M20E - M91 - M95 - DMS242E - AT20SLA - Nadel-Beratung erbeten

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    • M20E - M91 - M95 - DMS242E - AT20SLA - Nadel-Beratung erbeten

      Hallo zusammen,

      ich bräuchte mal zu den genannten Systemen einige Empfehlungen für die "Benadelung".

      Dabei wäre mir folgendes wichtig zu wissen:

      a) was ist die wirklich "beste beste beste" (und erhältliche) Bestückung ungeachtet des Preises (also in Richtung Jico SAS, die immer gerne genannt werden...)
      b) was ist aktuell die empfehlenswerteste "Budged-Lösung" ... (oftmals z.B. gerne Cleorec Nachbauten usw genannt....sind die noch qualitativ empfehlenswert?!)

      > ich weiß, dass das eventuell zu Grundsatzdiskussionen führen könnte,
      besonders hinschtlich der Frage, welche Nadel denn jetzt "die Beste" für ein bestimmtes System ist.
      Hier spielen ja auch immer persönliche Geschmacksfragen eine Rolle.

      Aber das möchte ich gerne im Vorfeld verhindern.

      Mir ist lediglich wichtig, dass ich ein paar Empfehlungen für Nadeln bekomme,
      die auch derzeit noch im Handel erhältlich sind. Natürlich auch gerne mit persönlichen Einschätzungen und Bewertungen.

      Dazu sind mir die Meinungen von Dualisten wichtig, die voll im Thema stecken.
      Ich bin leider ein Kind der Digital-Generation (wenn auch seit Kindesbeinen analogifiziert), habe aber die Glanzzeit der Plattenspieler nicht selbst miterlebt, daher fehlen mir die Basis-Informationen!

      Infos zu den einzelnen Systemen sind zwar hier im Forum zahlreich vorhanden,
      aber teilweise ziemlich stark verstreut und teilweise schon überaltert.

      Daher hätte ich gerne ein paar aktuelle Infos zum Nadel-Markt,
      weil ich in mittlerer Zukunft gerne meinen TA-Fuhrpark etwas auffrischen möchte und auch "bis zu meinem Lebensende" gerne mit vernünftigen Nadeln versorgt wäre.


      ---------------

      Zu den einzelnen Systemen und der jetzige Stand der Dinge:


      1) M20E

      > betreibe ich derzeit mit NOS-Nadel von Willi (vor ca. 5 Jahren gekauft) am 701.
      Da wüsste ich nicht, ob man noch was verbessern könnte. Die Nadel ist super + die Kombi ist super. Bin mit dem System quasi aufgewachsen.
      Zumal die NOS-Nadeln scheinbar noch zahlreich vorhanden sind und zudem auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen (60-70€)

      Sollte ich mir vielleicht mal 2-3 Nadeln "auf Halde" legen?
      Ich mag dieses System wirklich sehr.
      Es wäre schade, wenn es irgendwann keine NOS-Nadeln mehr im Handel gäbe.


      2) DMS242E

      > betreibe ich derzeit auch noch mit einer originalen grünen DN 242 am 601.
      Die Nadel wird aber auf kurz oder lang "drüber" sein. Fängt schon langsam an leicht zu zischeln, ist aber noch voll genießbar.

      Die NOS DN242 tauchten vor Jahren ja immer mal bei Ebay für einen Spottpreis auf.
      Da habe ich leider geschlafen bzw. aufgrund chronischer Ebbe in der Kasse leider damals nicht zugegriffen.

      Meines Wissens gibt es hier keinen Original-Nachschub mehr.

      Daher die Frage nach der optimalen Lösung und der empfohlenen Budged-Lösung.

      Tonal ist das System übrigens für mein Empfinden dem M20E ganz ähnlich.
      Macht am 601 eine ähnlich gute Figur!

      Allerdings erinnert der grüne Nadeleinschub optisch ein bisschen an die See-Krankheit... ist aber verschmerzbar, da akustisch einwandfrei :)


      3) M95G

      > wird ja gerne als "Poor-Man's-V15" bezeichnet. Ein V15 habe ich bisher noch nie gehört...wird aber ja von vielen geliebt.

