DUAL 701 ORTOFON M20

  • @ Thomas: Auf der einen Seite hast du Recht - aus Kostengesichtspunkten wäre es schon schön, wenn diese Serie dauerhaft im Programm wäre - auf der anderen Seite: Auch die kostet 180 US-Dollar ... Der Aufpreis für die SAS mit Boron-Cantilever ist da nicht so wirklich riesig: Die Nadel kostet 225,- USD. Mal ehrlich - wer so viel Geld für eine so feine Nadel ausgiebt, den werden diese 45 USD = 39 Euro auch nicht umhauen. Für diesen moderaten Aufpreis hat man dann aber das maximale Vergnügen. Mehr als eine SAS mit Boron-Cantilever geht nicht. Dieselbe Nadel mit Rubin-Cantilever ist zwar noch einmal deutlich teurer, aber bestimmt nicht besser.

    freundliche Grüße


    Ralph

  • (...) Dieselbe Nadel mit Rubin-Cantilever ist zwar noch einmal deutlich teurer, aber bestimmt nicht besser.

    Hmja, rein technisch schiene Bor sogar vorteilhafter. Allerdings wär mir bei den Rubin- und Saphir-Varianten die Befestigung des Steins sympathischer (eingeklebt statt aufgeklebt).


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

  • Ja, richtig. Bor ist für Cantilever das bessere Material im Vergleich mit Saphir oder Rubin, aufgrund relevanter Eigenschaften. Den idealen Cantilever hatte ja bereist Shure mit dem feinen, dünnwandigen Röhrchen aus Beryllium-Folie, der wird aber leider nicht mehr hergestellt.


    Gruss,

    Thomas

  • es ist so, wie Thomas das beschrieben hat. Machst Du eine andere Nadel in das System musst Du meist auch die Anpassung entsprechend verändern. Meine Ausführungen betrafen die Kombination V15 mit Bor SAS Nadel.

    Danke, wieder was dazugelernt, wußte ich nicht! Grüße

    Viele Grüße :) DerGerd

  • Was mich an diesem Laufwerk immer wieder fasziniert ist diese absolute Laufruhe - diese Stille wenn die Nadel in die Rille eintaucht .Das ist wirklich bemerkenswert. Die größeren Tonarme sind alles Linn Konstruktionen gefertigt in Glasgow . Ich persönlich habe einen Manticore Magician drauf welcher das Jubille souverän führt und vor allen Dingen viel günstiger gewesen ist als seinerzeit der Ekos von Linn.

    Ich besitze ebenfalls einen LP12 als auch seit Neuestem einen 701 sowie noch ein paar andere Plattenspieler (EMT, Garrard, Thorens, Technics, Pioneer, Denon, Lenco, Rek o Kut). Die Stille hängt wahrscheinlich eher mit Nadelschliff, deren Politur und Justage zusammen, als mit dem verwendeten Tonarm oder der verwendeten Laufwerkseinheit. Natürlich tragen sich da in die resultierende Klangsignatur alle Komponenten irgendwie ein, aber von den Größenordnungen her kommt zuerst Nadelschliff, Politur und Justage.


    Imho ist der größere Unterschied zwischen Ekos oder Ittok und Manticore das unterschiedliche Wirkprinzip der Auflagekraft. Alle drei spielen schon sehr fein und machen Freude. Die Linn Tonarme mit Ihrer dynamischen Wirkweise der Auflagekraft aber halten die Auflagekraft über die gesamte Plattenseite konstant und das reduziert eben die Abtastverzerrungen. Die Duals haben ja das gleiche Wirkprinzip und auch das ist imho einer der Effekte, welcher die Duals immer wieder so hoch punkten/ gut abschneiden lässt.

    LG aus Wien

    Rolf

    Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique

  • Natürlich tragen sich da in die resultierende Klangsignatur alle Komponenten irgendwie ein, aber von den Größenordnungen her kommt zuerst Nadelschliff, Politur und Justage.

    Hallo Rolf,


    das empfinde ich genau umgekehrt, also so wie der andere Rolf. Die Vorzüge des LP-12 hinsichtlich der geringeren Nebengeräusche nehme ich unabhängig vom verwendeten Tonarm und Abtaster wahr. Als ich mit Arm und System vom Axis auf den LP-12 umgezogen bin, war die Verbesserung schon klar erkennbar.


    Gerade der Justage ordne ich keinen besonderen Einfluss zu, Abweichungen um ein paar Grad SRA oder einigen Millimetern beim Überhang kann ich nicht wahrnehmen. Verschiedene Nadelschliffe produzieren sicher einen Unterschied hinsichtlich der Neben- und Abtastgeräusche, verändern aber die "klangliche Signatur" meines Erachtens nicht wirklich so massiv, wie oft behauptet wird. Ich habe etliche identische Tonabnehmer mit unterschiedlicher Nadelbestückung gehört und finde die Unterschiede längst nicht so gewaltig.


    Wo wir gerade bei Linn sind, ein Beispiel: K-9 und K-18 sind mit identischen Diamanten bestückt, unterscheiden sich aber hinsichtlich des Nadelträgers, des Spulenmaterials und des Gewichts - hörbare Vorteile für das K-18 waren für mich - und viele andere Hörer - aber immer deutlich wahrnehmbar.


    Viele Grüße, Brent

  • Hallo Brent,


    ich akzeptiere gerne andere Sichtweisen, habe aber andere Erfahrungen gemacht.


    Auf meinem Technics SP-10 MK II in originaler SH-10B3 Obsidian-Zarge mit Micro Seiki MA-505 nutze ich je nach Laune auch mal unterschiedliche Tonabnehmer. Hierbei stelle ich dann fest, dass ich den Schliffen und der Güte der Politur direkte Auswirkungen auf Rillen- und Nebengeräusche zuordnen kann. Je schärfer der Nadelschliff und je hochwertiger die Politur desto ruhig. Ähnlich verhält es sich für mein Empfinden auch auf Denon DP-7000, DP-6000 oder DP-80 in z.B. DK-200 mit z.B. Fidelity Research FR-64s oder SAEC-308 und verschiedenen Tonabnehmern.


    Vergleicht man allerdings quer also Laufwerks-/ Tonarmkombination 1 gegen 2, dann wird´s mit der Zuordnung schwierig und ja, da könnte auch ich zum Schluß kommen, dass die Laufwerkseinheit oder der Tonarm mehr zum Effekt beiträgt als der Rest - mal vom Effekt höherer Meßwerte für Fremd- und Geräuschspannungsabstand abgesehen.

    LG aus Wien

    Rolf

    Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique

    Einmal editiert, zuletzt von Don_Camillo ()

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