Erfahrungen mit dem "Audio Technica VM540ML"?

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    • Erfahrungen mit dem "Audio Technica VM540ML"?

      Hallo zusammen,

      gestern bin ich von einem Freund auf das Audio Technica VM540ML aufmerksam gemacht worden.
      Im Audio (oder war es Stereo?) Test konnte es sich wohl recht gut schlagen.

      Offensichtlich handelt es sich um einn sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da das System so um die EUR 250,- zu haben ist.

      Nun habe ich aber Sorge, dass es ggf. zu fein und insofern CD-like klingen könnte - irgendwie habe ich mich an den warmen Shure-Sound gewöhnt :D
      Auf Amazon wird es auch sehr gut bewertet.
      Ein Käufer wies dort auf seinen Umbau mit Widerständen in Chinch-Steckern hin, wodurch eine evtl. vorhandene Hochtonlastigkeit reduzierbar sein soll (da bin ich dann aktuell raus mit meinem Wissen).

      Hat hier schon jemand Erfahrungen mit dem System gemacht und würde diese teilen? 8o
      Lohnt es sich, oder gibt es da besseres für's Geld?

      Meine aktuelle Kette hierfür:
      Dreher "Dual CS750-1" über Verstärker "Acoustic Research 07" an Lautsprechern "KEF iq5".

      Gruß
      Michael
    • mICHa72 schrieb:

      Nun habe ich aber Sorge, dass es ggf. zu fein und insofern CD-like klingen könnte - irgendwie habe ich mich an den warmen Shure-Sound gewöhnt
      Nun ja, CD-like (was auch immer das heißen soll) wird's nicht, "heller" auflösender u.U. schon. Kommt aber auch darauf an, welches Shure-System du gewöhnt bist. Mein V15-IV ist nicht wirklich "warm" abgestimmt. Das gilt vielleicht allenfalls für ein M75 mit Rundnadel.

      mICHa72 schrieb:

      Lohnt es sich, oder gibt es da besseres für's Geld?
      In der Preisklasse gilt eher das Kriterium Geschmack als wirklich Qualitätsunterschiede.

      mICHa72 schrieb:

      Hat hier schon jemand Erfahrungen mit dem System gemacht und würde diese teilen?
      Nicht direkt mit diesem, aber mit Vorläufermodellen: AT 150 SA (bei Kaufdatum) wäre in etwa die Preisklasse. Und darauf beruhen meine Einschätzungen von oben. Mit dem AT 150 kann man schon sehr gut Musik hören. Aber warm mit wenig Differenzierung in der Darstellung geht anders. ;)
      Viele Grüße

      Jochen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von outis ()

    • Ich habe das direkte Vorgängermodell das AT-150MLX und kann nur Gutes davon berichten: Fein auflösend, musikalisch, es holt Dinge aus der Rille, die vorher nicht da waren.
      Die Abnehmer von AT stehen ja mitunter im Verruf, "untenrum" etwas "dünn" zu sein. Dieses Vorurteil kann ich hier NICHT bestätigen. Bass ist da, schön knackig und trocken aber nicht unnötig angedickt. Insgesamt ist es schon eher auf der "analytischen" Seite, aber da bist Du mit den KEFs ja auch. Ich könnte mir vorstellen, dass das VM gut damit harmoniert.

      Viele Grüße,
      Roland
      714Q mit AT-150MLX & Ortofon 2M Red
      PWM: Dual Waschimmo Automatic
    • Nugman schrieb:

      Insgesamt ist es schon eher auf der "analytischen" Seite, aber da bist Du mit den KEFs ja auch.
      @Roland:
      Ehrlich? Siehst Du die KEF's als solche an?
      Tatsächlich können die Höhen schön herausarbeiten, keine Frage.
      Vielleicht könnte es aber genau deswegen etwas zu viel in dieser Richtung werden, wenn sie diesbezüglich noch mehr vom System gefüttert werden... ?(
    • mICHa72 schrieb:

      Verstehe ich Dich da richtig, dass Du mit "VM" das hier in Rede stehende System von Audio Technica meinst?
      Ja genau, ich meinte das VM540. Unterschied zum AT-150MLX ist soweit ich weiß nur, dass das VM540 einen Nadelträger aus Alu hat, das AT-150 aber aus Bor. Nadelschliff usw. sind identisch.


      mICHa72 schrieb:

      Ehrlich? Siehst Du die KEF's als solche an?
      Tatsächlich können die Höhen schön herausarbeiten, keine Frage.
      Vielleicht könnte es aber genau deswegen etwas zu viel in dieser Richtung werden, wenn sie diesbezüglich noch mehr vom System gefüttert werden...
      Ich habe die KEFs vor einiger Zeit mal gehört und fand, dass sie die Feinheiten im Hochton schön auflösen konnten. Aufdringlich oder gar nervig in den Höhen fand ich sie nicht. Das gleiche gilt für mich für das AT-150. Daher glaube ich, dass das gut harmoniert.

