P1010V Röhrenverstärker Fehlfunktion

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    • P1010V Röhrenverstärker Fehlfunktion

      Moin zusammen, habe die kleine Röhrenamp vom P1010V hier liegen, die Röhre heizt nicht, stattdessen wird der Trafo heiß mit Rauchentwicklung. Alle Kondensatoren sind gemessen, z.T getauscht. Woran mag es liegen?

      DANKE!!
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      • IMG_20190522_172407.gif

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    • Wenn die Röhre nicht heizt hat das wenig mit dem Gleichrichter oder Elko zu tun. Die Röhrenheizung läuft mit separater Versorgung zusammen mit der 'Beleuchtung'.

      Erstmal den Trafo durchmessen.
      Hat die Heizwicklung einen Knacks kann es qualmen und nicht heizen.
      Martins Lieblingsdreher: Dual 1229 mit DM 103 M-E, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta. Alles Weitere im Profil

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MaxB ()

    • Schon klar Martin, wenn der GR aber durch ist, qualmt es schon, bevor die Röhre überhaupt heizen kann. Also erstmal die Funktion der anderen Bauteile messen und sicherstellen. Sprich, bevor man sich um die Heizung kümmert, sollte man schauen, warum es qualmt.
      Grüße
      Philipp

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    • Hi!
      ich würde die beiden Wicklungen, Heizwicklung und Anodenspannung erstmal ablöten, dann den Trafo einschalten und schauen ob der dann noch raucht bzw. heiss wird. Wenn ja, ist es schlecht für den Trafo.
      Wenn es nicht der Fall ist, dann würde ich die Heizwicklung anlöten, um zu schauen ob die Betriebsanzeige leuchtet, dann die Röhre stecken und schauen ob sie heizt.
      Wenn gut, dann liegt es nicht an der Heizspannung. Also liegt dann der Fehler in der Anodenspannung, Gleichrichter oder Elko, oder beides.
      Gruss Armin
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      suche: PE2020 (L) Reibradträger, das lange Teil
    • Moin!
      Kann es sein, daß Du beim Ausbau einen Kurzschluß verursacht hast?
      Es könnte sein das unbeabsichtigt 2 nackte Drähte aneinander stoßen.
      Eventuell liegt das Problem an der Röhrenfassung, die Röhre heizt nicht
      weil die Heizwicklung kurzgeschlossen ist.
      Auch die Isolierung der Heizwicklung (oft verdrillt!) kann beschädigt sein.
      Sekundärseitig alles abklemmen, auf Endstörkondensatoren auch primärseitig
      achten, dann einschalten (Netzspannung richtig gewählt?).
      Wenns dann immer noch qualmt wars das..... ;(

      Gruß,
      Fernseheumel
    • Hallo zusammen, danke für das Interesse an meinem Problem. Einen Kurzschluss kann ich ausschließen, da das Verhalten auch schon vor der Demontage zu beobachten war, trotzdem eine mögliche Fehlerquelle, (DANKE!). Die Isolationen werde ich prüfen, dann Schritt für Schritt abarbeiten.
      Ich werde alle Möglichkeiten durchspielen und Euch berichten, gebt mir etwas Zeit...DANKE!!

      Beste Grüße, Christian
    • So, schneller als gedacht: Der Gleichrichter wird`s wohl gewesen sein. Hatte einen Durchgang von Wechselstrom auf Plus, und das nur bei Bewegung. Zudem scheinen die Selenkörper förmlich zerkocht, zwischen den Plättchen quillt es heraus (siehe Bild). Welche Möglichkeit habe ich, Ersatz zu verbauen, alte Ersatzteile werden ja vermutlich auch in die Jahre gekommen sein. Was lässt der originale GR an Spannung durch?
      Bilder
      • Bildschirmfoto 2019-05-23 um 10.10.16.png

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    • es geht ja wohl um die Anodenspannung, also Strom ein paar mA aber eben Spannung um die 200 - 300V.
      Also einen Silizium-Brückengleichrichter z.B. B500C1000 oder oder ...
      Die etwas erhöhte Anodenspannung durch den SI-Gleichrichter wird sich kaum auswirken. Ein 470 Ohm Widerstand mit 5 W in Reihe zur Anode wäre empfehlenswert, da damals ja die Netzspannung noch 220V war und heute zwischen 230V und 240V liegt (je nach Versorgungsgebiet)
      Viele Grüße
      Alois


      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Hallo Christian,
      so ein Elko kostet doch fast nichts, also ALLE neu machen. Nach xx Jahren haben sich die Eigenschaften der Elkos sicher verändert.
      Viele Grüße
      Alois


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    • ...eigentlich muß ja endlich mal jemand diesen stereotypen Spruch bringen (und heute bin ich es):

      Bedenke, daß in einem Röhrenverstärker lebensgefährdende Spannungen fliessen und Du nicht in die Schaltung greifen darfst!

      Auch nicht, wenn das Gerät gerade stromlos gemacht wurde, denn die Elkos speichern die Spannung noch eine Weile!

      Schöne Grüße,
      Andreas

      P.S.
      ja, wechsel alle Elkos aus UND auch die Folienkondensatoren (gegen feine WIMAs) - und am besten alle Widerstände auch gleich mit. Deren Werte haben z.T. heute nichts mehr mit denen zu tun, die sie ursprünglich mal hatten... Kosten auch nur Pfennige und Du hast danach ein komplett refurbishtes Gerät, das wieder 50 Jahre hält.

      P.S.2
      die Schaltung ist übersichtlich und Du bleibst selbst bei einem kompletten Bauteiletausch noch unter 10 Euro.
      Den großen Siemens kannst Du gegen zwei kleine 50µ/350 Volt-Typen tauschen und die dann so gut verlöten, daß sie gut und stabil gegen Kurzschluß geschützt sind. Vielleicht 2 kleine Befestigungsschellen bauen und verschrauben.
      Die Originalelkos sind äusserst schwer zu bekommen und teuer.
      Du kannst aber auch den alten Siemens aushöhlen und die neuen dort mit Silikon einkleben (hier ein 100µ aus zwei fünfzigern):

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Platten-Spieler.de ()

    • Gut erkannt, Albert!

      Das Bild soll ja auch nur zeigen, was man so alles machen kann und war gerade zur Hand. Das Konstrukt war auch für ein ganz anderes Gerät. In diesem Falle hatte ich aber tatsächlich eine Parallelschaltung für ein altes, kleines Braunradio gebastelt.

      Man kann aber natürlich auch beide Plus einzeln rausführen und beide Minus an Masse legen und hat dann einen wunderschönen 2 x 47µ-Kondensator.

      Bei einer Reihenschaltung würde ich aber zwei Widerstände zur Symmetrierung mit einbauen und dann kannst Du damit auch mit EL34 oder so arbeiten.

      Schöne Grüße,
      Andreas

      P.S.
      das "µ"-Zeichen findest Du übrigens unter "AltGr" und "M"
    • MaxB schrieb:

      Platten-Spieler schrieb:

      P.S.
      das "µ"-Zeichen findest Du übrigens unter "AltGr" und "M"
      Aber nicht auf Smartphone und Konsorten... ;)
      Aber dort in der griechischen Tastatur.
      Grüße
      Philipp

      Kennst Du das Ziel, findest Du den Weg!

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