1218 Tellerlager neu fetten

  • Ich bin gerade dabei eine KA 50 mit einem 1218 wieder flott zu machen. Dabei muß ich so einige - für mich - neue Handgriffe lernen.


    Das Tellerlager ist eine einfache Aktion, recht leicht ranzukommen und auch nicht zu schwierig oder aufwändig. Ich habe die Arbeitschritte mit der Kamera dokumentiert und stelle Sie hiermit allen, die es noch vor sich haben zur Verfügung. :)


    Bitte auf die Bilder klicken, dann öffnen sie sich deutlich größer. Aus irgendeinem Grund werden die kleinen Vorschaubilder auch nicht korrekt darstellt...ich weiß nicht warum ?(

  • Und vor dem Neuschmieren natürlich noch gründlichen den alten Dreck rausputzen! Ich habe für meine Tellerlager ein Wälzlagerfett verwendet.


    Viele Grüsse
    Marius

  • Hallo,


    Wälz- oder Kugellagerfett scheint mir auch ideal für das Tellerlager. Habe meinen 1249 auch gerade mit Haftöl geschmiert und absolut leise läuft das Lager nicht. Werde es jetzt mal mit SKF-Wälzlagerfett versuchen - der 1249 läuft ja sowieso nicht nach. Mal eine Frage, die vielleicht nicht ganz unwichtig ist: wieviel Öffnungsvorgänge machen in etwa die Blechnasen, die man ja zum Öffnen des Lagers aufbiegen muss? Bei Schiebepotis habe ich die Erfahrung gemacht, dass die spätestens beim 4. Mal brechen. Mit jedem Biegevorgang wird ja das Material deutlich geschwächt. Also wohl besser zu lassen und in Isopropyl-Alkohol oder Reinigungsbenzin einweichen, oder?


    Gruß aus Ostwestfalen
    Jörg

    2 Mal editiert, zuletzt von Jockel_1970 ()

  • Hallo Jörg,


    das sich das Wälzlagerfett besser macht, kann ich auch betsätigen. Ich nehm das auch lieber.
    Leiser wird es aber mit Sicherheit auch nicht viel werden.
    Was die Nasen angeht, wenn die Lager erstmal gemacht sind, hast Du erstmal ein paar Jahre Ruhe.
    Wenn Du dann in vlt 5 Jahren noch mal ranmußt, macht das sicher auch nicht so viel aus.
    Ich kann Dir nur empfehlen dir ein kleines Ersatzteillager zuzulegen, die Preise werden wohl künftig deutlich steigen! ;(


    Grüße Jens

    liebt die ollen Automaten

  • Zitat

    >> DUALIS


    Ich kann Dir nur empfehlen dir ein kleines Ersatzteillager zuzulegen, die Preise werden wohl künftig deutlich steigen! ;(


    Da bin ich dabei. Kompletter Motor, Tellerlager und noch ein paar andere Teile sind unterwegs ....
    Ist es eigentlich wichtig, wie herum man den Lagerkranz einbaut (der hat ja eine glatte Seite und eine mit eckigen Erhebungen)? Habe beim Zerlegen leider nicht drauf geachtet :whistling: .

    Einmal editiert, zuletzt von Jockel_1970 ()

  • Hi Jörg !

    Mal eine Frage, die vielleicht nicht ganz unwichtig ist: wieviel Öffnungsvorgänge machen in etwa die Blechnasen, die man ja zum Öffnen des Lagers aufbiegen muss?

    Ich habe einen 1228 mit einem "offenen" Lagerkäfig. Heißt: die Blechnasen sind bereits vor längeren Jahren bei einem Überholungsversuch eines der Vorbesitzer abgebrochen worden. Tja. Macht aber nix, so lange man den Dreher nicht zerlegt und die Teile einfach so rausschüttelt. Der schwere Teller sitzt bei dem ja oben drauf und ist mit einem Sicherungsring verriegelt. Da passiert gar nichts.
    Im Gegenteil: da man die nicht mehr vorhandenen Laschen auch nicht mehr bis auf die obere Lagerscheibe runterdrücken kann (was ich auch schon gesehen habe, als ich nach Kratzgeräuschen gefahndet habe) läuft das Lager vielleicht sogar ruhiger ... ;)


    Irgendwann werde ich mal einen Versuch mit gleichpoligen Ringmagneten machen, deren Mittelloch gerade eine Winzigkeit größer ist, wie die Tellerachse. Die müßten doch eigentlich genug Power haben, damit die beiden Ringe mit dem Teller obendrauf nicht aufeinander schaben ...


