Kratzende Boxen reparieren

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    • Kratzende Boxen reparieren

      Hallo liebe Dual-Gemeinde!

      aus dem Musiker-Bereich habe ich mal einen Trick gelernt, mit dem man Boxen wieder heile machen kann.

      Dabei handelt es sich um Boxen, bei denen die "Spule" verklemmt, weil die Sicken
      nachgelassen haben und die Box, bedingt durch die Schwerkraft nach unten sinkt.

      Der "Trick" dabei ist es, die Box um 180° zu drehen.

      Kann man so etwas denn auch im HiFi Bereich machen?

      (hoffe es ist verständlich was ich meine)
    • Hi !

      ISCREAM schrieb:

      Der "Trick" dabei ist es, die Box um 180° zu drehen.
      Nicht die Box. Nur das Chassis in der Box.

      Das funktioniert relativ oft, ist aber ein Indiz, daß die Systeme gealtert und die Sicken und - viel wichtiger - die Zentrier-"Spinne" weiter unten schlapp geworden sind. In der Regel reicht das als Übergang, um Boxen noch betreiben zu können, bis man sich neue Systeme besorgt hat. Man kann die alten Systeme zum Auffrischen geben. Da gibt es im Netz allerhand Adressen, aber das ist echt nicht billig und lohnt sich nur bei musealen Raritäten und auch nur, so lange die insgesamt noch funktionsfähig sind.
      Da kommen für ein Paar Tieftöner leicht mal >400 - 500 Euro für das Erneuern der Sicken, Zentrierung und so weiter zusammen.

      Ich habe gerade einen raren Mitteltöner mit einem Drahtbruch bei Klangmeister zur Reparatur. Das wird so etwa 80 Euro kosten ...
      Der zweite ist leider restlos zerbratzelt und die Spule schon vom Schwingspulenkörper gerutscht. Der müßte komplett neu gewickelt werden - und da sind wir (bei einem anderen Betrieb, der sowas kann) bei ca. 300 Euro. Muh !

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • ISCREAM schrieb:

      verklemmt, weil die Sicken
      nachgelassen haben und die Box, bedingt durch die Schwerkraft nach unten sinkt.
      Du meinst sicherlich nicht die Box, sondern die trichterförmige Membran des Lautsprechers. ;)
      Wenn die Sicken nachlassen müssen sie ausgetauscht werden. Die wichtigste Führung für die Membran ist die im hinteren Bereich befindliche Zentrierspinne. Wenn die Sicken nachlassen kippt die trichterförmige Membran vorn nach unten. Der Drehpunkt liegt etwa in der Ebene der Zentrierspinne. Dadurch wandert die Schwingspule nach oben und reibt im Luftspalt am Magneten.
      Dadurch ist ganz klar, dass nur ein Austausch der vorderen Sicken eine vernünftige Lösung ist.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • wacholder schrieb:



      Nicht die Box. Nur das Chassis in der Box.
      Ja so meinte ich das auch :D

      Funktioniert also, ist aber eher eine kurzfristige Verbesserung?
      Kann man die Sicken nicht selbst austauschen?

      Ganz schön happig die Preise! :S
      Gibts irgendwo NOS Tieftöner oder so zu kaufen?
      Vermutlich eher auf gut Glück im Netz oder?

      Nicht dass ich gerade Bedarf hätte, aber mal Gedanken machen was mal sein könnte.
    • ISCREAM schrieb:

      Kann man die Sicken nicht selbst austauschen?
      Ja, kann man. Es gibt einige Anbieter. Ich habe das jedenfalls schon ein paar mal erfolgreich gemacht. Es waren hauptsächlich die miesen Schaumstoffsicken, die ausgetauscht werden mussten.
      Die Zentrierspinnen waren übrigens bei allen LS mit defekten Sicken noch in Ordnung. Das kann man gut in waagerechter Lage des LS prüfen.
      Viele Grüße
      HaJo

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    • Hallo zusammen!
      Darf ich mich hier mit einer Frage zu einer kratzenden Mitteltonkalotte anschließen?
      Bei einer meiner Canton Karat 300-1 erzeugen Töne bei 1000 hz häßliche Nebengeräusche.
      Durch leichtes Verdrehen der inneren 4 Schrauben kriegte ich das zeitweise weg, aber nicht auf Dauer.
      Kann man da noch was machen?
      Schöne Grüße!
      Günter
      Bilder
      • Mitteltöner.JPG

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    • Wenn, dann würde ich es nicht nur bei einem Sickentausch belassen. Die Spinne ist mindestens genauso wichtig. Wenn die "hängt" oder einseitig "eingefallen" ist, nutzt die Sicke wenig, weil die Spinne das wieder schräg zieht...

