dem Tausch der Kondensatoren kannst du prüfen, ob dein Motor eine Art "toten Punkt" hat. Eine bestimmte Rotorstellung, bei der sich die Anlaufschwäche zuverlässig reproduzieren lässt. Dann ist wohl noch mehr kaputt und der Kondensatortausch reicht ggfs nicht.


    Gruss

    Richard

    Das ist relativ simpel. Haupthebel und Liftschiene (Nr. 180) ausbauen, altes Drucklager entfernen, neues Drucklager mit Liftschiene verbinden und Drucklager vorsichtig einschrauben. Dabei darauf achten, dass nichts verkantet, sonst bricht das neue Drucklager erneut. Kontaktstelle zwischen Liftschiene und Drucklager leicht schmieren (das Manual verlangt hier Silikonöl). Sicherungsscheiben (191 und 218) aufschieben. Haupthebel montieren. Lifthöhe (44) nach Anleitung einstellen.


    Gruss

    Richard

    Das bekommst du nur heraus, wenn du den Spieler aus der Zarge holst und du dir von unten anschaust was passiert beim Betätigen des Lifts. Im

    Servicemanual ist die Funktion des manuellen Lifts erklärt.


    Gruss

    Richard