      Betreibe es derzeit mit einer elliptischen Billig-Nadel von Ebay (genaue Quelle nicht mehr bekannt) am 1219.
      Gefällt mir mit dieser Nadel jetzt nicht so gut (auch an den anderen Drehern nicht).
      Wärme ist zwar da, aber die Auflösung ist irgendwie halbherzig.
      Man merkt dem System aber irgendwie an, dass da noch einiges dahinter steckt.
      Würde ich gerne mal wissen, was noch geht!

      Also:

      Was ist die Budged-Lösung für eine elliptische Nadel?
      Hier wurde ja immer wieder Cleorec genannt....gibt es die noch und sind die noch so empfehlenswert?

      Was wäre die Non-Plus-Ultra-Nadel?

      Angesichts des Preises sollte die 95ED E/Z von Jico mit dem Zirkon-Träger ja ganz gut sein.
      Hat die mal jemand gehört? Gibt es andere "High-End"-Lösungen?
      Wie ist z.B. die Nachbau-HE von Willi?

      Hier hätte ich zudem gerne gewusst, welche gute Rundnadel man bedenkenlos für's M95 kaufen kann.
      Macht mit einer guten Rundnadel wahrscheinlich in Verbindung mit dem Reibradler auch 'ne Menge Spass...


      4) M91 MG-D


      Sicherlich das schwächste Glied in der Sammlung, aber trotzdem gut zu hören, wie ich finde.

      Betreibe ich mit einer alten originalen sphärischen Nadel öfter mal am 1219. Hatte ich einst mit diesem zusammen erworben.
      Hat echt einen guten Punch, wenn auch bei Weitem nicht so feinzeichnend, wie ein M20E oder das DMS.
      Dafür macht der Druck am Reibrad aber ziemlich Spaß bei 60s und 70s Rock.

      Die alte Nadel müsste aber mal getauscht werden.
      Hier würde ich gerne bei einer Rundnadel bleiben, um die Option zu haben, den Reibradler mal richtig "knallen" zu lassen.
      Für das "analytischere Hören" habe ich ja was anderes.

      Für den Wechslerbetrieb (wenn ich ihn denn mal nutzen sollte) ist ja sowieso eine sphärische Nadel wegen des veränderten Winkels indiziert, wenn ich das richtig verstanden habe.

      Also, was soll ich mir für diesen Zweck anschaffen?


      5) AT20SLA ltd.

      Leider noch nicht in meinem endgültigen Besitz.
      Ich hadere ein bisschen mit dem ollen Thorens 145MK2, der da noch dranhängt und mich auf die dunkle Seite ziehen möchte.....

      Klingt aber auch sicher Bombe am 701 (gewiss auch am 601er-Riemen) und wird über kurz oder lang doch noch bei mir landen.
      Allerdings ist die Nadel definitiv schrott und ich brauch was neues.

      Bin mit diesem Top-System nicht wirklich vertraut und habe mich auch noch nicht mit dem Nadel-Nachschub beschäftigt.

      Daher benötige ich hier mal ein paar Erfahrungswerte.


      Würde mich über eine sachliche Diskussion freuen,
      wie man sie hier aus dem Dual-Forum ja gewohnt ist!!

      Bin gespannt auf die Vorschläge von den alten (oder auch "jungen alten") Hasen hier!!

      Gruß
      Chris
    • Moin Jochen,

      ich möchte den Bestand so wie er ist in Gänze bewahren,
      und aus den einzelnen Komponenten das vernünftigste Maximum rausholen.

      Dabei kann ich mir aber nicht für alle Systeme die "Ultra-Nadel" kaufen > würde den finanziellen Rahmen sprengen.

      Daher möchte ich taxieren, wie ich mit einer Mischung aus "High-End" und empfehlenswerten "Budged-Nadeln" am weitesten komme
      und das kostentechnisch einigermaßen "unbeschädigt" überstehe :)

      Horizonterweiterungen sind natürlich auch immer willkommen.
      Aber das hebe ich mir dann für die Zukunft auf.
      Noch bin ich mit meinem Vintage-Fuhrpark ganz glücklich + alle vorhandenen Systeme haben m.E. ihre Daseinsberechtigung!
    • Hallo,
      zum M95 kann ich folgendes beisteuern: es ist lauter und deshalb für Einstreuungen empfindlicher als ein V15III, aber ich bevorzuge es, weil es kräftiger im Bass ist und das V15III mir zu brav. Außerdem gibt es bei Thakker die SAS-Nadel N95, die kann ich empfehlen als extrem hochwertiges System, das noch bezahlbar ist.