      Spinnen für viele tausend Chassis gibt es z.B. bei Peiter Akustik
      Stehen zwar nicht alle Spinnen auf seiner Seite, aber nach Kontaktaufnahme schickt Herr Peiter gerne seinen Katalog der pdf. Und selbst wenn er eine Spinne nicht da haben sollte, kümmert er sich. Mir hat Herr Peiter vor einigen Jahren sehr geholfen, mit Spinnen, Sicken, Kleber. So konnte ich zwei Vifa Chassis retten.
      Locker bleiben - Gruß Jo

      Trollfutter: Jeder + DGUV + 230V = Hochspannung + 20W Birne + 0,3mH Kapazität = nach VDE 1,35 ampersche Ohms...
      Bei Verdauungsstörungen einfach mal Abführmittel nehmen, das befreit den Geist und man kann wieder klar denken ;)
    • Hallo,

      ISCREAM schrieb:

      Dabei handelt es sich um Boxen, bei denen die "Spule" verklemmt, weil die Sicken nachgelassen haben und die Box, bedingt durch die Schwerkraft nach unten sinkt.
      Der "Trick" dabei ist es, die Box um 180° zu drehen.
      Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liegen sollte.


      Soweit ich es gelesen habe, kam es wohl bei einigen Bass-Chassis wohl hin und wieder zu so einem Phänomen. Es lag aber nicht an defekten Spinnen oder Sicken. (Das kam dann oft noch "on the top")


      Hier waren schlichtweg die zu instabilen Blechkörbe die Verursacher. Das Material verbog sich über die Jahre durch das Gewicht der Magneten. Drehte man das Chassis im Gehäuse um 180°, ging es halt über die Jahre wieder in die "andere Richtung".


      Aber auch wenn die Sicken "schlapp" sind, fangen die Membranen an sich durch ihr Eigengewicht nach unten "zu neigen". Dann sind die Sicken auf jeden Fall fällig. Man darf nicht vergessen: Der Luftspalt zwischen Magnet und Spule ist sehr eng bemessen. Eine "Neigung" der Membran mit der dort angebrachten Schwingspule führt dann unweigerlich irgendwann zu einem Kontakt. Im schlimmsten Fall brennt die Spule dann im Betrieb durch.



      Ich habe schon einige Tieftöner und Mitteltöner durch das Ersetzen der Sicken retten können. Ich habe da in den letzen Jahren keine dabei gehabt bei denen auch die Zentrierspinne defekt war. Auch hatte ich bisher Glück mit den Spulen.



      Aber: Ich habe immer die "Staubschutz-Deckel" entfernt und die Membranen immer neu zentriert. Diese "per Hand Ausrichten- Methode" habe ich bisher noch nicht durchgeführt. Werde ich auch in Zukunft nicht. Mit dem "frisch Zentrieren" der Membranen bin ich bisher immer gut gefahren.


      ISCREAM schrieb:

      Kann man die Sicken nicht selbst austauschen?


      Es kommt halt darauf an. Handwerkliches Geschick, viel Geduld und Zeit sollte man aufbringen können. Dann kann man sich da herantrauen.

      Sicken bekommt man über das Netz für viele gängigen Modelle. Sollte das benötigte Modell nicht zu finden sein, kann man sich aber auch passende "Universal- Sicken" über die Bemaßungen heraussuchen. Also Außendurchmesser, Innendurchmesser, "Breite der Wölbung" und zum Teil sogar noch den inneren Winkel der Sicke.


