BD139 hat von vorne gesehen BCE, BD825 ECB laut Philips-Datenblatt. Beine verlängern und auskreuzen ginge natürlich, aber 7805 ist die deutlich elegantere Lösung.
Beiträge von Ragnar
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Ohne Gewähr, aber da müsste der pinkompatible BD139 funktionieren.
Wenn du ganz sicher gehen willst: zunächst nur Basis und Kollektor einlöten und schauen, ob am Emitter 5V rauskommen.Den BD139 hatte ich auch auf dem Schirm, aber war der Meinung, die Anschlussbelegung wäre exakt umgekehrt, was bei der fixen Position des Kühlkörpers nicht ideal ist. Aber ich mag mich täuschen, und mit dem 7805-Umbau hätte sich die Sache erledigt.
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Und man kann auch problemlos höhere Spannungsfestigkeit verwenden. Ich meine, ich hätte bei mir beide mit 35 V verbaut. Spannend, dass bei dir Philips verbaut waren! Oft sind es Frako oder Roederstein, bei mir waren es Tosin und Matsushita.
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Mein Vater hat seinen CS630 ca. Mitte der 80er neu gekauft. Ungefähr 6, 7 Jahre später habe ich begonnen, ihn selbst zu benützen, und seither ist mit dieses Knarzen vertraut. Auch hier im Forum habe ich schon von Exemplaren gelesen, denen dieses Geräusch egal mit wie viel Schmieren nicht auszutreiben war.
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Den Sound kenne ich vom CS630 meines Vaters seit ich denken kann, sprich seit das Gerät praktisch neu ist.
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Ja, auch ein Rifa und auch mit leichten Rissen.
Dann auch unbedingt austauschen, die Frage ist nicht, ob der hochgeht, sondern wann. Und den Gestank willst du wirklich nicht haben.
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Produktionsdatum April 1979.
Woran liest du das ab?
Code CL4 am Kondensator steht bei Rifa für Produktionswerk, Jahr, Monat.
C - Kalmar, Schweden
L - 1979
4 - April
Die Buchstaben für das Jahr beginnen 1971 mit B und sind fortlaufend bis 1989 mit Z (G, I, O, U, Y und Z sind ausgelassen), 1990 beginnt es wieder mit A. Die Monate Oktober, November, Dezember sind mit O, N, D abgekürzt. Den Schlüssel habe ich aus einem PDF von Rifa, das irgendwo mal im Internet herumgeschwirrt ist. Dürfte ein Scan aus einem Katalog aus den 80ern sein. In diesem PDF ist nur ein weiterer Werkscode angeführt, G für Gränna, dort wurden aber nur Elkos produziert. Später gab es dann wenn ich den Wikipedia-Artikel richtig in Erinnerung habe noch weitere Werke, deren Codes nicht eindeutig klar waren. Spannend in dem PDF ist, dass es auch Folienkondensatoren in dieser transparenten Epoxy-Hülle gab, z.B. PHE800 (X2) und PHE280 (normale Folienkondis). Sogar Styroflex gab es in dieser Form, die PFE210.
Auf manchen Rifas aus den 70ern steht stattdessen auch das Datum im Klartext MM/JJ drauf. Bis jetzt ausschließlich in Geräten von deutschen Herstellern (Dual, Braun) gefunden.
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Produktionsdatum April 1979. War gut, den auszutauschen. Was ist mit C3? Ist das auch so ein Rifa?
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Ich hatte gerade den - meines Wissens zuvor noch nie geöffneten - CS630Q meines Vaters offen, um mich endlich um die Elkos zu kümmern. Folgende Dinge konnte ich feststellen:
- abweichend von der Zerlege-Anleitung (kann man nicht genug loben!) gibt es zwei weitere Massedrähte, je einer vom Chassis zur Steuerplatine und zur Display-Platine, sie sitzen unter einer gemeinsamen Schlitzschraube, am Foto in blau
- Die Elkos waren sämtlich von Tosin und Matsushita, keine Spur von Roederstein und Frako. Einige Elkos auf der Steuerplatine (vor allem die beiden 1000 µF) hatten erhöhten ESR, aber waren ansonsten nicht auffällig. Habe alle getauscht, die im unmittelbaren Nahbereich des Kühlkörpers sitzen.
Steuerpimpel muss ich noch bestellen und dann den Dreher nochmals zerlegen.
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Eine klassische Ursache für leichte Klopfgeräusche wäre eine Delle im Reibrad, die bei jeder Umdrehung einmal Knack macht.
