Fehlersuche HS135

  • Hi Paul !

    Ergänzug: Beim nochmaligen Blick auf das verbaute Endverstärker-Board sehe ich jetzt aber, dass es doch beide verbauten Lade-Elkos mit 16V beschriftet sind...Ist das ein Fehler im Service-Manual bzw. ist der Unterschied in der Spannung zu vernachlässigen?

    Es kommen immer mal wieder kleine Fehler in der Servicemanuals vor. Dafür gibt es inzwischen einen eigenen Thread, wo man solche kleinen Pannen eintragen kann. 26V-Elkos hat es serienmäßig nicht gegeben: entweder 16V oder 25V. Beide haben in der Liste die gleiche Teilenummer und 2 liegt gleich neben 1, da nehmen wir an, daß der Mitarbeiter beim Schreiben etwas verrutscht ist ... :)


    So: faktisch sind die beiden Elkos gleichberechtigte Partner beim Stabilisieren der Betriebsspannung, die symmetrisch ist und netto +/- 14.7V betragen soll. Wie ich im ersten Posting schon schrieb, sind mit 16V etwas dicht an der Nennspannung und die Kosten für 16V gegenüber 25V sind vernachlässigbar.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Das Lämpchen (LED mit 680Ohm Vorwiderstand) hängt direkt an der Spannungsversorgung. Wenn es also sofort die Sicherung weghaut, bleibt auch die LED aus. Also erstmal zusehen, dass die Sicherung drin bleibt. Natürlich will man nicht ständig neu bestellen, da kann man die natürlci gleich mitbestellen, auch wenn man sie später nicht braucht. Eventuell könnte auch eine 9V Blockbatterie herhalten um die LED zu testen, aber ich wüsste nicht, warum die LED nicht gehen sollte.

    Danke für die Rückmeldung bzgl. der LED. Würde z.B. diese LED passen? -> https://www.conrad.de/de/p/vos…-20-ma-2-25-v-184543.html.

    Ich möchte das Ding erst im Labor auseinanderschrauben und man sieht die LED auch bei abgenommenem Plattenteller nicht. Ich würde auf jeden Fall mal eine mit bestellen wenn ich schon eine Bestellung mache.

    Grüße
    Paul

  • Noch kurz zur Spannungsfestigkeit bei Elkos: bisschen mehr geht immer! Bei grober Überschreitung (mal eben 200 V mehr) dürfte das Auswirkungen auf die Kapazität haben, aber von den kleineren Elkos bevorrate ich überhaupt nur ein oder zwei Spannungsfestigkeiten, meistens 35 und 63 V. Damit ist in der Elektronik ziemlich viel abgedeckt. Wirklich genau drauf achten muss man nur bei sehr eng gebauten neuen Geräten, da kann der Elko mit der nächsthöheren Spannungsfestigkeit schon zu viel Platz beanspruchen. Bei Dual-Schätzen ist das komplett egal, weil Elkos bei gleicher Kapazität und Spannungsfestigkeit in den letzten 30-40 Jahren enorm geschrumpft sind.

  • Hallo Dual Gemeinde,


    es gib Neuigkeiten von meinem HS135 Reparaturprojekt, leider keine guten:
    Mit einem Elektronik-kundigen Kollegen habe ich alle Elkos auf dem Verstärker Board ausgetauscht, bis auf zwei, die hatten wir aber durchgemessen und sie waren noch in Ordnung.
    Beim nächsten Anschalten sind aber leider wieder die beiden Feinsicherungen auf der Netzplatine durchgebrannt, was eine Enttäuschung!

    Vl. liegt ja doch die Ursache im oder am Trafo. Auf der Suche nach einem Kurzschluss haben wir mal die Widerstände zwischen allen Anschlüssen des Trafos (siehe auch Foto) durchgemessen, in der Hoffnung, dass jmd. hier im Forum an diesen Werten ablesen kann, ob mit dem Trafo was im Argen liegt. Einen wirklichen Kurzschluss haben wir nirgends gemessen, aber vl. sind ja manche Werte verdächtig niedrig, ich hoffe wie gesagt auf Hinweise von euch:

    Anschlusskombination Trafogemessener Widerstand (Ohm)
    1 - 23,1 (verdächtig niedrig?)
    1 - 319,2
    1 - 426,5
    1 - 542,5
    2 - 316,1
    2 - 423,5
    2 - 539,4
    3 - 48,6
    3 - 524,5
    4 - 516





    Auch Ideen zur Fehlerursache abseits des Traffos sind natürlich willkommen.

