HS34 defekt - selbst reparieren?!

  • Moinsen,


    gestern die HS34 soweit hergerichtet: Gehäuse mit Möbelwachs aufpoliert (wow). Im Verstärker die Elkos getauscht. Einen 470µF Elko hats bei der anschließenden Probefahrt zerschossen, obwohl ich ziemlich sicher bin, dass ich den richtig herum eingelötet hab. Das waren aber auch ziemlich billige Teile aus so einem Set, das ich mal in der Bucht gekauft hab...

    Ich hab auf die Schnelle den alten wieder reingesetzt. Verstärker hört sich jetzt gut an (kein Rauschen mehr), fängt aber - ähnlich wie bei meiner P51 - allerhand Zeug ein (Fiepen), was man aber nur in den Pausen zwischen der Musik hört.


    Den Elko im Gleichrichter hab ich nicht getauscht:



    Sollte ich den noch tauschen? Wie würde sich das bemerkbar machen, wenn der durch wäre?


    Einen 2500µF Elko hab ich auch nicht hier, nur 2200µF - ginge das auch?


    Zum Testen des Verstärkers vor dem Einbau hab ich einen iPod an den Tunereingang angeschlossen. Wenn man bei laufender Musik den Verstärker ausschaltet, ist zunächst Ruhe, und dann hört man nochmal kurz die noch auf dem iPod laufende Mucke - als ob der Kondi seine Restspannung noch an den Verstärker abgeben würde - kann das sein?


    Danke & Grüßle

    Lilly

  • Hi Lillly !

    Sollte ich den noch tauschen? Wie würde sich das bemerkbar machen, wenn der durch wäre?

    Das ist der Haupt-Speicher-Elko der Stromversorgung.


    Wenn der anfängt "weich" zu werden, brummt es aus den Lautsprechern. Das scheint nicht der Fall zu sein und dieser Kondi wird die meiste Zeit seines Lebens mit Gleichspannung betrieben und lebt in der Regel sehr lange. Und wenn er doch raus soll: 2.200 µF ist vollkommen in Ordnung. Die alten Werte gibt es mit der Angleichung an die IEC-"Schrittweite" sowieso nicht mehr. Paßt also.


    Zum Testen des Verstärkers vor dem Einbau hab ich einen iPod an den Tunereingang angeschlossen. Wenn man bei laufender Musik den Verstärker ausschaltet, ist zunächst Ruhe, und dann hört man nochmal kurz die noch auf dem iPod laufende Mucke - als ob der Kondi seine Restspannung noch an den Verstärker abgeben würde - kann das sein?

    Diese einfachen Verstärker haben keine Abschaltung des Lautsprechers gegen den Verstärker, wie bei teureren Hifi-Verstärkern.

    Daher "nöddelt der noch etwas", wenn man ihm den Saft abdreht.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Daher "nöddelt der noch etwas", wenn man ihm den Saft abdreht.

    Hallo Peter,


    gut zu wissen, dass das "normal" ist ;)


    Etwas irritiert mich an dem 1212er, das hatte ich noch bei keinem Dreher: Beim Einschalten des Motors schüttelt es einmal die ganze Platine durch. Den Motor hab ich geschmiert, der läuft locker und frei (und im Gegensatz zu meinem P51 auch schnell genug).


    Was könnte das denn sein?


    Liebe Grüße

    Lilly

  • Hi Lilly !

    Was könnte das denn sein?

    Das gibt mir die Gelegenheit, eins von meinen Lieblingsbildern einzustreuen:




    Der Zweipolmotor ist eigentlich nur an zwei Schrauben seitlich bewegbar im Chassis aufgehängt. Eine dritte Schraube mit Scheibe und Gummi dient dabei als Anschlagbegrenzer, damit der nicht ganz wegkippt. Wenn Motor und Teller stehen und Du die Automatik startest, schwenkt gleichzeitig das Reibrad ein und der Motor muß den Teller in Gang bringen, damit sich das Kurvenrad dreht und der Arm sich zur Platte bewegt.