      Du solltest aber auch die neuen AT-Systeme mit in die Planung nehmen, mit sehr guten Schliffen, die es sonst wohl nirgends so günstig gibt, besonders dieses hier erfreut sich im Board allgemeiner Beliebtheit:

      amazon.de/Audio-Technica-Tonab…M-95-ML-rot/dp/B07JLYHFR9

      Zu Budget-Nachbau-Nadeln im günstigen Bereich: da gefällt mir bei den eliptischen Nachbauten persönlich Cleorec nicht so gut wie die Thakker Japan-Angebote (es gibt sie als etwas teurer als die schweizer NB-Nadeln), aber eine original-Elipse NOS ist in der Regel wesentlich feiner und entspannter in den Höhen, sagen zumindest meine Ohren.

      Sehr gute Erfahrung habe ich mit einer OM30super gemacht und bei den M20e NOS-Nadeln (goldene Dual-Nachbauten) gibt es große Unterschiede, je nach Produktionsjahr. Manche haben schwache Lautstärke und Bässe (Nadelverhärtung?). Das M20e ist bei mir derzeit nicht im Einsatz, ich habe ungefähr 6-7 NOS-Nadeln (schwarze oder goldene) ausprobiert und 4 Bodys und selbst die beste Kombi hat für meine Ohren bei aller Transparenz und Feinheit einen etwas stressigen Beigeschmack insgesamt, aber das ist Geschmacksache, viele mögen das sehr. Ich sag immer: je nachdem welche Hörschwäche man hat, muß man seine eigene Erfahrung machen und es ist auch nicht egal an welcher Anlage die Nadel hängt und da mehr oder weniger im vergleich Punkte machen kann.

      Grüße :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dergerd ()

    • Fraggle schrieb:

      Betreibe ich mit einer alten originalen sphärischen Nadel öfter mal am 1219. Hatte ich einst mit diesem zusammen erworben.
      Hat echt einen guten Punch, wenn auch bei Weitem nicht so feinzeichnend, wie ein M20E oder das DMS.
      Dafür macht der Druck am Reibrad aber ziemlich Spaß bei 60s und 70s Rock.

      Die alte Nadel müsste aber mal getauscht werden.
      Hier würde ich gerne bei einer Rundnadel bleiben, um die Option zu haben, den Reibradler mal richtig "knallen" zu lassen.
      Für das "analytischere Hören" habe ich ja was anderes.

      Für den Wechslerbetrieb (wenn ich ihn denn mal nutzen sollte) ist ja sowieso eine sphärische Nadel wegen des veränderten Winkels indiziert, wenn ich das richtig verstanden habe.

      Also, was soll ich mir für diesen Zweck anschaffen?
      einen graue Rundnadel-Nachbau von Thakker würde ich empfehlen. Grüße
    • Dergerd schrieb:


      je nachdem welche Hörschwäche man hat, muß man seine eigene Erfahrung machen ...
      Hahaha, da sagst du was!
      Geht bei mir noch nicht so drastisch abwärts, da ich noch keine 4 in der Alterszahl vorne stehen habe, aber wenn ich bedenke, was ich in meinen 20ern noch alles gehört habe ist das schon ziemlich niederschmetternd...

      Bin halt mit dem M20E aufgewachsen und habe damit über 20 Jahre gehört, was mich geprägt hat.
      Definiert irgendwie "den Vinyl-Sound" für mich. Bin ja schon froh, dass meine Eltern damals keine Schneider Kompaktanlage oder sowas hatten... :D

      Also die Jico N95 SAS würde ich mir wohl tatsächlich mal gönnen.
      209€ sind natürlich eine Hausnummer für so einen alten TA, aber ich denke dass man da schon einiges rausholen kann.