      Ich lese aber gerade, dass das VM540 eher dem AT-440MLb entspricht, bzw. dieses abgelöst hat. Mein 150er entspricht wohl eher dem heutigen VM740. Allerdings glaube ich, die Unterschiede hier sind (teure) Nuancen.
      Ich habe damals gleich zum 150er gegriffen, weil ich es zu einem günstigen Kurs bekommen habe, kurz bevor AT das 150MLX durch das 150SA ersetzt hat und die Preise mächtig anzogen.

      Viel wichtiger ist bei den ATs, dass Du eine Phonovorstufe mit geringer Eingangskapazität brauchst (z.B. 47pF). Hast Du das nicht, oder willst Du keine anschaffen, solltest Du Dich ggf. eher bei den genannten VinylMastern oder z.B. beim 2M Bronze umschauen.

      Viele Grüße,
      Roland
      714Q mit AT-150MLX & Ortofon 2M Red
      PWM: Dual Waschimmo Automatic
    • Nugman schrieb:

      Viel wichtiger ist bei den ATs, dass Du eine Phonovorstufe mit geringer Eingangskapazität brauchst (z.B. 47pF). Hast Du das nicht, oder willst Du keine anschaffen, solltest Du Dich ggf. eher bei den genannten VinylMastern oder z.B. beim 2M
      Da frage ich mal nach: An der Stelle wären wohl tatsächliche Erfahrungen nützlich. Denn bei Thakker stehen Werte (100 - 200 pF), die - falls sie realistisch sind - vermuten lassen könnten, dass die neuen AT VM weniger kritisch abgestimmt sind? Da warten wir doch gespannt vor allem auch auf Manfred (lini). ;)

      Edit: OK, die Werte stehen auch da für die AT 150er. Kommt also mal wieder auf Ohren und Anlage an. Ich habe mit meinen nicht anpassbaren Phonopres keine Probleme im Sinne überzüchteter Höhen gehabt. Gnade des Alters möglicherweise. ;)
      Viele Grüße

      Jochen
    • Moin,

      der direkte Vorläufer ist nicht das AT 150 sondern das AT440MLb.

      Der einzige Unterschied zwischen dem neuen 540 und dem alten 440 ist die Farbe des Kunststoffs. Statt lila ist es nun rot. Die Generatordaten sind wohl auch minimal geändert. Der Nadelschliff jedenfalls nicht.

      Davor gab es das AT440MLa mit besserem Nadelträger.
      Techisch wurde der Tonabnehmer abgespeckt, umbenannt und im Preis erhöht.

      Hier ist etwas zum Lesen. Von mir ist Beitrag #13:
      hifi-forum.de/viewthread-26-23290.html

      Mein Fazit:
      Das AT ist eine Zicke. Es ist kapazitätskritisch, löst genial gut auf, nervt aber im Hochtonbereich. Wenn es unbedingt AT sein muss, spielt ein AT13EAv ausgeglichener.
      Mir gefallen andere Systeme besser, wobei der problematische Hochtonbereich gerade mit Breitbandlautsprechern und deren Hochton harmoniert.


      @Jochen
      M95 Cleorec und V15 III mit Originalnadel habe ich hier. Das V15 spielt eine ganze klasse besser und ist gegenüber dem Shuresound neutraler abgestimmt. Es gefällt mir deutlich besser. Die Frage ist, wie ein M95 mit SAS Nadel klingt, Das soll in die ähnliche Richtung gehen.

