Beiträge von outis

    Hallo Heinz,


    Klugscheißmodus an: Auch Nassabspielen reinigt eher bedingt. Boshaft gesagt wird der Staub nur besser mit der Platte verklebt. Auch die Reinigung der Platte nach dem Abspielen mit Mikrofasertuch o.ä. hilft nur bedingt. Bekanntlich kann man nass gespielte Platten in der Regel nicht mehr trocken spielen ohne Störgeräuschteppich. Dagegen hilft dann erst eine wirkliche Wäsche. Meistens jedenfalls.


    Aber abgesehen davon: Nass abspielen hat zwei große Vorteile (bei allen anderen Nachteilen, die damit verbunden sein mögen) - die Nadel läuft ruhiger durch die Rille und das tatsächlich knisterfrei.


    Das zumindest meine Erfahrungen bei jahrzehntelangem Nassabspielen. Mittlerweile ist's mir auch zu umständlich. Faulheit des gesetzten Alters. ;)

    Hallo,


    Achtung Querschläger, quer zur Ausgangsfrage:


    So ein Mitlaufbesen kann meiner Meinung nach nicht reinigen. Ebensowenig wie Carbonbürsten & Co. Reinigen kann nur eine Plattenwäsche. Bürsten und Besen fangen den "Flugstaub" nach dessen Landung auf der Platte, bevor die Nadel als Fanggerät wirken muss. Und wenn häufig über mangelnde Synchronlauffähigkeit geklagt wird, dann liegt das oft genug daran, dass man sich nicht die Zeit nimmt, Position und Höhe des Besens optimal einzustellen. Wobei ich zugebe: Bei Popplatten mit gleichbleibenden Pegeln finden die nicht immer den nötigen Grip. Jazz und Klassik sind bei mir williger, den Besen korrekt mitlaufen zu lassen. Ich habe bei neuzeitlichen Produkten gute Erfahrungen mit dem Mitläufer von Analogis gemacht, dem mit den Ziegenhaaren im Bürstenkopf. Da muss man das Gewichtchen auf dem Rohr richtig justieren und das heißt in der Regel nicht zu weit vorn. Dann löppt der.

    Hallo HaJo,


    danke schön! :)


    Für alle noch zum Abschluss (?) ein Schmankerl aus dem Leben der CDPs:


    Man nehme die erste CD aus dieser Box (Rudolf Kempe - A Testament):


    https://www.prestomusic.com/cl…-rudolf-kempe-a-testament


    Darauf ist u.a. Dvoraks Symphonie aus der Neuen Welt. Im langsamen zweiten Satz geriet der Dual CD120 ins Stottern, den Schluss mochte er gar nicht abspielen. Nun der CD mal auf die Nullen und Einsen geschaut - sie ist tatsächlich nicht fehlerfrei produziert. Nun denn, die CD in einen modernen CDP - sie wird ohne irgendeinen hörbaren Fehler abgespielt. Also sind wir im Bereich der Fehlerkorrektur. Sei's drum. Jetzt aber kommt's: Gestern habe ich die CD noch schnell gerippt. Und dabei wurde der Rip von AcourateRip als absolut fehlerfrei gemeldet. Das kann aber eigentlich nicht sein, weil ja Fehler sichtbar sind. Also bleibt wohl nur als Erklärung, dass die ganze Charge denselben Fehler hat und AcourateRip den als normal verbucht. Ach ja, der Rip lässt sich wiederum fehlerfrei abspielen. Schöne nicht mehr ganz neue Welt der Nullen und Einsen. Aber das ist ein anderes Fass, das man hier nicht unbedingt aufmachen muss. ;)

    HaJo,


    danke für deine Ausführungen. Jedenfalls kann man den Dual-CDP als Spürhund nutzen. Seine Fehlerkorrektur ist weniger ausgeprägt als bei moderneren Playern. *) Und so stelle ich erstaunt fest, wie viele Kauf-CDs Fehler enthalten, die sonst nicht auffallen. Und es ist durchaus so, dass man die bei genauer Betrachtung sehen kann. Also keine Fehler des Duals.


    HaJo, hast du vielleicht einen link für so einen Frequenzzähler? Interessiert mich doch, das Teil.


    Edit: *) Vielleicht klingt er ja deswegen so gut. Man sagt den Fehlerkorrekturen ja nach, negativ den Klang zu beeinflussen. Ob das tatsächlich so ist, vermag ich aber nicht zu beurteilen.

    So, das schöne Stück läuft wieder! :) Dank deswegen auch an dieser Stelle an HaJo, der sich für ein herzliches Dankeschön seiner angenommen hatte. Und laut eigener Aussage recht schnell wieder zum einwandfreien Laufen gebracht hat. War eine Frage des Abgleichs/der Einstellung. Warum die Werkstatt keine Lust hatte, darüber ließe sich trefflich spekulieren, führt aber auch nicht weiter. ;) Und deswegen uneingeschränkte Freude darüber, dass der schöne CDP wieder ertönt. Denn einen schönen Klang hat er allemal. Wenn jemand meint, CD-Spieler klingen kalt - der Dual garantiert nicht.


