CV 1460 Defekt ! fiffige Fehlersuche

  • Moin


    Ich verdächtige ein bisschen den T32 (im Stromlauf siehts aus wie T312). Dient als Stromquelle.


    Wenn der defekt ist und Du den eventuell kurzgeschlossenen T30 auslöstest, brennen Dir die beiden Muting-Transistoren T3 und T4 durch beim Lautstärkeregler im Stromlauf.


    Bitte folgendes tun:


    T30 auslöten und einen Widerstand im Bereich 100 Ohm zwischen C und E einlöten.


    Widerstände R19 und R20 einseitig hochlöten, um T3 und T4 zu schützen.


    Dann Gerät einschalten und Spannung an dem neu eingelötetem Widerstand messen.


    Die Transistoren ersetzt Du später durch BC546. Achtung: Pin-Belegung beachten.


    Verstärker sollte jetzt prinzipiell laufen.


    Gruß

    Wir ziehen doch alle an einem Boot, nicht?

    2 Mal editiert, zuletzt von Zivi ()

  • Hallo Zivi,


    nun T30 ausgelötet und geprüft. Der ist defekt.
    R19 und R20 einseitig ausgelötet.
    R19 als 100 Ohm Widerstand zwischen C un E eingelötet.

    Ach, danach war eigentlich nix besser. :S
    Machen wir doch mal hier einen Zwischenstopp.


    Ausgetauscht oder ausgebaut wurden:
    Diode D22
    R166
    TR 29
    TR 31
    TR 30


    Vermisst werden immer noch die 3,7V.


    Und so wird es jetzt weitergehen.
    Als nächstes versuche ich die benötigten Bauteile zu bekommen. Mal sehen ob es etwas bringt.
    Danach ist eine Möglichkeit den Verstärker in die Hände eines Profis zu geben. Der könnte den dann reparieren.
    Viel weiter will ich mir jetzt noch keine Gedanken machen.
    In den nächsten zwei Wochen werde ich berufsbedingt auch nicht weiter auf Fehlersuche gehen können.


    Aber bis hier hin schon mal Danke für die Mitwirkung und gute Unterstützung.
    Wenn ich zurück bin, wird es mit der Fehlersuche weitergehen.


    Grüße Christian :)

  • (Frage: wie nenntman diese Art von Befestigung?)

    Dis ist die sogen. Wire-Wrap-Technik, oder auf deutsch Wickeltechnik. Da wird ein abisoliertes Ende des Drahtes in eine bohrmaschinenartige Hülse gesteckt und dann um den Vierkantstachel gewickelt.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Mei,


    jetzt mal nicht aufgeben.


    Und: Bis auf die Z-Diode keine Bauteile tauschen! Irgendwo liegt wohl noch ein Fehler. Wenn Du jetzt Transistoren einbaust, werden die wohl erneut durchbrennen.


    Statt dessen solltest Du mal die Fragen beantworten und nicht auf eigene Faust umeinandertauschen. Die Aktion mit dem Widerstand war nämlich wichtig, um Informationen zu erhalten: Welche Spannung liegt über dem "Hilfswiderstand 100 Ohm"? Das brauche ich, um festzustellen, ob der JFET noch in Ordnung ist.


    Ansonsten: Warum die 3,7 Volt fehlen, weiß ich noch nicht. Vielleicht sind die LEDs ebenfalls durchgebrannt.


    Aber: Der Verstärker muß doch jetzt funktionieren! Kommt da nichts aus dem Lautsprecher? Auch ohne leuchtende LEDs??


    Das einzige, was noch für Ruhe sorgen könnte, wären T3 und T4. Falls die noch einen Kurzschluß haben, weil eben der JFET kaputt ist. Aber ich möchte jetzt nicht ein nach dem anderen Bauteil auslöten, sondern erst mal messen!


    Gruß



    PS: "Isar" steht da. Bist nicht zufällig in München?

    Wir ziehen doch alle an einem Boot, nicht?

  • Statt dessen solltest Du mal die Fragen beantworten und nicht auf eigene Faust umeinandertauschen.

    Genau da liegt das Problem.
    Falls es nichts wird mit den Reparaturversuchen (dadurch wird das Gerät auch nicht besser) biete ich ihm hiermit praktische Hilfe an.
    ChrisBO müsste mir nur das Gerät zuschicken.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Hallo Zivi und Hajo,

    PS: "Isar" steht da. Bist nicht zufällig in München?

    ja, seit gestern bin ich wieder in München.
    Und ...

    mir nur das Gerät zuschicken.

    super! und danke für das Angebot.