    Dabei verkantet sich das Reibrad zwischen dem Antriebskranz im Teller und der Stufenwelle auf der Motorachse - und wenn der Teller ein bißchen schwer startet, wirft es den Motor in seinen zwei Aufhängeschrauben erstmal an die Seite. Begünstigt wird das Ganze durch die im Durchmesser sehr viel dünnere Stufenachse, weil der Motor doppelt so schnell dreht, wie seine vierpoligen großen Brüder. Da kann es sein, daß er erstmal die Nachbarn wachrüttelt, bis er den Teller in Gang kriegt.


    Ich würde nochmal den Teller runternehmen und die dicke Hohlachse, auf der er läuft, reinigen und mit ein wenig zäherem Öl bestreichen. Dafür vorgesehen ist ein Haftöl, was an der senkrechten Wandung kleben bleibt ... das gibt es im Baumarkt als "Haftöl", aber das ist im Vergleich auch immer noch ziemlich dünnflüssig. Dafür bremst es vielleicht nicht so dolle. Ich habe einige Zeit Sägekettenöl vom "Fichten-Moped" verwendet. Oder Kettenspray aus dem Motorradladen. Geht alles mehr oder weniger. Bei dem Sägekettenöl muß man sich im Klaren sein, daß das Öl ist, was zum großen Teil biologisch abbaubar ist und von dem in ein, zwei Jahren nix mehr übrig ist.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Es wurde meiner Erinnerung nach vor biologisch abbaubarem Kettenöl sehr gewarnt, weil es Buntmetalle angreifen soll. Hab mir deshalb stattdessen Haftöl gekauft.

  • Beim 1015er hatte ich tatsächlich mal das Kettenspray vom Moped verwendet, das hat aber so heftig geklebt (das war das ganz gute Zeug 8o), dass der gar nicht mehr auf die gewünschte Geschwindigkeit kommen wollte. Ich nehm seither "normales" Öl, dreht er halt etwas länger nach, und man muss es sparsam verwendet, damit nicht alles unten rausläuft und ggf. etwas öfter nachölen ... Wo ich das grade so schreibe - vielleicht besorg ich doch mal das richtige Haftöl ... :whistling:

  • Nochwas wegen des Motors: Ich hatte eben den Dreher nochmal draussen, und da ist mir aufgefallen, dass eine der beiden Spulen des Motors lose ist:



    Die lässt sich in Richtung der roten Pfeile hin- und herwackeln - das ist doch sicher nicht im Sinne des Erfinders, oder?


    Liebe Grüße

    Lilly

  • Hi Lilly !

    Die lässt sich in Richtung der roten Pfeile hin- und herwackeln - das ist doch sicher nicht im Sinne des Erfinders, oder?

    Kleiner Schönheitsfehler, sag' ich mal.


    *Könnte* zu verstärktem Brumm führen, weil die Spule auf dem Stator rumrappelt, aber an der generellen Funktion ändert das eigentlich nix.

    Du kannst ja das Ding mit Heißkleber an der dem Rotor abgewandten Seite punktuell fixieren.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hi Peter,


    nachdem der Verstärker der HS34 jetzt rauschfrei funktioniert, hab ich eine interessante Erfahrung gemacht: im Arbeitszimmer hatte der ja immer das beschriebene Fiepen - Du hattest schon bei der P51 erwähnt, dass die Teile in einer und für eine andere Zeit gebaut wurden*. Heute Abend hab ich den zum probehören ins Wohnzimmer geschleppt - und siehe da - kein Fiepen. Eine Wohltat.

    *) Im Arbeitszimmer liegen eine Menge vermutlich schlecht geschirmter Ethernet-Kabel und es steht ein Server und ein paar andere Computer rum, es wird daher heftig mit WLAN und Bluetooth gefunkt. Dazu natürlich die ganzen Stromkabel und Mehrfachsteckdosen. Ich nehme inzwischen an, dass alles führt zu diesem Fiepen.


    Dafür ist mir an dem 1212er jetzt was anderes aufgefallen:

    Ich habe das Gefühl, der Motor hat doch noch ein anderes Problem. Er klopft. Ein in leisen und mittellauten Passagen deutlich zu hörendes, regelmäßiges Klopfen. ich habe schon an meinen Schallplatten gezweifelt, aber es ist bei allen zu hören, die ich aufgelegt habe.

