Beiträge von Candela

    Hallo Thomas,

    Ich denke mir, wir sind doch hier im Dual-Forum und wenn man von deren Entwicklungen nicht überzeugt ist, warum dann ein DUAL Plattenspieler?

    Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.


    Ein wenig die Entwicklungen von damals (und heute) zu hinterfragen gehört bei mir halt dazu, ohne dabei den Spaß an der alten und verlustbehafteten Technik zu verlieren.


    analog.digital hat hier bereits eine gute, theoretische Abhandlung verlinkt, woraus hervorgeht dass eine Schwankungsbreite beim Reibfaktor in der Größenordnung

    von +-50% durchaus vorkommen kann. Und das bei gleichem Nadelschliff :).


    Da sich der Reibfaktor direkt auswirkt ist das alles also eine ganz grobe Näherung.


    Theoretisch müßte sogar die Umdrehungsgeschwindigkeit (33/45/78) berücksichtigt werden, welche ebenfalls einen Einfluß von 15-20% haben kann.


    Daher finde ich die Vorgehensweise von Herrn van den Hul recht praktikabel, da mit konkreter Nadel und aktuellem Plattenmaterial ermittelt wird.


    Im Vergleich zur CD4-Skala komme ich z.B. beim 731Q und AT-VM95ML auf eine Differenz von ~30% (weniger).


    In Anbetracht der vielen zahlenmäßig unbekannten Einflussgrößen ist das Ergebnis für mich durchaus recht plausibel.


    Wem das Ganze zu aufwändig ist kann ja gerne die CD4-Skala (sofern vorhanden) einfach verwenden ;).


    Beste Grüße


    Thomas

    Naja, so ganz unproblematisch ist das ja auch wieder nicht, denn gute Systeme meistern ja typischerweise deutlich überdurchschnittliche Modulationen. Insofern bleibt dann als letzter Schritt halt wieder die Schätzung: "So, und um wieviel nehm ich das Antiskating jetzt zurück, damit ich nur ein duchschnittliches Skating kompensiere?

    Ich bin nach wie vor von der empfohlenen Methode von Herrn van den Hul überzeugt:


    1. AS auf Null setzen und die Auflagekraft so weit zu verringern dass bei 50µm der linke Kanal gerade anfängt zu verzerren.

    2. Das AS wird dann langsam erhöht bis dass der rechte Kanal gerade aufhört zu verzerren.

    3. Anschließend die Auflagekraft auf den Normalwert einstellen und das AS auf der gerade ermittelten Position lassen und alles ist gut :).


    Führt bei meinen vorhandenen Multifacetten-Schliffen (FileLine, vdH, FG, SH, ML, MR, SLC) regelmäßig zu geringeren AS-Werten als die CD4-Skala.


    Die Politur der Nadel spielt m.b.M.n. eine nicht zu unterschätzende Rolle dabei.


    Beste Grüße


    Thomas

    Sorry, ist OT, aber so ganz kann ich die Aussage nicht stehen lassen.

    Beispielsweise behauptete Denon in den 80ern und später bei CD-Playern, das ein 20 bit-Wandler eine höhere Auflösung bringt als ein 16 bit-Wandler.

    Diese Aussage ist schlicht falsch.

    Die Aussage ist nur in dann falsch, wenn der Wandler tatsächlich nur mit 16 Bit angesteuert wird.


    Wandler mit mehr als 16 Bit Auflösung werden aber i.d.R. von einem Digital-Filter inkl. Oversampling befeuert,

    was dann in einer höheren Auflösung am Ausgang des DAC resultiert.


    Der größte Vorteil von mehr Bits zu haben ist aber, dass das nachgeschaltete analoge Tiefpass-Filter (Anti-Aliasing) aufgrund

    des Oversamplings relativ einfach gehalten werden kann.


    Mit einem 16 Bit DAC bei 44,1kHz und Null Oversampling muss dies sehr steilflankig, verzerrungs- und rauscharm sein.


    Die notwenigen Komponenten für so ein Filter (OP-Amps, selektierte bzw. engtolerierte R's und C's) haben ihren Preis.


    Die Verlagerung des Filters in den Digitalteil inkl. digitaler Filter und DAC's mit mehr Auflösung sind u.a. preiswerter

    und auch flexibler was Flankensteilheit und Filter-Charakteristik angeht.


    Aber eine richtig gute 16 Bit DAC + Analogfilter Lösung steht dem bei reiner 16 Bit 44,1kHz Ansteuerung m.E.n. in nichts nach.


    Beste Grüße


    Thomas

    Mir hat diese Resonanz auch noch nie den Musikgenuss verhagelt.