      Dann halt auch darauf achten was da verbaut war und nicht unbedingt etwas anderes verbauen. War Schaumstoff verbaut, solle da auch wieder Schaumstoff eingebaut werden. Bei Gummi halt Gummi und bei Textil halt auch wieder Textil. (Ausnahmen sind durchaus möglich - das ist aber ein anderes Thema). Ebenso gibt es auch viele verschieden Meinungen und Empfehlungen wenn es um den Kleber geht. Die Sickenanbieter bieten auch passenden Kleber an. Ebenfalls werden "Sickenentferner" angeboten. Auch hier gibt es viele verschiedene Meinungen. Bei dem einen klappt damit alles reibungslos, bei dem anderen funktioniert es halt nicht.



      Das "Schlimmste" und oft richtig zeitraubend sind die "Reinigungs- Arbeiten". Die alten Sickenreste zu entfernen ist teilweise echt eine Strafarbeit. Das Entfernen der Staubschutzkappen ist auch ein wenig "heikel". Da sollte man scharfes Werkzeug sein eigen nennen und eine möglichst sehr ruhige Hand haben. Abrutschen sollte man tunlichst vermeiden.



      Ich würde Dir raten mit einem Lautsprecher anzufangen, bei dem es sich eventuell verschmerzen ließe, wenn es doch danebengeht.

      Trau Dich! So dramatisch ist es nicht. Hast Du es erst einmal ein paar Mal gemacht, geht es einfacher und besser "von der Hand".


      luebeck schrieb:

      Darf ich mich hier mit einer Frage zu einer kratzenden Mitteltonkalotte anschließen?
      Hallo Günter,


      Da würde ich mal auf eine Beschädigung des Schwingspulenträgers tippen. Wenn diese sich z.B. durch Überhitzung der Spule (bei Überlastung zum Beispiel) stark erwärmt, kann sich der Träger (auf dem die Spule aufgewickelt wurde) verformen. Dann stimmt eventuell der Luftspalt nicht mehr. Die Schwingspule "kratzt" dann wohl am Magneten. Im schlimmsten Fall kommt es im Betrieb zum Kurzschluss.


      Durch das Lösen der Schrauben verändert sich dann wohl die Polplatte bzw. die Zentrierung der Geschichte verändert sich. Hin und wieder hat man Glück und es und funktioniert. Ob es dauerhaft funktioniert? Ich denke eher nicht.

      Wenn möglich würde ich Dir zu einem baldigen Ersatz raten. Brennt der Mitteltöner durch, könnte dieses eventuell auch noch andere Schäden verursachen.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • maicox schrieb:

      Aber: Ich habe immer die "Staubschutz-Deckel" entfernt und die Membranen immer neu zentriert. Diese "per Hand Ausrichten- Methode" habe ich bisher noch nicht durchgeführt. Werde ich auch in Zukunft nicht. Mit dem "frisch Zentrieren" der Membranen bin ich bisher immer gut gefahren.
      Ebend!
      So handhabe ich das auch. Dustcap runter, fürs zentrieren eignet sich hervorragend ein Plastikschnellhefter, davon einen passenden Streifen zwischen Spule und Kern ;)
      Dann kann man bequem die Sicke anbringen.

      Ohne Dustcap runter und von Hand zentrieren = tja, da weiß man ja gar nicht, ob es wirklich zentriert ist oder eben nicht...

      When you will üben, ich hab irgendwo noch paar Chassis liegen - sind aber noch Schachteln drum (aber kleine fürs Regal) :D kannst gerne haben...
      Locker bleiben - Gruß Jo

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    • Hi !

      luebeck schrieb:

      Bei einer meiner Canton Karat 300-1 erzeugen Töne bei 1000 hz häßliche Nebengeräusche.
      Durch leichtes Verdrehen der inneren 4 Schrauben kriegte ich das zeitweise weg, aber nicht auf Dauer.
      Kann man da noch was machen?
      In der Regel sitzt die Membran mit der Schwingspule im oberen Deckel.
      Also wenn Du die vier inneren Schrauben rausdrehst, hast Du den oberen Deckel in der Hand und daran die Zuführungen, die Membran und die Schwingspule. Da solltest Du mal gucken, ob infolge von Überlastung die Spule beschädigt ist und ggf. schon die Spulendrähte von dem zylindrischen Träger runtergerutscht oder verschoben sind. Dann kannst Du mal gucken, ob eventuell "Dreck" im Kern des Magneten sitzt. Und dann das Oberteil wieder richtig auf den Magneten aufsetzen und die vier Schrauben mit einigermaßen gleichem Drehmoment anziehen.

