Pfeifer Nachbau Shure V15/3 DN352

  • @ WildStar - Hallo Dietmar,

    .... ups, was ist das denn für ein Ton, ..... und dann in diesem Board ? .


    Man wird doch noch mal seinem Ärger Luft machen können - was ich auch in regelmässigen Abständen mache, wenn gerade mal wieder ein Fass überläuft. Das soll gut gegen Herzinfarkt sein, seinen Ärger rauszulassen!
    Überhaupt - mein gestriger "Hirtenbrief" ist doch eigentlich harmlos gewesen. Seichtheit auf Dauer wirkt übrigens eher langweilend und einschläfernd.


    Jedenfalls hättest Du sicher von mir einen Tonabnehmer bekommen, mit dem Du schlussendlich glücklich geworden wärst.
    Das können wir aber auch noch nachholen - wenn Du Dich an mich wendest, würde ich Dein M97XE evtl. in Zahlung nehmen und Dir ein anderes System verkaufen, das Dir wirklich zusagt.
    Wenn Du mit Empfehlung 1 nicht leben könntest, könntest Du ggf. ein anderes testen. Versandkosten lägen dann natürlich bei Dir - jedenfalls würde ich Dich nicht mit einem Tonabnehmer zurücklassen, der dann im Schrank landet.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ TSC Yoda - Hallo Markus,
    wenn Du bei mir eine Nadel kaufen willst, gib Dich bitte zu erkennen. Bekommst dann in jedem Falle 2 Euro Rabatt. Das biete ich übrigens auch allen anderen Boardmitgliedern an, wenn Sie mich bei der Bestellung darauf hinweisen und einen Artikel ab 19,90 Euro bestellen.

    Zitat

    Komme mal vorher bei mir auf den Kaffee vorbei. Ich habe für das M 91 MGD die schwarze Variante mit und ohne Aufschrift, und auch mit dem elfenbeinfarbigen Aufdruck.


    Natürlich kannst Du auch gerne auf nen Kaffee (oder natürlich auch auf ein Bier) bei mir vorbei kommen und Deine Systeme direkt auf TK mitbringen und die eine oder andere Nadel probehören. Gilt natürlich auch wieder für alle...



    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ tpl1011 - Hallo Kai,


    Zitat

    Natürlich kannst Du auch gerne auf nen Kaffee (oder natürlich auch auf ein Bier) bei mir vorbei kommen und Deine Systeme direkt auf TK mitbringen und die eine oder andere Nadel probehören. Gilt natürlich auch wieder für alle...


    Da jeder anders hört, werde ich mich hüten, konkrete Aussagen über die Klangqualität von Nadeln zu machen.
    Auch kann es sein, daß 2 Nadeln des gleichen Types aus 2 verschiedenen Margen sehr unterschiedlich klingen.
    Das ist wohl auch EIN Vorteil von Originalen, daß hier die Qualitätskonstanz ziemlich groß ist (nun mal abgesehen von z.B. der DN160E, die erst nackt - unter Schneider dann aber getippt produziert wurde).
    Ich habe mal einen Hörtest aus der "Audio" ausprobiert, wo man feststellen konnte, ob man mehr Grundtonhörer oder aber Obertonhörer ist. - Da habe ich eindeutig als Grundtonhörer abgeschnitten. Leider ist die Auswertungsseite von Audio gelöscht worden.
    http://www.hifi-forum.de/viewthread-36-3407.html
    (hab ich mir jetzt nicht durchgelesen - geht aber um exakt diesen Test. Vielleicht findet sich sogar hier im Forum was darüber.)
    Jedenfalls - jeder hört anders, jeder empfindet Töne anders.
    Ich könnte also höchstens sagen - mir als Grundtonhörer gefällt der Klang "a" besser als der Klang "b".
    Vielleicht urteilt ein Obertonhörer genauso - vielleicht aber eben auch nicht....



    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ sigma - Lieber Ronny,

    Zitat

    eigentlich solltes Du aus rein geschäflicher Sicht das allgemeine "Niedermachen" von NBs begrüßen...


    täusch Dich bitte nicht. Originalnadeln bringen natürlich gleich ganz andere Umsätze, sind aber in der Anschaffung entsprechend teurer und schwer zu beschaffen. Häufig sind sie Einzelstücke und wenn Sie verkauft sind, kann ich sie zumeist nirgends einfach nachbestellen, da sie nicht mehr produziert werden. Eine DN120 z.B. kommt mir nur alle 1-2 Jahre in die Finger.
    Die muß ich dann schon in einem kompletten Kontingent finden oder aber teuer über eBay kaufen und da gehen sie preislich meist in Regionen, die einen vernünftigen Gewinn ausschliessen (allein schon wegen der von mir zu entrichtenden 19% MwSt). Ist die Schachtel dann aber schon geöffnet oder die Nadel lose, weiß man nicht, was solche Nadel tatsächlich schon hinter sich hat. Besser also im Kontingent finden und da ist meist 70% und mehr unverkäuflich.
    Da viele meiner Nadeln Einzelstücke sind und die meisten Kunden ausserdem einer Beratung bedürfen (weil sie meist nur wissen, wie ihr Plattenspieler/ihre Kompaktanlage heisst), macht für mich übrigens auch ein Shop-System wenig Sinn.


    Zitat

    Aber davon abgesehen werden wir hier fröhlich weiter ganz subjektiv unsere Erfahrungen posten


    ja, ich freue mich darauf. Ich liebe Deine Postings. Hab Dir auch selten was zu widersprechen... (das tu ich aber auch, wenn ich das für wichtig halte).


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ leserpost - Hallo Martin,
    zur einer Einschätzung des Klanges (was auch den Charakter eines Systemes mit einschliesst) habe ich oben bei Kai schon das wesentliche geschrieben. Daß eine Nadel nicht grottenschlecht, zischelnd, verzerrend abspielen darf, ist selbstverständlich. Ich kann nur darauf hinweisen, daß ich in den fast 10 Jahren, wo ich Nadeln verkaufe so gut wie keine Rückläufer hatte und auch das Feedback der Kunden ausnahmslos positiv gewesen ist (bis manchmal Gequengel über zu hohe Preise - das aber dann eher hier im Board und weniger von meinen Kunden). Letztlich ist aber jeder Kunde zufrieden gewesen - ein paar Mal habe ich natürlich schon auch eine von mir gelieferte Nadel ausgetauscht, die sich als defekt erwies. Dabei bin ich in ein, zwei Fällen auch besch. worden, was sich aber nicht beweisen lies. Nicht zuletzt deshalb kontrolliere ich auch jede Nadel 2 x , bevor ich sie rausschicke.

    Zitat

    Trotzdem hat man das Gefühl bei den Spezialisten auch immer die Katze im Sack kaufen zu sollen/müssen


    Ist jemend mit einer Nadel absolut nicht zufrieden gewesen, obwohl sie technisch o.k. ist, dann hat der auch sofort eine neuen Nadel geliefert bekommen - wenn die nicht mehr lieferbar war, auch schon mal ein anderes System im Austausch - letztlich ist der Kunde dann in jedem Falle zufriedengestellt worden. Das sehe ich sehr preussisch.
    @ WildStar -
    deshalb mein Angebot auch an Dich. Ausserdem möchte ich auch mal eine richtig "schlechte" Shure-Nadel ausprobieren - nicht zuletzt, um dann darüber herziehen zu können.


    sphärisch oder elliptisch - 0.3x0.7 mil oder 0.2x0.7 mil - getipt oder nackt - könnte ich Dir genau erklären würde den Rahmen dieses Threads aber durchaus sprengen. Ruf mich an und ich halte Dir einen Vortrag darüber: 04542 99 98 97.


    Zitat

    "hier bin ich und meine Nadel taugt etwas".


    hatten wir doch vor ein paar Tagen hier. Von jemandem, der vorher noch nie in diesem Board gepostet hatte.
    Keine Identitätsangabe, kein Name, keine Referenzen (und keine Steuernummer).
    Daß der dann erst liefert, bevor er kassiert, soll wohl diesbezügliche Fragen im Vorwege eliminieren...
    Finde ich übrigens anbiederisch und unseriös - ggf. kriminell.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ Mister Hit - Hallo Thomas,
    die Firma Pfeifer wurde vor 4-5 Jahren geschlossen, lequidiert oder wie auch immer. Pfeifer ist jedenfalls Geschichte. Die Nadelbezeichnungen/Bestellnummern dieser Firme haben sich aber bis heute erhalten können, ebenso wie zigtausende "Pfeifer-Nadeln" der Konkursmasse.
    Meine Einschätzung zu Pfeifer, D&K, Huco,... habe ich in meinem letzten Posting schon klar gemacht.
    Ich bezweifle auch daß Pfeifer selbst der Hersteller aller seiner vertriebenen Nadeln war und nicht schon damals auf dem Weltmarkt eingekauft hat. Und Originalnadeln in Pfeifer-Schachteln sind Originalnadeln der jeweiligen Hersteller!


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ Strudelmanni - Hallo Klaus,
    meinen Glückwunsch und viel Spaß beim Musik hören mit den anscheinend ja sehr brauchbaren Nachbauten.
    Die nächsten Jahre wirst Du dann wohl keine neuen Nadeln mehr brauchen.
    Wenn von Dir genannter Herr dann irgendwann nicht mehr ist (oder keine Nadeln mehr hat) kannst Du Dich ja an mich wenden.
    Ich hoffe, auch dann werde ich Dir auch noch Pfeifer-Nadeln oder gleichwertiges anbieten können.



    Euch allen einen schönen Tag, Andreas

  • Moinsen,

    Andreas, komm mal wieder runter. Welchen Maßstab legst Du an? Kennst Du jeden "üblichen Nachbauschrott"?

    Auf welches Niveau darf ich dann herabsteigen?
    Du kannst gerne mal sagen, welche Nachbauten, also welcher Hersteller eine vernünftige Qualität bietet. Bitte!?


    Vielleicht sind meine Maßstäbe zu hoch, ist mir egal. Ich bin allerdings nicht der "High-Ender" mit Systemen deutlich teurer als zig Tausend Euros.
    Ey: Wir sprechen hier von einem Shure-V-15/III.


    Ich habe jedenfalls mit billigen Nachbauten zum überwiegenden Teil schlechte Erfahrungen gemacht, bis auf die erwähnte Ausnahme(n) von Pfeifer. Nicht nur bei mir, sondern bei Bekannten, Freunden,... Ab einer gewissen Anzahl lässt sich meine Behauptung tatsächlich statistisch verallgemeinern. Gibt's das?


    Meinetwegen kann man sich gerne irgend eine Schrottnadel unter das V-15/3 stecken, dem System wird das jedenfalls in keinster Weise gerecht. Ich habe bisher keine Nachbaunadel gehört, die der originalen NAdel gerecht würde. Abgesehen von der sagenumwobenen Jico/SAS.
    Ich habe ja auch nicht behauptet, alle Nachbauten seien schrott, im Gegenteil, ich habe sogar einen Nachbau als "gut" befunden. Nach meinen ' ach-so-hohen ' Ansprüchen ("V-15").


    Wenn du also irgend einem Vinylanfänger oder Wiedereinsteiger einen günstigen Nachbau anstelle einer Originalnadel verkaufst, wirst du sicherlich auch nicht behaupten, dass die günstige Nachbaunadel besser als die Originale sei?


    Oft hört selbst ein Holzohr die Unterschiede.

    gerne würde ich etwas mehr über die für meine Ohren gut klingenden NB schreiben, nur weiss ich leider in den meisten Fällen nicht von welchen Hersteller die sind.
    Grundsätzlich habe ich mit Pfeifer positive Erfahrungen gemacht, und zweifellos auch mit anderen Herstellern, nur habe ich wie gesagt dann oft keine Ahnung woher die Dinger sind :rolleyes:

    Da wird Andreas bestimmt Licht ins Dunkel bringen können?

    Beste Grüße,
    Andreas

  • Mal zum Shure 97xE,


    ich bin etwas überrascht, denn soo schlecht finde ich dieses System garnicht. Sicher es ist kein Topsystem, aber ein solides Einsteigersystem, das wenig falsch, aber viel richtig macht. Besser gehts immer, das ist nicht der Punkt. Ich bin zumindest für den Preis, und das Wissen dazu das es ein komplett neues System ist, mit dem Shure ganz zufrieden.


    OT: kann mir jemand die effektive Tonarmmasse des 604 und des 1249 sagen? Hab in den Originaldualdokumenten mal gesucht, aber nichts gefunden. Lediglich zu den angaben der Länge.


    Gruß,


    Jakob

  • @ Andreas,


    ich habe auch hier zwei V 15 III. Die wurden zuerst mit Nachbaunadeln betrieben. Letztendlich habe die zahlreichen Beiträge dazu geführt, dass ich mir dann auch eine SAS-Nadel bestellt habe.


    Mein Fazit: eine deutliche Verbesserung.


    Weil man aber nicht jeden Tag "gleich" hört, wollte ich eine Alternative. Aufgrund einiger Beiträge bin ich dann aufs Audio-Technica AT 13 EaV gekommen und habe es mit einer billigen Nachbaunadel (22 €) ausgestattet.


    Seit dem höre ich nur noch mit diesem System. Das betrifft meinen 1219 und den 704. Das AT ist klarer, schärfer und analytischer als dasV 15 - auch mit SAS-Nadel. Es löst auch sehr gut auf.


    Also dürfte also ein wirklich brauchbares Alternativsystem sein, dass zudem den Geldbeutel schont.



    Bin ich jetzt eher ein "Grundtonhörer"??



    Dietmar

    AIKIDO+, Phono-Mopped, Lehmann Black Cube Statement, Yamaha C-4, Vincent SA-31MK, Yamaha AX 497, SABA TS 2000, Sony ST-SE 700, DUALs 1219, 721, 704, 701, 510, Thorens 147 und viele andere mehr.

  • Bin ich jetzt eher ein "Grundtonhörer"??


    Nee,
    nur ein "AudioTechnica-Hörer", der eben AT "besser" findet, als Shure.


    Kann ja auch am Rest der Kette liegen, wer weiß?


    Ich finde die Systeme, die ich von AT kenne (vom AT-95 bis zum OC-9/II) nicht so toll. Ausnahme: AT 71auf'm Grundig PS3500. Das klingt auch an meinen Ohren angenehm und auflösend (für's Geld ein gutes System).
    Das AT 13 EaV hatte ich noch nicht laufen. Es kam noch nicht dazu...

    Beste Grüße,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    Man wird doch noch mal seinem Ärger Luft machen können - was ich auch in regelmässigen Abständen mache, wenn gerade mal wieder ein Fass überläuft. Das soll gut gegen Herzinfarkt sein, seinen Ärger rauszulassen!
    Überhaupt - mein gestriger "Hirtenbrief" ist doch eigentlich harmlos gewesen. Seichtheit auf Dauer wirkt übrigens eher langweilend und einschläfernd.

    aber sicher, ganz Deiner Meinung





    @ tpl1011 - Hallo Kai,


    Zitat



    Natürlich kannst Du auch gerne auf nen Kaffee (oder natürlich auch auf ein Bier) bei mir vorbei kommen und Deine Systeme direkt auf TK mitbringen und die eine oder andere Nadel probehören. Gilt natürlich auch wieder für alle...


    Ich glaube jetzt haben wir uns falsch verstanden. Ich wollte lediglich sagen, dass ich mit meinen Nachbauten bisher sehr zufrieden war. Wahrscheinlich hatte ich Glück oder Holzohren keine Ahnung :D . Meiner Meinung nach kann man nicht mehr verlangen, als dass sie technisch in Ordnung sind (deshalb sauber abtasten bis zum Schluss) der Rest ist Geschmacksfrage. Dass die evtl. eine andere Art Klang liefern kann ja durchaus sein.
    Mich ärgert einfach manchmal dieser (ich nenns mal so) Fundamentalismus mit der einige an die Sache rangehen. Es muss jeder wissen was es einem Wert ist, ich für meinen Teil zahle keine 100,- für eine Nachbaunadel und hab dann noch Ärger mit dem Zoll für ein 35 Jahre altes System. Dann lege ich lieber noch was drauf und kauf ein kpl. neues. Jeder nach seinem Geschmack.
    Ist nur lustig wie angestochen manche bei diesem Thema immer reagieren. Ich lehn mich dann mal zurück und geniesse die restliche Diskussion. :thumbup:


    Grüße
    Kai

    VG

    Kai







  • Vor langer Zeit hatte ich einen Thorens TD 145 Mk. II mit einem TPO 70, das ist ein Arm mit integriertem LowMass-System von Ortofon, ähnlich den heutigen OM-Systemen. Als bei diesem die Nadel runter war, stand ich vor der Frage, eine neue originale für 150,-- DM oder einen Nachbau für nur 50,-- DM zu kaufen. Ich entschied mich, "wohlwollend unterstützt" von meiner Frau, für letztere. Die Nadel ist nicht lange im System geblieben, ich habe dann doch noch eine teure originale gekauft, aus gutem Grund. Mit der Nachbaunadel rutschte der Arm beim Aufsetzen am Anfang der Platte praktisch immer gleich in die Anfangstöne der jeweiligen Platte, nur äußerst vorsichtiges Hantieren mit dem Lift konnte dies verhindern. Bei der Originalnadel konnte ich den Lift wie vorgesehen betätigen, da blieb der Arm auf der Stelle bis er die Rille gefunden hatte.


    Neulich habe ich ein AKAI-System mit Nadel erworben, baugleich mit einem Audio Technica AT12XE. Ein ebensolches habe ich an meinem 604 laufen, bis dato mit Nachbaunadel vom Thakker für 22,-- €. Nicht schlecht, solange bis ich die Nadeln getauscht habe. Das AKAI habe ich einem (Thorens)-Freund mitsamt der Nachbaunadel vermacht. Er meinte, das klingt aber ziemlich flach. Stimmt!


    Was mir sofort auffiel, war dass ich mit diesem Nachbau dasselbe Phänomen erleben musste wie seinerzeit mit der Nadel im Ortofon am Thorens-Arm. Ich habe das Gefühl, dass bei Nachbauten die Compliance einfach nicht mehr stimmt. Wenn ich mir überlege, welchen Aufwand manche Hersteller mit den Nadelträgern treiben, ist das nicht weiter verwunderlich. Bei Nachbauten scheint es nur Nadelträger aus Aluminium zu geben, keine Spur von Beryllium oder gar Saphir. Da ist doch klar, dass es Qualitätsunterschiede gibt. So kann natürlich auch passieren, dass eine Nachbaunadel an einem schweren Arm besser läuft als die originale, weil sie härter aufgehängt ist. Wer weiß?


    Meine sphärischen Nachbauten sowohl für M75 (Cleorec) wie M91 (Thakker) sind übrigens beide vollkommen in Ordnung und zufriedenstellend.


    Diethelm :)

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.

  • Moinsen,

    Es muss jeder wissen was es einem Wert ist, ich für meinen Teil zahle keine 100,- für eine Nachbaunadel und hab dann noch Ärger mit dem Zoll für ein 35 Jahre altes System.

    Richtig, vollkommen richtig sogar, auch wenn ich das für meinen Teil anders mache.
    Ich bestelle das Teil vom Schreibtisch, bezahle mit PayPal und der Postbote möchte zusätzlich ein wenig Kohle für den Zoll. Das nenne ich jetzt nicht "Ärger mit dem Zoll", sondern das kalkuliere ich vorher mit ein. Ganz einfach, dann muss ich mich an der Haustür nicht wundern. Wenn ich die Sache zu meinen Verwandten auf's Land schicke, merkt der Zoll das teilweise gar nicht und die Lieferung rutscht durch. Glück.


    Die Jico/SAS ist ein Sonderfall bei den Nachbauten. Der Nadelträger, der Diamant, natürlich der Schliff und nicht zuletzt die saubere Verarbeitung.
    100,- Tacken sind absolut betrachtet nicht wenig Geld, aber im Vergleich zum Gebotenem ist das mehr als preiswert. Wenn man ein V-15-III sowieso an seinem Dreher hängen hat, ist der Hunni unschlagbar gut angelegt. Das System kann meinetwegen 35 Jahre alt sein, das wird ja nicht sauer und mitlerweile hat sich im Tonabnehmerbau nicht wirklich viel entwickelt, sodass das Teil nach wie vor spitze ist.
    Für'n Hunni bekommt man kaum ein neues vergleichbares System. Nee, nicht "kaum ein", sondern "kein". Von NOS-Ausnahmen mal abgesehen.


    Ich hatte verschiedene Nachbauten am V-15-III, alle unbekannter Herkunft. Nicht eines davon kam an die alte originale E-Nadel heran, geschweige an die HE oder MR (, die ich leider nur im völlig runtergerockerten Zustand hatte) und der SAS.
    Auch nicht, wenn der Nachbau augenscheinlich sauber gearbeitet war, also gerader Nadelträger usw.


    Wenn man also mit einem 30,-Euro-Nachbau leben kann/will/muss (unzutreffendes streichen), bitte.
    Erstens liegt die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass man ein Ausfall kauft (Serienkonstanz), zweitens bieten diese günstigen Teile nicht die dem System angemessene Qualität und drittens sind die 30,- Euro rausgeschmissenes Geld, wenn man feststellt, dass man doch "Mehr" will. Dann kauft man sich die SAS, hat dann 130,- Euro ausgegeben und eine Nadel liegen, die man eh' nie wieder braucht.
    "Geiz ist geil".


    Auf der anderen Seite mag es ja sein, das Anbieter wie Andreas sich die Nachbauten vorher und beim Versand genauer anschauen, damit sie keine "Ausfälle" verschicken. Das wird die Ausnahme sein und wenn man mit einer Nadel leben kann, die in Ordnung ist: Meinetwegen. Hängt vom eigenen Anspruch ab. Völlig in Ordnung.
    Ich habe mir bei Bestellungen bei Jico auch einfach ein paar einfache Nachbauten mitbestellt (M-44, M-75, M-91), mit denen ich jeweils sehr zufrieden bin. Die N-91-G von Jico finde ich übrigens sogar etwas besser als das (Mexico-) Original.


    Es gibt bei Nachbauten also auch Gute, allerdings ist das Angebot derart untransparent, dass es einem Glücksspiel gleicht. Jedenfalls für den Normalverbraucher bzw. Internetbesteller.
    Wenn man dann einen "Ausfall" bekommt, das nenne ich dann Ärger. Ich hab' keinen Bock, mich dann um Rückversand usw. undsofort zu kümmern. Nervt.


