Wieder mal eine extrem großartige Arbeit extrem gut beschrieben und bebildert!
Ich genieße jeden deiner Restaurationsberichte! Wäre da nicht jedesmal dieser fiese "Will-haben-Impuls"..![]()
Wieder mal eine extrem großartige Arbeit extrem gut beschrieben und bebildert!
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Früher war es so, dass sich der Arm trotz des hochgestellten Lifthebels nach Durchlaufen der Automatik absenkte, heute bleibt der Arm oben und ich muss den Lifthebel händisch betätigen. Aber wer startet schon bewusst mit hochgestelltem Lifthebel die Automatik.
Das war bei meinem heiligen 1219 vor der Biege-Operation auch der Fall. Hier stellte sich mir die Frage, ob das ein Feature, oder schon der beginnende Fehler war.. Denn weder 701, 601 oder 1218 haben dieses "Feature". Und bei denen hält der Lift ja auch ohne Gebiege.
Das betriebsgerechte "Wacker" aus dem grandiosen Schmierset von Alfred hatte bei mir damals dem Problem keine Abhilfe schaffen können. Einmal ein paar mü gebogen... und gut war es.
Prinzipiell bin ich ja auch kein Freund solch grobschlächtigen Vorgehens. Hier war es aber offenbar die einzige nachhaltige Lösung. Hält bis heute!
Nach ewig langem herumprobieren, entfetten, Fläche anrauen etc. habe ich dann tatsächlich das Ende des Lifthebels in der Neigung zum Lifthebel hin ein ganz klein wenig nachgebogen. Seitdem gibt es einen anständigen Kraftschluss und der Lifthebel bleibt oben.
Genau auf diese Weise hält der Lift meines 1219. Da war ebenfalls mit anderen Strategien nix zu holen.
Also bevor du den 701 in die Tonne kloppst.... Meiner hätte gerne einen Bruder als Organspender im Hintergrund...
Das Problem mit dem schleifenden Kurvenrad hatte meiner übrigens auch. Beim Vorbesitzer ist er wohl auch längere Zeit mit diesem Fehler gelaufen. Ein Zahn ist nämlich fast runtergeschliffen.
Wie ich das Problem damals gelöst habe, weiß ich nicht mehr. Zu lange her. Festzuhalten lediglich: Das Fehlerbild ist behebbar!
Alle Riemenläufer von Dual, die ich je hier hatte, sind ganz schnell wieder gegangen.
Ich hänge halt an meinem 601. Erbstück und Einstiegsdroge, sonst wäre ich nie hier gelandet.
Aber du hast Recht: Meine beiden Riementriebler haben bei mir auch die wenigsten Betriebsstunden. Mein "Arbeitstier" ist mittlerweile der 701. Dicht gefolgt vom 1219. Beide flüsterleise.
Trotzdem irgendwie schade. Vor allem 601 und 1249 sind optisch und haptisch so feine Plattenspieler. Ein Jammer, dass so viele von denen scheinbar nicht ruhig zu kriegen sind.
Ich warte ja seit über 10 Jahren darauf, dass hier mal jemand den Motor mit einem Stelltrafo untervoltet um so die These zu verifizieren bzw zu falsifizieren, dass diese Motoren vor der Spannungserhöhung Mitte der 1980er leiser bzw. gar nicht summten....
Durch Wartung und Entkopplung minimiert man zwar die Wirkung. Aber die Ursache des Summen haben wir bisher nicht ansatzweise gefunden.
Das heisst ohne Teller macht er diese fast ruckartigen Bewegungen?
Also meiner läuft smoooth…
Welche TAs probiert?
- Ortofon Nr.2 (hierbei sind natürlich alle Störgeräusche lauter)
- AudioTechnica vm540
hmmm,
ich habe deutliche Motoreinstreuungen beim AT-VM95 mit erhobenenem Lift.
Mit dem M20E, dem Shure M95 und dem DMS242 ist der 701.2 hingegen vollkommen leise.
Deine beiden TAs kenne ich leider nicht persönlich.
Wechsel Headshell/ Tonabnehmer
Welche TAs probiert?
Nein, das Problem war schon auch da, aber für meine Ohren längst (längst!) nicht so stark ausgeprägt, dass ich mich groß daran gestört hätte.
Hi Jan,
vielen Dank für die Antwort. Da Ohren mit zunehmendem Alter ja selten besser werden, lässt sich so zumindest eine Überempfindlichkeit ausschließen.
Ich würde mir wirklich erstmal eine neue Nadel aus einer seriösen Quelle kommen lassen und hiermit die Klangqualität neu beurteilen. Der Kauf ist nie umsonst, denn früher oder später ist ja jede Nadel fällig.
Mit dem 601 + M20E kann man (wenn alles stimmt) jedenfalls sehr gediegen Musik hören.
Das war ebenfalls meine Einstiegskombination ins Thema Dual und ich höre auch heute noch gerne mit genau dem selben SetUp. Aber mit zunehmendem Verschleiß der Nadel trat zumindest bei mir genau das selbe Phänomen auf, wie bei Dir. Die engen Radien begannen zu zischeln, während außen noch alles annehmbar klang.
Mit zunehmendem Verschleiß klingt es dann auch vorne verzerrt.
Und da die Quelle bzw. Historie Deiner DN350 ja nich 100%ig bewertbar ist, kann es durchaus sein, dass sie bereits in irgendeiner Weise "gelitten" hat.
Moin,
ich würde mir dennoch eine neue Original DN350 aus einer der genannten Quellen beschaffen, um diese höchst wahrscheinliche Fehlerquelle einfach mal ausschließen (oder verifizieren) zu können.