      Dem M91 eine Rundnadel zu spendieren werde ich in jedem Fall auch mal ausprobieren.

      Ist der knapp doppelt so hohe Preis für die japanische N91 gegenüber der Schweizer Variante bei Thakker gerechtfertigt?
      > ich denke die selbe Empfehlung (Thakker Japan) taugt auch für eine Rundnadel für das M95, falls ich das mal testen wollen würde?!


      Das VM95ML liest sich ja wirklich verdammt gut.
      Eigentlich wollte ich keine neuen Systeme, aber dieser TA scheint ja echt ein Preis-Kracher zu sein.
      Gibt es im Raum Köln/Bonn vielleicht jemanden, wo man das mal probehören könnte?


      Zum OM30super habe ich geteilte Meinungen gelesen.
      Manche Besitzer bezeichnen das ja als M20E mit weniger Schärfe und finden genau das gut.
      Andere wiederum schreiben, dass dadurch Langeweile aufkommt...

      Ich muss sagen, dass ich das M20E nie als übermäßig scharf klingend empfunden habe.
      Vielleicht würde mir mit dem OM30 tatsächlich die Schärfe fehlen..


      Das mit der schwankenden Qualität der NOS M20E Nadeln ist natürlich ungünstig.
      Da hatte ich wohl Glück und habe eine recht gute erwischt.
      Hier werde ich es glaube ich noch mal wagen und mir 1-2 Nadeln auf Halde legen.


      Vielen Dank schon mal für die Tips.
      Langsam klärt sich das Bild.


      @romme

      Danke für den Hinweis für das DMS.

      Aber wie du schon richtig schreibst, habe ich bei gebrauchten Originalnadeln immer ein nicht so gutes Gefühl.
      Bin da ebenfalls mal bei einem M20E mal böse reingefallen.
      Das Angebot hörte sich zunächst auch ganz gut an, war aber völlig überlagert das Teil, wenn auch die Nadel an sich noch gut war..
      Kann bei NOS natürlich auch passieren...

      Chris
    • Hi Chris,

      Fraggle schrieb:

      Also die Jico N95 SAS würde ich mir wohl tatsächlich mal gönnen.
      209€ sind natürlich eine Hausnummer für so einen alten TA, aber ich denke dass man da schon einiges rausholen kann.
      Jico kündigen auf ihrer Website per Werbebanner momentan an, dass die SAS-Nadeln demnächst wieder ins Programm kommen (aber noch ohne Termin). Ich gehe mal davon aus, dass dann wieder etwas Bewegung in die Preise hierzulande kommt.

      Was das AT VM95 ML angeht, so habe ich die Anschaffung nicht bereut und höre sehr gerne damit.

      Grüße
      Albert
    • Fraggle schrieb:

      Manche Besitzer bezeichnen das ja als M20E mit weniger Schärfe und finden genau das gut.
      Andere wiederum schreiben, dass dadurch Langeweile aufkommt...
      Moin Chris,

      bei mir ist das OM 30 am Luxman pd289 / cambridge pre/ CV 1700 /CL 730 und klingt dermaßen souverän und angenehm, niemals dumpf, weich, flach oder gar stressig, eigentlich das ausgewogenste, das ich verwende und ein Allrounder für alle Platten. Eine sehr stabile und ruhige Abtastung kann ich subjektiv empfinden, wenn ich es nutze.

      Das M20e (das ich sehr mag) klingt im Vergleich dazu etwas gepimpt in den Höhen und tiefen Tiefen (betr. tiefere Tiefen als die gepimpten Bässe der alten Shuresysteme) auch etwas übertransparent (lautere Höhen?) , gerade auch im Vergleich mit originalen, nackten Shure Elipsen (auch HE). Meine Ohren reagieren sehr empfindlich auf zu hohe oder zu matte Höhen. manche Scheiben sind aber recht dumpf abgemischt und da tut diese leichte Anhebung der Höhen gut und auch bei leisen lautstärken ist es sehr angenehm, sobald man aber sehr laut hören will, bevorzuge ich persönlich dann das OM 30 oder andere Nadeln.