    Könnte das nicht mit der losen Spule zusammenhängen?


    Liebe Grüße

    Lilly

  • Hi Lilly !

    Ich habe das Gefühl, der Motor hat doch noch ein anderes Problem. Er klopft. Ein in leisen und mittellauten Passagen deutlich zu hörendes, regelmäßiges Klopfen. ich habe schon an meinen Schallplatten gezweifelt, aber es ist bei allen zu hören, die ich aufgelegt habe.

    Könnte das nicht mit der losen Spule zusammenhängen?

    Hmmm ...





    ... da werde ich mal wieder die Kristallkugel putzen.


    "Klopfen" definiere ich als zyklisch-wiederkehrendes Schallereignis mit einer gewissen Intervallzeit.

    (:saint:)

    Also kein durchgehender Dauerton.


    Fangen wir mal vorne an.


    Der Zweipolmotor wird von 50 Hz Netzfrequenz betrieben. Damit beträgt seine Drehzahl 3.000 u/min. Oder 50 u/s.

    (Die Formel ist: Netzfrequenz in Hz / Anzahl der Polpaare x 60 s = 50 Hz / 1 Polpaar x 60 s = 3.000 u/min)


    Die Spulen werden mit der gleichen Frequenz betrieben. Würde man mechanische Einwirkung darauf hören können, betrüge das Schallsignal auch wieder 50 Hz. Und das ist *kein* Klopfen, sondern ein Brummen.

    Unwuchten am Motor oder an der Welle werden bei 50 Umdrehungen pro Sekunde auch zuerst einmal mit 50 Impulsen pro Sekunde (= 50 Hz) weitergereicht, wobei sich Mehrfache als Konterschwingungen bilden können und ein Frequenzmessung dann z.B. eine Spitze bei 100 Hz / 200 Hz / 400 Hz je nach Art der Unwucht oder des Schadens an Lagern und Achsen bilden können.


    Der Motor wirkt über die Antriebsrolle auf das Reibrad. Das dreht sich mit deutlich weniger als 50 u/s. Ich weiß die Umfänge der Antriebszonen und des Reibrades nicht aus dem Kopf, würde aber mal schätzen (!), daß es bei der Tellerdrehzahl von 33 u/min mit 3 - 4 u/s dreht. Das wäre schon näher an etwas, was ich als "Klopfen" bezeichnen würde. Dann müßte sich die Frequenz aber bei 45 u/min des Tellers aber erhöhen, weil sich auf der höheren Achsstufe das Umfangsverhältnis verkleinert. Grund für so ein Ereignis wäre eine Delle (Standschaden) am Reibrad, ein Unrundheit (Abschliff), ein horizontal nicht ruhig laufendes Reibrad ("Eiern") wobei aber Gleichlaufschwankungen auftreten müßten sowie ein defektes / falsch montiertes Reibradlager bzw. dessen Befestigung.


    Bleibt noch der Teller und der Antriebskranz.

    Wenn das Klopfgeräusch nur einmal pro Umdrehung bei 33 u/min ca. alle 1.5 s auftritt, ist das eine Fehlerstelle am Antriebskranz (Schmutzanlagerung, Delle oder Klebestelle) oder im Bereich der Tellerachse.

    Kürzere Intervalle deuten auf Schäden am Tellerlager hin, in dem sich Kugeln befinden, die zwischen zwei polierten Laufbahnen mitdrehen. Schmutz, Korrosion, abgeplattete Kugeln können die Ursache sein.


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Das ist ja herrlich, eben wollt ich nochmal "nachhören", um das Geräusch genauer beschreiben zu können - nu is nix mehr ?(

    Es war aber eher ein 2x pro Sekunde Klopfen als ein 50Hz Brummen.


    Der Zweipolmotor ist eigentlich nur an zwei Schrauben seitlich bewegbar im Chassis aufgehängt. Eine dritte Schraube mit Scheibe und Gummi dient dabei als Anschlagbegrenzer, damit der nicht ganz wegkippt.