    Beste Grüße
    Paul

  • Hi Paul !


    Die Wicklung 1 - 2 ist eine 20V-Wicklung, die die Distanz 220/240 bzw. 110/130V überbrückt.

    Mal eine Grafik, die das etwas näher erläutert:



    In rot die Spannungen, die die einzelnen Wicklungen übernehmen.

    In grün dazu die Widerstandwerte, die Du zwischen den einzelnen Pins gemessen hast.

    Darunter die rechnerische Summe, die sich daraus ergibt - und die relativ gut mit der Messung 1 - 5 von 42.5 Ohm korreliert.

    Kleine Abweichungen sind durch die Anlage der Meßspitzen an den schon etwas betagten Lötfahnen immer drin, aber 1.3 Ohm auf vier Messungen (1 - 2, 2 - 3, 3 - 4 und 4 - 5) ist relativ gut.


    Aus der Sicht ist nicht viel zu meckern. Die Unterschiede in den Widerständen ist auch dadurch begründet, daß der Trafo so aufgebaut ist, daß die Spulen nicht für 110V-Betrieb parallel oder für 220V in Serie geschaltet werden müssen, sondern daß 110 und 150V direkt "in der Mitte" aufgelegt werden. Daher muß die Wicklung 2 - 3 aus dickerem Draht gewickelt sein, da sie die gesamte Leistung im 110V-Betrieb aufbringen muß. Der zweite Teil der auch 110V insgesamt vertragen kann, ist 3 - 5, der rechnerisch aber auf 24,6V kommt - durch den dünneren Draht und vermutlich einige Windungen mehr.


    Wenn es Dir trotzdem die obere Sicherung wegklatscht, kann das drei Haupt-Ursachen haben:

    1. ein Isolationsfehler des Trafo, der erst bei anliegender Spannung relevant wird, weil die Wicklungen sich dabei ein Stück weit auf dem Kern bewegen können (Sirren - wenn sie lose gewickelt sind) und dadurch vorhandene Luftspalte in den Drähten gebrückt werden.

    2. der Mexico-Kondensator hat einen Ausfall. Das ist selten, aber wir haben auch schon neue Kondis gehabt, die ab Werk eine Macke hatten.

    3. es kommt zu einer Überlastung / Kurzschluß im Plattenspielerkreis. Eher unwahrscheinlich, da die Kabel im Schalterkasten weit genug auseinander liegen und der dort verbaute 10nF im Kurschlußfall nur verhindert, daß der Drehermotor abschaltet. Der kann keinen Kurzschluß gegen die eine Netzphase auf die 150V~ Leitung vom Trafo erzeugen.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Peter,


    vielen Dank erstmal für deine Mühen!

    Was wäre also der erfolgsversprechenste nächste Schritt?

    • Den Trafo austauschen in der Annahme, dass der von dir angesprochene Isolationsfehler vorliegt. Wo aber bekomme ich so einen Trafo als Ersatzteil her? Eine schnelle Suche auf Ebay ergab leider keinen Treffer. Bekommt man einen funktionsgleichen Trafo auch z.B. bei Conrad? Dafür bräuchte man ja aber eindeutige Spezifikationen um das richtige Modell auswählen zu können. Das Dual Servicemanual gibt da leider nicht viel her.
    • Kondensator austauschen wäre ja vergleichsweise einfach. Aber welcher genau ist der Mexico-Kondensator?
    • auch den 10nF Kondensator im Schalterkasten (Plattenspielerkreis) werde ich mir mal anschauen. Diesen auszutauschen wäre ja ebenfalls kein so großer Aufwand

    Beste Grüße
    Paul

  • hallo Paul, wenn ich mich mal kurz einmischen darf, würde ich den Trafo mal im Leerlauf betreiben, also alle Anschlüsse die den Trafo belasten können, ablöten. Wenn dann die Sicherung immer noch durchbrennt, kann der Fehler ja nur im Trafo selber liegen. Wenn nicht dann nach und nach die Anschlüsse wieder anlöten, so kann man feststellen in welchem Kreis der Fehler zu suchen ist. Damit man nicht so viele Sicherungen opfern muss, kann man primär eine ca. 60w Glühbirne in Reihe schalten, oder einen Regel Stelltrafo verwenden, mit Spannungs und Strommesser. Viel Glück

    zur Zeit in Bearbeitung:


    PE2020L :love:

    1219 ;)

    1228 :*

    1209 ^^auf rein manuellen Betrieb umgebaut plus 1 normaler 1209 in Doppelzarge

    SABA Meersburg W5 8)

    Dual HS28 <3

    1009 8o

    geplant::


    PE2020 mit 13-15" Tonarm umbauen Versuch

  • Aber welcher genau ist der Mexico-Kondensator?

