CS 510 knattert reichlich ungesund

  • Hallo Brent, aber wie kommt Sowas zustande?

    Ich nehme an, das ist Zinkpest. Gibt's wohl auch regelmäßig bei PEs - z.B. bei den Lagerbrücken mancher Motoren oder beim Geschwindigkeitswähler des 2020.


    Glücklicherweise ist mir das bisher nicht wieder untergekommen und davor hatte ich auch nur einen einzigen 860 mit solchen Schäden.


    Grüße, Brent

  • Hi Jungs.
    Hab einen 601 mit 860-1 Motor hier zu liegen die u Scheiben sind nicht drin. Laut Service manual sollten welche drin sein.


    Beste Grüße Carsten

  • Ich habe mir sicherheitshalber mal einen 860-4 weggelegt.

    Ich biete:
    Im Moment nichts.

  • Blödsinn lösch mich


    Gruß Evil

    Dreher: 601, 627Q, 731Q, Sony PS20FB, Denon DP45F
    LS: Audio Physic Sitara, Needle Deluxe Bamboo, Crazy, CT280

  • Hi Robert !

    Hallo Brent, aber wie kommt Sowas zustande?

    Das ist ein chemischer Zersetzungsprozeß durch Fehler bei der Mischung des Gußmaterials.
    Als "Zinkpest" berüchtigt (oder war es "Zinnpest" ?) - das traf alle Hersteller mal. Bei Grundig sind es bestimmte Motoren, bei PE Hebel, bei Dual gab es das auch schon mal. Alles, was aus Zinkdruckguß hergestellt wird, kann davon betroffen sein.
    Feuchte Lagerung beschleunigt das nur noch. Anfangs sind es nur mikroskopische Risse, die sich durch die eindringende Feuchtigkeit und chemischen Zerfall von Beimischungen ausweiten, bis das ganze Konstrukt die Konsistenz von Blätterteig hat und unter den Fingern zerfällt.


    X/

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo,


    Ich hatte hier mal einen Pro Ject 1.2, bei dem war der Plattenteller komplett "aufgeblüht" und somit vollkommen verbogen. Das war so heftig dass der Abstand zwischen "Brettchen" und Teller nicht mehr vorhanden war. Der Teller lag komplett auf.


    Bei einem alten Lenco L450 waren Teller und Innenteller vollkommen gerissen und zum Teil schon zerbröselt. Diese kamen wohl aus dem gleichen Werk wie die damals geferigten Pro Ject.



    Es soll wohl auch 1019 mit "Tellerproblemen" gegeben haben.



    Aber gut. So ist es nun einmal. Wer hätte auch damals daran gedacht dass solche Dreher 10, 20, 30 oder über 40 Jahre lang genutzt werden?! ;):D:thumbsup:


    Ich denke dass die meisten heute gefertigten Dreher diese Lebensdauer auch noch nicht einmal ansatzweise erreichen werden. :P

    ---------------------------
    MFG: Maico


    ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...

  • Hi !

    Ich denke dass die meisten heute gefertigten Dreher diese Lebensdauer auch noch nicht einmal ansatzweise erreichen werden.

    Plastik versprödet schon innerhalb der ersten fünf bis zehn Jahre ... und wenn dann was funktionsrelevantes abbricht, kommt das Ding ins Recycling. Muuuh ! X/


    .

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Ihr Lieben,


    danke Euch für die zahlreichen Hinweise & Antworten zum Thema "Zinkpest". Habe mich dahin gehend schlau gemacht und finde die Unaufhaltsamkeit zum <X . Da kann man von Glück reden, wenn es Einen nicht erwuscht, mann! Okay; bisher scheine ich so'n Glückspilz zu sein, aber es könnte angehen, dass mich das Glück verlassen hat. Die Subteller (601), die sind doch auch aus diesem Mist, oder? Da ist mir nämlich was Blödes passiert:


    Hatte so einen Subteller und noch ein paar andere Sachen auf dem Tisch und hab' mir da so'n Schälchen Chinaschnellnudelsuppe gebastelt - und beim Einlegen der Nudeln ins heisse Wasser ist etwas auf den Subtellerrand gespritzt. Abgewischt, "vermeintlich trocken & versorgt" weg gelegt und vor ein paar Tagen wieder hervor geholt: wo die Tropfen gewesen waren einen deren Form nachbildenden, leicht erhabenen schwarzen Fleck entdeckt. Erst mit Lappen, dann Messingbürste zu entfernen versucht, war aber wie festgebacken. Zuletzt mit gerader Skalpellklinge äusserst behutsam (und ohne Metalloberfläche zu beschädigen!) abgekratzt und mit Schleifschwamm feiner Körnung geglättet, ohne wie wild Material abzutragen. Schatten des Flecks sind noch zu erahnen, aber ansonsten Oberfläche wie neu, da der Teller jetzt rundum so bearbeitet ist.


    Jetzt die Frage(-n): das sieht nicht nach Zinkfraß aus, weil weder weiss, noch sind Vertiefungen sichtbar. Die sichtbaren Überreste des Flecks sitzen am Grund der originalen, von der Herstellung stammenden Drehriefen. Könnte es sein, dass die scharfen Gewürze eine andersartige chemische Reaktion hervorgerufen haben? Zink reagiert ja auf Säuren und Laugen und so scharf, wie die Chinabrühen manchmal sind, könnte ich mir vorstellen, dass ein Gewürz zu einer der beiden Gruppen gehört. Das Capsicain aus dem Chili, zm Beispiel. Was denkt Ihr darüber? Muss ich jetzt zugucken, wie sich der Subteller langsam und unaufhaltsam zerfrisst?


    Mag sein, dass das Alles jetzt albern klingt, aber etwas gepanikt bin ich schon... Um den Thread nicht völlig zu shreddern könnt Ihr mir auch privat antworten, wenn Ihr wollt.
    Liebe Grüsse in die Runde und danke für Eure Aufmerksamkeit, bzw. meine aufrichtige Entschuldigung an Oliver wegen Eröffnung eines Kriegsnebenschauplatzes in seinem Thread...



    Robert

  • Moin,


    liegt die Stelle da, wo ein Riemen aufliegt?
    Ansonsten wäre polieren um die Oberfläche zu schließen und ein Versiegeln mit Zaponlack eine gute Option.


    Das könnte eine Option sein.
    Ich kenne einen Märklin Sammler. Der hat so etwas aber leider mit der Pest.
    https://www.lokmuseum.de/showa…Schlepptender&Seite=&SID=


    VG Andreas

    Ich biete:
    Im Moment nichts.

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