DUAL CV 1600: Wozu der 10 Ohm Widerstand im Ausgangskreis des 15 Volt Festspannungsregler

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    • DUAL CV 1600: Wozu der 10 Ohm Widerstand im Ausgangskreis des 15 Volt Festspannungsregler

      Hallo

      und erstmal Danke für all die Posts, die mir bis jetzt schon geholfen haben, einen CV 1600 wieder zum Laufen zu bekommen.

      Bisher habe ich nur gelesen, war nicht angemeldet - was Ich jetzt nachgeholt habe.

      Zu der Frage im Topic habe ich leider nichts im Forum/Google gefunden (...oder wahrscheinlich habe ich schlecht gesucht).

      Auf der Vorverstärkerplatine sind in meiner Version zwei Längsregler, einer ist ein LM320. Diese habe ich ersetzt und per Kühlkörper mit der Planine verbunden. Die Lötaugen hatten sich schon von der Platine gelöst. Im Ausgangskreis des LM320 war ein 10 Ohm Wiederstand fliegend verdrahtet - ich habe es für eine Reparatur gehalten oder ein Patch. Nachdem ich mir jetzt einen zweiten CV1600 gekauft habe und dieser die gleiche Veränderung enthält wollte ich fragen, was das für einen Sinn macht. Warum stabilisiere ich erst eine Spannung, um sie dann über einen doch nicht all zu großen Widerstand zu leiten? Bei meiner ersten Reparatur habe ich diesen Wiederstand weg gelassen, weil ich davon ausging, dass die alten Spannungswandler incl. des Widerstands "reinrepariert" wurden. Nun bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich bei meinem 7815/7915 Pärchen diesen Widerstand nicht doch lieber einfügen sollte. Was sagt ihr?

      Vielen Dank für Eure Mühe und möglichen Antworten!
    • Hi Ray,

      Ray schrieb:

      Zu der Frage im Topic habe ich leider nichts im Forum/Google gefunden
      meiner Meinung nach wurde dieser Widerstand erst später von DUAL eingebaut. Er soll sicherlich dazu dienen, das beim Einschalten die negative 15 Volt-Spannung etwas später als die positive 15 Volt Spannung an den OPs anliegt. Es gab OPs, die bei umgekehrten Spannungsverhalten (Minus vor Plus oben) sauer reagiert haben. Wenn dann die Spannung hochgelaufen ist spielt die geringe Spannungsdifferenz keine Rolle mehr.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hallo HaJo,

      vielen Dank für deine schnelle Reaktion. An den StartUp habe ich gar nicht gedacht!

      Dann schließe ich gleich eine zweite Frage an: trifft das auch noch auf die heute produzierten Typen zu?

      Ich tausche eh alle OPVs aus, wenn ich schon mal dabei bin. Der Verstärker ist in einem sehr schlechten Zustand und wenn ich schon mal dabei bin... Ich gedenke sowohl den LM833, den RC4559 als auch den OPA2134 durch zu probieren.

      Eine andere Frage, die eigentlich OffTopic ist (wie geht ihr hier damit um - sollte ich besser einen neuen Thread dafür aufmachen?): Alleine auf der Vorverstärker-Platine sind vier von dem Duzend 4,7 uF Elkos defekt. Somit werde ich alle tauschen. Ich habe SMD Keramik-Kondensatoren, die gut zwischen die Auge passen (1206). Ist das ein gültiger Ersatz?
      Eine zweite Frage betrifft die Spannungsfestigkeit. Die 4,7er haben 35V, die meinen nur 25V. Laut Schaltbild sehe ich nicht, dass die Kondensatoren die vollen 30 Volt abbekommen können auf der VV Platine. Sehe ich das richtig?

      Vielen Dank nochmal für die Mühe,

      Ray
    • Ray schrieb:

      Warum stabilisiere ich erst eine Spannung, um sie dann über einen doch nicht all zu großen Widerstand zu leiten?


      Neben dem von Hajo genannten Grund gibt es einen weiteren Grund:
      Spannungsregler rauschen (z.T erheblich). Wenn man nun an den OPs Stützkondensatoren einsetzt, fließt ein Rauschstrom durch diese Stützkondensatoren und verursacht an der Masseleitung, dier den Strom ebenfalls durchleiten muß einen Spannungsabfall.
      Abhängig von der Masseführung und der Wahl der Bezugspunkte der OPs (eigentlich Verstärkerstufen) führt dieser Spannungsabfall zu hörbarem Rauschen.

      Dann schont man die Tantals, wenn man sie strommäßig nur wenig belastet. Auch hier helfen die Widerstände beim Einschalten und im Betrieb.

