Dual 601 in Cheapo-Sandwich-Zarge

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Dual 601 in Cheapo-Sandwich-Zarge

      Hallo liebe Gemeinde,
      vor einem
      halben Jahr habe ich mal nach einer Einbauschablone gefragt und auch
      prompt eine Antwort bekommen. Mit dem Versprechen dann Bilder zu
      präsentieren machte ich mich an die Arbeit.
      Mein Plan war es,
      mein erstes DIY-Zargenprojekt so günstig wie möglich zu gestalten,
      um erst einmal zu sehen, ob mir das liegt, die bisherigen
      handwerklichen Vorkentnisse waren eher gering, der Ansporn aber um so
      größer.
      Da Leimholzplatten schon ein bisschen kostenintensiv
      sind, habe ich mich etwas umgesehen. Ich arbeite in einer Druckerei,
      Druckplatten werden auf Palette angeliefert, die mittels
      Leimholzplatten verschlossen werden. Die gehen normalerweise sofort
      in den Müll, ich hatte das Glück davon einige abzugreifen. Die
      Qualität ist erwartungsgemäß nicht besonders, aber für meine
      Zwecke sollte es reichen.
      [Blockierte Grafik: http://s14.directupload.net/images/140616/bp8wcku5.jpg]
      Nach einigen Überlegungen bzgl. des
      Designs und der Umsetzung habe ich dann mit einer Stichsäge
      losgelegt. Erwartungsgemäß kommen dabei keine komplett gerade
      Schnitte raus, aber das war quasi kalkuliert. Anderes Equipment stand
      nicht zur Verfügung und es sollte strictly DIY und Low Cost bleiben.


      [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/140616/tegmybms.jpg]


      Für die Platine wurde mittels diverser
      Flachfräsbohrer erst die benötigten Rundungen gebohrt, die
      anschließend mit einer Stichsäge verbunden wurden.
      [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/140616/evx2luem.jpg]
      Anschließend kam es zum ersten Test, ob das überhaupt alles ineinander passt.
      [Blockierte Grafik: http://s14.directupload.net/images/140616/iumb5uca.jpg]


      [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/140616/h99d4ue6.jpg]
      Verleimen in mehreren Arbeitsschritten und mittels diverser Schraubzwingen

      [Blockierte Grafik: http://s14.directupload.net/images/140616/l9xxvys5.jpg]
      Hier bekommt man ungefähr einen Eindruck davon, wie sorgfältig gearbeitet wurde bzw. mit einer Stichsäge und wenig Erfahrgun gearbeitet werden kann. Es gibt unsagbar viel zu tun für den Schleifklotz und das grobe Papier. Von einem Freund habe ich schließlich noch eine simple Schleifmaschine bekommen, die jedoch nur für späteres glätten zum Einsatz kam. Der Rest musste mittels Raspeln und Schleifklotz bewältigt werden.
      [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/140616/pav3t3h8.jpg]
      Der unlackierte fertig geschliffene Block, für den jetzt noch ein "Fuß" her musste.
      [Blockierte Grafik: http://s1.directupload.net/images/140616/7z9twqqa.jpg]
      Nachdem dieser verklebt, gesägt und abgeschliffen war, gings an die farbige Gestaltung. Auch hier war das Motto: es wird wenig Geld ausgegeben, also habe ich nur weiße Beize gekauft, gestrichen, geschliffen, gestrichen, geschliffen, gestrichen....bis ich den Look hatte, den ich wollte.

      [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/140616/qoni63ha.jpg]

      Anschließend habe ich noch ein paar Spikes von Oehlbach verklebt und eine zugeschnittene Waschmaschinenmatte in die Zarge gelegt, um das Gewicht weiter zu erhöhen.
    • ...irgendwann bin ich auch fertig geworden, hier die Ergebnisse. Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung. Wer sich fragt, was das für ein Klebestreifen am Tonarm ist: Fotos sind von eben, und ich habe mangels Schrauben das Denon DL 110 zwecks Funktionsprüfung drunter geklebt...so lief der Bock höchstens eine halbe Runde, kein Grund zur Panik.