      Was ich Dir ohne Typbezeichnung des Mitteltöners nicht sagen kann, ist, ob es ein Ferrofluid-Typ ist. Das gab es mal eine Zeit, daß sie sowohl Mitteltöner, als auch Hochtöner damit versehen haben, um die Belastbarkeit der Schwingspule zu erhöhen und eine Art mechanisch-hydraulische Bedämpfung zu erzielen. Das Ferrofluid tendiert dazu, auszutrocknen und die Reste krümeln ab bzw. blockieren die Membran.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi !

      dirtiest schrieb:

      Ohne Dustcap runter und von Hand zentrieren = tja, da weiß man ja gar nicht, ob es wirklich zentriert ist oder eben nicht...
      Du brauchst dazu einen Verstärker, der in der Lage ist, Frequenzen bis runter zu 1 Hz mit einigermaßen Leistungsabgabe an die Lautsprecher abzugeben. Ich habe in der Bastelecke den CV1250 mit den dicken Hybrid-Klötzen und der macht das einigermaßen. Ich gebe über einen Frequenzgenerator ein 1 - 2 Hz-Signal an den lose auf dem Tisch liegenden Lautsprecher - und dann hört man schon, ob er kratzt oder nicht. Ich habe damit mehrere Lautsprecher für Bose 601 ausgerichtet und das hat sehr gut funktioniert ...

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Danke Maico und Peter für die guten Hinweise!
      Werde mich an einem Tag mit gutem Licht und ruhiger Hand an die Operation des Mitteltöners wagen.
      Schöne Grüße
      Günter
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    • Hallo,

      @ Peter: Es ist immer wieder eine Freude Deine gut verständlichen Beschreibungen zu lesen. Vielen Dank dafür.

      wacholder schrieb:

      Du brauchst dazu einen Verstärker, der in der Lage ist, Frequenzen bis runter zu 1 Hz mit einigermaßen Leistungsabgabe an die Lautsprecher abzugeben

      Dieses "Wobbeln", oder wie es auch immer genannt wird, klappt bestimmt auch sehr gut. Das Ganze aber per Hand, also rein nach Gefühl zu machen, ist mir persönlich zu heikel. Für einen Profi bestimmt gut machbar. Ich als Anfänger mache mir da lieber die Mühe und zentriere die Membranen per Kunststoff- oder Papier- Streifen.


      luebeck schrieb:

      Werde mich an einem Tag mit gutem Licht und ruhiger Hand an die Operation des Mitteltöners wagen.

      @ Günter: Viel Spaß und Glück dabei!
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Ich zentriere immer nach Gehör und Gefühl, inzwischen klappt Sickentausch bei einem Pärchen Acron in unter einer Stunde. Staubschutzkappe hatte ich noch nie ab dafür.
      Gruß,
      Daniel

      DUAL 714Q + Nordmende PA 1100 / TU 1050 an Acron 300B
      Philips AF 887 Mark II + Grundig R2000 an Acron 600B
      DUAL 1226 in SABA 8760 an Acron 600B
      PE 3046 in RK3300 oder DUAL 1226 + CR230 an Acron 200B









    • Hi !

      V511 schrieb:

      Ich zentriere immer nach Gehör und Gefühl, inzwischen klappt Sickentausch bei einem Pärchen Acron in unter einer Stunde. Staubschutzkappe hatte ich noch nie ab dafür.
      Mir war es suspekt, ein gut verklebtes Teil runterzureißen, was ich nachher vielleicht nicht wieder sauber draufkriege.
      Das ist insbesondere bei Alukappen oder den "halbtransparenten" Schutzkalotten sehr heikel, den einige Lautsprecher verwenden. Die kriegt man eigentlich nicht heile runter - und dann war der ganze Sickentausch auch für's Arsch.

      Die bei den Bose 601 verwendeten Lautsprecher sind ein gutes Beispiel. Die Staubschutzkalotte ist nicht dicht, sondern ein offenes Geflecht, was einen gewissen Druckausgleich und eine Belüftung der Schwingspule ermöglichen soll. Und gemeinerweise überlappt das Ding am Rand auch noch die Zuführungsdrähte ...