    Unter diesen Voraussetzungen wird es bestimmt weitergehen.
    Ab dem 23.04. bin ich erst auf dem IFOY AWARD (Preis abstauben :D ) und im Anschluss bis zum 25.04. auf der Hannover Messe/CeMAT. Evtl. könnte ich es irgendwie dann mal in den LK Wolfenbüttel schaffen.


    Aber zurzeit stehen beide Verstärker an der Mosel :whistling:
    Also kann ich im Augenblick (so ungefähr für die nächsten zwei Wochen) nichts messen. Sorry.


    LG
    Chris

  • Also ich bin auch noch in München, falls Du allein nicht weiter kommst.

    Wir ziehen doch alle an einem Boot, nicht?

  • München wäre natürlich viel effektiver für alle Beteiligten.
    Gerne würde ich Dein Angebot annehmen.
    Aber was meinst Du mit :

    noch in München

    Wie lange bist Du denn noch in München?
    Gruß
    Christian

  • Ich will weg und bin auf Jobsuche. Dauert sicher einige Monate.


    Wohn beim Ostbahnhof, vielleicht ists nicht ewig weit.

    Wir ziehen doch alle an einem Boot, nicht?

  • Hallo Alle,

    Habe mir auch einen CV1460 vor langer Zeit gekauft...Problem ist, daß auch bei diesem keine 3,4V am R158 sind, nur 0,7V. Hier hatte schon mal jemand das gleiche Problem, würde gerne wissen, was denn letztlich der oder die Fehler waren. Möchte den CV gern wieder reanimieren. Zur Info der TR29 ist ok, TR30 und TR32 sind neu. Wer kann mir helfen?

  • Hallo,


    wie ist die Spannung am anderen Ende dieses R158, also am Emitter des TR29, und wie an dessen Basis? Leuchten die drei Skalenlämpchen?


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Hallo Uwe,

    Danke dass du mir Helfen möchtest, hatte nicht wirklich daran geglaubt. Am Emitter des TR29 liegen 19,7V und an der Basis 20,4V an, die 3 Scalenlämpchen hab ich schon vor Jahren durch Weihnachtslichterketten Birnchen ersetzt. Die leuchten schön grün (siehe Bild und haben 4,7 Ohm, 6,7 Ohm und 5,2 Ohm) können die etwa die Sollspannung für die 3,4V so arg runterziehen damit die led am Wahlschalters nicht leuchtet? Wobei mir die Led eigentlich Wurst ist, der Verstärker sollte halt funktionieren.

    Gruß Tobi

  • Hallo Tobi,


    gut. Damit steht fest, dass TR29 das tut, was er soll. Auch wenn es weiter oben praktisch ausgesclossen wurde und es tatsächlich ein gar seltener Fehler ist: Dein C108 (100 µF/16 V) ist kurzgeschlossen!


    Wenn wie in Deinem Fall die Spannung am Elko niedriger ist als die Zenerspannung der Diode D25 plus die Basis-Emitter-Spannung des Transistors TR30, bleibt dieser offen und über den als Stromquelle arbeitenden FET TR312 gelangt Basisspannung an die beiden Klemmtransistoren TR3 und TR4 mit der Folge, dass diese die Eingangsspannung der Endverstärker kurzschließen. Der Verstärker bleibt stumm!


    Diese Art der Störgeräuschunterdrückung ist reichlich merkwürdig. Man fragt sich in der Tat, was sich die Entwickler dabei gedacht haben, dem Klang förderlich sind Klemmtransistoren eher nicht. Doch ein Relais in den Lautsprecherausgängen wäre wohl teurer gewesen. Das versuchsweise Auslöten von TR3 und TR4 zur Verbesserung des Klangs ist auch nicht empfehlenswert, danach ploppt der Verstärker erheblich beim Ein- und Ausschalten!


    Ich hatte das selbe Phänomen, das Dein Amp zeigt, schon mal bei einem CV 1260, den ich in totem Zustand hereinbekommen habe (und der inzwischen einen glücklichen Besitzer hier im Board gefunden hat). Bei diesem trägt der entsprechende Elko die Bezeichnung C153, der vorgeschaltete Widerstand ist R138.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Hallo Uwe,

    Tatsächlich hattest du Recht, habe mich sofort auf die Suche nach einem neuen Kondensator gemacht und einen entsprechenden gefunden, eingelötet und schon beim Einschalten gesehen, dass die Monitor Led in wunderschönem Rot leuchtet. Werde dem Amp morgen wieder zusammenschrauben und einem Soundtest unterziehen. Den Amp hatte ich mir von meinem ersten Lehrgeld gekauft und hat mir wirklich viele Jahre satten Sound besorgt. Als er nicht mehr ging, hatte ich immer wieder versucht ihn zu reanimieren und schließlich weggepackt, bis ich das Forum wieder neu entdeckte, hatte damals schon die Schaltpläne studiert, aber als elektrisch Unbedarfter... was soll ich noch sagen, Uwe vielen Dank für Deine Hilfe, in diesem Sinne auf ein gutes Neues Jahr. Gruß Tobi

  • Freut mich, Dir geholfen zu haben, Tobi ;)! Wenn der Verstärker sonst keinen Fehler hat, sollte er nun wieder spielen.