      VG Andreas
      Ich suche:
      Schallplatten von Kraftwerk
      Noch einen Nadeleinschub Ortofon OM defekt oder verschlissen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ad-mh ()

    • Hui,
      erstmal vielen Dank an Euch alle in dieser Sache!
      Hier gibt es die ein oder andere Aussage, bei der ich konkreter nachfragen müsste - sorry, wenn ich nerve:

      Nugman schrieb:

      iel wichtiger ist bei den ATs, dass Du eine Phonovorstufe mit geringer Eingangskapazität brauchst (z.B. 47pF).
      Habe ja einen "Acoustic Research AR-07" als Verstärker in der Kette.
      Leider habe ich keinerlei Werte bzgl. der Eingangskapazität der darin verbauten Phonovorstufe vorliegen
      Da er einen Umschalter für MM- und MC-Systeme gibt, habe ich im Netz lediglich Werte für deren Eingangsempfindlichkeit auffinden können.
      Diese lauten auf 2,3mV (MM) und 0,18mV (MC).
      Hast Du weitergehende Informationen zu dem Gerät, die hier helfen könnten?

      ad-mh schrieb:

      Mein Fazit:
      Das AT ist eine Zicke. Es ist kapazitätskritisch, löst genial gut auf, nervt aber im Hochtonbereich. Wenn es unbedingt AT sein muss, spielt ein AT13EAv ausgeglichener.
      Oha - das ist eine recht klare Aussage, die mich von dem AT VM540ML eher Abstand halten lässt...
      Auflösung ist ja schön, aber so wie Du es beschreibst, klingelt und klirrt es schon jetzt in meinen Ohren 8|

      ad-mh schrieb:

      M95 Cleorec und V15 III mit Originalnadel habe ich hier. Das V15 spielt eine ganze klasse besser und ist gegenüber dem Shuresound neutraler abgestimmt. Es gefällt mir deutlich besser. Die Frage ist, wie ein M95 mit SAS Nadel klingt, Das soll in die ähnliche Richtung gehen.
      Die Frage bzgl. des Unterschieds zwischen den beiden Shure M95 und V15-III habe ich mir schon lange gestellt.
      Vielen Dnak für die Antwort!
      Hätte nicht gedacht, dass da wirklich so viel Abstand zwischen den beiden ist :saint:
      Mit "neutraler" meinst Du vermutlich, dass es die "Wärme" eher raus lässt und einfach "klarer" oder "luftiger" spielt, richtig?
      Angesichts des Preises für eine SAS-Nadel erscheint mir der Versuch, das M95 damit aufzurüsten wirtschaftlich eher ambitioniert :/
      Basiert Deine Erfahrung mit dem V15 auf einer Original- oder Nachbaunadel?
      Wenn man dieses Ergebnis mit einer Nachbaunadel erreicht, dann erscheint mir der Kauf eines gebrauchten V15 plus Nachbaunadel günstiger bei gleichzeitig tollem Ergebnis :thumbup:
    • Hallo,

      zum niemals endenden Thema:

      Audio Technica und Eingangskapazität

      gibt es einen interessanten Thread, siehe hier: dual-board.de/index.php?thread…420-pf-als-flac/&pageNo=1

      Insbesondere stehe ich zu meinem Beitrag 41 in dem oben verlinkten Faden. Andernfalls müssten alle AT-MM-Tonabnehmer ohne super Phono-Pre und ohne Super-Niederkapazitiv-Kabel nicht besonders gut klingen. Erfahrungsgemäß tun sie das aber. Insbesondere gefällt mir das AT440ML bzw. sein Nachfolger WM540ML :thumbup: .

      Gruß Alfred
      Gewerblicher Anbieter von Dualersatzteilen auf dualfred.de
    • Michael, dann lies doch auch die auf Alfreds Beitrag Nr. 41 folgenden Beiträge. Alles halb so wild mit den Kapazitäten. Meine Meinung zudem: Wer hohe Auflösung liebt, ist bei AT richtig. Und mit steigendem Preis der Systeme im Angebotskatalog von AT wird der Klang in der Summe für meine Ohren (!!!) harmonischer, mutet natürlicher an. Wirklich wichtig ist das aber nur, wenn man sog. akustische Instrumente möglichst realistisch abgebildet hören möchte. Nochmal: Meine Einschätzung.

      Und wer ein Klangbild sucht, das mehr vom Grundtonbereich her kommt, ist wahrscheinlich besser bei einem anderen Hersteller aufgehoben.