      Gruß
      Norbert
      www.n-malek.de

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    • Hallo Ray,

      Ray schrieb:

      Ist das ein gültiger Ersatz?



      gegen SMD Kondensatoren ist nichts einzuwenden. Ich restauriere selbst gerade einen CV1600 und ersetze alle Elkos mit bedrahteten Elkos. Ich messe alle ausgelöteten nach und musste feststellen, dass ich keinen messbaren Fehler gefunden hab. Ich verwende ein hochwertiges LCR-Meter. Jetzt würde mich interessieren wie du die Elkos gemessen hast.

      Zu den SMDs: Also wenn die Elkos im +-15V Pfad sind ist es wohl ok, aber bei der Treiberplatine sind 25V zu wenig.

      Grüße
      Manfred

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DualManni ()

    • Hallo Norbert!

      Das ist auch interessant. Dann macht es sicher Sinn, wenn ich diesen Widerstand wieder einbaue. Es würde dann vielleicht auch Sinn machen, diesen in beide Versorgungsleitungen einzusetzen - auch wenn vielleicht nur einer der Regler merklich rauscht. Der schon von mir wieder in Betrieb genommene Verstärker rauscht nicht mehr als vorher - allerdings ist diese Aussage absolut subjektiv (Regler auf 2:30 Uhr, dann fängt das Rauschen an...)
    • Hallo Manfred,

      gemessen habe ich die Cs erst im eingelöteten Zustand. Wenn sich linker und rechter Kanal unterschieden haben bzw. ich keinen vernünftigen Messwert bekommen habe, habe ich den C ausgelötet. Dann habe ich die Cs mit drei Messgeräten nachgemessen. Zwei Multimeter (UNI-T UT71C + Gossen Metrawatt) und einem uralten RLC Hand-Messgerät. Bei den defekten hat ein Gerät gar nichts angezeigt, ein Zweites hat einen springenden Wert um 2 Zehnerpotenzen angezeigt und das RLC hat z.B. 0,3 uF bei dem 4,7er angezeigt.

      Warum ich bei den SMD Keramikkondensatoren frage ist: wenn ich mich recht erinnere ist die Kapazität dieser im gewissen Maße Spannungsabhängig. Deshalb weiß ich nicht, ob das nicht zu Verzerrungen führen kann.

      Und ja, ich rede im Moment nur über die Spannungsfestigkeit in der VV Platine mit seinen 6 OPVs, die Treiberstufen habe ich mir noch nicht angeguckt.

      Danke, auch an Norbert,

      Ray
    • Ray schrieb:

      Deshalb weiß ich nicht, ob das nicht zu Verzerrungen führen kann.


      Wenn die Spannungsfestigkeit nicht zu sehr abweicht sollte sich keine Verzerrung ergeben. Wichtig ist die Kapazität.
      Ich hatte bei meinem CV1600 einen Elko den ich mit 3 unterschiedlichen Messgeräten für gut befunden hab, aber er war definitiv defekt. Seitdem wechsle ich alle aus, gnadenlos. Es sind nur Centprodukte und gut zu erwerben.

      SMDs werde ich vielleicht auch mal einsetzen. Eigentlich eine gute Idee. Somit wird unser CV zu einem High Tech Gerät ;)

      Grüße
      Manfred
    • Hallo Hajo, Ray

      HaJoSto schrieb:

      Da interessiert es mich, wie die eingebaut werden. Die Leiterplatte ist dafür nicht vorgesehen. Lötet ihr dann Drähte an die SMDs an?


      so könnte es aussehen mit einem SMD. Dieser kleine Racker hat eine Spannungsfestigkeit von 40V!

      Grüße
      Manfred
      Bilder
      • DSC00928.JPG

        97,65 kB, 640×427, 179 mal angesehen
    • DualManni schrieb:

      so könnte es aussehen mit einem SMD.
      Das ist reiner Zufall mit den im Bild gezeigten Lötaugenabständen. Bei vielen Bauteilen ist das Rastermaß um ein Vielfaches größer. Außerdem würde ich dem kleinen Racker nicht über den Weg trauen. Da bleibe ich lieber bei den Standardbauelementen, solange sie es gibt.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • SMDs auf der Rückseite der VV-Platine

      Hallo HaJo, Hallo Manfred,

      ich habe noch gestern die Platine "bestückt". Es läßt sich steiten, ob es nun gut war oder nicht. Ich hatte die Bauteile, sie sollten lange leben und sie passen gut vom Rastermaß: die Elkos waren alle 5 mm gebohrt, und die neuen Cs sind alle 1206 bzw. 1210. Und sie sind auch nicht so klein wie die in dem letzten Bild. 12xx sind schon 3,2 mm Länge - zusammen mit der Breite und Höhe ergibt sich eine große Fläche für das Lot. Ich habe mal zwei Bilder angehangen. Bedenklich finde ich nur, dass die Platine in sich leicht gebogen ist - und in dem Zustand habe ich die Teile auch verlötet. Wenn ich diese jetzt einsetze und verschraube kann es zu mech. Spannungen über den Bauelementen kommen. Zum Glück ist nur eine Seite der Platine etwas nach oben gebogen - dort, wo die Spannungsregler sitzen - da sind aber kaum Cs.

