Dual 1229 Mode-Selector-Stellhebel (70) Einbau / defekt / neu?

  • Hallo zusammen.

    Ich versuche gerade eine 1229 zu "reparieren". Leider ist der Stellhebel für Mode-Select (70) defekt. Ähnlich wie dieser (ausgebaut aus meinem ziemlich defekten "Ersatzteil-1219" ohne Tonarmkabel):



    Frage 1: Muss ich, um einen neuen Hebel einzubauen, die Tonarmkabel ablöten, Tonarm ausbauen, Kabel da durch ziehen, alles wieder einbauen und die Kabel wieder anlöten?

    Frage 2: Wo, außer bei Dualfred (ist anscheinend nicht vorrätig) oder ebay, kann ich sowas noch bekommen?


    Ich habe zwar noch einen 1229 herumstehen, der könnte aber später durchaus selber noch zum Leben erweckt werden.


    Eigentlich funktionierte nur das automatische Abschalten nicht mehr richtig und die Nadel ist sehr häufig gesprungen. Hier die Leidensgeschichte:

    - altes Fett weg

    - Rillenachse gangbar gemacht

    - Kurvenrad und Reibplatte ausgebaut und gesäubert

    - Modeselector angeguckt und gesehen, dass zwar der Hebel noch dran ist, der Mechanismus, der den Tonarm nach oben/unten bewegt aber teilweise abgebrochen ist (siehe Foto des gleichen Teils bei 1219)

    - Modeselectorgummi zerbröselt und durch Quetschdichtung ersetzt (8mm innen - ist mM etwas zu locker).


    Nun bewegt sich der Arm nicht mehr von alleine. Ich denke, es macht keinen Sinn ohne intakten Stellhebel, der dann den Tonarm auf der richtigen Höhe halten kann, weiter zu machen.


    Jetzt befürchte ich, dass ich Tonarmkabel löten muss, wenn ich mir das Ersatzteil von wo auch immer besorgt habe. Ich habe nämlich gerade erst Chinchsteckerlöten gelernt :saint:

    Aber bevor ich aber etwas Dummes anstelle, wie z.B. den anderen 1229 (womöglich sinnlos) zu schlachten, frage ich mal lieber nach.


    Viele Grüße

    Marcob

  • Tja, da kommst du ums Löten nicht drum rum. Frage 1 also ja...


    Frage 2: vielleicht hat hier einer was -> Suchanfrage.


    Quetschdichtung ist eher etwas zu stramm, wenn man die außen nicht abschleift...komisch. Beide Kugeln noch da?


    Gruß Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Na toll ... man lernt nie aus ... ;)

    Ich habe die DIchtung außen "beschnitten", aber vielleicht nicht genug (?). Die Kugeln sind noch da.


    Viel Grüße

    Macrob

  • hallo Marcob, wie wäre es, den Tonarm auf Einzelspiel festzustellen? Es sei denn, Du brauchst unbedingt den Wechslerbetrieb. Springen deutet übrigends darauf hin, dass die Kugeln nicht korrekt eingerastet sind, und der Tonarm am Segment schleift. Gruss Armin

  • Ich kann den Tonarm nicht in der Höhe verstellen. Wenn ich den Mode-Selector-Hebel betätige tut sich nichts. Ich kann den Tonarm nur manuell nach unten drücken, aber das scheint mir nicht allzu präzise zu sein (?).

  • Komische Dichtung. Ich verwende die auch gerne, aber zu lose war noch keine...


    Wenn du statt Gummi die Kugeln in der unteren Position mit einem Kabelbinder in den Mulden fixierst, sollte das funktionieren.

    Springen kann auch auf eine Defekte Nadel hindeuten.


    Gruß Martin

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  • Das mit der Dichtung ist nur mein unqualifizierter Eindruck.

    Soll dieses Gummi/Dichtung die Kugeln nur am herausfallen hindern, oder diese relativ fest eindrücken und so dass sie das Gewicht des Tonarms halten?

  • Letzteres. Die Kugeln arretieren den Tonarm in der jeweiligen Position - da braucht es aber nicht allzuviel Druck für.

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  • Hab' ich mir gedacht. Das Gummi sollte also stramm sitzen?. Da finde ich die 8mm zu weit. Vielleicht ist die Dichtung geweitet worden, als ich sie auf eine 7er Nuss zur Installation gezogen habe. Ich gucke morgen mal.

    Danke für die Hilfe und viele Grüße

    Macrob

  • "Stramm" ist relativ. Die Kugeln müssen in den Vertiefungen gehalten werden, womit der Arm in seiner Position bleibt. Betätigt man die Höhenverstellung, müssen sie aber auch gut zurück gehen, sonst besteht halt die Gefahr, das der Verstellmechanismus leidet (Zapfen in der Spiralnut brechen z.B. ab).