      Ich hatte ein passendes Boxenpaar (das aus einer linken und einer rechten Box besteht, die jeweils asymmetrisch aufgebaut sind) mit Schaumstoffsicken gemacht und eine dritte, "Restbestandbox" mit Gummisicken. Man sieht im Bild durch die Staubschutzkalotte den Polkern des Magneten.

      Jedes Chassis ist mit einem langsamen Sinus "eingeschwungen" und die Sicke entsprechend von Hand ausgerichtet worden, während der Kleber noch weich war. Null Problemo. Bißchen Gefühl gehört schon dazu.

      :D

      [Edit] Ach so: den überflüssigen dicken Papperand der für den rückwärtigen Einbau vorgesehenen Dichtung habe ich nicht wieder aufgesetzt. Der war von den Chassis auch nicht zerstörungsfrei runter zu bringen.

      .
      Peter aus dem Lipperland

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    • Hallo Peter,

      wacholder schrieb:

      Mir war es suspekt, ein gut verklebtes Teil runterzureißen, was ich nachher vielleicht nicht wieder sauber draufkriege.
      Das ist insbesondere bei Alukappen oder den "halbtransparenten" Schutzkalotten sehr heikel, den einige Lautsprecher verwenden.
      Ich würde es wohl auch mal Ausprobieren, wenn die Kappe nicht runter wollen würde bzw. mir das zu heikel wäre.

      Bei meinen alten SABAs (Ultra Hifi 700) waren auch solche Gewebe- Kappen aufgeklebt. Die gingen wunderbar runter. Einfach mit einem Einweg- Skalpell vorsichtig (Klinge flach zur Membrane) "abgeschnitten". Da hatte ich wohl Glück. Bei den 1200er Ultra`s habe ich es ebenfalls so gemacht. Ging auch da sehr gut.

      Bei meinen zuletzt überarbeiteten 15"- Bass-Chassis meiner Tamon`s sind auch diese Textil- Kappen verbaut. Die habe ich nicht an der Klebefläche trennen können. Egal ob mit Aceton eingeweicht oder sonstigen Mittelchen. Da habe ich dann mit dem Skalpell an der äußersten Kante mit viel Fingerspitzengefühl und Schweiß auf der Stirn bündig mit der "Auflagefläche" an der Membran gekappt. Das spätere Ankleben war nicht unbedingt ein Problem. Ich musste halt etwas mehr Kleber aufbringen.

      Hier die ollen Sabas:

      Regelrecht verfaulte Sicken...

      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Hallo
      Bin neu hier im Forum, lese jedoch schon seit einiger Zeit eure interesanten Beiträge.
      Habe gerade das Problem, dass sich an meinen SABA Boxen die Sicken auflösen. Wenn "Mann" dies nicht selbst machen kann, lohnt sich da eine Reparatur? ?(
      Details: SABA Ultra HiFi Box 1205, Basslautsprecher
      Komme aus dem Südwesten der Republik aus der Gegend um Freiburg. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen oder behilflich sein. :)
      Danke
      Gruß
      Werner
      Gruß
      Werner

      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      HiFi Klassiker, Oldies but Goldies :P
    • Hallo Werner,

      Ich habe leider keine Ahnung wie es bei Dir mit Deinem handwerklichen Geschick aussieht. Ein "geübter Bastler" bekommt es wohl hin. Ich denke eine Reparatur lohnt sich fast immer für die alten SABAs. Meiner Meinung nach.

      Ich habe leider keinerlei Ideen wer Dir in Deiner Nähe eine Reparatur anbieten könnte. Stelle doch im "Suchen-Bereich" eine Anfrage rein. Eventuell hast Du ja Glück.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Moin Werner,

      wenn du das nicht selber machen kannst und sich keiner privat findet, wäre das vielleicht eine Option:
      lautsprecher-manufaktur.de/

      Soweit mir bekannt, hervorragende Arbeit, dabei günstig und 5 Jahre Garantie.
      Locker bleiben - Gruß Jo

      Trollfutter: Jeder + DGUV + 230V = Hochspannung + 20W Birne + 0,3mH Kapazität = nach VDE 1,35 ampersche Ohms...
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