Dual CS 5000: Verhalten des Tonarmlifts

  • Hallo,

    ich habe mir unlängst einen CS 5000 zugelegt. Im Großen und Ganzen funktioniert er, hat aber einige Macken, die ich nun der Reihe nach angehen möchte.


    Zunächst bin ich mir über das korrekte Verhalten des Tonarmlifts nicht ganz im Klaren. Daher beschreibe ich nun kurz die momentane Situation, verbunden mit der Bitte um euer Urteil: Der Lifthebel ist auf "oben" eingestellt. Führt man den Tonarm über die Platte, schwebt die Nadelspitze etwa 6mm über der aufgelegten Schallplatte (je nach Dicke dieser natürlich). Hat der Motor die korrekte Drehzahl erreicht, löst der Liftmagnet aus. Daraufhin senkt sich der Tonarm, bis die Nadelspitze nur noch 1-2mm über der Plattenoberfläche schwebt. Legt man den Lifthebel um, senkt sich die Nadel bis auf die Platte ab.

    Meine Vermutung ist, dass hier etwas im Argen liegt. Ich habe schon einmal versucht, die Lifthöhe, wie in der Serviceanleitung angegeben, mithilfe der Schraube 56 zu justieren. Allerdings scheint mir, dass man damit lediglich die maximale Höhe beeinflussen kann.


    Vielen Dank für euren Rat,

    Florian

  • Hallo Florian,

    lies doch bitte mal in der BDA. Ich denke es ist von der Technik wie beim 750er. Wenn ich dort den TA- Lift oben habe, bleibt er auch 1-2 mm über der Platte stehen. Starte ich den Spieler bei gesengtem TA-Lift, senkt er sich schön auf die Platte, wenn die Zieldrehzahl erreicht ist und sich der Magnet löst.

    Ich denke, dass es bei Deinem korrekt ist.

    Viele Grüße,

    Stephan

    Viele Grüße, Stephan


    Dual 481A und andere/anderes :D

  • Ich denke, es geht hier um den Unterschied des Abstandes von Abtastnadel zu Schallplatte in den beiden Fällen.


    • Der Plattenteller hat seine Nenndrehzahl noch nicht erreicht, der Tonarm wird einzig über die automatische Absenkvorrichtung daran gehindert, sich abzusenken.
    • Der Plattenteller hat seine Nenndrehzahl erreicht, der Tonarm wird durch die entsprechende Stellung des Lifthebels in seiner oberen Position gehalten.


    Laut Serviceanleitung soll der Abstand von Nadel zu Schallplatte in beiden Fällen, die Serviceanleitung macht da jedenfalls keine gesonderten Aussagen, etwa 5mm betragen, die 6 mm dürften also in Ordnung sein. 2 mm sind in jedem Fall zu wenig, man stelle sich nur mal einen etwas stärkeren Höhenschlag vor. Der Unterschied liegt in der unterschiedlichen Betätigung der Tonarmanhebung. Einmal eben durch den Elektromagneten, der in angezogener Stellung den Tonarm absenkt, einmal durch den Lift, der mechanisch über eine Kulisse einen Stößel niederdrückt. Ich würde die Tonarmablage samt Tonarmlift mal abbauen und mir die Sache anschauen, vielleicht ist da was verdreht oder Du stellst fest, daß die Ablage nicht ordnungsgemäß verschraubt oder verbaut ist.


    Gruß


    Uli

    CS: 506, 626, 750-1
    CT: 450M, 1140, 1240
    CR: 1750, 5950 RC

    CV: 1100, 450M

    C/CC: 450M, 810. 820, 1280, 5850 RC
    CD: 40, 5150 RC
    (C)L(X): 231, 241, 710, 1000-Set, 9200
    und: DK170, MC2555, Rack 3020

  • So, ich habe mal in beide Serviceanleitung geschaut. Der Mechanismus ist bei beiden identisch. Mit der Schraube Nr. 56 kann die Tonarmhöhe auf 5 mm eingestellt werden. Beim 750er sind es auch 5 mm.

    Viele Grüße,

    Stephan

    Viele Grüße, Stephan


    Dual 481A und andere/anderes :D

    Einmal editiert, zuletzt von stevie ()

  • Führt man den Tonarm über die Platte, schwebt die Nadelspitze etwa 6mm über der aufgelegten Schallplatte (je nach Dicke dieser natürlich). Hat der Motor die korrekte Drehzahl erreicht, löst der Liftmagnet aus. Daraufhin senkt sich der Tonarm, bis die Nadelspitze nur noch 1-2mm über der Plattenoberfläche schwebt. Legt man den Lifthebel um, senkt sich die Nadel bis auf die Platte ab.