      Und letztlich sind wir wieder bei Beitrag Nr. 12. ;)
      Viele Grüße

      Jochen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von outis ()

    • outis schrieb:

      Und letztlich sind wir wieder bei Beitrag Nr. 12.
      Volle Zustimmung,

      letztendlich entscheiden da nur die eigenen Ohren - das wir dann für den mit einem guten geschulten Gehör oftmals teurer als für den Holzohrenträger.


      dualfred schrieb:

      Insbesondere gefällt mir das AT440ML bzw. sein Nachfolger WM540ML .
      Wobei die Preisentwicklung schon ....deftig ist. Aber wer sollte es ihnen verübeln, der Markt gibt es einfach her.

      Bis denne

      Wolfgang
    • Meine Einschätzung deckt sich mit Outis und Dualfreds Einschätzung, was die Leistungsfähigkeit des VML 540 (ex 440 mlb) angeht. Gemessen am Preis ist es ein wirklich sehr gutes System - und insofern finde ich da auch Babos Relation mit 26 Cent pro Stunde Hörgenuss ziemlich treffend.

      Ich möchte mir dennoch einen Hinweis nicht verkneifen. Der von Alfred verlinkte Beitrag mit den Hörbeispielen zum AT 440 mlb an verschiedenen Eingangskapazitäten - die ich selbst beim Abhören der Digitalisate auch nicht als gravierend unterschiedlich empfand - sie geben zumindest nicht das wieder, was ich zuhause mit meinen AT-Systemen erlebt habe. Ich hatte zwei AT 440 mlb und ich habe noch ein AT 150Sa. Sowohl das 440 mlb als auch das 150Sa hören sich an meiner Kette mit einer über einen Aikido 1+ anpassbaren Eingangskapazität von 5 pF bzw. 47 pF besser an als mit einer Eingangskapazität von 180 pF. Dazu muss man immer noch die Kapazität des Drehers mit der Zuleitung rechnen, die bei mir ungefähr bei 180 pF liegt, wenn ich mich recht erinnere. Es ist jetzt nicht so, dass ein AT mit "zu hoher" Eingangskapazität plötzlich ganz schrecklich klingt - das wäre weitaus übertrieben, aber es besteht meiner Erfahrung nach bei den ATs, die ich hatte bzw. habe durchaus ein Zusammenhang zwischen Eingangskapazität und Klang: Die ATs sind eher hell abgestimmte Systeme, die über eine feine Auflösung verfügen und viel Hörspaß vermitteln. Mir persönlich gefallen diese Systeme. Ich mag sie und bin insbesondere bei Orchesteraufnahmen immer wieder von ihrem Auflösungsvermögen angetan. Tendenziell klingen sie mit höherer Eingangskapazität höhenbetonter, man mag auch sagen "spitzer". Das liegt allerdings auch sehr im Ohr des Hörers - mancher hört es mehr bzw. manchen stört es mehr, machen weniger oder sogar gar nicht. Und da bin ich wieder bei nugmans post 12: Es geht nichts über selbst anhören!
      freundliche Grüße

      Ralph


      Dreher: CS 741Q, CS 731Q, CS 728Q
      MC-Systeme: Goldring Elite, Ortofon MC20 Super, MCC120 ... MM-Systeme: ELAC 796, AT 150 Sa, TK60E mit DN 160
      Vorverstärker: Aikido 1+ und Aikido Hybrid Supreme
      Verstärker: Pioneer A-717 MK II .................... Receiver: Dual CR 1730
      Boxen: Nubert NuWave35 und Dual CL 720
    • Trotz das ich das AT noch nicht gehört habe, konntet Ihr mir einen durchaus greifbaren Querschnitt bieten, um ein „Gefühl“ für dieses zu kriegen.
      Vielen Dank hierfür!

      Führe ich mir meine über den Dreher laufende Musikrichtungen vor Augen, so komme ich tatsächlich ins Zweifeln, ob ich bei dem AT gut aufgehoben wäre.
      Tatsächlich bewegt sich diese derzeit so zwischen alten Sachen wie „Bread“ über „Eagles“ bis hin zu neueren Sachen von „Blackberry Smoke“ bis „Warren Haynes“...
      Könnte mir gut vorstellen, dass insbesondere die älteren Sachen durchaus die etwas verklärende Wärme mit Körper benötigen, um authentisch zu bleiben, wohingegen die Geigen bei Haynes gern glasklar klingen sollten.
      Werde jetzt mal in mich gehen müssen, um zu ergründen, ob ich fürs Probehören bereit wäre, das Geld auszugeben :whistling: