Hilfe bei CS 604 - Startgeräusch gelöst! Jetzt brummt er vor sich hin...

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute einen 604 erworben, da ich meinen 621 abgeben will. Knallfrösche sind lt. Vorbesitzer gewechselt, die üblichen verdächtigen Kondensatoren aber noch nicht. Antiresonator stillgelegt, weil "Wackeldackel". Dann hab ich mal mein OM 20 druntergesetzt, ausbalanciert und alles weitere eingestellt und Buddy Guy aufgelegt.


    Einschaltknacksen, sehr laut. OK. Ich muss sowieso ne Bestellung machen, dann besorg ich auch gleich neue Entstörkondensatoren. Verbaut sind jetzt die gelben Quader, die bereits in meinem 621 Theater machten (gab hier auch mal einen Thread dazu).


    Was allerdings schlimmer ist, ist das Geräusch wenn ich den Arm zur Platte führe, der Motor zu drehen beginnt und ich mir fast die Ohren zuhalten möchte, weil es so hässlich ist!

    Als würde eine Dampflock starten! Ca. 3 Sekunden lang. Danach ist Feierabend und alles geht seinen Gang. Für mich hört es sich ziemlich nach Motor an.

    Soll das etwa normales "Rumpelrauschen" sein?


    Ich habe ein Video gemacht, weiß aber nicht ob ich das hier einstellen kann. Nen YouTube Kanal hab ich nicht.


    Kennt von euch jemand das Problem und hat eine Idee?



    Ich sag ma fürs erste gute Nacht und freu mich auf Antworten!


    Viele Grüße


    Reinhard

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Hallo Reinhard!

    Wird das Geräusch vom Verstärker übertragen oder ist es (auch) akustisch bei ausgeschaltetem Verstärker hörbar?


    Bei akustischem Geräusch quietscht evtl. der "Rillenfinder" bei der Einschaltbewegung des Tonarms. Das kannst du auch ohne Strom bei "Stecker raus" testen. Den Motor kannst du auf Geräusche testen indem du den Spieler mit dem Netzstecker einschaltest (Tonarm über Teller, Lift oben)


    Gruß

    Richard

    _____________________________


    "First make it work, then make it pretty"

    Einmal editiert, zuletzt von Schmolz ()

  • Hallo Richard,


    danke schon mal für die Antwort.

    wenn der Verstärker aus ist, höre ich das Geräusch sehr deutlich. Auch habe ich den Eindruck, dass der Teller länger braucht, bis dass das Strobo rund läuft. Beim 604 dauert es 5 Sekunden, im Vergleich beim 621 2 Sekunden.


    Per Netzstecker eingeschaltet hört es sich wie der Start einer Dampflock an, rattarattaratta. Nach 5 Sekunden ist der Spuk vorbei.

    Ich habe keinen anderen Vergleich, weil ich so etwas noch nicht gehört habe.


    Lagerspiegel? Säubern, umdrehen und neu schmieren?

    Oder die Motorplatine zuerst mit neuen Teilchen bestücken?


    Ich möchte nur nicht gern die Arbeit an der Platine machen, wenn ich hinterher feststellen muss, dass der Motor Kernschrott ist.


    Und wie gesagt, ich habe auch ein Video davon.

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Hi, schalt doch an dem Drehknopf rechts den Rillenfinder mal aus oder ein, ist es bei beiden Stellungen?

  • Per Netzstecker eingeschaltet hört es sich wie der Start einer Dampflock an, rattarattaratta. Nach 5 Sekunden ist der Spuk vorbei.

    Auch habe ich den Eindruck, dass der Teller länger braucht, bis dass das Strobo rund läuft. Beim 604 dauert es 5 Sekunden, im Vergleich beim 621 2 Sekunden.

    Das deutet aus meiner Sicht auf einen Defekt im Motor selbst hin.

    Das bisschen Arbeit an der Motorplatine solltest du dir dennoch machen, kostet fast nichts und ist schnell erledigt. Es geht darum alles mögliche und unmögliche auszuschließen, bevor dir evtl ein Motortausch bevorsteht.

    Ich hatte bei meinen ca. sechs CS604 in den letzten Jahren einen mit quietschendem Motor und einen Motor mit schlechtem Gleichlauf.


    Gruss

    Richard

    _____________________________


    "First make it work, then make it pretty"

  • Hi, schalt doch an dem Drehknopf rechts den Rillenfinder mal aus oder ein, ist es bei beiden Stellungen?

    Ja, leider.

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Ich staune gerade und bin froh, dass ich den 621 noch zum Vergleichen hier habe.


    621 - 35 und 36 (heißen beim 621 14 und 15) mit seinen 2 45° Schrauben (http://www.hifi-archiv.info/Dual/604s/05.jpg, 35 und 36) sitzt auf der Motorachse.