    Als Alternative für die Quetschdichtung: Silikonschlauch, innen 8mm, außen 12mm.


    Gruß Martin

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  • Hallo Macrob.


    Ich schiebe die Quetschdichtungen gerne auf einen Stift und schleife die am Schleifbock etwas ab. Wird gleichmäßiger.

    Zur Montage fette ich die Kugeln und lege den Gummiring einseitig in die Nut. Jetzt den Ring mit einem kleinen Schraubendreher nach und nach über den Rand der Nut gedrückt und drin ist er. Dabei wird er nicht so schnell überdehnt.


    Ich habe die Hubstücke mal vor Monaten nachgebaut (3D-Druck). Irgendwo in den Tiefen des Boards gibt es dazu einen Fred.

    Wenn der Rest der Mechanik frisch geschmiert und gängig ist, funktionieren die Dinger gut. Habe 2 Dreher damit repariert.

    Eine Alternative sind die Hubstücke von Dualcan, die aber eine weitere Bearbeitung von Teilen erfordern.

    Daneben gibt es meines Wissens nach nur Hubstücke aus Schlachtgeräten (Frevel...).


    Mit dem Stellhebel kann ich Dir allerdings nicht helfen.

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • romme: So wie ich das verstanden habe, ist der Hebel mit dem silbernen Köpfchen an dem Teil dran, das die Einkerbungen zur Höhenverstellung beinhaltet (?).

    Also das, was auf meinem ersten Foto (vom Reserve1219) defekt ist.

    (Dort fehlt aber zusätzlich noch der Hebel(knopf)).

    Ich brauche das, was im Manual mit Teil 70 bezeichnet ist. Besteht das aus noch mehr Teilen?


    Hält der Tonarm eigentlich auch ohne das ganze Teil (70) nur durch die Kugeln und die Gummidichtung?


    Ich warte auf die Lieferung eines (überteuerten) passenden Spezialgummis, um die schlecht "gepfuschte" Baumarktdichtung als Fehlerquelle auszuschließen.


    Danke für die Anteilnahme 🙂

  • Das, was im Manual mit 70 bezeichnet ist, kannst Du wohl von mir haben,

    aber wenn dieses Teil zerbrochen ist, frag ich mich, wie der Lagerring mit den Hubzapfen, Teil 60 bei Dir aussieht.

    Normal brechen die Zapfen hier zuerst ab...


    Gruss

    Florian

    Dreher : CS721; CS 704; CS 621; CS 604; CS 601; 1229; 1219; 1019; 1218: 1209

  • Hi Florian, ich gucke Mal nach. Ich kann allerdings das, was auf den zwei Fotos zu sehen ist hochziehen und runterdrücken.Das sollte doch nicht klappen, wenn der Zapfen ab ist, oder?


    Der Plattenspieler hat auch keine Sturzmerkmale und ist bis auf 70 in relativ gutem Zustand.

  • Wenn das das Ende vom Hubzapfen ist, dann ist der noch intakt.


    Jaja, die Gummidichtung ist lieblos beschnitten ... das wird wie gesagt besser.

  • Hallo Macrob

    ... ich denke du musst doch mal die Tonarmkabel ablöten. :)

    Die Hubzapfen laufen in dem von dir gewünschten "Teil nr.70"

    Das sitzt also alles auf der anderen Seite der Platine!

    Morgen bin ich im Homeoffice und bin dabei in meiner"Radiobude"

    Da hab ich bestimmt mal ein paar Minuten um das Teil auszubauen.

    Ich hab mittlerweile schon Einige 1219/1229 auf dem Tisch gehabt.

    Von daher empfehle ich statt dieser komischen Quetsch-gummi-Schnitz-methode

    einen Silikonschlauch mit Innendurchmesser 8mm.

    gibt es als Meterware in Ebay. Damit bin ich bisher immer gut gefahren.


    Gruss

    Florian

    Dreher : CS721; CS 704; CS 621; CS 604; CS 601; 1229; 1219; 1019; 1218: 1209

  • Bevor du dir die Mühe machst:

    Also wenn das die Hubzapfen sind (?)


    und die silbern glänzen und sich gegen den großen Ring von Teil 60 drehen lassen


    dann kann ich mindestens einen sehen.


    Übrigens klappt es jetzt den Tonarm etwas anzuheben, nur abwärts muss ich von oben drücken.

  • Also wenn ich mich täusche sind da nur noch Brösel...

    Das was da glänzt, ist für meine Augen eher eine Bruchkante, als ein Hubzapfen.

    Dreher : CS721; CS 704; CS 621; CS 604; CS 601; 1229; 1219; 1019; 1218: 1209

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