Beiträge von Ragnar

    Leute... wenn die Armhöhe je nach Position unterschiedlich ist, hat ziemlich sicher das Tonarmlager ein Problem! Diesen Fehler gibt es, wenn die Drehachse des Arms nicht mehr senkrecht steht, und zwar meines Erachtens nach fast nur dann (ok, die Liftmimik könnte auch noch herumpfuschen). Beim 505-4 zum Beispiel ist fast ein Serienfehler, dass die Spitze der Madenschraube herausspringt und das Lager irgendwas macht. Dadurch ist dann auch der Arm schwergängiger, als er sein sollte. Ob das beim 721 auch so leicht passieren kann, weiß ich nicht, aber wir bräuchten auf jeden Fall Fotos vom Lager!

    Das, und die Zarge zählt möglicherweise auch.

    Hm, ich denke da immer nur an das Chassis. Und da geht dann doch mal n Leiter ungesehen unten ab, raus, hat Kontakt mit dem Chassis/der Mechanik/einer Schraube, man will nichtsahnend den Plattenspieler anfassen und *zack* hat man ne Steilfrisur.

    Ich würde vermuten, dass ein Chassis alleine nicht zum regulären Betrieb vorgesehen ist. Bei Reparaturen gelten wieder andere Regeln, nur Fachpersonal und idealerweise wie oben erwähnt Trenntrafo.

    Am bequemsten wird es wohl mit Conrad-Bestellnummer 446069 (470 µF/25 V) und zweimal 446043 (100 µF/25 V), alle axial. Es ist bei Elkos überhaupt kein Problem, ein oder zwei Spannungsklassen höher zu gehen, es sei denn, in einem recht neuen Gerät wäre der Platz enorm knapp bemessen. Bei 30+ Jahre alten Geräten passen normalerweise auch moderne Elkos mit weit höherer Spannungsfestigkeit. Wenn du es billiger willst, kannst du die von dir verlinkten radial bedrahteten Elkos nehmen, musst halt basteln, um sie unterzubringen. Ich würde aber pauschal 25 V verbauen und nicht zwischen 16 und 25 unterscheiden, egal ob axial oder radial.

    Und die Bedingung dafür ist, dass alle Teile mit Netzspannung doppelt oder verstärkt isoliert sind. Unter bestimmten Bedingungen reicht dafür anscheinend sogar, dass die Teile mit ausreichend Abstand zum Gehäuse mechanisch solide fixiert sind.

    Also bei Dual durch die Montage im Plastikhäuschen namens KS und die kufenförmigen Messingkontakte mit Loch...?

    Spannend.

    Das, und die Zarge zählt möglicherweise auch.

    Und die Bedingung dafür ist, dass alle Teile mit Netzspannung doppelt oder verstärkt isoliert sind. Unter bestimmten Bedingungen reicht dafür anscheinend sogar, dass die Teile mit ausreichend Abstand zum Gehäuse mechanisch solide fixiert sind.

    Aber einen blöden Sprachwitz muss ich doch anbringen :D
    Hat dein 721 ein Spezialnetzteil für 400 V oder wieso hast du da mehr als eine Phase? (nicht zu ernst nehmen, ist wirklich nur als Witz gemeint!)

    8o Bin halt blutiger Laie!

    Spaß beiseite, stell dein Licht nicht unter den Scheffel, die Reparatur ist beeindruckend professionell!

    Wenn die Reparatur im Inneren des Geräts ist, also "nach" der Zugentlastung, hätte ich da schon gar keine Bedenken. Wenn sie außerhalb des Geräts ist, könnte man sie noch perfektionieren, indem man für die äußere Lage Schrumpfschlauch mit Kleber nimmt, als zusätzliche Zugentlastung für die Lötstellen. Aber deine Methode ist schon auf sehr, sehr hohem Niveau und meiner Meinung nach unbedenklich!


    Aber einen blöden Sprachwitz muss ich doch anbringen :D
    Hat dein 721 ein Spezialnetzteil für 400 V oder wieso hast du da mehr als eine Phase? (nicht zu ernst nehmen, ist wirklich nur als Witz gemeint!)