    604 - 35 und 36 sitzen festgebacken mit dem Teller.


    Oder sind die Mitnehmer grundverschieden?

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Das war's!!!!!


    Der festgebackene Mitnehmer.

    Hab ihn mit viel Gefühl vom Teller runter genommen, alles gesäubert und den Mitnehmer dahin geschraubt, wo er hin gehört.


    FREU 8)

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Hi Reinhard !

    Der festgebackene Mitnehmer.

    Hab ihn mit viel Gefühl vom Teller runter genommen, alles gesäubert und den Mitnehmer dahin geschraubt, wo er hin gehört.

    8):thumbup:


    Wieder einer aus der Rubrik: kleine Ursache, lästige Wirkung.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Da fällt mir noch was ein:


    Ist die Kontaktplatte im Tonarmkopf lediglich geklemmt? Oder war die mal geklebt?

    Die kam mir beim Säubern entgegen. Ich habe sie jetzt nur reingeschoben und bis jetzt funtzt es.

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Ist schon ok so. Die ist nicht geklebt.


    Ulli

  • reihopf

    Hat den Titel des Themas von „Hilfe bei CS 604 - Startgeräusch“ zu „Hilfe bei CS 604 - Startgeräusch gelöst! Jetzt brummt er vor sich hin...“ geändert.
  • Sodele and now something completely different :)


    Er brummt. Seitdem die Platte im Tonarmkopf beim Reinigen gestern rausfiel.


    Also Forum hier zum Thema gelesen und die Entscheidung getroffen, von DIN auf Cinch umzurüsten. Gibt ja dazu viele Hinweise und Bilder. Auch die Warnung, dass danach alles nur noch schlimmer sein kann. Aber er brummt ja jetzt schon. Alles kann es schlimmer ja nicht werden.


    DIN auf Cinch ist fertig. Masse aufgetrennt, neue Cinchstecker verbaut, Brücke im Kurzschließer getrennt, aufgetrennte Massen angelötet, extra Masse nach draußen gelegt und am Verstärker befestigt. Die 5 kleinen dünnen Tonarmkabel sitzen fest. Test: Er brummt. Und ein Kanal ist tot.


    Ok. Ich wollte ein Bastelobjekt.

    Aber das ist mir gerade too much.


    Irgendwer ne Idee?

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Er brummt. Seitdem die Platte im Tonarmkopf beim Reinigen gestern rausfiel.

    Hallo,
    das Brummen kommt, in den meisten Fällen, bei schlechtem Massekontakten
    zwischen Tonabnehmer-System und Verstärker vor.


    Hier sind mögliche Kontaktprobleme eingezeichnet.

    Kontaktplatte im Headshell und am TK müssen sauber sein.

    Eine Überprüfung, auf mögliche Unterbrechungen, kann bei montiertem MM-System,
    an den Cinch/RCA-Steckern, mit einem digitalen Multimeter, erfolgen. Natürlich auch bei DIN Stecker,
    oder auch angeschlossenem Adapter DIN - RCA/Cinch.

    Jeweils zwischen Leiter und Schirmung (Masse) prüfen.

    Der gemessene Wert, in Ohm, kann zwischen rechts und links minimal abweichen.

    Da du an der Kontaktplatte gearbeitet hast würde ich dort den Fehler vermuten.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Hallo Gernot,


    ich habe den Übeltäter. Besser die beiden. Vom Kurzschließer zu den Cinchsteckern war Durchgang. Das war schon mal gut.

    Aber nicht von der Kontaktplatte zum Kurzschließer. Schwarz war schon mal per se ab. Auch der blaue und der weiße wackelten und waren tot. Widerstand - zwecklos.

    Also Strippen von der Kontaktplatte runter, noch mal gesäubert und neu angelötet.


    Immer noch Brummen und kein Durchgang. Also alle dünnen Kabel vom Kurschschließer abgetrennt und das "Kabelbäumchen" gezogen.

    Und siehe da - blau und weiß im Bereich des Tonarms waren durch. Häppie Börsdääääh.

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • ....und ärgerlich.

    Hat von euch jemand Erfahrung mit Tonarmkabeln? Empfehlungen?

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

  • Jo, hab ich.

    Da scheint mir die Direktverkabelung geeignet. An den Dreher soll eine Shure 95, das passt da ganz gut.

    Jetzt hat er 2 Sätze mit direkten Kabeln. Einmal mit 5 Adern (Masse/Potentialausgleich zum Anstecken an's Tonarmrohr).

    Und einmal ohne. Potentialausgleich ist aber zwingend erforderlich, oder?

    Viele Grüße aus dem Westmünsterland

    Reinhard

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