    Der Gelbe auf der Netzteilplatine neben der Sicherung. Testweise kann man den mal raus lassen.


    Beide Sicherungen haut es weg? Habe ich das richtig gelesen?


    Gruß

    Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Hi !

    Beim nächsten Anschalten sind aber leider wieder die beiden Feinsicherungen auf der Netzplatine durchgebrannt, was eine Enttäuschung!

    Das ist schaltungstechnisch eigentlich nicht möglich.

    Die 0.63A-Sicherung ist eigentlich für den 110/130V Bereich gedacht. Wenn es die im 220V-Betrieb weghaut, ist die 0.315A Sicherung schon lange Geschichte und der Stromkreis unterbrochen.


    Ich kann mir kein wie immer auch geartetes Szenario vorstellen, wo *ein* Kurzschluß *beide* Sicherungen weghaut.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Peter,

    deinem Rat folgend habe ich jetzt folgendes ausprobiert:

    • neue 315mA Sicherung in die Trafo-Platine eingesetzt
    • den blauen Stecker von der Endverstärker-Platine ausgesteckt
    • auf On geschalten

    Siehe da, die 315mA Sicherung blieb heil und der Plattenteller fing an sich zu drehen, das rote Lämpchen blieb aber aus.

    Damit kann es doch weder am Trafo, noch am Plattenspieler liegen.


    Wenn der Dreher losläuft ohne das Start gedrückt war bedeutet das, dass der Kondensator im Motorschaltkasten getauscht werden muss. Es könnte auch der Haupthebel vom Dreher so verharzt sein, dass er in der Startposition festhängt. Das ist dann die berüchtigte Rillenachse.


    Zum Thema Sicherung fliegt... Ich würde mal die Dioden für die Gleichrichtung prüfen.


    Gruß

    Martin

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

    Einmal editiert, zuletzt von MaxB ()

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank an alle für die vielen Hinweise und Tipps, das ist wirklich großartig. Ich versuche jetzt mal stichpunktartig auf (möglichst) alles einzugehen:

    • der sog. "Mexico-Kondensator" ist nagelneu. Den alten Rifa Funkentstörungskondensator hatte ich als erste Maßnahme auf anraten von wacholder entfernt. Da ich eh Kondensatoren bestellt hatte und die Elkos auf der Endverstärkerplatine getauscht habe, habe ich diesen halt auch gleich ersetzt, auch wenn an sich verzichtbar ist
    • bezüglich der beiden Dioden hatte ich ein wichtiges Detail unterschlagen: Bei der unteren, bzw. rechten Sicherung (die die näher am Mexico Kondensator ist) war eine 315mA T Feinsicherung drin, obwohl da eigentlich eine 630mA T Feinsicherung reingehört (war ein Versehen von mir). Vermutlich sind deswegen beide Sicherungen und nicht nur die linke 315mA T Feinsicherung durchgebrannt.
    • wie gesagt, diesen Kondensator im Motorschaltkasten werde ich mir als nächstes anschauen. Ich nehme an der hängt unten am abnehmbaren Plattenteller, da wo auch die Mechanik des Plattentellers- und Arm befestigt ist?
    • wenn aber der Kondensator im Motorschaltkasten das Problem, d.h. das Durchbrennen der Sicherung auf der Netzplatine, verursacht, warum tritt das Problem immer dann nicht auf, wenn die Endverstärkerplatine ausgesteckt ist?

    Grüße
    Paul

  • Hallo Paul,


    der "Knallfrosch" im Motorschaltkasten verursacht nicht den Kurzschluss.

    Er kann aber dafür verantwortlich sein, dass der Plattenspieler anfängt zu drehen obwohl er das nicht sollte.

    Das hat Martin doch hier

    Wenn der Dreher losläuft ohne das Start gedrückt war bedeutet das dass der Kondensator im Motorschaltkasten getauscht werden muss. Es könnte auch der Haupthebel vom Dreher so verharzt sein, dass er in der Startposition festhängt. Das ist dann die berüchtigte Rillenachse.

    geschrieben.

    Dein Problem liegt eindeutig auf der Platine.

    Zum Thema Sicherung fliegt... Ich würde mal die Dioden für die Gleichrichtung prüfen.