      Viele Grüße,

      Ray
      Bilder
      • DSCF0872.JPG

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      • DSCF0873.JPG

        154,36 kB, 858×480, 160 mal angesehen
    • Evtl. kriegst Du mit den Kerkos Probleme wegen eines zu geringen Widerstands. Klingt erstmal seltsam, weil man den normalerweise gerade vermeiden will, aber es gibt Anwendungen wo man gezielt Elkos einsetzt, weil der naturgegebene höhere Widerstand dämpfende Eigenschaften bietet und damit ungewollte Resonanzen vermeiden kann. Das habe ich vor kurzem erst in Bezug auf Linearregler gelesen. Wenn da Kondensatoren mit niedrigem ESR eingesetzt werden, kann ein kleiner Widerstand in Reihe nötig sein.
      Exakt das gleiche könnte übrigens der Grund für den kleinen Widerstand nach dem Regler sein - evtl. sind bei ungünstigen Toleranzkonstellationen Schwingungen aufgetreten. Dann wird die Spannung instabil und sehr unsauber. Der Kleine Widerstand unterbindet solche Oszillationen wirkungsvoll.

      LG,
      Jan
      Schön, dass sie mal wieder reinschauen, Herr Schäuble...

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    • Hallo Jan, Hajo, Ray,

      Ray: da bin ich echt neugierig wie dein CV dann mal spielt, ich hoffe du hältst uns auf dem Laufenden.

      Jan: Dass es mir Keramik Cs Probleme geben kann ist nicht zu bezweifeln. Ich bin mir sicher, dass Tantal Cs seinen berechtigten Platz bei HIFI haben. Ich bleibe auch erstmal bei den guten alten Cs solange es sie gut zu kaufen gibt.

      Grüße
      Manfred
    • Hallo Jan,

      Danke für die Info! Wenn ich mit dem Verstärker "durch" bin - was noch ein paar Wochen dauern wird - bin ich in der Situation, dass ich zwei CV 1600 mit jeweils den gleichen Boxen habe. Die werde ich dann gemeinsam aufstellen - und dann kann ich vergleichen. Wenn der Klang sich verschlechtert, kommen die Dinger wieder raus - keine Frage (vielleich muss ich dann auch die VV untereinander tauschen um andere Faktoren auszuschließen).

      Apropos Klang: als ich den ersten fertig gemacht habe, hatte ich alle OPVs gesockelt. Im Moment stecken überall OPA2134 drin, nur im Höhen-/Tiefenkreis RC4559. Ich habe das Gefühl, dass sich der Verstärker nicht mehr so gut anhört wie vorher. Leider fehlen mir die richtigen Worte - vielleicht: "er ist nicht mehr so rein" oder "die Klarheit der einzelnen Instrumente geht teilweise verloren". Das kann aber alles auch Einbildung sein, weil ich den Klang des Gerätes sehr schätze - und nach dem Zusammenbau mit Erwartungshaltung: das Goldene vom Himmel erwartet habe. Der Faktor Mensch...

      Viele Grüße,

      Ray
    • Stand der Dinge

      Auch wenn es vielleicht albern ist, aber ich wollte dann doch mal ein Bild vom Stand der Dinge hochladen - ich habe euch nicht vergessen. Im Moment ist es die Talsohle - ab jetzt geht es nur noch bergauf. Wenn er wieder spielt werde ich berichten - bis jetzt war es ein massives Putzen, Prüfen und Teile tauschen - jeder Schalter, jedes Poti - aber wem erzähle ich das...

      Viele Grüße,

      Ray
      Bilder
      • DSCF0892.JPG

        288,69 kB, 1.543×489, 215 mal angesehen
    • Hi !

      Sehr schickes Bild.

      Das könnte dem Kollegen mit der wackeligen Phono-Verbindung helfen: hinten links - das ist das Eingangsboard.
      Soweit ich mich entsinne, sind die DIN-Buchsen festgenietet und die Chinche mit kurzen Kabeln verbunden. Das Board ist auf Bolzen mit wenig Luft zur Endstufe an die Rückwand geschraubt. Und die ganze Platte ist mit allerhand Schrauben im Gehäuse befestigt.
      Das ist ein ziemlicher Aufwand, an das Ding dranzukommen, *ohne* die ganze Kiste zu zerlegen.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.