Miracord 10 H mit STS220

  • Hallo Leute,


    mein letzter Neuzugang ist der Miracord 10 H, ich habe ich dem Klassiker Thread schon ein paar Bilder gezeigt. Die Kiste ist echt klasse. Das einzige, was noch nicht läuft, ist die Automatik. Die Endabschaltung geht. Auflegen tut er auch, aber er hebt danach gleich wieder ab und legt den Arm zurück in die Ruheposition. Hat jemand einen Tipp, an welcher Stelle es hakt?


    Den eingebauten Vorverstärker habe ich mit neuen Elkos ausgestattet. Ich hatte alle nachgemessen und alle zeigten deutliche Abweichungen zum Nennwert, also habe ich getauscht.


    An diesem Vorverstärker lief dann der eingebaute STS220, und zwar ganz ausgezeichnet. Der Tonabnehmer liefert ein großartiges Bassfundament, richtig druckvoll und die Höhen klar, das Teil hat mich sofort begeistert.

    Aber dann fielen mir nach und nach Verzerrungen auf und es wurde immer schlimmer. Ich habe die Nadel unters Mikroskop gelegt, sie sieht einwandfrei aus, eine Abnutzung ist nicht zu erkennen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Nadelträgereinspannung sich komisch verhält, das federt nicht wie es soll. Und die Nadel ist etwas locker. Ich glaube, da muss ein neues Gummi rein.


    Das hat mich dazu bewogen, erstmal ein anderes System einzubauen, und das will ich Euch mal zeigen. Die Wahl fiel auf das Dual Klicksystem M91. Schnell eine Halterung gebastelt und das System in die Headshell geschraubt. Die Lösung funktioniert wunderbar.


    Gleich Soundcheck gemacht und was soll ich sagen, das Ergebnis fällt im Vergleich zum STS220 doch sehr enttäuschend aus. Keine Spur mehr von kräftigem Bass und brillanten Höhen, es klingt ziemlich gedämpft. Muss ich mich wohl doch mal um die Nadel des STS kümmern. Alles original ist sowieso schöner ;-)


    Hier noch ein paar Bilder.




  • ...Gleich Soundcheck gemacht und was soll ich sagen, das Ergebnis fällt im Vergleich zum STS220 doch sehr enttäuschend aus. Keine Spur mehr von kräftigem Bass und brillanten Höhen, es klingt ziemlich gedämpft...

    das liegt daran, dass das M91 nicht mit dem VV harmoniert...

    An meinem 17H spielte es vorzüglich

    Gruß - Hardi


  • Das einzige, was noch nicht läuft, ist die Automatik. Die Endabschaltung geht. Auflegen tut er auch, aber er hebt danach gleich wieder ab und legt den Arm zurück in die Ruheposition. Hat jemand einen Tipp, an welcher Stelle es hakt?

    Da kann ich leider nicht weiterhelfen. Keiner meiner ELACs hat sowas je gemacht.

    Muss ich mich wohl doch mal um die Nadel des STS kümmern.

    Hier hat Kollege "agisis" schöne Bilder vom Innenleben der Nadel gemacht:


    Grüßle Ralph



    "Ein Moderator (lat. moderare ‚mäßigen‘) dient dazu, freie Neutronen, die bei ihrer Freisetzung meist relativ energiereich, also schnell sind, abzubremsen."

  • Sozusagen. Die Präsenzsenke des M91 ist hier nicht förderlich. Mechanisch ist das M91 eigentlich gar nicht geeignet für den sehr schweren Arm.

    Klingt ja auch nicht schlecht, aber mit dem STS hört es sich besser an. Hab jetzt nochmal zurückgebaut und der Eindruck ist immer noch so.

    Schau Dir mal das Toleranzfeld des Preamps an, verschiedene Geräte können von super bis grottig klingen.



    Hier hat Kollege "agisis" schöne Bilder vom Innenleben der Nadel gemacht:

    Das ist interessant. Meinen Nadelträger kann ich in der Aufnahme verschieben und ich habe eine bessere Position gefunden, an der die Verzerrungen wieder deutlich geringer geworden sind. So lässt es sich wieder benutzen.