    Hast Du die Dioden den nun gemessen?


    schönen Sonntag

    Frank

  • Hi Paul !

    wenn aber der Kondensator im Motorschaltkasten das Problem, d.h. das Durchbrennen der Sicherung auf der Netzplatine, verursacht, warum tritt das Problem immer dann nicht auf, wenn die Endverstärkerplatine ausgesteckt ist?

    Naja ...


    Nachdem sich das Problem mit dem Durchbrennen auch der zweiten Sicherung vorläufig erstmal geklärt hat, bleibt allem Anschein nach eine Überlastung des Sekundärkreises (Ausgangswicklung) des Trafos als Ursache übrig.


    Was haben wir da ?

    - Die Filterelkos.

    - Die Gleichrichterdioden.

    - Die beiden kleinen 100nF Kondis, die als HF-Blocker direkt vor dem Gleichrichter sitzen.


    Hinter Gleichrichtung und Siebung sitzen nur die Endtransistoren und der OpAmp des Vorverstärkers so direkt und ungedrosselt an der Stromversorgung, daß sie einen massiven Kurzschluß verursachen *könnten*. Dann dürfte der Verstärker aber keinen Pieps von sich geben.


    Und noch ein Problem dabei: um auf der Ausgangsseite so einen Kurzschluß zu fabrizieren, daß auf der Eingangsseite die Sicherung durchbrennt, übersteigt die Fähigkeiten der Gleichrichterdioden. Dann müßten die Matsch sein und aus dem Ding käme - außer etwas brummen vielleicht - nix mehr raus.


    Ich würde mal die beiden 100nF Kondis C36 und C37 rausnehmen und mit dem Multimeter die vier 1N4001-Dioden vom Gleichrichter prüfen. Die können dabei eingebaut bleiben, weil sie sich untereinander und durch die Elkos nicht stören. Wenn das Multimeter einen Diodentest hat, müssen sie in einer Richtung nix und in der anderen Richtung die Durchlaßspannung (0.6 - 0.8V) anzeigen. Beim Ohmmeter sind sie in einer Richtung hoch- und in der anderen Richtung niederohmig.


    Die beiden Kondis C36 und C37 sind für die Funktion nicht weiter wichtig. Sie können draußenbleiben und dann mal das Ding laufen lassen. Da es sich anscheinend um einen sporadisch auftretenden Fehler handelt, würde ich nicht davon ausgehen, daß die Dinger beim Messen einen Kurzschluß anzeigen.


    Sind die beiden 2200µF Elkos schon getauscht ?


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Ok, da hatte ich MaxB falsch verstanden. Die Dioden für die Gleichrichtung habe ich noch nicht geprüft, gebe hier Rückmeldung sobald ich das erledigt habe.

    Grüße
    Paul


    Hallo Peter,

    danke für die neuen Tipps! Ok die Dioden für die Gleichrichtung werde ich messen sobald ich das passende Multimeter zur Hand habe. Wenn ich die Kondis C36 und C37 rausgenommen habe werde ich die auch gleich durchmessen. Ja die zwei 2200µF Elkos habe ich bereits ersetzt.

    Grüße
    Paul

    Einmal editiert, zuletzt von PlattenBastler () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von PlattenBastler mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo zusammen,


    es gibt frohe Kunde von meinem HS 135 Reparaturprojekt: Die Elektronik funktioniert jetzt wieder, es waren tatsächlich die (bzw. manche der) Gleichrichterdioden auf der Endverstärkerplatine. Ich hatte neue Dioden nachbestellt und die alten nach dem Tausch gemessen: Zwei Dioden waren defekt, die eine ließ gar nichts mehr durch, die andere alles (kein Widerstand, Kurzschluss). Danke nochmal an alle Beteiligten für die Tipps!


    Jetzt kann ich mich ja auf die Suche nach Boxen machen, die originalen CL200 aus dem ursprünglichen Set sind leider verschollen. Welche anderen Dual Boxen würden den von der Leistung (und natürlich auch Klang) her zum HS 135 passen? Der Waffeleisen-Muster Look der CL200 gefallen meiner Frau sehr gut, die scheint es aber bei den anderne Dual Lautsprechern nicht zu geben oder doch?


    Beste Grüße
    Paul

  • Hi Paul !

    es gibt frohe Kunde von meinem HS 135 Reparaturprojekt: Die Elektronik funktioniert jetzt wieder, es waren tatsächlich die (bzw. manche der) Gleichrichterdioden auf der Endverstärkerplatine.

    8):thumbup:


    Na bitte. Endlich kommt wieder Leben in die Sache.