    Das zeigt er gerade mit der Wiedergabe dieser CD:


    https://www.musik-sammler.de/r…sche-liebhaber-cd-484049/


    Und zwar mit Kopfhörer. Sehr lecker mit dem "alten" AKG K701. :thumbup:

    Also:


    1. Ich meine mich auch zu erinnern, dass Antiskating relevant für Rille ist, aber nicht für Freifläche,


    2. dass es eine Empfehlung gab in den Bedienungsanleitungen für trocken und nass gespielte Platten,


    3. dass meine Testschallplatte bei keinem System mehr als 60 Mü ergäbe für Abtastung, weil nämlich abgenutzt. Und deswegen auch eine Platte für Antiskating nur bedingt tauglich,


    4. dass es weder für System, noch für Platte wirklich relevant wären, wie das Antiskating eingestellt wäre,


    5. sondern letztlich das Gehör entscheidet,


    6. es wichtigere Themen gäbe.


    :)

    Hallo Frank,


    die Sache ist noch übler. Ich benutze den nur alle Jubeljahre mal - im Schlafzimmer. Und das ist wahrscheinlich das Problem: Der hat sich schleichend zugesetzt mit Dreck. Kennt man ja auch von anderen Gerätschaften, die bewegt werden wollen. Jedenfalls hat der CDP den Platz im genannten Raum, weil er 1.) das richtige Format für den Bettkasten hat (geringe Tiefe) und 2.) direkt kleine Aktivboxen antreiben kann und das mit Lautstärkeregelung. Und in der Kombi klingt er für meine Ohren einfach klasse. Ein Player in Standardgröße passt da einfach nicht. Im Moment ist ersatzweise ein Raspberry vor Ort. Aber das ist nichts. Da kann man ja nicht einfach eine CD einlegen und auf Play drücken. Ist halt wie mit altem Radio und modernem Internetradio. Die Bedienung ist nichts für mich alten Knacker.


    Viele Grüße


    Jochen

    Hallo,


    zunächst mal herzlichen Dank für deine Antwort. Dass man in die Richtung schauen sollte, wird meines Erachtens dadurch bestätigt, dass die CD ja zunächst fehlerfrei wiedergegeben wird. Grundsätzlich funktioniert der Bursche folglich. (BTW: Zur Ehrenrettung der Werkstatt ist wohl anzumerken, dass die auch leben möchte. Und die Frickelei kostet halt Zeit und damit Geld. Was der durchschnittliche Kunde wohl nicht ausgeben mag. Nun ja.)


    Nun ham ma das Problem, dass ich gerne an maladen Rechnerinstallationen bastele, aber Schraubenzieher sind für mich nur bedingt was. ;)


    Viele Grüße


    Jochen

    Hallo,


    ja, ich weiß - lange nicht hier gewesen. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. ;)


    Und wie der Teufel es will, mag der CD 120 nicht mehr so richtig. Nach einiger Zeit fängt die Wiedergabe an zu "stottern". Laut Auskunft der Werkstatt meines Vertrauens liegt das an den Führungsschienen des Kopfschlittens und an ausgeschlagenen Zahnrädern. Ersatz dafür ist nicht zu bekommen. Und für eine Werkstatt insgesamt unrentabel, weil zu aufwendig. OK, ist akzeptiert. Aber hier ist nun mal keine Werkstatt. Und deswegen habe ich die Hoffnung, dass dem CDP hier geholfen werden kann. Wie sieht es in euren Ersatzteillagern aus? Ist da was vorhanden? Könnte vielleicht auch 3D-Druck ein Ansatzpunkt sein?


    Ich kann die Problemstellung selbst nicht genauer beschreiben. Ich würde es deswegen bevorzugen, das Gerätchen an jemanden zu schicken, der sich damit wirklich auskennt. Natürlich darf die Instandsetzung auch etwas kosten. Jedenfalls würde ich das Ding ungern abschreiben, weil einfach zu gut. ;)


    Viele Grüße


    Jochen

    Da das Geräusch so klingt als ob jemand mit dem Finger an der Nadel reibt,

    *LOL* ... scheinst der einzige zu sein, der den Anfangsbeitrag gelesen hat

    Vielleicht sollten wir wirklich mal wieder auf Anfang gehen. Die Geräuschbeschreibung klingt in der Tat nicht unbedingt nach statischen Entladungen. Denn das wären ja eher kurze "Peaks". Aber wenn an der TA-Nadel gerieben wird, dann ist das ja nicht nur ein kurzes Geräusch. Hört sich für mich dann eher nach "Spratzeln" an. Und da die Strobolampe aus dem Kreis der Verdächtigen entflohen ist, sollte man wohl wirklich zunächst alle Kontaktstellen auf dem Signalweg (ggf. erneut) unter die Lupe nehmen. Und dann auch die nachfolgenden Geräte...


    Ok, mehr als ein Schuss ins Blaue ist das nun auch nicht.


    Nur Fehler in der Netzwerkverkabelung sind noch übler. ;)