    Threads wie dieser helfen dann durch Erfahrungsaustausch den Überblick zu erweitern.
    Darin sehe ich u.A. den Sinn eines Forums.


    So hätte ich keine Bedenken, bei Andreas einen Nachbau zu ordern, weil ich ihm seine Aüßerungen abnehme. Das wird allerdings die Ausnahme sein, die meisten Händler verkaufen die Nachbauten aus der Schublade, ohne weiter zu kontrollieren, geschweige den Nachbau zu kennen.
    Danke, siehe oben.

    Ich habe das Gefühl, dass bei Nachbauten die Compliance einfach nicht mehr stimmt. Wenn ich mir überlege, welchen Aufwand manche Hersteller mit den Nadelträgern treiben, ist das nicht weiter verwunderlich. Bei Nachbauten scheint es nur Nadelträger aus Aluminium zu geben, keine Spur von Beryllium oder gar Saphir.

    Boron bei SAS, is' ja auch schon was :rolleyes:


    Qualität hat einfach seinen Preis.
    So abgegriffen es klingt.

    Beste Grüße,
    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von a.j.h. ()

  • Hallo nochmal,


    eins voraus, mit Geiz ist Geil hat das bei mir nichts zu tun. Aber ich werde mich jetzt nicht auch noch bei den V15 Jüngern unbeliebt machen


    Es gibt bei Nachbauten also auch Gute, allerdings ist das Angebot derart untransparent, dass es einem Glücksspiel gleicht. Jedenfalls für den Normalverbraucher bzw. Internetbesteller.
    Wenn man dann einen "Ausfall" bekommt, das nenne ich dann Ärger. Ich hab' keinen Bock, mich dann um Rückversand usw. undsofort zu kümmern. Nervt.

    Was diesen Punkt betriftt: absolut Deiner Meinung. Mehr Transparenz wäre wirklich angebracht. Wenn man aber mal seine Lieferanten hat, dann ist das schon ok.


    So und nu is aber auch gut :D


    Schönes und klangvolles Wochenende,


    Kai

    VG

    Kai







  • Andreas, ich stimme Dir in Deinen wohlformulierten Gedanken vollinhaltlich zu!
    Eben die mangelnde Reproduzierbarkeit / Transparenz ist halt bei allen Billig-Anbietern das Problem, egal ob es sich um Herrenschuhe, Fotoapparate, Rasierklingen, Schwarzbrot oder Druckertinte - oder Nachbaunadeln - handelt. Mal gehts gut, meist eben nicht.


    Knallfrosch


    Klugsch.iss-PS:

    Qualität hat einfach seinen Preis.


    Trotzdem hat die Qualität ihren Preis

    Wer will sucht Wege. Wer nicht will sucht Erklärungen.
    Hungarian Proverb: It is not enough to be impolite, you must be wrong, too.


    Dual 505-3, 601, 701, 704, 721, 741, 1019, 1219, 1229, 1249, 5000... Thorens TD 224, Toshiba SR-510 u.a.
    Living population: irgendwas > 34

  • Hallo Leute,


    meine Antwort hier hat jetzt etwas länger gedauert, aber ich wollte ja auch jedem ausführlich antworten.
    Fuck! So mußte ich also wieder Stunden vor der Tastatur hocken und eigentlich habe ich ja fast alles, was ich hier
    geschrieben habe (zumindest teilweise) schon in irgendeinem meiner früheren Beiträge geschrieben; aber o.k. - das hab ich mir ja selbst eingebrockt.
    Da ich hier jetzt wesentliche Aspekte meines Denkens und Tuns ziemlich umfangreich geschildert habe, möchte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und habe meinen kleinen Aufsatz hier mit meinem soeben erstellten Startbeitrag in der Rubrik "Vorstellung der Boardmitglieder" verlinkt, da ich mich sowieso schon länger mal in dieser Form vorstellen wollte.
    Doch jetzt geht es erstmal hier weiter.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    dualforever - Hallo Phil
    wieso solche Mißgunst? Eigentlich hat mich Deine "kluge" Bemerkung etwas geärgert und ich wollte darauf auch gar nicht reagieren, aber da Du hier im Board nicht der einzige bist, der mir so negativ gegenüber steht, o.k.


    Ich bin jetzt seit dreieinhalb Jahren Mitglied hier im Board und habe mich in dieser Zeit hauptsächlich konstruktiv an der Klärung einiger Sachverhalte beteiligt und nicht nur irgendwelche Fragen gestellt. Vielleicht wirken meine Beiträge ja manchmal etwas rechthaberisch, aber ich weiß tatsächlich, wovon ich "spreche". Ich mache seit etwa 30 Jahren Hifi und habe auch schon fast jeden (nicht nur) Dual-Plattenspieler auf dem Tisch gehabt (zum reparieren, tunen,...). Also - ich habe hier im Board sicherlich mehr gegeben, als genommen (und dafür auch viel Zeit investiert..). Daß ich damit auch eine gewisse Akquise verbinde, sollte mir doch unbenommen sein.


    Ich habe aber in dem Moment das Kotzen bekommen, als hier im Board plötzlich an besonders prominenter Stelle eindeutige Schleichwerbung für bestimmte Händler gemacht wurde. Thakker wurde ja schon immer hochgelobt (hinter welchen Mitgliedsnamen stecken die beiden eigentlich?), aber doch nicht derart!: "Der Jico-Nachbau-Sammelthread" und "Der Cleorec-Nachbau-Sammelthread ". Die kochen schliesslich auch alle nur mit Wasser und ich hoffe nur, daß sich Dennis DAS gut bezahlen lässt.
    Meine Reaktion darauf war, daß ich ein Banner meines Webshops in meine Signatur kopiert habe.
    Eigentlich finde ich das selbst etwas anbiederisch und plump, aber es geht mir letztlich um meinen Lebensunterhalt und ich habe mir nun mal in den Kopf gesetzt, von etwas leben zu wollen, was mein Hobby ist, was mir Spaß macht, wovon ich Ahnung habe und was ich voll und ganz vertreten kann. Glaube nicht, daß ich reich damit werde - es trägt sich gerade. Wahrscheinlich findest Du aber meine Preise zu teuer, aber bedenke, daß ich im Durchschnitt pro Abverkauf einen Arbeitseinsatz von über einer halben Stunde habe und dazu einen eormen Beratungsaufwand (also quasi alles das nochmal, was hier im Board abgehandelt wird) - Beschaffung und Buchhaltung noch nicht mitgerechnet. Aber ich habe deshalb auch nur zufriedene Kunden und ich auch kein Problem, nach einem 16-Stunden-Tag in den Spiegel zu gucken. Denk mal darüber nach.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ WildStar - Hallo Dietmar,
    abgesehen davon, daß ich das AT13 (auch) sehr gerne mag, scheint es dann ja auch hier brauchbare Nachbautypen zu geben. Wäre jetzt interessant, wer Deine Nadel hergestellt hat, aber das ist ja leider sehr schwer zu recherchieren...


    Nee,
    nur ein "AudioTechnica-Hörer", der eben AT "besser" findet, als Shure.