    Welche anderen Dual Boxen würden den von der Leistung (und natürlich auch Klang) her zum HS 135 passen? Der Waffeleisen-Muster Look der CL200 gefallen meiner Frau sehr gut, die scheint es aber bei den anderne Dual Lautsprechern nicht zu geben oder doch?

    Das war der Fall bis zur Mitte der 70er, wo auch größere Boxen, wie die CL144 mit diesem Muster ausgestattet waren. So ab 1976 endet die Ära der "Waffeleisen" mit der Einführung der Serie-200-Boxen, von denen nur die kleinste, die CL-200 noch mit dem Muster angeboten wurde. Dann waren es nur die kleinen Breitbandboxen für die Einsteigermodelle, die bis zur Einstellung noch so kamen.

    Die CL-144 wäre übrigens eine Box, die ich für die HS135 mal vormerken würde. Vor allem, weil die mit 2.8W eine sehr niedrige Betriebsleistung hat und daher aus dem kleinen Verstärker der HS 135 eine gute Lautstärke rausholt.


    http://www.hifi-archiv.info/Du…/Dualkatalog_75-76_48.jpg


    (Anmerkung: Betriebsleistung ist nicht Belastbarkeit. Betriebsleistung wird mit einem Tonsignal gemessen und ab wann die Box einen bestimmten Schallpegel erreicht. Je kleiner die Betriebsleistung, desto größer ist der effektive Wirkungsgrad und desto lauter ist die Box im Betrieb. Das ist besonders bei "schmalbrüstigen" Verstärkern nicht zu vernachlässigen.)


    Aber es gibt noch viele andere mittelgroße Zwei- oder Dreiwegeboxen, die gut mit der HS 135 zusammenspielen.

    Nur eben sehr wenige mit dem Waffelmuster ...


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Paul,


    wenn du Wert auf das Waffelmuster bzw. die damals von Dual, als Original-Ausstattung, mitgelieferten CL-200 Wert legst, ich habe ein Paar abzugeben.

    Der Wirkungsgrad, wie Peter beschreibt, ist extrem gut bei diesen Breitband-LS.

    Aber: Vom Klang eher bescheiden ggü. CL-144. Die CL-200 hat kaum Bass und wenig Höhen. Klingt sehr Mitten betont. Aber laut;)

    Falls Du Interesse hast, kannst du dich ja melden.


    VG Wolfgang

  • Mir ist noch was eingefallen.

    Ich hatte mal CL116.

    Die haben auch Waffelmuster und Breitbänder, klingen aber wesentlich besser als die CL200 und die Gehäusemaße sind auch identisch.

    Alternativ gibt es noch die CL115. Die kann ich klanglich nicht beurteilen. Dürfte ähnlich der CL116 sein.

  • Hi !

    Alternativ gibt es noch die CL115. Die kann ich klanglich nicht beurteilen. Dürfte ähnlich der CL116 sein.

    Im Wesentlichen.


    Das war der Nachfolger. Die CL115 und 116 sind schwerer, als die CL200 und haben Furnier. Die CL200 nur folierte Oberfläche in der Nußbaum-Ausführung.

    Ich habe beide (115 und 200) in braun hier. Die 200 "spuckt ihren Schaumstoff" (also den unter der Waffelfront) aus, wogegen die 115 fast wie neu wirkt ... :)


    Ich würde sie ja beide mal testen, aber auf meinem Tisch tobt gerade die KA31 "Gold Edition" an zwei CL620 mit Fleetwood Mac "Tango In The Night".

    Leider kann ich euchauf diesem Weg nicht demonstrieren, wie geil das klingt.


    Vielleicht solltet ihr die ganzen Waffelmuster vergessen und versuchen, ein Paar CL240 oder sogar die CL620 zu kriegen. Ich kann beide Boxen nur empfehlen.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Peter,

    meine CL116 waren nur foliert. Wusste nicht, dass es die auch in furniert gab.

    Jedenfalls klangen die richtig gut. Die Systeme waren von Philips (AD... irgendwas). Habe ich mit ner HS141 wieder verkauft.


    Bei den CL200, oder oder auch CL101, ist immer der Schaumstoff bröselig. Den habe ich bei meinen mit farblich passendem Lautsprecherbespannstoff ersetzt.


    Aber du sagst es. Es gibt (fast nur) besser klingende Lautsprecher^^


    VG Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von Dualfuzzi ()

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!
Nach der Registrierung können Sie aktiv am Forenleben teilnehmen und erhalten Zugriff auf weitere Bereiche des Forums.