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Das Poti kannst du mit einem einfachen Multimeter im Ohm-Bereich mal checken. Ende zu Ende sollte ein fester Wert zu messen sein, dessen Soll im Schaltplan steht. Von jeweils einem Ende zum Schleifer sollte man je nach Stellung des Schleifers zwischen 0 Ohm und dem Gesamtwiderstand (Ende zu Ende) haben. Aber ich halte das auch für weniger verdächtig.
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Es gibt grundsätzlich zwei Arten Entstör-Kondensatoren, welche mit Papierwickel und welche mit Kunststofffolie. Rifa PME271 gehören zur ersten Gruppe und die haben eine begrenzte Lebensdauer, an deren Ende sie sich mit Rauchentwicklung, Gestank, eventuell Knall und Kurzschluss bemerkbar machen. Kondensatoren der zweiten Gruppe halten praktisch ewig. Papierkondensatoren erkennt man am Kürzel MP in der technischen Beschreibung, andere wie MKP oder MKT (manchmal auch KT) sind Folienkondensatoren. Optisch erkennt man bei diesen kleinen Entstörkondis den Unterschied meistens am Gehäuse. Papierkondensatoren haben üblicherweise dieses gelblich-transparente Gehäuse, Folien-Typen sind undurchsichtig und weiß, grau oder bunt.
Bei größeren, meist zylindrischen Typen wie man sie in allerhand Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen findet, trifft das so nicht zu, da gibt es auch Papier-Typen in allerhand bunten Farben, mir sind zuletzt ein hellblauer und ein schwarzer explodiert.
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Wie wäre es damit, mal Spannung AC am C55 zu messen? Dann müsste man zumindest sehen, ob eine der Dioden Wechselspannung durchlässt.
Ich würde auch mal dem Multimeter neue Batterien spendieren und ein paar halbwegs bekannte Spannungsquellen wie frische AA-Batterien zum Vergleich messen. Die sollten so um die 1,8 V haben. Nicht, dass das Multimeter Unfug anzeigt und eigentlich alles in Ordnung ist...
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Naja, raus müssen die Krümel so oder so, ob man sie jetzt auslötet oder wenn der Ersatz da ist, ist ziemlich egal. Ohne Glätt-Elko wird die Gleichspannung an den Dioden niedriger sein als erwartet, aber mehr als 2,5 V sollte sie sein.
Verbindung zur Motorplatine ablöten stimme ich zu, das ist eine gute Idee.
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Mit einem großen M wären es halt streng genommen Megafarad, was noch viel absurder ist

Aber lassen wir das, wir wissen jetzt, was gemeint ist. Es gibt übrigens am Mac auch die Möglichkeit, sich oben rechts in der Menüleiste "Emoji und Symbole" einzublenden, da hat man dann absolut alle erdenklichen Sonderzeichen.
Um dann wieder zum Thema zurückzukommen: schlägt einer der Krümelkekse durch, haben wir Wechselspannung in der Schaltung wo keine hingehört, die überbrücken zwei Dioden. Somit bleibt nur mehr eine Halbwellengleichrichtung über wenn ich das richtig sehe. Ich würde mal beide auslöten und wieder messen, welche Gleichspannung jetzt an C55 anliegt.
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Das µ solltest du unter Windows und Linux mit Alt-Gr+M und am Mac mit Option-M kriegen. Es gibt aber auch in offiziellen Dokumenten die seltsamsten Klimmzüge, um ohne das Sonderzeichen auszukommen, das kann reichlich verwirrend werden. 40 mF am Multimeter kommt mir viel vor (mein dediziertes Kapazitätsmessgerät kann bis 20 mF) aber 40 µF wäre lächerlich wenig, ich sag mal bis 4700 µF sind schon extrem gängige Werte.
Schmeiß mal dein Multimeter in einen hohen Ohm-Messbereich und dann ab an den Kondensator. Du solltest einen allmählich immer höher steigenden Widerstandswert sehen, während sich der Kondensator auflädt. Wenn du sofort stabil nahe 0 Ohm bekommst, ist er kurzgeschlossen, bekommst du sofort "OL" oder was auch immer dein Messgerät anzeigt, wenn die Strippen lose in die Luft hängen, ist der Kondensator entweder noch geladen (kann man im Gleichspannungs-Messbereich testen) oder unterbrochen, also auch kaputt. Wenn er Spannung hat, ist er vermutlich nicht völlig kaputt. Das Verhalten, nach dem wir hier am ehesten suchen, wäre ein konstant sehr niedriger Widerstand. -
X1 sind besser als X2, halten höhere Spannungsspitzen aus (bis 4 kV, X2 "nur" bis 2,5 kV sagt das Elektronik-Kompendium). Also alles gut.