    :thumbsup:


    ...wenn es nun aber nicht (nur) an der restliche Kette liegt, spräche jetzt Andreas'ens Aussage dafür, daß der AT-typische Klangcharakter dieses Systemes TROTZ Nachbaunadel zumindest in Grundzügen erhalten bliebe. Das würde sich auch mit meiner Erfahrung decken.
    Ob nun Grundtonhörer den Audio-Technica-"Klang" bevorzugen, sei dahingestellt - allerdings wäre es interessant, hierüber mal eine Statistik / Umfrage zu erstellen, die vielleicht ja auch erklären würde, warum einige z.B. Audio-Technica-Systeme bevorzugen.
    Ich will mal gucken, ob ich nicht irgendwo die Auswertung dieses Testes (das dahinterhängende Skript) auftreiben kann, so daß jeder den Test auch heute noch machen - und vor allen Dingen auswerten kann.
    Dann könnten wir ja hier mal eine Umfrage machen. Die Testtöne findet man noch problemlos im Internet. Ist auch egal ob Wave oder MP3.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ a.j.h - Hallo Andreas
    Du sollst ja nicht auf irgendein Niveau herabsteigen, sondern solltest Dir über das recht hohe Niveau bewußt sein, das Du mit einem gut bestückten V15III für NUR alltäglich erachtest (zumindest im MM-Bereich). Die Masse (nicht hier im Board natürlich) benutzt zumindest (wesentlich) schlechteres.
    Auch wenn dieses System schon 35 Jahre alt ist, heißt das noch lange nicht, daß seither viel besseres (das verstehe sich sowohl als "VIEL besseres" als auch "viel BESSERES") gebaut wurde. Allerdings aber viel teureres. Beim V15III muß man natürlich auch noch stark unterscheiden, ob es mit der "normalen" VN35E oder der VN35HE (die später durch die VN35MR ersetzt wurde) betrieben wird. Dazwischen ist wirklich noch ein deutlicher Qualitätsunterschied hörbar (ordentliche Anlage vorausgesetzt natürlich), der das System dann wohl von (angehender) Spitzenklasse in die absolute Spitzenklasse (der MM-Systeme) portiert. Deshalb wohl auch die doch recht unterschiedlichen Einschätzungen über dieses System. Ausserdem ist das 3er sehr hochohmig gegenüber dem 5er, das sich allgemein in Bezug auf die Anpassung an modernere Verstärker gutmütiger verhalten soll (ich empfehle übrigens, den V15V-Body (ohne "x") auch für die 3er-Nadel zu benutzen - da passen nämlich auch die 3er und 4er drauf - auf den "x"-Body dagegen aber N95er, N97er Nadeln...).
    Jedenfalls können wir schwerlich eine "E"-Nadel mit einer "HE"-Nadel, "MR"-Nadel oder der aktuellen "SAS"-Nadel vergleichen (ich gestehe, daß ich von diesen 3 Typen lediglich die "HE"-Variante kenne und schätze), das sind einfach Äpfel und Birnen und - Nachbauten...
    @ phonesmoke - Hallo Diethelm
    Jetzt komme ich auch zu Deinem Post. Du triffst den Nagel auf den Kopf und genau das gehört jetzt hier her. Das ist es letztendlich, was Nachbaunadeln ab einer gewissen Qualität eindeutig deklassiert. Hier möchte ich auch einmal betonen, daß ich NIE BEHAUPTET habe, ein (wenn auch guter) V15III-Nachbau wäre besser oder auch nur gleichwertig mit einem Original (und vielleicht auch der SAS). Eine Nachbaunadel in dieser Qualitätsklasse ist immer ein Kompromiß, der ein mehr oder weniger gutes Preis- Leistungsverhältnis hat. Aber den meisten Nutzern der Grundgesamtheit reicht dieses Ergebnis auch.


    Mir geht es mit meinem Einwurf in erster Linie darum, daß "PFEIFER-Nachbauten" besser seien, als D&K, Huco oder andere brauchbare Fabrikate (was natürlich dann auch einen heutigen NACHBAU der V15III-Nadel mit einschliesst)..
    Ich möchte in diesem Zusammenhang auch andere beliebte Originalnadeln von sehr guten Systemen wie National EPS205ED, Ortofon VMS20E, Dual/Ortofon DN350, ATN12-20, Dual DN155E, 160E,... mit einschliessen, da der Hintergrund der selbe ist.


    Nachbaunadeln besitzen (IMHO) immer gebondete Nadelspitzen auf Alu-Nadelträgern (natürlich auch bei Pfeifer).
    Da gibt es weder FL, MR, GY, LC oder VdH-Nadeln; keine nackten und kristallorientierten, keine geschliffenen Stäbchen, keine Bor(on), Beryllium, Titan oder Plutonium-Nadelträger... Da gibt es nur Alu-Nadelträger in Gummilagern, die mehr oder weniger weich federn und eine gebondete sphärische, elliptische, seltener hyperelliptische oder ganz, ganz selten Shibata-Nadelspitze haben (und selbst die sind nicht nackt...).


    Zitat

    SO ! AUS DER TRAUM !


    Ergo - EINE NACHBAUNADEL IST NIEMALS EINEM ORIGINAL EBENBÜRTIG!
    (zumindest ab einer bestimmten Qualität)

  • Zitat von der Boardsoftware

    Ihre Nachricht ist zu lang. Es stehen maximal 10 000 Zeichen zur Verfügung


    o.k. - gehts eben in einem neuen Beitrag weiter...



    Also sind Nachbaunadeln hoch- und höchstwertiger Originalnadeln immer ein Kompromiss, und dieser kann natürlich ein mehr- oder minder guter sein.
    Jetzt kommt aber auch noch der Geldfaktor ins Spiel.
    Ich sehe durchaus einen Unterschied, ob man sich ein Original oder eine Jico-SAS-Nadel für mindestens 100 Euro kauft oder einen Nachbau für gute 30 Euro, der sehrwohl bis zu 90% der Klangkapazität des Originales produzieren kann (ich rede natürlich von einem guten Nachbau). Dann ist man zwar wohl eine bis zwei Qualitätsklassen niedriger als mit der Originalnadel, was aber noch lange nicht bedeutet, daß der Plattenspieler dadurch zum Grammophon mutiert und einem die Lust zum Musik hören vergeht - es sei denn, man ist ein High-Ender...


    Was ich aber eigentlich sagen will, ist, daß der Kauf eines Nachbaues auch einer bestimmten Firma (hier speziell Pfeifer) kein Garant für eine definierte Qualität ist, da diese Firmen auch damals schon mal hier und mal dort gekauft haben und es auch heute noch gute, aber - und da gebe ich euch auch recht - um so mehr schlechte Nachbauten gibt.


    In den 70er und 80er Jahren wurden halt noch keine Nadeln in China für Pfennige produziert und der Nutzer war auch noch bereit dazu, angemessenes Geld für gute Qualität zu zahlen. Geiz war eben noch nicht so richtig geil (oder es herrschte einfach noch ein weitaus größeres Qualitätsbewußtsein -> "Hifi-Kultur"), als man seine Musik noch nicht über den Fernseher mit 5 lächerlichen Mini-Boxen genossen hat (wo es auch damals schon fürs Auto Besseres gab).


    Ein Pfeifer-Nachbau einer VN35E mag ein sehr guter Kompromiß sein. O.k., hab ich auch schon verkauft und nicht zurückbekommen. Gleiches gilt aber auch für andere "ehrwürdige" Firmen wie D&K, Zafira. etc.
    Doch wer hat diese Nadeln letzendlich hergestellt?


