Problem mit Kurzschliesser und Kurvenrad Dual 601

  • Hallo,


    nachdem ich mit viel Mühe und Zeitaufwand die Mechanik so einigermaßen in den Griff bekommen habe, das nächste Problem mit dem 601.

    Ein Kanal war nicht zu hören. Kontake überprüft und ein loses(blaues) Kabel am Kurzschliesser entdeckt. Dieses angelötet und nun: gar kein Ton mehr.

    Hab ich mir bei der Aktion irgendwie die Kontakte am Kurzschliesser zum Kurvenrad verbogen? Wie muss es richtig sein?

    So sieht es gerade aus:


    Danke für eure Hilfe!


    Gruß

    Volker

  • Hi Volker !


    Du hast die Kontakte nicht verbogen, aber die Grundplatte des Kurzschließers ist in ihren beiden Halteschrauben verschoben.

    In dieser Position ist die Neutralstellung des Kurvenrades und die Schalter müssen offen sein.

    Also löst Du die beiden Schrauben, die vordere, sichtbare etwas mehr, die hintere nur ganz leicht.

    Dann verdrehst Du die ganze Anordnung etwas entgegen dem Uhrzeigersinn, bis die Kontakte ca. 1mm von einander entfernt sind.

    Schrauben anziehen - Fertig !


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Danke Dir Peter!


    Gehe das morgen bei besseren Lichtverhältnissen mal an und hoffe, dass es mein Problem löst. :/

    Ist schon komisch. Da denkt man, man hätte es endlich geschafft, kommt wieder was Neues. Gott sei Dank ist ja gerade doch mehr Zeit als üblich vorhanden.


    Noch schöne Ostern, soweit!


    Gruß

    Volker

  • Hi Volker !

    Ist schon komisch. Da denkt man, man hätte es endlich geschafft, kommt wieder was Neues.

    Das ist Gesetz. Muß so sein.

    Sonst wäre man ja irgendwann mal fertig.


    Und was ist schon wirklich jemals "endgültig fertig" ... ?


    Schöne Rest-Ostern und - Ja ! - das wird funktionieren.



    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • So, hat geklappt, danke.

    Obwohl ich nicht weiß, wie sich das verstellt habe könnte. Hatte das Teil bisher nicht gelöst. Aber egal.

    Eine Frage stellt sich gerade noch: am Yamaha-Receiver mit preamp brummt der 601. Am CV 1400 ist alles gut.

    Was ist zu tun, damit er überall "schön" läuft?


    Gruß

    Volker

  • Hi Volker !

    So, hat geklappt, danke.

    Obwohl ich nicht weiß, wie sich das verstellt habe könnte. Hatte das Teil bisher nicht gelöst. Aber egal.

    Ungelöste Schrauben ... ungelöste Probleme.

    Technik steckt voller Seltsamkeiten. :)

    Eine Frage stellt sich gerade noch: am Yamaha-Receiver mit preamp brummt der 601. Am CV 1400 ist alles gut.

    Was ist zu tun, damit er überall "schön" läuft?

    Hmm. Das ist ein klein wenig schwierig zu analysieren, wenn man nicht das ganze Umfeld kennt.


    Der CV1400 ist ein typisch deutsches Gerät: es gibt nur eine Masse.

    Das heißt: die Signalmassen der Tonsignale werden mit der Gehäuse- bzw. Schirmungsmasse verbunden. Das erfolgt bei deutschen Plattenspielern, die von Haus aus mit einem DIN-Stecker kommen, am Kurzschließer. Dort gibt es eine Drahtbrücke, die die Laschen des Kurzschließers mit dem grünen Arm-Innenkabel (Signalmasse rechts) mit dem blauen Kabel (Signalmasse links) auf eine Lötöse am Chassis und mit dem schwarzen Arm-Innenkabel (Schirmmasse) verbindet. Geht man dann mit einem Doppelkabel auf einen DIN-Stecker raus ist für den CV1400 alles in Ordnung. Auch, wenn man den DIN-Stecker abschneidet, das Doppelkabel aufdröselt und unten an die Enden für jeden Kanal je einen Chinchstecker anlötet. Die Schirmung liegt ja dankdes Verbindungsdrahtes im Kurzschließer auf beiden Signalmassen mit drauf und alles ist Okay.


    Japangeräte verfolgen eine andere Strategie.

    Dort sind nach der immer noch geltenden Norm aus den USA der 1930er die Signalmassen untereinander und die Schirmmasse getrennt. Zumindest theoretisch und hauptsächlich bei den Plattenspielern. Heißt: zwischen den Kragen der Chinchstecker und dem schwarzen Zusatzkabel für "GND" darf meßtechnisch keine Verbindung sein. Die Stecker werden in die Eingangsbuchsen gesteckt und das Zusatzkabel wird an der GND-Schraube verbunden, damit eine durchgängige Schirmung vorhanden ist.