      [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/140616/g58xswit.jpg]

      [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/140616/qf6f37up.jpg]

      [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/140616/7zgrslmy.jpg]

      Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden. Als nächstes bekommt der Lenco eine neue Zarge, dann wird etwas versierter und mit mehr Hintergrundwissen gearbeitet.

      Beste Grüße, Vincent
    • Auch über meinen Geschmack kann man streiten, aber mich stört die Höhe weniger. Ich glaube, das sieht durch die Spikes gewaltiger aus, als es ist. Spikes - davon bin ich inzwischen ab, u.a. aus dem Grund.
      Was mich stört, sind die abgeschrängten Ecken vorne. Aber das ist - wie gesagt - Geschmacksache.
      Von Prinzip her hast Du - fast - alles richtig gemacht. Beim nächsten Mal solltest Du innen mehr Material stehen lassen, mal mindestens auch bei den tieferen Schichten die Form der Schablone weiterführen. Ausladender wird das Chassis ja nicht. Jede Ebene auf "möglichst wenig Luft" zu optimieren ist leider eine Sch..ß-Arbeit, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Und die Ebenen sind bei jedem Dual etwas anders. (Zwei Chassis warten hier noch auf Zargen, aber das zieht sich wegen des Aufwands. Aber unter angepasster Layer-Zarge mach' ich's nicht mehr.)
      Das Anpassen - und auch das spätere Bearbeiten der Oberfläche - geht wesentlich leichter, wenn man sich die Platten auf eine Plattensäge auf das Endformat zusägen lässt, dort wo die Federtöpfe liegen, eine Bohrung durch das gesamte Paket vornimmt. Mit den darin montierten Gewindestangen oder langen Schrauben wird später beim Verleimen der Block gepresst und bei der Endmontage wird so auch das Chassis befestigt.
      Aber für ein "Erstlingserk": Alle Achtung.
      Horst
      "Das Lied schläft in der Maschine." (Einstürzende Neubauten)
    • Hallo,

      Schön dass der 601 nun ein neues Zuhause bekommen hat. Auf simple und einfache Weise, auch ohne Einsatz von einem riesigen Maschinen- Fuhrpark.
      Ich finde es toll, wenn mit einfachsten Mitteln und viel Hirnschmalz und gegebenenfalls auch einer gehörigen Portion Muskelkraft so etwas entsteht.

      Sicherlich ist die Form nicht jedermann Sache, finde ich aber auch nicht so wichtig. Es muss doch nicht jedem gefallen, wichtig ist es doch dass Du es Dir hinstellst und Dich daran erfreuen kannst.

      Durch diese "Übung" lernt man viel dazu und kann beim nächsten Projekt zum Teil auch anders / verbessert / individueller Bauen.


      Ob es nötig ist beim "Schichtbau" möglichst mit wenig "Luft" im Inneren zu bauen, möchte ich hier nicht weiter ausführen. Hier gibt es viele verschiedene Meinungen.

      Ob Voodoo oder nicht, lasse ich jetzt erst einmal so stehen. Das Gesamtgewicht steigt auf jeden Fall. Dieses kann man als Vorteil sehen, wenn es um das Thema Ankoppelung geht, muss man aber nicht.

      Ob eine dicke Marmorplatte hörbar einen Unterschied bietet, ist ebenfalls eine Frage.



      Jeder kann (und sollte) nach seinen Wünschen und Maßstäben und optischen Vorlieben Bauen, Basteln und Optimieren! :thumbsup:


      Es geht doch ums Hobby, nicht um irgendwelche Raumfahrt- Technologien. :D

      In diesem Sinne: Ich freue mich schon auf die nächsten Zargen- Umbauten.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...