    Ich habe letzten Freitag diesbezüglich ein Gespräch mit meinem Großhändler gehabt, der da ein bischen aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Fazit: die beiden großen deutschen Firmen Pfeifer und D&K sind immer nur Importeure und Großhändler gewesen.
    D&K hat zwar einige Spezialnadeln der Oberklasse ("Shibata"-Nadeln) hergestellt - ob Pfeifer überhaupt etwas gebaut hat kann ich nicht sagen - eigentlich spricht alles dagegen.
    Die Nadeln kamen seinerzeit vorwiegend aus der Schweiz ("Saphirwerk" aus Nidau) oder aus Holland (Zafira).
    Natürlich oft auch aus Japan (vielleicht ja sogar von Jico, wer weiß...). Natürlich hält er sich über seine aktuellen Lieferanten bedeckt.
    Die Firma Zafira scheint heute nicht mehr zu existieren. Die Saphirwerke existieren noch. Auf meine eMail-Anfrage bekam ich folgende Antwort:
    "die Firma Saphirwerk AG ist seit 20 Jahren erloschen, die sich mit Tonnadeln beschäftigt hatte.
    Die heutige Saphirwerk-Industrieprodukte AG hat diese Produkte nicht im Sortiment..."
    Beide Firmen produzieren also heute keine Tonnadeln mehr.


    Zurück zur Nadelqualität.


    Einfache Originalnadeln (die meisten aller Nadeln überhaupt) haben ja nur Alu-Nadelträger und gebondete sphärische oder elliptische Diamantspitzen.
    In dieser Klasse sind Nachbauten nicht unbedingt den Originalen unterlegen - im Rahmen der Fertigungsgenauigkeit des jeweiligen Herstellers und der Qualitätsschwankungen können solche einfachen Nachbauten den entsprechenden Originalen durchaus ebenbürtig oder sogar überlegen sein. Das kann bei einer alten Pfeifer-Nadel so sein oder auch bei einer anderen aus aktueller Produktion. Bei der nächsten Charge kann es schon wieder anders aussehen...


    Letztlich doch alles Glücksache? Gibt es gute und schlechte Hersteller?
    Ich kann hier nur für mich sprechen. Das ganze gängige Zeug kaufe ich bei meinem Großhändler hier in Deutschland. Der ist sicher nicht der billigste, jedoch sehe ich an meinem Kundenfeedback, daß die Qualität stimmen muß und ich weiß, an wen ich mich im anderen Falle wenden muß. Ist mal ein Ei dabei, gebe ich es problemlos zurück. Nimmt das Überhand, wird er sich selbst um eine bessere Quelle bemühen, auch wenn die einzelne Nadel dann etwas teurer sein wird. Natürlich kann trotz Kontrollen auch bei mir eine defekte Nadel rausgehen, aber dann zicke ich nicht lange rum, sondern schicke unverzüglich Ersatz und gleich einen adressierten und frankierten Rucksendeaufkleber mit, so daß auch dieser Kunde schnellstens zu seinem Musikgenuß kommt und die defekte Nadel zur Rücksendung dann eigentlich nur noch "einwerfen" braucht.
    Großen "Ärger" würde ich das nicht nennen und das selbe Problem könnte natürlich genausogut auch bei einer Originalnadel auftreten.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ tpl1011 - Hallo Kai,
    (...weiß ich auch nicht - irgendwie hab ich da was durcheinander bekommen.)


    Letztlich ist es immer eine Frage des persönlichen Anspruches, ob man mit einer Nadel (einem Klang) zufrieden ist.


    Besser gehts immer


    richtig!


    Hier im Board (im Hifi-Forum aber noch viel mehr) herrscht ein enormes Anspruchsdenken, was teilweise in Missionsarbeit und manchmal in regelrechten Glaubenskriegen eskaliert.
    Das kommt wohl dadurch, daß hier neben den Leuten, die einfach nur gut Musik hören wollen, sehr viele dabei sind, die sich diese Materie so sehr zum Lebensinhalt gemacht haben und vielleicht dadurch tatsächlich ein derart geschultes (und verwöhntes) Gehör bekommen haben, daß sie wirklich feinste Klangnouancen unterscheiden können (oder das zumindest glauben), sich beste Hardware zusammengesammelt haben und dann eben vom Gipfel (zumindest von sehr weit oben) ausschauen, wo der Blick doch meistens nur noch nach unten geht (oder aber in die Sterne..). Die Alm auf 1200m Höhe wird dann kaum noch wahrgenommen oder auch nur noch belächelt...


    Ich selbst mag das V15III sehr gerne und halte es auch heute noch für ein System, an dem aktuelle Entwicklungen erstmal vorbeikommen müssen (besonders mit einer "High-End"-Nadel wie HE oder MR).
    Viele der heutigen Systeme sind umbenannte und/oder optisch modifizierte Mittelklassesysteme von vor 25 -30 Jahren.
    In der Entwicklung hat sich seither nicht mehr sehr viel mehr getan. O.k. - FL, MR, LC, HE, VdH, - das sind alles Entwicklungen aus dieser Zeit - wurden und werden aber trotzdem noch lange nicht in jedem Tonabnehmer eingesetzt.
    All diese Systeme gab/gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und eben auch mit normalem elliptischem oder sphärischem Schliff
    (Bsp. OMB20, AT120E,...).
    Wird heute tatsächlich eine "Supernadel" verbaut (die es ja immerhin schon über 30 Jahre gibt), kosten diese Systeme ein vielfaches dessen, was sie noch vor 25 Jahren gekostet haben (und regelrecht billig waren DIE nie!). Um das zu rechtfertigen, wurden sie optisch geändert und/oder umbenannt. Wenn das AT132E jetzt AT432E OCC heisst, bedeutet das nun tatsächlich, daß im 132er schlechterer Draht verwendet wurde? Oder war es damals schon der gleiche und man hat den damals bloß nicht derart marketingmässig beworben? Mußte da nicht einfach nur ein neues Modell her, damit man als Hersteller weiterhin als innovativ empfunden wird?
    Heute werden (richtig gute) Tonabnehmer in weitaus geringeren Stückzahlen gefertigt als z.B. 1980, da die Nachfrage eklatant gesunken ist. Das erklärt schon den gewaltigen Preisunterschied gestern/heute.
    Würde ein Shure V15III mit "Supernadel" heute noch gefertigt werden, bezweifle ich, daß es für unter 400 Euro zu haben wäre. Das mit einfacher nackter, elliptischer Nadel würde dann wohl etwa in der 300 Euro-Klasse liegen. Preislich UND qualitativ.
    Da halte ich die 100-150 Euro für eine "Supernadel" durchaus noch für angemessen.
    Der alte Systemkörper unterliegt eigentlich keinem Verschleiß (von Verschmutzungen mal abgesehen) und letztlich macht wirklich nur die Nadel (in Verbindung mit dem Tonarm) die Musik.


    Aber braucht jeder den Klang einer "Supernadel"?
    Der Rest der Anlage muß dann natürlich auch entsprechend hochwertig sein, um die Vorteile überhaupt mitzubekommen.
    Wieder ein Grund, weshalb der eine mehr und der andere weniger Unterschiede zwischen Originalen und (guten) Nachbauten hört.


    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    @ Knallfrosch
    ja, Qualität hat ihren Preis.
    Bei mir kostet eine VN35E (die ich für gut befinde) ja auch 32,90 Euro und nicht 22,90 Euro wie eine VN35E fragwürdiger Herkunft aus der Bucht...
    Hier liegt wohl auch der Grund für die vielen unzufriedenen Nachbaunutzer.
    Da wird im allgemeinen dann natürlich eher der Nachbau für 13,90 Euro gekauft, als der für 20 Euro (Geiz ist geil) - und dann sind natürlich ALLE Nachbauten schlecht!
    Aus welchen Quellen diese absoluten Billignadeln stammen, kann ich nicht sagen - vielleicht ja aus dem Mülleimer des Herstellers.
    Anders kann ich es mir einfach nicht vorstellen, ohne Sklavenarbeit (auch hierzulande) wirtschaftlich sinnvolle Gewinne zu erwirtschaften.