    Hmm, bei meinem CS 750-1 bewegt sich der Tonarm keinen Millimeter nach unten, wenn Liftmagnet auslöst aber der Lifthebel noch oben steht.

  • Hallo Agnes,

    probiere doch mal bei Herabgesenktem Lifthebel den Spieler mit der Einwärtsbewegung des TA zu starten. Bei Auslösen des Magnetes senkt sich der TA auf die Platte.

    VG

    Viele Grüße, Stephan


    Dual 481A und andere/anderes :D

  • So, gerade gecheckt: Bei meinem CS 5000 steht der Tonarm in beiden Fällen in derselben Höhe, ich würde behaupten 6 mm über der Schallplatte.

    Tonabnehmer- und VTA-Einstellung bedingt kann dies sicherlich etwas variieren, sollte aber in beiden Fällen annähernd gleich sein.

    Viele Grüße Andreas


    Biete: Nix mehr ...

    Suche: Weltfrieden

  • Und bei meinem CS750-1 steht die Nadelspitze 5 mm über der Schallplatte, wenn der Lifthebel hochgestellt ist und 4,5 mm im anderen Fall per Liftmagnet. Der Unterschied ist gerade so sichtbar.

    Bei @drkrakebusch stimmt was nicht mit den Lifthebel, würde ich sagen.


    P.S. Ich hatte meinen CS750 ja auch schon auseinander: Wenn man den Tonarmlift abschraubt, ist ein winziger metallener Stift unten zu sehen. Wenn man den runterdrückt, hebt sich der Tonarm. Dazu muss aber der Plattenteller sich drehen und die richtige Drehzahl haben, damit der Liftmagnet den Steuerpimpel nach unten freigibt. (Ich hoffe, ich verwende jetzt die richtigen Fachbegriffe…?)

    2 Mal editiert, zuletzt von Agnes () aus folgendem Grund: P.S.

  • Hallo,

    vielen Dank für eure Antworten, die meine Vermutung, dass hier etwas nicht in Ordnung ist, bestätigen. Ich werde also, sobald ich dafür Zeit finde, die Tonarmablage und Tonarmlift abnehmen und mir genauer ansehen. Dann melde ich mich wieder.


    Grüße,

    Florian

  • Hallo,

    ich habe das Gerät nun weitgehend zerlegt und versucht, die Funktionsweise nachzuvollziehen. Dabei konnte ich im Bereich der Wippe, die den Liftmagnet mit dem Lifthebel koppelt, sowie des Heberbolzens keinerlei Auffälligkeiten feststellen. Allenfalls meine ich, an dem Kunststoffteil, das auf dem halbzylindrischen Metallteil des Lifthebels aufliegt und mit diesem einen Exzenter bildet, etwas Abnutzung auszumachen. Damit würde der Metallstift Nr. 69 nicht weit genug nach unten auf die Wippe gedrückt, wodurch dann, sobald der Liftmagnet ausgelöst hat, der Heberbolzen und damit der Tonarm etwas absinken könnte. Dabei kann es sich nur um Bruchteile eines Millimeters handeln, die aber natürlich, auf die Länge des Tonarms bezogen, durchaus in ein einigen Millimetern Abweichung resultieren könnten. Ich werde also, sobald ich das Gerät wieder zusammengesetzt habe, versuchen, an dieser Stelle testweise etwas zusätzliches Material (Klebeband?) einzubringen. Glücklicherweise kann man an dieser Stelle experimentieren, ohne erneut den Plattenspieler auseinandernehmen zu müssen.


    Das Gerät hat noch ein weiteres Problem: Die Antiskating-Skala ist unpräzise, das heißt, dass die Kraft größer ist, als sie nach Einstellung sein dürfte. So muss man bei einer Auflagekraft von etwa 20mN beispielsweise das Antiskating auf ca. 1,75 einstellen, damit der Tonarm in radialer Richtung balanciert ist. Wenn ich es richtig verstehe, wird die Antiskatingkraft lediglich durch die Zugfedern Nr. 96 und 98 hergestellt und es ist keine Einstellmöglichkeit vorgesehen - korrekt?


    Viele Grüße,

    Florian

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