      Die SAS klingt noch viel genauer als das M20e, aber ohne daß die Höhen angehoben erscheinen, und holt noch mehr Info aus der Rille als OM 30/M20e/V15III oder N95HE aber klingt nie grell aber bei manchen Platten ist das nicht hilfreich, weil sie roh produziert sind und eine weniger hoch auflösende Nadel brauchen um zu zünden. Es ist nicht immer gut, wenn die Abtastung maximal genau ist, das ist nur ein Vorteil bei perfekt gemasterten Platten, finde ich.

      Wobei ich die Nadel gerne auf die Boxen abstimme, z.B. habe ich gemerkt, daß die sehr transparent, fast überbetont deutlichen Mitten der N95HE sehr gut zu den CL 240, die im Mittenbereich etwas abfallen, passen und so die ideale Kombi darstellen. Manche Eigenarten und Betonungen von Nadeln/Systemen und Boxen (gegenläufige natürlich besonders) passen gut als Kombi und ergänzen sich gut. Für mich als Phonohörer ist die Wahl der Boxen und die Wahl der Tonabnehmer/incl. Nadelwahl für das Sounddesign am Wichtigsten, wobei aber auch manche Amps im Vergleich völlig unterschiedlich klingen können (CV 1460 vs. CV 1700 z.B.) .

      Grüße :)
    • Dergerd schrieb:

      Für mich als Phonohörer ist die Wahl der Boxen und die Wahl der Tonabnehmer/incl. Nadelwahl für das Sounddesign am Wichtigsten, wobei aber auch manche Amps im Vergleich völlig unterschiedlich klingen können (CV 1460 vs. CV 1700 z.B.) .
      Da stecke ich noch voll im Anfangsstadium.

      Weil unabhängig von dem ganzen Geraffel, was ich hier rumliegen habe, hatte ich bislang einfach nicht den Raum zum vernünftigen Musikhören.
      Wirklich einigermaßen gepflegt ging es bisher nur über die ollen Beyerdynamic DT880. Und dann auch nur am Kopfhörerausgang meines noch olleren Scott aus den 70ern.

      Meine DIY-Breitbänder geizen zum Beispiel ziemlich mit den Höhen, wenn man nicht genau im Dreieck sitzt.
      Der Scott ist auch kein Auflösungswunder. Dafür sind die Mitten bei dieser Kombi aber einfach "da".. Ich mag keine Badewannen :)
      Daher war mir eine Höhenbetonung durch das M20E eigentlich immer sehr angenehm. Bass habe ich eh immer zu viel in der engen Bude hier.
      Vielleicht wird mir das M20E mit einer neutraleren Amp-Boxen-Kette dann doch zu scooped bzw. badewannenmäßig. Mal sehen.

      Mit einem neutraleren Chip-Amp auf TPA3250-Basis gefällt es mir interessanterweise noch besser, als am "warmen" Scott.

      Aber demnächst wird eh alles besser, wenn ich im neuen Domizil mal ordendlich was hinstellen kann.
      Dann werde ich mal mit einigen Phono-Pres (bisher nur den Dynavox TPR-2) und Systemen resp. Nadeln und Kapazitäten experimentieren um der "Wahrheit" näher zu kommen.


      Ich bin schon mal sehr dankbar für die Tips, die ich bekommen habe.


      Je mehr ich aber über das VM95ML lese, desto schmackhafter wird es für mich. War mir bis gestern völlig unbekannt.
      Da schwingt natürlich durch die Vorschusslorbeeren auch ein wenig "Hype-Gefahr" mit, aber ich werde es sicher mal ausprobieren.


      Was ich definitv auch testen werde, sind die Japan-Nadeln (rund und elliptisch) für M95 und M91.
      Vielleicht, wenn das M95 wirklich so gut ist, wie es scheint, dann auch mal etwas hochwertigeres dafür.




      Gibt es denn eine Meinung zum AT20SLA?

      Lohnt es sich, dafür nochmal tief in die Tasche zu greifen?
      Da sollte ja schon ein guter Shibata rein.

      Oder gibt es hier nichts, was ein VM95ML bzw. VM95SH nicht auch oder sogar besser könnten?
      Oder greift hier die "alter Wein in neuen Schläuchen"-Regel?