    Euch allen ein schönes Wochenende,
    Andreas

  • Hallo,


    eigentlich wollte ich mich ja aus diesem Thread heraushalten, aber ein paar Anmerkungen kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen.
    Die Firmen Dreher&Kauf sowie Pfeifer hatten ihren Sitz in und um Idar-Oberstein.
    Nun ist Idar-Oberstein zumindest damals ein Zentrum der Edelsteinverabeitung gewesen.
    Vermutlich wurden tatsächlich nicht alle Nachbaunadln auch da gefertigt, aber beide Firmen beschäftigten auch Edelsteinschleifer.
    Ich weiß das halt mal zufälligerweise, weil ich in den 80er Jahren desöffteren an der Artillerieschule des Heeres in Idar-Oberstein weilte.
    Und da kannte ich dann halt die eine oder andere junge Dame, die sich ihr Brot bei der Verarbeitung der anfallenden Diamantabfälle zu Abtaststeinchen für Nadeleinschübe verdienten.
    Übrigens waren sie in der Hierachie der Edelsteinschleifer damit zu ihrem Leidwesen in der untersten Kategorie.
    Eine andere Sache ist sicherlich, daß damals auch einige vermeintliche Originalnadeln in diesen beiden Firmen produziert wurden.
    Wer Lust hat, darf sich zb. mal über den Schriftzug: "Made in W.Germany" auf der Oberseite einiger Shure"Dual" M75D wundern.
    Es gab auch mal ein Pfeifer System, daß aus irgendwelchen Gründen fatal an ein Ortofon LM erinnerte.
    Also:
    Damals mag es auch schon internationale Zusammenarbeiten gegeben haben, aber nicht in der heutigen Einbahnstrassenmanier.
    Zum Thema brauchbarer Nachbaunadeln habe ich mich zwar schon häufig genug geäussert, aber noch mal mein Fazit aus 3 Jahrzehnten:
    Nadeleinschübe einfacherer Bauart mit eher niedriger Compliance und einem einfachen Nadelschliff waren und sind häufig eine
    Alternative zu Originalnadeln.
    Bei komplierteren Ausführungen sind Einschränkungen durch Nachbaunadeln eigentlich immer zu erwarten.


    Gruß


    pet


    der einen gut bestückten Dreher&Kauf Nadelschrank an der Wand hängen hat ;) .

    "Wenn du nicht paranoid bist, beweist das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind", Terry Pratchett.

  • Moin,

    Plutonium-Nadelträger...

    Hatte ich noch nicht, muss ich vielleicht mal probieren, hört sich vielversprechend an.... :D


    Aber im Ernst,

    In den 70er und 80er Jahren wurden halt noch keine Nadeln in China für Pfennige produziert und der Nutzer war auch noch bereit dazu, angemessenes Geld für gute Qualität zu zahlen. Geiz war eben noch nicht so richtig geil (oder es herrschte einfach noch ein weitaus größeres Qualitätsbewußtsein -> "Hifi-Kultur"), als man seine Musik noch nicht über den Fernseher mit 5 lächerlichen Mini-Boxen genossen hat (wo es auch damals schon fürs Auto Besseres gab).

    Richtig, wie übrigens auch der große Rest des Beitrags.
    Ich sehe mich zwar nicht als den High-End-Spacken, der hier angedeutet wurde (auch nicht, wenn ich im AAA unterwegs bin :D ), aber dennoch ist es gerade diese "Geizgeil-Attitude", die mich dahin treibt, 80,- Euro anstelle 30,- zu zahlen.


    Man muss sich mal vor Augen halten:
    Wenn ich von interessierten Bekannten gefragt werde, was es denn kosten würde, einen richtig guten Plattenspieler zu haben, dann antworte ich gerne mal: "Etwa 200-250,- Euros, gebraucht!"
    Die ungläubigen Gesichter der Leute, die zuvor noch an irgend 'nem High-End-Geschäft vorbeigingen und die aktuellste Inkarnation der endgültigen Bohrinsel sahen, sind nur schwer zu beschreiben. Etwa so: :huh: :S 8| ?( 8o


    Für etwa 100,- bis 150,- einen 7'er besorgen und dann die SAS-Nadel, ein bisschen Fummelei und man ist schnell in der Über-Tausend-Euro-Klasse vergleichbarer Neugeräte. Es gab auch schon ein (ver-) zweifelndes Gesicht eines Transrotorbesitzers, anderes Thema.
    Mit der normalen Nachbaunadel kommt man da aber nicht hin und das wegen nur 50,- Ersparnis?
    O.k., der Rest der Anlage muss auch stimmen, aber wie man da günstich ran kommt, führe ich jetzt nicht aus.



    Andererseits:
    Es soll ja Leute geben, die 100,- für so 'nen USB-Plastik-Spieler aus'm Supermarkt ausgeben... Die sind schon mal vor Schlimmeren bewahrt, wenn sie eine ordentliche Nachbaunadel für ihren alten Plattenspieler bekommen.


    Qualität hat ihren Preis ( :rolleyes: ), die Frage ist der eigene Anspruch, aber wenn ich im Netz oder inner Bucht eine Nadel für 20,- Euro bestelle, bekomme ich höchstwahrscheinlich auch nur für 20,- Euro teuren Schrott. Sehr geil.
    Wo liegt da irgendein Anspruch?


    Wenn ich allerdings für etwas mehr als 30,- eine vernünftige Nachbaunadel bekomme, ist doch gut.
    Ich habe für mich entschieden, 50-60,- Tacken mehr auszugeben und woanders zu landen.


    Wer billig Musik hören will, soll sich MP3s anhören, am besten auf der erwähnten 5.1-Anlage am Fernseher. Vinyl ist nie ein billiges Hobby gewesen und wird es bestimmt auch nicht mehr. Eher im Gegenteil.
    Der geizgeile Musikhörer ist also per se falsch aufgehoben hier.


    Ich mag mich täuschen, aber selbst im DB geht's nicht darum nur billig Mucke zu hören und Geld zu sparen?

    Beste Grüße,
    Andreas

  • Wenn das AT132E jetzt AT432E OCC heisst, bedeutet das nun tatsächlich, daß im 132er schlechterer Draht verwendet wurde? Oder war es damals schon der gleiche und man hat den damals bloß nicht derart marketingmässig beworben? (...)


    Unglückliches Beispiel, denn die Änderung von LC-OFC auf PC-OCC ist hier nicht die ausschlaggebende Veränderung - zumal man den vermeintlich besseren Draht in dem Fall eh gar nicht separat raushören könnte, weil sich die Generator-Daten sowieso etwas verändert haben. Viel problematischer find ich, dass die einigermaßen mit der AT-Nomenklatur vertraute Kundschaft beim 432EP/OCC wohl dieselbe Nadel-Qualitätsstufe erwartet hätte wie zuvor beim 132EP. De facto war die ATN432EP(/OCC) jedoch von wesentlich einfacherer Qualität (einfacherer Nadelträger & deutlich einfacherer Diamant). Allerdings war das AT432EP/OCC meines Wissens immerhin so günstig (auch im verhältnis zum alten AT132EP), dass man zumindest keinen unfair hohen Betrag dafür hingelegt hat. Trotzdem lästig, dass AT bei den 4xx/OCCs so ein Hierarchie-Chaos veranstaltet hat...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

  • Hallo,


    heisst also, das jeder der nicht 150,- Ocken ausgibt um die letzten paar Prozent an Qualitätsverbesserung rauszuholen, ausschliesslich geizig ist und besser seine Finger vom Hobby lässt......... solche Polemik lasse ich besser unkommentiert.


