Tonarmsteuerung am 601

  • Hallo zusammen,


    ich brauche wieder mal eure Hilfe.


    Heute Abend habe ich versucht dieses vertikale „Wippen“ des Tonarms zu beseitigen. Zuerst habe ich es mit den Tonarmlagern versucht. Die Stellschraube „61“ war schon ziemlich fest. Beim lösen der Schraube wurde das Wippen weniger. Eigentlich sollte das ja eher umgekehrt sein.


    Ich habe mal auf Verdacht den Steuerpimmpel gewechselt. Der alte sah eigentlich noch sehr gut aus. Aber durch das Wechseln zieht der Tonarm beim Absetzen von der Platte stark nach rechts. Habe jetzt wieder den alten Pimpel drauf. Ist jetzt wieder etwas besser. Aber nicht in Ordnung.

    Die Spannung der Feder vom Antiskating ist beim Drehen des Reglers eigentlich nicht erkennbar. Irgendwo kann man das ja auch einstellen.

    Also irgendwie alles „Bahnhof“.

    Bin mal wieder für alle gut gemeinten Tipps dankbar.


    Beste Grüße

    Andreas

    16. Juli 1977


    Suche noch eine gut erhaltene Zeitmaschine.

  • Update :


    Tonarm ist schwebend. Gewicht und Antiskating auf „0“.


    Trotzdem zieht es stark nach rechts.

    16. Juli 1977


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  • Hast du vielleicht zu viel Spannung auf den

    Tonarmkabeln?

    Grüße aus Oberschwaben
    Berthold



    Alle haben gesagt: Das geht nicht!
    Da kam einer, der wusste das nicht und hat´s einfach gemacht!

  • Möglicherweise ist dieses Thema zum 601 hier im Board schon oft behandelt worden.

    Vielleicht kommen deshalb keine Antworten ?

    Habe zwar selbst etwas gefunden, aber recht unvollständig.

    Falls jemand einen Tipp hat bei welchem Thread ich nachschauen könnte,

    wäre das bestimmt hilfreich.

    16. Juli 1977


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  • Moin Andreas,


    irgendwo muss ja die Kraft herkommen, die den Arm nach ausßen bewegt, wenn er eigentlich kräftefrei sein sollten (ausgependelt und AS=0).


    Hast du mal kontrolliert, ob das Chassis plan steht oder evt. nach rechts geneigt ist?

    Man könnte auch mal die AS Feder aushängen und gucken, was dann passiert?

    Und von unten beobachten, wie der Tonarmbereich sich verhält, wenn der Arm nach außen zieht. Vielleicht drückt oder zieht doch was? Ich hätte auch erst auf die TA Kabel getippt


    VG, Riko

    Dual CS606 (1.) / Technics SL-1500C über Cambridge Audio Duo / Project Tube Box-> Onkyo TX-NR616 -> JBL 5+1 mit Grundig 210 Kugeln als Fronts :)
    Vintage Ecke aktuell:

    Dreher: 1239A / 1249 / 601 / 704 / 714Q / 1019 / ELAC Miracord 50HII / Telefunken S500

    wahlweise über Little Bear T11 an

    Amps: Nordmende PA 1100 / Telefunken RA200 / Grundig SV-140 - R1000 / Sanyo JXC2300KCU / Pioneer SX-535 / Nikko STA-8080 / Sansui R50 daran wahlweise

    LS: Saba B3800 / Grundig 1500a Pro

  • Hallo Andreas,


    Also vorab: An den Tonarmlagern zu drehen ist nicht ganz ohne. Dazu später noch was.


    Erst einmal solltest Du die Antiskating Scheibe überprüfen. Leider sind die häufiger mal gerissen. Dann passiert oft genau das was Du beschreibst. Das AS ist dann einfach viel zu hoch und der Arm zieht dann nach außen. Guck Dir bitte die AS-Scheibe mal genauer an. Selbst ein feiner Haarriss kann dann schon dafür sorgen dass sich die Scheibe verdreht.


    Wenn die AS-Scheibe in Ordnung sein sollte, guck Dir im SM die AS-Abbildungen genauer an.


    Link


    Wann das AS- Problem, oder ein anderes Problem, was da am Tonarm "zerrt" erledigt ist, dann bitte noch einmal den "Pustetest" machen. Nadelschutz verwenden oder Nadeleinschub entfernen, Stecker raus. Auflagegewicht und AS auf null stellen. Dann den Tonarm in "Schwebe" bringen, seitlich ganz leicht anpusten - er sollte dann ganz leicht nach innen einschwenken. Gegenprobe: Tonarm ungefähr in der Mitte positionieren (sollte dort "stehen" bleiben) und dann das AS gegen 0,5 (und höher) verdrehen. Beim Verdrehen auf 0,5 sollte der Tonarm von allein anfangen sich nach außen zu schwenken.


    Ist das geschafft kannst Du auch noch einmal die "Auf/Ab- Bewegung" des Tonarmes testen. Ein kleiner Schnipsel Papier (oder eine normale Briefmarke) kann Dir da behilflich sein. Den Tonarm in "Schwebe" bringen und in einen Bereich einschwenken wo "Platz" ist. Dann den Schnipsel vorn auf den "Tonkopf" legen. Der Tonarm sollte sich nun von allein absenken. Tut er dieses nicht stimmt etwas mit den Lagern nicht. Entweder zu stramm eingestellt, oder die Lager haben evtl. eine Beschädigung (zu fest gezogen, Transportschaden....)


