DIN-Cinch-Adapter: Der blanke Horror!

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    • DIN-Cinch-Adapter: Der blanke Horror!

      Hallo,

      aus Gründen der Authentizität habe ich meine DIN-Stecker immer über Adapter an die Cinch-Eingänge des Vorverstärkers angeschlossen. Da diese Kombination oftmals auch Massebrummen verursacht, habe ich überlegt, doch auf Cinch umzurüsten. Ich könnte also den DIN-Stecker abschneiden und durch Cinch ersetzen oder gleich ein komplettes Cinch-Kabel einsetzen. Da Glücksspiel jedoch verboten ist, habe ich mir ein Kapazitätsmessgerät besorgt und erstaunliches beobachtet. Wer schwache Nerven hat, sollte ab hier nicht weiterlesen!

      Das Meßgerät habe ich für 15 EUR bei P***** gekauft. Absolute Meßgenauigkeit ist mir nicht so wichtig, die relativen Vergleichsmessungen zum Referenzobjekt interessieren mich erst einmal.

      Die folgenden Bilder habe ich in chronologischer Reihenfolge eingestellt:

      Erst mal auf 0 pF im Ruhezustand justiert:


      Das Original-DIN-Kabel eines 701:


      Der erste Adapter, den ich als Gratiszugabe erhielt:


      Ein Adapter von Vivanco, gekauft für 7,99 bei C*****:


      Ein namenloser Adapter, der als der oben abgebildete Vivanco-Adapter angeboten wurde, gekauft für 9,85 über A*****:


      Zur Gegenprobe wieder ohne Adapter:


      Ein DUAL-Adapter, offenbar für Quadrophonie gedacht:


      Ein Cinch-Kaben aus der Grabbelkiste:


      Fazit: alle preiswerten DIN-Cinch-Adapter sollte man ungesehen entsorgen. Es mag teure bzw. High-End-Lösungen geben, die tatsächlich kapazitätsarm sind. Da sollte man sich vor dem Kauf die maximale Kapazität bescheinigen lassen. Einzig allein der 50 Jahre alte DUAL-Adapter konnte hier überzeugen.

      Nachtrag:
      Wenn ich die DIN-Verbindung mit der Hand umfasse, gibt es bei den Adaptern ein 50 HZ-Brummen zu vernehmen. Nur nicht beim DUAL-Adapter, obwohl dessen Stecker schon museumsreif sind und er noch nicht einmal ein extra Massekabel hat. Da haben anscheinend seinerzeit zwei Leute genau gewusst, was sie taten.

      Gruß
      Michael
      Gruß
      Michael
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shibamata ()

    • tpl1011 schrieb:

      Ragnar schrieb:

      Witzigerweise hab ich hier einen ganzen Haufen alte bis uralte (70er bis 90er) Adapter aus unbekannter Quelle hier liegen und kein einziger brummt.
      damals wurden die auch richtig verkabelt und nicht sämtliche Massen incl. Steckerblech aufeinander gelegt und damit die Brumschleife werkseitig vorprogrammiert.

      Vermutlich, wobei das beim Original-Stecker vom 721 auch egal wäre, da der gar keinen Kragen hat und somit die Masse nur über den mittleren Pin geht.
    • Bitte nicht alles über einen Kamm scheren :

      Es wurde hier zB. auch schon von Fernost-DIN-Kabeln berichtet, bei denen die Kontakte falsch verbunden waren.

      Natürlich gibt es auch funktionierende Adapter - die Kunst ist es, sie zu finden.

      Man darf nicht bei irgendwem (zB. bei Ebay) kaufen, sondern bei qualitätsbedachten Händlern :

      zB. Thomann oder Conrad (oder eben der bereits genannte Hr. Otto).
      Grüße,
      Albert

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      If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:
    • Nachdem ich bei meiner DIN-Cinch-Ankopplung des 704 immer etwas Brummen vernahm und mein 731 mit Cinchkabeln dagegen keine Probleme machte, bin ich erst mal auf den zurückgewechselt. Und war erstaunt, wie gut der mit seiner DN152E-Nadel gegen dem 704 mit M20E aufspielte. Diverse Hörtests nacheinander am selben Phonoverstärker ließen mich schon am M20E zweifeln. Heute habe ich ihn dann auf Cinch umgerüstet und nun spielt der 704 mit dem M20E und den reinen Cinch-Leitungen ebenbürtig zum 731/DN152E.

      Ich habe mich dabei an dieser Anleitung orientiert: classicturntables.blogspot.de/…ues-audiokabel-nicht.html

      Das RG174-Kabel habe ich allerdings auf 1,5 m zugeschnitten und komme so mit den Amphenol Cinch-Steckern (Conrad 312745 - 62 und 312744 - 62) auf genau 150pF, was identisch dem DIN-Kabel ist. Mir war es wichtig, erst mal die Original-Abstimmung beizubehalten. Die Amphenol-Stecker haben passend zum dünnen RG174-Kabel auch eine dünne Kabelöffnung.

      Und jegliches Brummen ist natürlich weg. Totenstille. So mag ich das.

      Gruß
      Michael
      Gruß
      Michael
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    • Hallo Michael,

      Ich habe ebenfalls ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn die originalen Leitungen und Stecker noch in Ordnung waren, wurde ein Adapter verwendet. Ich habe da mit dem "einfachen" Adapter aus dem Hause Conrad recht gute Erfahrungen gemacht. Bisher hatte ich noch keinen "Brummer" dabei.