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  • Hier nochmal der letzte Stand von jetzt und hier. Hatte mich vor zwei Tagen mal rangesetzt, um eine M91 Nachbaunadel zu opfern und diese in das STS220 einzupflanzen.

    Beim Abtrennen des Plastikteils der Nadelhalterung mittels Seitenschneider flog das Ding mit Karacho durch die Gegend. Ich hörte es irgendwo einschlagen, dann war Ruhe. Natürlich unauffindbar.


    Heute beim Rücken des Revox Racks piekste sich etwas in meinen Fuß. Es war die halbe M91 Nadel, Abtaststift noch in Ordnung. So habe ich weitergemacht und das Ergebnis sieht man hier.

    Ich habe eine Lage selbstklebende Kupferfolie zum Auffüllen genommen, hält gut. Die Biegung des Nadelrohrs musste ich etwas verstärken, sonst hätte die Nadel zu steil gestanden. Bor geht an dieser Stelle also nicht. Mit einem solchen Versuch habe ich schonmal 500 Euro versenkt, das passiert mir nicht nochmal. Der Klang ist gut - besser als mit dem kompletten M91, was ich ausprobiert hatte.


    Der Nadelnachschub ist damit gesichert. Kein Grund also, Mondpreise für NOS Nadeln zu bezahlen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Lagerreibung des Miracord Arms noch nicht auf dem von Dual gewohnten Niveau ist. Betriebssicher nicht ab 0,25p wie beim 721, sondern eher ab 2 oder 3p.


    Einmal editiert, zuletzt von ART_DECO ()

  • das sollte man auch nicht mit so groben Werkzeug machen. Bastelmesser wäre die bessere Wahl

    Gruß Andy


    Die wichtigste Reise unseres Lebens könnte diejenige sein, bei der wir jemand anderem auf halben Wege entgegenkommen

    ( Verfasser unbekannt )

  • dann hab ich meine Nadeln damals durch Zauberei vom Plastik befreit...kann auch sein, hab ich vielleicht verdrängt

    Gruß Andy


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    ( Verfasser unbekannt )

  • Gibt auch weiche Plastikeinschübe, meiner war aber steinhart und selbst mit Seitenschneider (ein ganz feiner natürlich) kam ich da kaum durch. Ich sehe mit dem Werkzeug aber kein Problem, hätte nur die Hand drüber halten müssen.

  • Bei solchen Operationen weiß man später im wie es hätte besser gehen können.

    wichtig - jetzt hats ja geklappt , oder

    Gruß Andy


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    ( Verfasser unbekannt )

  • Ich würde es wieder so machen, 1 Minute Arbeit statt 3h und dem Risiko, sich in die Finger zu schneiden mit dem Skalpell. Null Problemo.

  • Wenn man das Blech an der Stelle an dem es im Plastik sitzt mit dem Lötkolben kurz heis macht fällt das einfach ab, nur so als Tipp für die Zukunft.

    VG

    Kai







  • Lagerreibung des Miracord Arms noch nicht auf dem von Dual gewohnten Niveau ist. Betriebssicher nicht ab 0,25p wie beim 721, sondern eher ab 2 oder 3p

    Die originale DM 240 läuft ab 3 oder 3,5 gr.. Die besseren Nachbauten hatten auch den Stützdraht wie das Original. Eine Dampframme für Rock n Roll. Ich bin mir auch nicht sicher, ob dieser Arm für Preziosen mit geringster Auflagekraft geeignet ist.

    VG Clemenzzz







  • Habe das STS220 mit der Shure Nadel, um es richtig beurteilen zu können, mal in den 3012 eingebaut am TD124. Das klingt schon anders als im Elac! Der Elac Entzerrer verbiegt den Sound nicht unerheblich. Die Mitten sind im Bereich um vielleicht 1-2kHz signifikant lauter als bei moderneren Entzerrern, die ich hier so habe. Der Sound im TD124 ist nicht von schlechten Eltern. Hier mal zwei schnelle Handybilder. Die Blechhalterung mit Dose passt ganz gut in die skelettierte SME Headshell, finde ich. Die nach oben rausstehenden Schrauben sind natürlich auch nur ein Provisorium, das ist hoffentlich klar.


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