    In der Kombination mit dem Ortofon MC 20 und original Halbzoll-Adapter ist auch kein Hagel zu erwarten ^^.


    Lediglich mit den Ortofon ULM- und OM-Systemen kann ich diese Resonanzen messtechnisch bestätigen.


    Sobald der Tonabnehmer etwas schwerer ist, was z.B. beim Ortofon Vinylmaster oder Dual/AT MCC 110 bzw. 120 der Fall ist,

    sind die Resonanzen so gut wie verschwunden.


    Das gilt allerdings nicht für das Ortofon OM mit Gewichtsplättchen; es spielt die Gewichtsverteilung innerhalb des Tonabnehmers ebenfalls eine Rolle.


    Beste Grüße


    Thomas

    Muss ich denn bei den Tantalis befürchten, dass eine relevante Alterung eingetreten ist? Optisch sehen sie jedenfalls unbeschadet aus.

    Das ist das trügerische an den Kameraden ;).


    Ich hatte schon eine ganze Menge, die während des normalen Betriebs innerhalb ihrer Spannungs-Spec's (DC und AC)

    einfach niederohmig geworden sind, da hat die isolierende Oxidschicht über die Jahre wohl gelitten und schon

    wird aus dem C ein niederohmiges R :).


    Wenn dann die Beschaltung niederohmig genug ist und genügend Leistung liefern kann platzen die Dinger gerne weg,

    wie Peter geschrieben hat.


    Wenn es mein Dreher wäre würde ich alle tauschen.


    Gruß

    Thomas

    Das ist schon eine krasse Konstruktion.

    Einerseits ist durch die tolle Konstruktion die sichere Plattenende-Auslösung realisiert, andererseits konnten

    durch die indirekte Auslösung sehr niedrige, horizontale Reibwerte des Tonarmes erreicht werden.


    Viele (hochpresige) Tonarme schneiden da deutlich schlechter ab, obwohl sie keine Abstellschiene und Peripherie mitschleppen müssen.


    Gruß

    Thomas

    Ich hoffe die St. Georgener entdecken ihre Tugenden wieder und nutzen die Situation als Chance.


    Für hochwertige Plattenspieler "Made in Germany" sehe ich schon einen Markt, aber das bisherige

    Marketing (Blackwald!?) und die Unternehmensausrichtung muss da noch eine gewaltige Schippe drauflegen

    bzw. sich wandlungsfähig zeigen.


    Einen tauglichen DD mit nur einer Rotor-/Stator-Ebene sowie analoger Quartz-Regelung zu entwickeln ist heute keine Rocket-Science.


    Einen gescheiten Tonarm mit masseloser Auflagekrafteinstellung haben/können sie schon.


    Wieder mehr Herzblut in die Details der Realisierung und Optik einfließen lassen und einen Preis dranschreiben der einerseits selbstbewußt,

    andererseits gerechtfertigt, aber auch dem deutschen Lohnniveau gerecht wird und nicht nur Gesellschafter, Investoren und Shareholder befriedigt.


    Bin echt gespannt wie es dort weitergeht.


    JMTC


    Thomas

    Moin Michael,


    verfolge mal die Abstellschiene weiter in Richtung Kurvenrad, ab einem bestimmten Punkt

    drückt sie indirekt per Friktion einen kleinen Umlenkhebel, welcher sich auf dem Kurvenrad

    befindet, in Richtung Motorachse.


    Sofern der Umlenkhebel sich weit genug in Richtung Motorachse befindet, wird dieser von

    dem Nocken auf der Motorachse erfasst und das Kurvenrad mitgenommen, wodurch das

    der "Plattenende" ausgelöst wird.


    Wird der Umlenkhebel nur minimal von dem Nocken berührt, was z.B. der Fall ist wenn

    gegen Plattenende noch Musik (=kleine Steigung der Rillen) vorhanden ist, dann wird

    der Umlenkhebel minimal wieder "zurückgedrückt" und der Abspielprozess geht normal weiter.


    Erst wenn dann der Umlenkhebel durch die größere Steigung der Auslaufrille genügend betätigt wird,

    kann der Nocken auf der Motorachse richtig einhaken und so den Plattenende-Prozess initiieren.


    Beste Grüße

    Thomas

    Die Elektronik kann die langfristige Drehzahlabweichung beherrschen, wobei man wissen muß, daß auch die Schneidemaschinen nur Synchronmotoren ohne Quarzstabilisierung haben.

    Das trifft auf die weit verbreitete Neumann VMS 80 bzw. 82 aber nicht zu.