      Habe keine "emotionale Bindung" zu diesem System und könnte es auch vertickern....
      Aber es sieht einfach so hübsch aus :)


      Chris
    • Hi Jochen,

      da gebe ich dir völlig Recht.
      Mit ner alten NOS Valvo sogar sehr gemütlich und ein Kondensator-Upgrade würde ihm vermutlich sogar zu etwas mehr Auflösung verhelfen, wenn die Platine nicht so eine Lötkolbenallergie hätte.
      Ich mag den Dynavox.

      Aber ich möchte einfach ein bisschen experimentieren...nicht "höher schneller weiter" sondern mit möglichst sparsamem Kapitalaufwand irgendwo bei "meinem" Klangideal ankommen, wo ich sagen kann: "mehr brauche ich nicht".

      Aber sowie ich das bisher verstanden habe, ist es bei diesem Hobby gar nicht so einfach, dem GAS (Gear Acquisition Syndrome) zu widerstehen.
      Ist bei der Fotographie leider nicht viel anders..

      Mein nächster Step wäre halt z.B der Art DJ Pre II (anpassbare Kapazitäten) mit nem schnuckeligen chinesischen Röhrenbuffer dahinter.


      Ich möchte einfach ein bisschen "Klangbildung" betreiben, ohne dass ich dafür Unsummen auf den Tisch legen muss.
      In der Hoffnung irgendwann an einem imaginären Ziel angekommen zu sein :)

      Zum richtigen Basteln mit Röhren usw fehlt mir leider die Kompetenz..

      Chris
    • Fraggle schrieb:

      Oder gibt es hier nichts, was ein VM95ML bzw. VM95SH nicht auch oder sogar besser könnten?
      Im Grunde ist das Problem bei den Shuresystemen die Suche nach hochwertigen Originalnadeln und die Möglichkeit eine SASnadel dranzuschnallen ist schon toll...ein M95 ist halt (bass-) kräftiger Shure-Sound ohne das Wummern des DJ-Shure-M44 aber nicht so normal-linear wie ein Shure V15III , ich mag es sehr, die AT-Grundsounds sind aber auch sehr sehr ausgewogen und satt. Die neue AT-Reihe bringt erstmals die Möglichkeit hochwertigste Nadeln preislich klar unschlagbar zu erhalten und die erfahrenen Dualisten hier im Forum sind wohl deshalb mehrheitlich begeistert. man braucht natürlich Alle, Shure und AT und M20e ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dergerd ()

    • Hallo zusammen,
      zum M95 habe ich mir eine N95 ED von Pfanstiel (Swiss Made) über Andy´s Deals bei I-Bäh bestellt. Hat 17$ plus Versand gekostet. Die finde ich im Vergleich zur Jico/Thakker N95 ED deutlich besser. Das könnte daran liegen, dass die Nadel aus der Schweitz mit 0,2x0,7 etwas feiner geschliffen ist als die japanische mit 0,3x0,7.
      Außerdem ist der Nadelträger anders gebogen und VTA/SRA der Swissnadel sehen passender aus wenn man mit Spiegel und Lupe nachsieht. Der Klang ist klarer und die Nadel kommt gut mit Zischlauten zurecht. Das ganze habe ich mit N75 ED II Cleorec vs. Jico auch erlebt, wenn auch nicht mit so deutlichem Vorteil für die Cleorec...
      Meine persönlich Empfehlung geht also eher weg von Jico bei den ED Nadeln.
      Ich habe für M75 und M95 auch Jico SAS. Die sind mir aber zu scharf und zu laut. Da müssen Neodym Magnete drin sein, denn beide Systeme werden damit deutlich lauter. Außerdem hatte ich an der N95 SAS schon mal reichlich roten Vinylstaub, nachdem ich eine rote Scheibe von Eryka Badu gehört habe. Das war mir dann nicht geheuer...
      Darüber hinaus empfinde ich M75 und M95 als ED nicht mehr als zu "warm" in der Wiedergabe, seit dem ich die Abschlusskapazität auf 370 pF insgesamt angepasst habe.
      Auch wenn die alten Datenblätter dazu sagen, bis hinunter zu 100 pF wäre ok - unter 300 pF werde ich die Dinger nicht mehr betreiben.

