Hörvergleich orig. DN 160E (naked stylus) vs. DN 160 Shibata (retipped) am ULM60E

  • Hallo,


    im Zuge von Messungen an meinen TA's habe ich mal eine DN160E (Saphir gebondet) mit einer shibatisierten von Hr. Göttmann verglichen.


    Hier die Ergebnisse, vielleicht bringt der ein oder andere sein Hörempfinden mit dem Frequenzgang meiner Probanden überein.



    Oben: Originale DN160E (Saphir gebondet)

    Unten: Shibatisierte DN160E


    Beste Grüße

    Thomas

    Ich biete: 731/714 Halbzoll + OM Adapter, TKS Halbzoll + OM Adapter + Halteplatten + Reparaturen, Federhaus aus PEEK

  • Sehr schön kann man auch den Einfluß der Torsionsresonanz des Tonarmes bei ca. 340 Hz erkennen, ein wenig auch die Biegeresonanz bei 80 Hz.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Sehr schön kann man auch den Einfluß der Torsionsresonanz des Tonarmes bei ca. 340 Hz erkennen, ein wenig auch die Biegeresonanz bei 80 Hz.


    Gruß


    Uli

    Hallo zusammen.


    Dass die Resonanzen des Tonarms so deutlich sichtbar werden , hätte ich nicht gedacht. Aber ist das in der Praxis auch hörbar 🤔?


    Grüße,

    Florian

  • Die Resonanz ist bei Deine Dreher aber schon recht stark ausgeprägt. Angeblich kann so eine Resonanz die Übersprechdämpfung negativ beeinflussen, aber ob dem wirklich so ist? Schaut man das Diagramm des zeitgenössischen Tests an, so sind da die Resonanzen wesentlich weniger klar auszumachen.


    In der Dual-Werbung für den Nachfolger CS 741Q mit geändertem Tonarmmaterial ist die Resonanz im Vergleichsdiagramm "Alu-Rohr" sehr ähnlich wie bei Dir zu sehen, das spricht für Dein Meßequipment. Du solltest mal messen, inwieweit es auf den jeweiligen Einzelkanälen zu einem Übersprechen kommt. Dazu braucht man eine Meßplatte mit einem moduliertem Signal, welches einmal nur rechts und einmal nur links ein Signal enthält.


    Aber egal, ich würde mir dadurch das Musikhören nicht verleiden lassen, man wird es eher nicht hören, die Einflüsse des Abhörraumes sind weitaus größer.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Hier das Frequenzdiagramm mit Übersprechen



    Dazu ein paar Anmerkungen:


    1) Die Höhe der Biegeresonanz ist u.a. abhängig vom Zustand des TAR's. Sobald das sehr kurze Gewinde vom Alu-Dorn in dem Einstell-Rändel aus Kunststoff

    auch nur ein wenig schlackert, was bei fast allen Exemplaren der Fall ist, erhöht sich die Amplitude.


    2) Die Höhe der Torsionsschwingung ist bei allen meiner Probanden in der dargestellen Größenordnung gewesen und der zu sehende Peak ist natürlich abhängig

    von der eingestellten Glättung, welche bei mir nur sehr gering eingestellt ist. Hier ist sie ebenfalls gut zu sehen, genauso wie die gesamte Übertragungscharakteristik

    des ULM60E sich mit meiner Messung gut deckt.


    Durch entsprechende Auswahl von Tonabnehmern lässt sich die Torsionsschwingung nahezu vollständig unterdrücken.

    Besonders von Vorteil sind TA-Bodies aus Materialien die eine hohe Eigendämpfung besitzen.


    man wird es eher nicht hören

    Doch, das ist je nach Musikmaterial der Fall. Eine gute Testplatte dafür ist z.B. Lizz Wright's "When I Fall". Ihre Stimme wie auch die stark verzerrte Gitarre

    liegen genau in diesem Frequenzbereich und es macht sich dort deutlich bemerkbar. Es klingt "unsauber" in diesem Frequenzbereich.


    Das soll's an dieser Stelle erst mal gewesen sein, geht ja um DN160E's und nicht um Tonarme;).


    Beste Grüße


    Thomas

    Ich biete: 731/714 Halbzoll + OM Adapter, TKS Halbzoll + OM Adapter + Halteplatten + Reparaturen, Federhaus aus PEEK

    Einmal editiert, zuletzt von Candela ()

  • Hallo Thomas.

    Danke für deine Ausführungen

    Ich lese hier schon länger mit, da ich mich den physikalischen Problemen bei der mechanischen Abtastung noch nie so richtig auseinander gesetzt habe.

    Ich finde es wirklich interessant.

    Sorry, wenn ich damit von der Ursprungsthematik Nadeln abgelenkt habe


    Grüße,

    Florian

  • Moin Thomas,


    mit welchen Gerätschaften oder Programmen hast Du die Frequenzschriebe aufgezeichnet? Klar, man braucht erst einmal eine Meßplatte mit dem gleitenden Sinus, aber dann?


    Es wäre ja Mal interessant, ob der CS 741Q tatsächlich keine Resonanzen im Tonarm hat und wie es bei den Generationen davor und danach sowie bei anderen Herstellern damit aussieht. Gerade bei den anstehenden neuen CS-Modellen von Dual aus Landsberg sollten Probleme derlei Art gleich in der Entwicklung ausgeschlossen sein.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Moin Uli,


    hier das Diagramm für einen TKS OM Body mit OM20 am CS741Q


    Bei 500Hz ist noch eine ganz kleine Torsionsschwingung zu erkennen und bei 2kHz eine Biegeschwingung, insgesamt aber ein sehr ausgeglichener Verlauf.


    Dual hat da vieles besser gemacht. Interessant ist auch dass der Tonarm vom 741 30% schwerer ist als der vom 731, aber um 40% biege- und torsionssteifer.


    Nach meinen Berechnungen ist da eine ordentliche Schippe Magnesium in der Legierung "XM300" ^^.


    Sie haben konstruktiv aber noch ein paar Sachen verbessert.


    Beste Grüße


    Thomas

    Ich biete: 731/714 Halbzoll + OM Adapter, TKS Halbzoll + OM Adapter + Halteplatten + Reparaturen, Federhaus aus PEEK

  • Das ist sehr gut zu sehen, interessant auch der insgesamt linearere Frequenzgang. So bleibt die Frage, wie Du die Diagramme erstellst.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

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