    Die ist einseits Quartz stabilisiert und hat optional sogar eine vorausschauende Regelung, d.h. es werden zukünftige, laute bzw. leise

    Passagen und deren potenzielles Bremsmoment erkannt und gehen mit in die Regelung ein.


    Gruß

    Thomas

    Ab 1979 stieg man dann auf Lackfolien um, die (anscheinend) qualitativ besser zu fertigen waren.

    Die sind qualitativ (was die Rundlaufgenauigkeit angeht) besser, weil bei den fehlenden Reproduktionsprozessen

    wie Galvanik und Pressen, keine weiteren Fehler mehr hinzugefügt werden, da die Folie ja direkt von der Schneidemaschine kommt.


    Nachteil ist die berenzte Lebensdauer. So 30-50 Abspielvorgänge sind in etwa zu erwarten.


    Diese Lackfolien sind in Entwicklerkreisen aber sehr beliebt, zumindest um gelegentlich während

    des Entwicklungsprozesses mal eine recht genaue Messung fahren zu können.


    Gruß

    Thomas

    und alternativ dann zum Shure immer wieder mal ein richtig gut zum Tonarm passendes TA zur Abwechslung nutzen

    D'accord wenn sich die Aussage auf die Optik bezieht.


    Aus technischer Sicht sind gerade die leichten TA's wie ULM55E/60E und Ortofon OM's die den Tonarm zu Biege- und Torsionsresonanzen anregen.


    Da hat es Dual mit dem sparen an Gewicht etwas übertrieben, was den Tonarm anfällig für Resonanzen macht.

    Mit entsprechendem Musikmaterial und Setup lassen die sich sogar hören.


    Mit einem etwas schwereren TA lassen sich die Biege- und Torsionsresonanzen aber unterdrücken bzw. sogar ganz beseitigen.


    Beste Grüße

    Thomas

    Du kannst aber nun nicht unmittelbar über dem Punkt im schwebenden Zustand das System ein klein wenig verrücken, wie es ginge, wenn Du einen manuellen Lift hättest

    Diese Vorhensweise halte ich nicht für praktikabel, jedenfalls nicht am 741Q; sie würde vermutlich daran scheitern

    dass der Lift nicht steif genug ist um im angehobenen Zustand Geometrie-Veränderungen durchzuführen.


    Es wird auf das Zurückführen auf die Tonarmbasis um dort die Änderungen durchzuführen hinauslaufen...


    Beste Grüße

    Thomas

    Moin Ralph,


    ich weiss nicht ob ich Dein Problem richtig verstanden habe, aber mein 741 dreht erst gar nicht los wenn ich den nicht eingeschaltet habe... :/,

    d.h. ich schalte den erst gar nicht ein und senke den Tonarm manuell per Hand ab.


    Um den richten Punkt auf der Schablone (egal welche) zu treffen setz ich gerne eine Lupenbrille auf und stell den Dreher etwas höher, das erleichtert den Vorgang sehr.


    Beste Grüße

    Thomas

    Hallo Gerd,

    nein das "C" wird übrigens in China produziert und ist nicht baugleich mit EN und ML, die in Japan und wertiger und anders hergestellt sind

    mich würde ebenfalls interessieren woher Du diese Information hast.


    Im Zuge der Entwicklung meines TKS AT-VM95 habe ich beiden Bodies (jeweils gelabelt mit China und Japan)

    physisch und messtechnisch auf den Zahn gefühlt und konnte keine Unterschiede feststellen.


    Außer dass bei der China-Variante mehr (roter) Klebstoff für die Sicherung der Bestigungsschraube verwendet wurde :).


    Beste Grüße

    Thomas

    Hallo Mario,


    sofern der Tonarm ausbalanciert wurde und das mit 1,5g eingestellte Auflagegewicht dann echte ~15mN Auflagekraft

    ergibt hat die Aufhängung des MCC 120 ein echtes Problem.


    Auf den Bilder sieht es ebenfalls so aus, als ob die gesamte Headshell nach rechts leicht verdreht ist.

    Wie bereits an anderer Stelle geschreiben solltest Du beides auf jeden Fall prüfen.


    Auch wenn Dein Phono-Pre Hama PA 506 eine grenzwertig hohe Eingangskapazität von 220pF für die AT-VM95-Systeme hat,

    möchte ich Dir als möglichen Ersatz mein neuestes TKS AT-VM95E System empfehlen.


    Dieses lässt sich auch nachträglich noch mit hochwertigen Schliffen wie dem Microline-Schliff (Stylus AT-VMN95ML) oder auch

    Shibata-Schliff (Stylus AT-VMN95SH) hochrüsten.



    Beste Grüße


    Thomas