    Die Lager sollten ein "gerade noch fühlbares Spiel" haben. Dann passt es. ;)

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Wow !


    Vielen Dank erst mal für Deinen ausführlichen Beitrag.

    Ja, da habe ich erst mal eine Anleitung zum Ausprobieren. Puh !

    Ich weiß, dass der 601 ein Ziegenbock / böckin :-) ist.


    Das Problem mit dem Antiskating ist erst aufgetaucht als ich den Pimpel gewechselt habe. Keine Ahnung wo ich da etwas verstellt habe. Eigentlich wollte ich nur das vertikale Wippen am Tonarm beseitigen. Hat ja beim 491 mit dem Tonarmlager auch hervorragend geklappt. Hier leider nicht.

    16. Juli 1977


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  • Hallo,

    Ich weiß, dass der 601 ein Ziegenbock / böckin :-) ist.

    Ja, so ein 601 kann eine Zicke sein. Kann - muss aber nicht.


    Das Problem mit dem Antiskating ist erst aufgetaucht als ich den Pimpel gewechselt habe.

    Das ist schon etwas merkwürdig. Normalerweise sollte da nichts sein bzw nichts passieren. Wenn dann eher was mit der Automatik.


    Guck Dir an ob da was verbogen ist oder Du da was eingeklemmt hast. Und eben AS-Scheibe gucken!


    Keine Ahnung wo ich da etwas verstellt habe.

    Wie schon geschrieben.... eher ungewöhnlich.


    Eigentlich wollte ich nur das vertikale Wippen am Tonarm beseitigen.

    Das verstehe ich aber nicht ganz. Was "wippt" da? So ganz verstehe ich Deine "Erklärung" nicht.

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    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Also, dass Problem mit dem „Wippen“ war eigentlich gering. Das heißt, der Tonarm wird in der Automatik beim Start aus der Tonarmstutze gehoben und „wippt“ nach oben. Eigentlich sollte das ja alles ganz ruhig ablaufen. Beim 491 war das Problem ähnlich. Hier half ein justieren des Tonarmlagers. Beim 601 nicht. Habe eben ein paar Bilder aufgenommen. Sieht doch eigentlich alles ganz normal aus. Oder ?






    16. Juli 1977


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  • Also, dass Problem mit dem „Wippen“ war eigentlich gering. Das heißt, der Tonarm wird in der Automatik beim Start aus der Tonarmstutze gehoben und „wippt“ nach oben. Eigentlich sollte das ja alles ganz ruhig ablaufen. Beim 491 war das Problem ähnlich. Hier half ein justieren des Tonarmlagers. Beim 601 nicht. Habe eben ein paar Bilder aufgenommen. Sieht doch eigentlich alles ganz normal aus. Oder ?

    Ganz verstanden habe ich das immer noch nicht. Geht er zu schnell hoch und knallt gegen den Anschlag ?

    Dann ist dein Pimpel zu groß.


    Ulli

    Ulli aus dem Ruhrpott


    man kann den Wahnsinn nicht mehr beschreiben, man kann ihm nicht mal mehr eine Narrenkappe aufsetzen (HDH)

    If my heart could do my thinking And my Head begin to feel. Would I look upon a world anew And know what's truly real (Van Morrison)


  • Hallo,

    Das heißt, der Tonarm wird in der Automatik beim Start aus der Tonarmstutze gehoben und „wippt“ nach oben.

    Tonarm auf "null" ausgerichtet und dann die entsprechende Auflagekraft eingestellt? Dann mit verriegeltem Tonarm die Automatik "resettet"? Dann nochmals ausprobieren. Normalerweise wippt da nichts....



    Dann guck Dir mal bitte den AS- Hebel an. Am Ende ist eine kleine Bohrung in dem die AS-Feder eingehakt ist. Wenn der Tonarm auf der Ablage verriegelt ist und das AS auf null gedreht ist, sollte diese kleine Bohrung genau über der "Mittelachse" ("Spitze" Tonarmachse) sitzen. Siehe verlinkter Part des SM (siehe Link oben).


    Wenn das nicht mehr übereinstimmt, stimmt da etwas nicht. Dann ist entweder die AS-Scheibe verdreht, oder etwas anderes nicht in Ordnung.



    EDIT:


    Guck mal wo das kleine Loch der AS- Scheibe bei Dir sitzt! Und dann vergleiche es mal mit der Abbildung im SM!


    Da wird Dein AS auf "Volldampf" sein. In "Nullstellung" sitzt die kleine Bohrung der AS-Scheibe normalerweise nach "außen Richtung Chassis-Kante". ;)

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    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

    Einmal editiert, zuletzt von maicox ()

  • Hallo Maico,


    danke für Deine Hilfe. Es war die Antiskating-Scheibe. Die war nicht in der richtigen Position. Warum auch immer. Ich habe jetzt Auflagegewicht, Aufsatzpunkt, vertikales Tonarmlager und natürlich die von Dir beschriebene Antiskating-Scheibe justiert bzw. in die richtige Position gebracht.


    Der 601 läuft jetzt einwandfrei. Der Tonarm schwenkt ruhig und präzise auf die Platte ein. Auch die Rückführung funktioniert perfekt.

    So soll es sein.


    Danke noch mal !


    Beste Grüße

    Andreas

    16. Juli 1977


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