Wenn es das nicht sein sollte:
Nadeln sind nicht für die Ewigkeit gemacht und Ersatz zu haben ist immer gut.
Ansonsten wirste die auch ohne große Verluste wieder los..
edit:
Und die Automatik kriegen wir auch wieder fit.
Zuerst muss das Teil aber vernünftig klingen.
Du hattest geäußert, dass du vorher einen anderen Dreher in Betrieb hattest.
War das Phänomen der zunehmend nachlassenden Klangqualität dort ähnlich stark ausgeprägt?
So könnte man auch eine eventuelle Überempfindlichkeit deines Innenohrs (ja, auch hier hilft kochen...) ausschließen. Ich kann da leider ein Lied von singen...
Dual - Plattenspieler-Nadeln
Nicht vom Hunni abschrecken lassen.
Das M20E ist ein Feines (in erlesen Kreisen auch liebevoll "PORNOSYSTEM" genannt).
Da würde ich keine Nachbaunadel ranmachen, solange es noch Originale einigermaßen günstig gibt.
Kochen bringt in diesem Fall wahrscheinlich nichts
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warum eigentlich nicht?!!!?
Meinen Riemen hatte ich hier gekauft:
Tonnadeln für jedes HiFi System | THAKKER
Also die "Eintauchtiefe" ist meinem bescheidenen Auge nach stimmig....
Die ganze Diskussion ist überflüssig! Man kann am 601 mit M20E nichts justieren. Punkt. Dabei ist es völlig egal nach welcher Schablone
man nicht justiert
Richtig.
Ich hatte aber auch schon den Fall, wo das Schräubchen, was den TK am Arm fixiert, ausgelutscht war und der Kopf sowohl schräg stand, als auch nach unten gehangen hat. War allerdings am 701.
Aber wenn Lucky schreib, es sei alles fest... solange da keine Brüche o.ä. am TK zu erkennen sind, bedeutet fest = korrekt eingestellt...
edit: nach Ockhams Razor kann es jetzt ja eigentlich nur noch eine abgeranzte Nadel sein....
Hmmmm also mit der Audio 84 Schablone ist mein Klick-M20E nicht so schief…
Punkt A
Punkt B
Vielleicht ist die auch näher an der DIN-Justage, als die Ortofon-Schablone?!?
Ist dein Tonkopf den „berührungsfest“ am Tonarm, oder lässt der sich bewegen/verdrehen?
Da gibt’s ja ne Schraube, mit der der TK am Arm fixiert ist….
Moin,
bei mir hat ein wenig Faderlube an den Pitch-Potis wunder bewirkt.
https://www.amazon.de/CAIG-DeoxIT-Faderlube-Gleitmittel-Spray-Pr%C3%A4zisionsanwendung/dp/B00006LVF1
Mein Strobo pendelt zwar immer noch dezent, aber das hängt mit der Welligkeit des Strobo-Papiers zusammen.
Tja, das Mysterium der DN350...
Die gelbe Original Dual DN350, die ich kürzlich von einem Boardmember gekauft habe, läuft mit 1.0p ausgezeichnet. Wacholdertest auch bestanden.
Die (blass) gelbe Original DN350, die ich ca. 2015 vom Nadelwilli für noch 85€ (waren das Zeiten) gekauft hatte,
war erst mit 1,5p einigermaßen zufrieden und war vor allem viel leiser. Geschätzte 6dB. Viel leiser...
Allerdings besteht die den Wacholdertest ebenfalls! Ja, ich hab die richtig in den Generator reingeschwucht!
Die Nadel, die mein Vater 1975 mit dem Dreher bekommen hat, entspricht lautstärketechnisch der lauten Originalnadel, die ich derzeit fahre.
Alles in allem komisch.
Eigentlich müsste ich mich aufgrund dieser Inkonsitenzen langfristig vom M20E verabschieden.
Andere Mütter haben auch schöne Töchter (oder Söhne).
Wenn das M20 nicht so schön seidig klingen würde.....
Also für mich sind Nadel und Nadelträger nicht gerader oder krummer als meine eigene.
Und total verschmockt scheint sie mir auch nicht zu sein.
Fakt ist: Die Wiedergabequalität von Vinyl lässt zum Innenkreis hin prinzipbedingt nach. Der eine hört das mehr, der andere weniger heftig. Das M20E mit seiner halbwegs scharfen Ellipse ist da eigentlich gnädig. Die Din-Justage bei Dual - bei der man mit Klicksystem auch kaum etwas verpfuschen kann - geht mit dem Innenradius auch recht gnädig um.
Trotzdem fällt (mir) eine verschlissene Nadel immer zuerst im Innenkreis der Platte (zunächst bei "Problemplatten") auf. Auch beim M20E.
Wie war der Sound denn mit deinem Project Player? Ist dir da zum Inneren der Platte hin auch etwas negativ aufgefallen?
Falls nein, dann ist entweder die Nadel beim 601 hin, oder was anderes ist da fehljustiert.
Ein vernünftig eingestellter 601 mit Klick-M20E spielt nicht-defekte Platten jedenfalls von A bis Z sauber ab.
(Vom Motorsummen will ich hier nicht anfangen...)
Also hab ich eine Originalnadel (von Dual), die aber keine Originalnadel ist (weil nicht von Ortofon)?
Dochdoch, nach der eingehenden Analyse hier ist das eine "Halb-Original-Nadel", welche - wenn denn in Ordnung - ganz vernünftige Resultate liefern sollte.
Aber schieß doch bitte mal ein Frontal-Foto. Möglichst groß. Am besten wieder am Arm befestigt.