    Wegen der unkonventionellen Mute- Schaltung habe ich mir seinerzeit beim CV 1260 auch den Wolf gesucht, bis ich auf den Trichter gekommen bin.


    Btw, neulich habe ich meinen eigenen CV 1460 auf LED-Beleuchtung umgebaut: Drei warmweiße 120°-LEDs in Serie statt der besclagen und dunkel gewordenen Einlöt-Sofitten, 100µF-Elko parallel dazu, Brückengleichrichter davor und zwei parallele 1,5µF-Folienkondensatoren in Serie dazu. Die hatte ich ursprünglich statt der beiden 4,7-Ohm-Widerstände R164, R165 direkt auf die Platine gelötet - mit derselben Folge, wie Du sie bei Deinem Verstärker beschriebst. Die Spannung an Punkt 10 der Platine war zu niedrig, um Strom durch die Zenerdiode D25 fließen zu lassen. Damit wurde TR31 leitend und schloss C108 über den niederohmigen R160 quasi kurz :rolleyes:.


    Viel Vergnügen mit Deinem CV 1460 und beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Die Idee mit den Lampen aus einer Christbaumkette halte ich persönlich für keine gute Idee. Diese Lampen haben meist eine Strombrücke eingebaut. Das ist ein Draht, der um die den Glühfaden haltenden Drähte zunächst ohne Kontakt gewickelt ist. Der Glühfaden hält seine beide Haltedrähte auf Spannung und damit von der Strombrücke weg, die damit nicht im Stromkreis liegt. Konventionelle Christbaumlichterketten stellen eine Reihenschaltung dar. Wäre es Glühlampen ohne Strombrücke, würde der Ausfall einer Glühlampe die ganze Kette verlöschen lassen, auch wäre es dadurch erschwert, die defekten Lampe zu finden.

    Brennt nun eine dieser Lampen durch, fällt die mechanische Spannung durch den Glühfaden weg, die unter Vorspannung stehenden Zuführdrähte bewegen sich nach außen gegen die Strombrücke, die nun Kontakt zu den Zuführdrähten bekommt und den Stromkreis wieder schließt. Da sich die bisher über den nun durchgebrannten Glühfaden angefallene Spannung nun auf die verbliebenen Glühlampen der Reihenschaltung verteilt, werden diese verstärkt belastet. Brennt bei einer 15er Kette eine Lampe durch, liegt an den verbliebenen Glühlampen jeweils rund ein Volt mehr an, wodurch deren Lebensdauer ebenfalls sinkt. Bei weiteren Ausfällen kommt es zu einer regelrechten Kettenreaktion bis alle Glühlampen defekt sind. Der Draht der Strombrücken ist so gewählt, daß er dann ebenfalls durchbrennt und als Sicherung wirkt.


    In Einzelschaltung oder bei wenigen Glühlampen würde ich keine Glühlampen mit Strombrücke einsetzen. Da kann der Kurzschluß der Strombrücke auch andere Bauteile zustören, gegebenenfalls gar den Transformator, wenn dessen Wicklung vor der Strombrücke durchbrennt.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 40, 5150 RC
    CL(X): 231, 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Hallo,


    diese Strombrücken arbeiten nicht mechanisch, dazu wäre die mechanische Spannung des Glühfadens nciht ausreichend. Vielmehr ist das ein Aluminiumdraht, dessen ausl Al2O3 bestehende Isolierung so bemessen ist, dass sie der normalen Lampenspannung problemlos standhält, jedoch durchschlägt, sobald 230 V über dem offenen Glühfaden abfallen. Ob Gefahr besteht, ist nicht so ohne Weiteres zu beurteilen, da ich nicht weiß, ob die 33 Volt der Trafowicklung ausreichen, diese Isolierung durchschlagen zu lassen.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Danke, Uwe, ich habe es inzwischen noch einmal recherchiert, Du hast natürlich Recht, dennoch würde ich solche Lampen nicht im Verstärker oder Tuner einsetzen.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 40, 5150 RC
    CL(X): 231, 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

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