    Ich bin irritiert. Die Motoraufhängung sieht eigentlich aus wie beim 1015er:



    Der Motor hat auch die selben Dämpfer wie der Motor von meinem 1015er.


    Woran erkenne ich denn, ob es sich um einen 2-pol. oder um einem 4-pol. Motor handelt?


    Im Dual-Katalog von 1969/1970 steht, der 1212er hätte einen 4-Pol-Asynchronmotor...


    Danke & Grüßle

    Lilly

  • Könnte ein Klopfen einmal pro Umdrehung nicht trotzdem am Reibrad liegen, man hört es aber an der Motorwelle nicht, weil der Teller ein viel besserer Resonanzkörper ist?


    Das Phänomen kenne ich vom Philips 504, meiner macht pro Tellerumdrehung ein vernehmliches *tock*, aber nur, wenn das Reibrad in Eingriff ist. In der Auslaufrille ist Ruhe, ebenso wenn ich den Teller händisch drehe. Müsste ich definitiv mal abschleifen!

  • Hi Lilly !

    Ich bin irritiert. Die Motoraufhängung sieht eigentlich aus wie beim 1015er:

    Mein Fehler. Ich bin vom kleineren 1210 mit Zweipolmotor ausgegangen.

    In der HS34 steckt aber der 1212 mit dem Vierpolmotor drin.


    Grundsätzlich ist die Problematik mit Klopfgeräuschen aber die selbe. Nur, daß der Vierpolmotor mit 1.500 u/min nur halb so schnell dreht, wie der Zweipolmotor. Das sind aber immer noch 25 u/s und ein Fehler im Motor oder in den Lagern würde sich durch ein tieffrequentes Brummen bemerkbar machen.


    Bleibt aus meiner Sicht immer noch das Reibrad als Unruhestifter, weil das eben langsamer dreht, als der Motor selber.


    Woran erkenne ich denn, ob es sich um einen 2-pol. oder um einem 4-pol. Motor handelt?

    Ein Zweipolmotor hat nur eine Spule, die auf der einen Seite des Motors hockt.




    Der Vierpoler hat zwei sich gegenüberliegende Spulen. Zumindest bei den "Brikettmotoren".

    Dann gibt es noch die "Dosenmotoren" wie im 1019, 1219, 1229.

    Das sind auch Vierpolmotoren, aber die Spulen sind anders gewickelt und schwer als mehrere Spulen zu unterscheiden.

    Die späteren Motoren SM8xx sind Achtpolmotoren, die SM100 / SM112 sogar Sechzehnpolmotoren.


    Das ist ja herrlich, eben wollt ich nochmal "nachhören", um das Geräusch genauer beschreiben zu können - nu is nix mehr ?(

    Es war aber eher ein 2x pro Sekunde Klopfen als ein 50Hz Brummen.

    Hmm.

    Bei 2 Impulsen pro Sekunde hätte ich auch eher das Reibrad bzw. Reibradlager in Verdacht.

    Aber gut: der Sonderbare Sonderfall der Seltsamen Selbstheilung.

    Vielleicht brauchte das Ding auch nur ein bißchen Auslauf ... ?


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Bevor ich was sagen konnte hatte Peter sich schon korrigiert ;) (wg. 2 Pol 4 Pol).

    So ein Anrucken hatte ich auch bei einem 4Poler schon mal. Den hatte der Vorbesitzer a) so angeschlossen das er gar nicht ausging !

    und b) auf 110V verdrahtet. Der hatte also kräftig BUMS (wg 110) und lief schon wenn ich auf Start drückte.

    Das gab dann auch einen Ruck das das ganze Chassis wackelte. Das der Motor nicht kaputt ging war ein schieres

    Wunder weil der mit falscher Spannung an war sobald ich an der HS den Netzschalter drehte. Ich habe es da irgendwann

    gerochen !


    Ulli

  • Hallo Peter,

    Vielleicht brauchte das Ding auch nur ein bißchen Auslauf ... ?