      Also nochmal klar: Eliptische Nachbauten Swiss Made wegen schärferer Elipse (N95 ED) und besserer Cantilevergeometrie (N75 ED und N95 ED)

      Bewste Grüße aus Bochum,
      Michael
    • klick63 schrieb:

      zum M95 habe ich mir eine N95 ED von Pfanstiel (Swiss Made) über Andy´s Deals bei I-Bäh bestellt. Hat 17$ plus Versand gekostet. Die finde ich im Vergleich zur Jico/Thakker N95 ED deutlich besser. Das könnte daran liegen, dass die Nadel aus der Schweitz mit 0,2x0,7 etwas feiner geschliffen ist als die japanische mit 0,3x0,7.
      Außerdem ist der Nadelträger anders gebogen und VTA/SRA der Swissnadel sehen passender aus wenn man mit Spiegel und Lupe nachsieht. Der Klang ist klarer und die Nadel kommt gut mit Zischlauten zurecht. Das ganze habe ich mit N75 ED II Cleorec vs. Jico auch erlebt, wenn auch nicht mit so deutlichem Vorteil für die Cleorec...
      Meine persönlich Empfehlung geht also eher weg von Jico bei den ED Nadeln.
      Hallo,

      das ist bei Nachbaunadeln wohl Glückssache.
      Ich habe nämlich genau die umgekehrte Erfahrung gemacht. Meine Pfanstiehl Nadel für das Shure V 15 III über Andy*s Deals zischelt ungenießbar. Meine EVG-Nadel (Hersteller: Jico) für den selben Tonabnehmer vom gleichen Verkäufer klingt dagegen hervorragend.
      Beste Grüße,
      Turi :)
    • So, ich habs jetzt nochmal durchprobiert:
      Die Swiss Made Nadeln kommen in meiner Kiste klar vor den Jicos.
      Insgesamt Gibts jetzt folgende "Rangliste":

      1. M95 ED: Der (fast) Alleskönner mit schönen Stimmen, gute Kanaltrennung und vielen Details. Mit Jico SAS von allem zu viel. Zu laut, zu starke Höhen insgesamt wie aufgeblasen und übertrieben. (370pF)

      2. DMS 240 mit NOS DN242: Der auch fast Alleskönner aber mit mehr Analytik und sachlicher Distanz. Toll für Jazz und Klassik und audiophile Sessions. (300pF)

      3. N75 ED: Die Rampensau. Laut spielfreudig, sehr Musikalisch und mit genügend Auflösung. Für fast alles Rock, Pop, Funk, Soul. Geheimtip für altes Vinyl und akustische Instrumente wie Gitarre, Cello etc. Mit Jico SAS von allem viel viel zu viel. Zu laut, zu starke Höhen insgesamt auch aufgeblasen und übertrieben.
      (370pF)

      4. AT440MLB: Schön für Klassik und Jazz. Modernes Vinyl und detailreiche gute Aufnahmen. Eher ein Feingeist, aber noch nicht zu analytisch und hell und mit noch guter Bassperformance. (200pF)

      5. VM Silver: Analytischer und leiser als das 440. Mit feiner Abstimmung für Detailreiches Hören. Ohne Schnörkel aber auch weniger ausgeprägtem Emotionspegel. Ein Feingeist für Klassik und audiophile neue Pressungen. (300pF)

      Dazu muss ich sagen, dass das sehr subjektive Eindrücke sind und die ganze Kette sicher auch eine große Rolle spielt:

      Dreher: CS 604 und CS 621

      Phono Pre: MF V90-LPS, 2Stk. mit Steckern und Splittern zum Anpassen der Kapazität, angetrieben mit 12 Volt Labornetzteil

      Vorstufe: SAC Mediatore Preamp Beta

      Endstufe: SAC Mediatore " Igel" 40

      Speaker: System Audio 1070

      Wenn ich drüber nachdenke, fast alles irgenwie ganz schö alt...
      Herzliche Grüße aus Bochum,
      Michael