    Die Zarge macht sich gut, weit besser als das fast echte Nussbaum-Imitat, das auch meinen 721 ziert :)

    Von mir gibts eine eindeutige Stimme für die klare Haube, Rauchglas geht gar nicht!

    Ich würde auf Kontakt 60 nicht verzichten wollen.

    Du weißt, wo und wie man das einsetzen kann, ein Einsteiger u.U. nicht. Ich habe einfach schon zu viel von völlig zerstörten Potis und Schaltern gelesen, um K60 einfach ohne massive Warnungen zu empfehlen! Das landet zu schnell in Teilen, aus denen es nicht ordentlich ausgewaschen werden kann (ohne Zerlegung) oder wird aus Unkenntnis gar nicht ausgewaschen.

    Ich würde auch die Kontakte des Drehzahlschalters gründlich überprüfen. Mein ungewarteter 721 dreht sporadisch hoch, und zwar, wenn er das tut, reproduzierbar dann, wenn ich von der selten genützten 45er-Drehzahl zurück auf 33 schalte. In anderen Worten, ich höre fast nur LPs. Wenn ich doch mal Singles höre und anschließend wieder auf 33 zurückschalte, kann das Hochdrehen auftreten. (eigentlich sollte das alles in der Vergangenheitsform stehen, aktuell ist der 721 nämlich zugunsten des Kenwood eingemottet und wartet auf eine große Kur).

    Da die Rifa-Fabrik, einst ein Weltmarktführer in Folien-Cs, in Kalmar wegen schlechter Rentabilität in 2005 abgewickelt wurde, deutet damit einiges auf Produktionsjahr 1999 hin.

    https://linnestadenkalmar.se/o…den/rifa-en-bit-historia/

    Andererseits ist der Produktionscode eben NICHT Kalmar, sondern ein bislang mir nicht bekanntes Werk S. Das könnte ein Evox-Werk in Finnland gewesen sein, das länger in Betrieb war. Leider finde ich neuere Infos nur für die Elkos, die ein komplett anderes System haben.

    Aber wurden denn 1999 schon Kondis mit 275V Spannungsfestigkeit gebaut?

    Auf jeden Fall! Erstens wurde mit der Umstellung der Nennspannung von 220 auf 230 V schon in den 80ern begonnen, zweitens hatten Geräte, die auch für den britischen Markt gebaut wurden, schon in den frühen 80ern Knallfrösche mit 275 V Spannungsfestigkeit verbaut.

    Mittlerweile scheint Kemet die Marke Rifa und deren Produktlinien tatsächlich aufgelassen zu haben, aber das dürfte noch nicht so lange her sein. An sich haben die einen Produktionscode mit Datum aufgedruckt, der einzige Haken ist, dass sich der alle 20 Jahre wiederholt. Ich lese da SLO, wobei der erste Buchstabe das Werk ist. Die im Internet herumflatternde Liste dürfte aus den 80ern stammen, sie kennt nur die Werkscodes C (Kalmar) und B (Gränna), wobei Gränna nur Elkos gefertigt hat. Ältere X- und Y-Kondis stammen also sämtlich aus Kalmar. Das spricht schon mal dafür, dass Ernsts Exemplar nicht völlig antik ist. Jahrescode L wäre entweder 1999 (nicht gut) oder 2019, falls da überhaupt noch die Rifa-Linien produziert wurden. O ist Oktober. Ob die jetzt 22 oder 2 Jahre alt sind wird wohl kaum noch festzustellen sein, wobei ich bei 22 Jahren schon erste Risse erwarten würde. Muss nicht sein, kann aber.

    Sorry, doch. Es liefen einige Orgeln von Hammond und Leslies amerikanistanischer Provenienz durch meine Finger, deren Netzspannung mit 117 V angegeben war.


    Vermutlich wurde, analog zu Europa, die netzspannung irgendwann auf 120 V angehoben.


    Beste Grüße, uwe

    Ich würde eher meinen, dass die 117 V noch eine andere Variante der "nameplate voltage" waren, analog zu den 115 V.


    Hier ist dieses Chaos erklärt, von einem Hersteller: https://www.zoellerengprod.com…age-VS-Supply-Voltage.pdf