      Wenn aber ein Stecker oder Kabel auch nur im entferntesten ein Problem macht/ machte, wurde komplett auf Cinch umgerüstet. Ich verwende hier meistens Koaxial-Kabel (RG58/174 oder ähnliches) plus die kleinen Kabelschuhe. Etwas Schrumpfschlauch und etwas Litze für die Masseleitung, ein wenig Lötzinn und eventuell noch ein paar Kabelbinder. Fertig! Und: Es ist für unter 10€ machbar.

      Kabel: RG59: 602355 (Meterware)
      Cinch- Stecker: 737309 (vierer- Set)
      Flachstecker: 737241 (4x)
      Ringkabelschuh für Zusatz- Masseleitung: 731615 (1x)

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      Wenn es noch etwas schicker aussehen soll, kann man eben noch weitere Maßnahmen wie z.B. einen Überzug mit Geflechtschlauch durchführen. Oder man verwendet eben farbige Kabel, und/ oder andere Stecker. Ich habe mit diesen doch recht preiswerten Steckern bisher sehr gute Erfahrungen machen können.

      Ich habe hier nach und nach meine komplette Cinch- Verkabelung von (fast) allen Geräten auf meine Eigenbauten umgerüstet. Einstreuungen durch diverse Steckernetzteile und/ oder stromführende Kabel sind nun nicht mehr vorhanden. Das hat nichts mit "Kabel-Klang" oder ähnlichem zu tun. Ich hatte hier zum Teil wirklich hörbare Störungen durch die alte/ billige/ schlecht geschirmte Cinch- Verkabelung. Diese sind nach dem Austausch meiner alten Leitungen, gegen meine neuen Eigenbauten, nicht mehr wahrnehmbar.
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      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Hallo maicox

      So schön krieg ich das nicht hin (Neid). Meine Lötkünste sind nicht die saubersten. Deshalb hab ich bisher alles beim Originalstecker belassen, da ich befürchtete, ich könnte mir durch nicht so sauberes Arbeiten wieder Brummen einfangen.

      Das Kabel sieht recht starr aus. Ich hab bei meinem ersten Dual mal ziemlich unbewegliches kabel verwandt (da hatte ich es selbst probiert) und das hat die Dämpfung durch die Federn gestört.

      ???

      Gruß
      Thomas
      Für die Platten: Dual CS 721 (Ortofon 2M Black), für die Ohren: Quadral Ascent 90 am Denon PMA-1510AE & Beyerdynamik DT770 (der alte), für`s Digitale: Tascam US-144 MK II & Mac Mini (Audition)


      discogs.com/user/thtr63/collection
    • Hallo Thomas,

      Ja, dieser Satz ist etwas steif. Aber mit etwas Geschick und ein paar Kabelbindern ließ sich das Ganze recht gut verwenden. Da bei der Nordmende- Zarge unten im Boden einfach nur ein Loch als Kabeldurchführung vorhanden ist, gibt es hier keine Probleme bzw. Störungen. Das passt schon. Bei anderen Drehern habe ich auch schon die dünneren RG174- Kabel verwendet. Das passt im Allgemeinen etwas besser was die Beweglichkeit der Kabel betrifft.

      Zum Löten: Nur Mut! So dramatisch ist das Ganze nicht. Man muss halt sauber Arbeiten und nicht mit Schrumpfschlauch geizen.
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      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Moin,

      Shibamata schrieb:

      Ich habe mich dabei an dieser Anleitung orientiert: classicturntables.blogspot.de/…ues-audiokabel-nicht.html
      die sind toll, da hat mir der freundliche Herr, der das Blog betreibt eins für meinen 1229 gebaut, in 1,5m Länge weil mir 1m zu kurz ist. Passen super gut, man kann sogar diese komische Zugentlastung weiterbenutzen. Machen auch einen sehr wertigen Eindruck mit dem Gewebeschlauch drumrum. Kann ich nur wärmstens empfehlen.

      Viele Grüße,
      Ralf
    • So, wieder einen Schritt weiter: Mein 721 steht seit einiger Zeit ungenutzt rum, da er noch das original-DIN-Kabel hat, was ich ihm aufgrund bestehender Gewährleistungsansprüche nicht entfernen werde. Dafür habe ich nun aus der Grabbelkiste selbst einen Adapter zusammengedengelt: Eine 08/15-DIN-Kupplung, zwei Cinch-Stecker mit übertriebener optischer Aufmachung und RG179-Kabel mit einer gegenüber RG176 deutlich geringeren Kapazität. 20 cm habe ich mir zugestanden:



      Gar nicht mal so schlecht, wenn ich das mit den Produkten aus dem Kaufhaus vergleiche. Und ja: Ich habe kein extra Massekabel. Und nein: Es brummt nichts, selbst wenn ich Stecker/Kupplung mit der Hand umgreife, was bislang immer der KO-Test war. Selbst mit Kopfhörern war da höchstens ein leises Zischeln zu hören. Aber sonst Totenstille, wie es sein soll.

      Einziger Minuspunkt: Die Seele der RG179 ist gegenüber der von der RG176 mechanisch deutlich empfindlicher.

      Auf der Habenseite: Der 721 kann wieder in den aktiven Dienst versetzt werden!

      Bei Gelegenheit werde ich mal das Oszilloskop an den 704 mit RG176/Cinch und den 721 mit DIN + RG179-Adapter anstöpseln, um das 50Hz-Brummen objektiv unter die Lupe zu nehmen.

      Wer also der Optik wegen das DIN-Kabel behalten möchte und den Freischwimmerschein im Lötkolbenweitwurf erworben hat, sollte diese Variante mal ausprobieren. Gegenüber dem Austausch mit RG176 / Cinch aber dennoch die zweitbeste Lösung.
      Gruß
      Michael
      ---
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Shibamata () aus folgendem Grund: Foto aktualisiert, Rächtschreibung korrigiert.