    Grüße
    Kai

    VG

    Kai







  • Andreas: Ein Kommentar am Rande noch, weil Du Dich weiter oben mal darüber geäußert hast, man hätte Dir vorgeworfen, Deine Angebote seien teuer: Ich denke, das sollte man immer relativ im jeweiligen Zusammenhang und weniger als Vorwurf, denn als Feststellung nach aktueller Angebotslage sehen. Bei mir ist das jedenfalls so: Wenn ich ein spezifisches Angebot als teuer kommentiere, dann hab ich typischerweise auch mindestens ein deutlich günstigeres Konkurrenzangebot im Kopf, meistens eher mehrere. Das bedeutet aber noch lange keinen Vorwurf an die teureren Händler, ihre Preise seien unfair kalkuliert.


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

  • pet - Hallo Pet,
    O.K. - Du wirst es wissen.

    @ tpl1011 - Hallo Kai,
    ich glaube, Du gehst hier ein bischen hart ins Gericht.
    Ich verstehe Andreas so, daß er von dem Totalschrott spricht, der im Netz (und manchmal auch anderswo) verkauft wird und der letztlich die Unsicherheit und Ablehnung gegen Nachbaunadeln allgemein ausgelöst hat.
    Da geht es aber oft eben nicht nur um die letzten paar Prozente, sondern um einen auch für ungeübte Ohren deutlich erbärmlichen Klang. Und hier jetzt 5 oder 10 Euro sparen zu wollen ist dann der Geiz, der sofort bestraft wird - aber leider auch zu Voreingenommenheit führt. "Billig gekauft ist meist doppelt gekauft!"


    lini - Hallo Manfred,
    das Problem mit dem gesunkenen Qualitätsniveau von Audio-Technica Nadeln (bei - ich will mal untertrieben sagen - verwirrender Beibehaltung alter Qualitätsmerkmale wie Farbcodierung und Modellbezeichnung) ist mir bekannt. Ich glaube sogar, das ich das Problem bei gerade dieser 400er-AT-Serie aus einem Deiner Postings weiß (erinnert auch an die Geschichte mit der ATS12S, die ich in nackt hatte - z.Zt. aber auch nur in gebondet). Sowas ist dem Kunden übrigens sehr schwer zu vermitteln, da viele in dem linearen Denken verhaftet sind, daß "neuer" auch immer "besser" sein muß (meist ist es aber leider genau das Gegenteil).


    Andreas: Ein Kommentar am Rande noch, weil Du Dich weiter oben mal darüber geäußert hast, man hätte Dir vorgeworfen, Deine Angebote seien teuer: Ich denke, das sollte man immer relativ im jeweiligen Zusammenhang und weniger als Vorwurf, denn als Feststellung nach aktueller Angebotslage sehen. Bei mir ist das jedenfalls so: Wenn ich ein spezifisches Angebot als teuer kommentiere, dann hab ich typischerweise auch mindestens ein deutlich günstigeres Konkurrenzangebot im Kopf, meistens eher mehrere. Das bedeutet aber noch lange keinen Vorwurf an die teureren Händler, ihre Preise seien unfair kalkuliert.

    O.k. das war was Dich betrifft die ATS12S-Geschichte, in der Du u.A. meine Preisgestaltung bei Raritäten übrigens völlig korrekt durchschaut hast, daß ich nämlich absolut nach Qualität bewerte gemessen an dem, was Du heute für diese Qualität (bei Neuware) zahlst (dann aber auch schon wieder preiswert bin) und so'n ATN13EaV-Fred. Sinngemäß kamst Du da so rüber "...das gibt es aber daundda billiger!" Für mich hat das was von "einem in die Suppe spucken" und ich finde auch, es gehört wirklich NICHT ALLES an die Öffentlichkeit denn dafür gibt es ja auch noch PM und eMail. Auch verheimliche ich meine Telefonnummer nicht (04542 99 98 97) und ich gehöre noch zu denen, die nicht schon durch das Internet verlernt haben, per Sprache zu kommunizieren.

    Preisverhandlungen und -diskussionen dürfen nicht öffentlich im Forum geführt werden.
    Es ist nicht gestattet, das Angebot schlechtzureden! Dies schließt alle Kommentare ein, die sich negativ auf den Verkauf auswirken können, auch in anderen Forenbeiträgen.

    Ich denke, im Rahmen guten Stils sollte man sich auch in allen öffentlichen Beiträgen möglichst nach dem §2 von Dennis' Flohmarkt-Regelwerk verhalten, zumindest Boardmitgliedern gegenüber.
    Ich wollte Dir da übrigens zu diesem Thema noch per PN schreiben, was ich dann aber doch gelassen habe (aber ich habe den Text noch und vielleicht schick ich ihn Dir ja doch noch, wenn Du mich mal wieder ärgerst...) :D
    Jedenfalls habe ich in dem Kontext den Ausdruck "Geiz-ist-geil-Anwalt" ersonnen.


    Beste Grüße, Andreas

  • Andreas: Hmja, ich denk, in dem Punkt werden wir uns dann wohl nicht ganz einig werden. Denn ich halte die genannte Regel zwar im Kontext von Kleinanzeigen hier oder auch in anderen Foren für durchaus sinnvoll und eigentlich sowieso für ein Gebot der Höflichkeit. In den normalen Diskussionsforen schiene mir diese Regel aber nicht der User-Gemeinschaft dienlich. Da halte ich's im Gegenteil eher für sinnvoll und angemessen, Leute, die gerade nach etwas suchen, gegebenenfalls auch auf bessere Angebote aufmerksam zu machen. Allerdings halt ich's hierbei auch wiederum für ein Gebot der Fairness, den Händlern gegenüber unvoreingenommen zu sein (also nicht nur auf ein oder zwei Lieblingshändler hinzuweisen) - zumindest wenn man nicht mit bestimmten schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Und ich denke, da brauch ich mir selbst kaum Vorwürfe zu machen - und ich meine, wer einige meiner Beiträge hier und in diversen anderen Hifi-Foren kennt, müsste auch bestätigen können, dass ich je nach gesuchtem Produkt, aktueller Marktlage und Käuferstandort durchaus auf ganz verschiedene Anbieter hinweise. Neulich erst warst auch wieder mal Du dabei - ich glaub, das war drüben auf VinylEngine, wo jemand 'ne passende Headshell zu einem älteren Japaner suchte...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

  • heisst also, das jeder der nicht 150,- Ocken ausgibt um die letzten paar Prozent an Qualitätsverbesserung rauszuholen, ausschliesslich geizig ist und besser seine Finger vom Hobby lässt......... solche Polemik lasse ich besser unkommentiert.

    "Polemik" wird die Sache erst, wenn man derartige Schlüsse aus meinen Äußerungen zieht und damit schon auf gewisse Art und Weise kommentiert.


    "Die letzten paar Prozent" erreicht man im Übrigen bestimmt nicht mit popeligen "150,- Ocken", sorry, aber da gibt's noch Mehr.


    Und ja, ich finde es in gewisser Hinsicht schon geizig, wenn man einem Dual-701/704/721 mit einem V-15-III nur eine Nachbaunadel verpasst, weil die letzten 50,- Ocken fehlen (aber man sie eigentlich in der Tasche hat).
    Ob das jetzt polemisch ist...? Ist mir Wurst.


    EDIT: Für solche Leute reichen doch auch weniger hochwertige Plattenspieler?! Wenn ich einen Porsche fahren will, mach' ich doch keine Stahlfelgen an die Karre, weil sie Alus zu teuer sind...
    Autovergleiche sind immer merkwürdig :D

    Beste Grüße,
    Andreas

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.