    .

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Ist es eigentlich wichtig, wie herum man den Lagerkranz einbaut (der hat ja eine glatte Seite und eine mit eckigen Erhebungen)? Habe beim Zerlegen leider nicht drauf geachtet :whistling: .

    glatte Seite nach oben


    Dual 1219 + 1229

    Vintage.....Back To The Roots

  • Ok, vielen Dank, dann habe ich das zum Glück richtig herum wieder eingebaut.


    Gruß aus Ostwestfalen
    Jörg

  • Danke für die Anregungen - tatsächlich sind die beiden Scheiben leicht unterschiedlich. Die obere hat einen minimal größeres Loch als die untere - warum auch immer. Natürlich wurde alles von dem alten Fett befreit und das neue Kugellagerfett eingebracht. Die Nasen wurden vorsichtig wieder zurückgebogen und zwar nur so weit, daß bis zur Scheibe noch einiges an Luft ist.


    Die KA50 ist jetzt wieder fit! :thumbsup:


    Am meisten Sorgen machte der eingebaute 1218. Nachdem ich den Motor gewartet, das Tellerlager neu gefettet, den völlig verharzten Geschwindigkeitsregler komplett zerlegt, neu gefettet und wieder zusammengebaut habe (nicht ohne einen großen Fehler gemacht zu haben, dankenswerterweise konnte über ein sehr nettes Forenmitglied ein wichtiges Ersatzteil bekommen) und zum noch die (für mich) schwierigste Wartungsaktion gemacht habe:


    Den Tonarmlift entplumpsen. Nach Lösen des oberen Tonarmlagers konnte der Tonarm vorsichtig ein wenig nach hinten gedrückt werden, die oberen Teile des Lifts konnten dann demontiert werden (Kappe, Idealscheibe, Schraubaufsatz und die zweite Idealscheibe) - allerdings sehr fummelig. Dann auf der Unterseite des Chassis die Tonarmlift-Wippe ausgebaut und den Haupthebel nach einigem probieren nicht ausgebaut, sondern nur zur Seite bewegt. Der Haupthebel ist auf dem Chassis angeschraubt und bewegt sich mit seiner "Nase" in der Kurvenscheibe, das hintere Ende befindet sich über dem unteren Teil des Tonarmlifts und verhindert, daß der Lifthebel und die Feder herausgezogen werden kann. Wenn mann an der Kurvenscheibe den Haupthebel nach links aushängt, dann wird das hintere Teil so weit nach rechts bewegt, daß der Lifthebel und die Feder herausgezogen werden kann. Nach gründlicher Reinigung dann mit neuem Silikonöl 500.000 cps (Danke Klaus!) gleichmäßig den Lifthebel beschmiert und wieder eingesetzt. Dann alles wieder zurückgebaut, wobei die Einstellung des Tonarmlagers vielleicht die kniffligste Sache ist, und nun geht der Tonarm wieder schön sanft nach unten. Ich habe den Eindruck, daß sich nach 2 - 3 Tagen das Silikonöl optimal verteilt hat und es nun noch sanfter geht, als direkt nach der Wartung.


    Das Ersetzen der Skalenbeleuchtung erwies sich als nicht allzu schwierig. Die eigentliche Skalenbeleuchtung für die UKW-Skala ist auch von oben, nach das Chassis des 1218 herausgenommen wurde möglich. Für die Stereo-Anzeige reicht das nicht - dafür müßen von unten die Befestigungsschrauben gelöst werden, dann lässt sich die komplette "Technik" nach vorne herausziehen - und man kommt leicht an die Stereo-Anzeige heran. Dort zwei Schrauben lösen und schon ist man an den Lampen dran. Eine genaue Inspektion ergab, daß diese in Ordnung waren - jedoch die Kontakte so schwarz waren, daß nix mehr leuchtete. Jetzt kann die KA50 wieder aufspielen wie damals! :D

    Hobby ist: mit dem größtmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzeugen...

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