    So: an der Stelle liegt nun die Gartenharke mit den Zinken nach oben im hohen Gras und wartet darauf, daß einer durch den Garten gelatscht kommt. Wenn man einen Dreher anschließt, kann es mehrere Fälle geben:


    1. Der Dreher ist nach DIN verkabelt und Verstärker hat tatsächlich die Massen der Signale und das Gehäuse getrennt. Dann fehlt die Schirmung und es brummt.


    2. Der Dreher ist nach DIN verkabelt und der Verstärker ist ein modernes Kommerzgerät, die aus Kompatibilität noch den GND-Pfosten draußen am Gehäuse haben, elektrisch ist untereinander aber alles verbunden und es brummt nicht.


    3. Der Dreher ist nach DIN verkabelt und es gibt einen Zwischenadapter, um ihn von DIN auf Chinch zu konvertieren und der Adapter ist fehlerhaft verdrahtet. Dann fehlt die Schirmung und es brummt.


    4. Der Dreher ist teilweise nach Chinch-Norm mit Zusatzkabel verkabelt, aber die Massebrücke im Kurzschließer sitzt noch drin und der Verstärker erwartet getrennte Massen. Dann schafft das zusätzliche Massekabel eine doppelte Masseführung (Brummschleife) und es brummt.


    Also Fragen:

    - was für ein Kabel ist an dem Dreher angeschlossen ? Das Originalkabel mit dem 5-poligen DIN-Stecker ?

    - wie ist der Anschluß an den Preamp durchgeführt ? MIt einem Zwischenadapter auf Chinch ?

    - wie ist dann der Preamp an den Yamaha verbunden ? Nur mit einem doppelten Chinchkabel ?


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Danke für Deine umfangreiche Erläuterung. Habe ich -glaube ich- jetzt auch ganz gut verstanden.

    Der Plattenspieler ist ein Erbstück meines Schwiegervaters. Am Original Din-Kabel ist ein Adapter auf Cinch. Der geht auf den amp und weiter mit einfachem cinch auf en Yamaha = brumm.


    Din-Kabel an CV1400, oder auch mit Adapter auf cinch an CV1400 ohne brumm.


    Gruß

    Volker

  • Peter,


    Du bist perfekt, wenn solche Zusammenhänge aufgedröselt werden müssen.

    Und Du erklärst es so, dass sie im Kopf bleiben.


    Ob bei Volker die Masse vom Dual und Yamaha (Preamp) nicht zusammen finden könnte er doch

    mit einer Strippe von der Groundschraube des Preamp zu einer Transportschraube vom 601 checken, oda?


    Meine Phonobox E WILL ein seperates Kabel haben. Da geht kein Adapter.

  • Hi Volker !


    Gerade bei älteren Yamahas gibt es eine klitzekleine Klinke in der Gehäusegestaltung.

    Sie haben tatsächlich das Außengehäuse (als Schirmung) mit dem GND-Pröngel in der Rückwand von der elektrischen Masse des Verstärkers abgetrennt. Untereinander sind die mit kleinen Keramikkondensatoren gekoppelt, die bewirken sollen, daß hochfrequente Störungen aus der Luft über diesen Kondis gegen die elektrische Masse abgeführt werden. Zusätzlich gibt es dann im Netzteil noch einen hochohmigen Widerstand, der dann schließlich die Schirmung gegen das Netzpotential anbindet.

    Diese Geräte sind extrem schwierig in einem deutschen Umfeld zu betreiben - zumindest dann, wenn die angeschlossenen Geräte anders verdrahtet sind, als es die damalige japanische Norm vorsah. Nach VDE umgefrickelte Geräte sind noch zickiger, weil zusätzlich zu den Bauteilen, die für US / Japan eingebaut wurden, kam u.U. noch ein dreipoliges Netzkabel dazu (was Schwachsinn ist) und weitere Entstör-Kondensatoren, die das Ganze nicht einfacher machen.


    Welches Modell hast Du denn ?


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hi Volker !

    Din-Kabel an CV1400, oder auch mit Adapter auf cinch an CV1400 ohne brumm.

    Aber damit ist -eigentlich- schon raus, daß es nicht am Dreher selber liegt, sondern der Hund irgendwo im Umfeld Phono-Vorstufe und Yamaha begraben liegt.


    Ich hab' sowas ähnliches mal mit einem meiner Marantze erlebt. Da ging auch nix, was irgendwie noch auf DIN verdrahtet war.

    Das hing bei dem auch mit dem "VDE-gerechten" Umbau auf ein dreipoliges Netukabel und den trotzdem darin belassenen US/Japan Komponenten für die Gehäuse-Entkopplung zusammen. Wobei man dann wissen muß, daß USA und Japan die deutsche dreileiterige "Schutzkontakt"-Verkabelung so fremd ist, wie die Rückseite des Mondes. Da wird alles nur zweipolig angeschlossen: Null und Phase und Ende. Ich habe dann einen mittelmäßigen Wutanfall bekommen und den Marantz "leergeräumt", auf ein doppelt isoliertes Zweileiter (Euro) Netzkabel umgebaut und den ganzen Japanmist zur Gehäuse-Entkopplung rausgerupft.

    Resultat: kein Brummen mehr, egal, was ich an den Phonoanschluß drangeklemmt habe ...


    War vielleicht auch nicht so im Sinne des Erfinders, hat aber seinen Zweck erfüllt. Das Gerät (ein 2226B) habe ich heute noch.


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Wenn ich das jetzt richtig verstehe, müßte ich, wenn ich den 601 an amp und Yamaha betreiben wollte, den kompletten Din- auf Cinchumbau machen!?

    Würde ich aber erstmal nicht wollen. Gibt es eine Möglichkeit zwei Dreher am CV 1400 zu betreiben? Wahrscheinlich nur mit einer Art Umschalter, oder?


    Gruß

    Volker

  • Gibt es eine Möglichkeit zwei Dreher am CV 1400 zu betreiben? Wahrscheinlich nur mit einer Art Umschalter, oder?

    Moin Volker,


    Umschalter im Phonozweig ist nicht ratsam. Einen der Plattenspieler mit Vorverstärker betreiben und

    den dann am AUX, Tape oder Tunereingang betreiben, macht mehr Sinn.


    LG, Micha

  • Hi Volker !

    Umschalter im Phonozweig ist nicht ratsam. Einen der Plattenspieler mit Vorverstärker betreiben und

    den dann am AUX, Tape oder Tunereingang betreiben, macht mehr Sinn.

    Der Tuner-Eingang beim CV1400 ist doch auch doppelt in DIN und Chinch ausgeführt.

    Also bräuchtest Du nur den Phonovorverstärker dorthin umsetzen und da wäre ein zweiter Plattenspieler anschließbar.


    Wegen der Lacherei würde ich mal den 601 mit dem ganzen Kabelsalat und Phono-VV am CV1400 anschließen, ob der da auch brummt.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hab ich gerade gemacht. Es ist nur bei hoher Lautstärkeregelung ein Brummen zu hören!


    Gruß

    Volker

  • Hi Volker !

    Hab ich gerade gemacht. Es ist nur bei hoher Lautstärkeregelung ein Brummen zu hören!

    Okay.


    Zusatzfrage: Brummen, auch wenn der Dreher selber aus ist, oder wenn der Motor läuft ? Und auch, wenn man das Netzteil vom Phono-VV abstöpselt / abschaltet ?


    Hintergrund: Ein "Ruhebrummen" ist meistens ein Problem mit der Abschirmung, *manchmal* ein Einstreuungsproblem vom Phono-Vorverstärker-Netzteil.

    Ein Brummen bei laufendem Dreher, aber nicht aufliegender Nadel (das wäre ein mechanisches Brummen) kann bei Geräten mit dem alten Glimmlampen-Strobo durchaus auch durch eine sterbende Glimmlampe in eben diesem Stroboskop verursacht werden. Das Störspektrum von dem Ding ist sehr breitbandig und wandert durch die Netzleitung (!) und die Stromversorgung des Verstärkers ein.


    (Ha. Und *Du* hattest gedacht, wir hätten jetzt alles getestet und gefragt ... :))

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • :) Ich wollte gerade nochmal an die frische Luft!


    Also es brummt nur, wenn der Vorverstärker an ist. Ob der Dreher läuft oder nicht hat keinen Einfluss. Und wie gesagt, brummen nur bei sehr hoch eingestelltem Lauststärkeregler.

  • Hi Volker !

    Ich wollte gerade nochmal an die frische Luft!

    War ich schon.

    Hier in Nordlippe ist es kalt und windig. ^^


    Also es brummt nur, wenn der Vorverstärker an ist. Ob der Dreher läuft oder nicht hat keinen Einfluss.

    Im Ernst ?


    Das würde auf eine Macke von dem Ding bzw. seinem Netzteil hindeuten.


    Langsam nähern wir uns schätzungsweise dem Kern des Problems.


    Ich werde mir mal einen neuen Kaffee machen und abwarten, bis Du von Deiner Wanderung zurück bist ...



    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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