    Auslauf hat er jetzt jedenfalls bekommen, ich hab ihn heut mal ordentlich beschäftigt ;)


    Vielen Dank für die Motorenkunde - das wollt ich nämlich schon lange mal fragen :)


    Grüßle

    Lilly


    Hallo Ulli,

    Den hatte der Vorbesitzer a) so angeschlossen das er gar nicht ausging !

    kann ich denn irgendwo nachschauen, wie der korrekterweise angeschlossen sein muss?


    Diesen Rucker macht er interessanterweise beim ersten mal nach ein paar Stunden Standzeit nicht, eher wenn er schon "warmgelaufen" ist ... das ist echt noch etwas rätselhaft.


    Grüßle

    Lilly

    Einmal editiert, zuletzt von Lilly () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Lilly mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Mach mal den Teller ab. So jetzt die HS einschalten aber nicht den Plattenspieler.

    Von oben mal auf den Konus vom Motor packen (wenn du nicht schon siehst das er sich dreht).

    Der darf sich erst drehen wenn du auf Start drückst oder den Tonarm einschwenkst !


    Ulli

  • Hi Lilly !

    kann ich denn irgendwo nachschauen, wie der korrekterweise angeschlossen sein muss?

    Kannst Du. Klar.


    Die HS hat einen 1212 mit 150V Vierpolmotor. Der ist von der Sache her genauso verdrahtet, wie der 220V Motor, nur, daß die Spulen pro Stück jeweils nur rund 75V~ abkönnen. Das ist eine seltsame Eigenart der meisten älteren Dual-Kompaktgeräte. Über das "Warum" darf gerätselt werden *), aber sie haben tatsächlich eine ganze Motorenpalette Zwei- und Vierpolmotoren ausschließlich für den Betrieb an 150V gebaut.


    So: dann nimmst Du das Chassis wieder aus der HS raus, drehst es auf den Rücken und schraubst den Deckel vom Stromkasten auf.

    Vom Motor kommen vier Leitungen, jeweils zwei Paare, jedes Paar für eine Spule. In der Regel sind die schwarz + weiß für die eine und gelb (oder orange) + grün. Für eine Reihenschaltung in der richtigen Magnetisierungsrichtung werden das schwarze und das gelbe Kabel zusammengelegt (Eselsbrücke: Wespe), die Spannung vom Trafo geht dann an weiß und grün.


    Die 1212 haben meistens den "kleinen" Schaltkasten mit nur sechs Pinnen, weil für ein Gerät mit 150V~ Anschluß ein 110/220V Spannungswähler mit sieben Pins keinen Sinn macht. Strom kommt auf Pin 1 und 2 drauf, zwischen 2 und 3 sitzt der Motorschalter, der erste Draht (vielleicht weiß) sitzt dann auf Pin 3. Gelb und schwarz sind auf Pin 6 zusammengefaßt und der (dann grüne übriggebliebene Draht) geht von Pin 4 oder 5 ab, die intern miteinander verbunden sind.


    :)


    *) Der Grundgedanke war vermutlich, daß man Geräte einfacher mit nur einer Umschaltung am Trafo auf 110 bzw 220 oder 240V anpassen kann. Der Dreher kriegt sein Netz immer von einer 150V~ Abzapfung und muß dann nicht separat umgestellt werden.

    Bei Grundig lief das ähnlich: sie hatten Trafos mit zwei getrennten Sekundärwicklungen und der Dreher war auf 110V~ eingestellt und hing nur an einer der beiden Trafowicklungen. Mit einem Umschalter irgendwo in der Rückwand oder im Boden wurde der für 110V parallel und für 220V in Reihe geschaltet - der Dreher lief immer mit 110V, egal, was kam. Dreher, die aus Grundig-Anlagen kommen, sollten grundsätzlich auf ihre Verschaltung geprüft werden. Ich denke, daß Ullis Gerät aus einer Grundig kam "und die lief ja vorher mit 220 Volt" ... Fehlfolgerung: dann muß der Dreher ja passend beschaltet sein.


    :huh:

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Der Grundgedanke war vermutlich, daß man Geräte einfacher mit nur einer Umschaltung am Trafo auf 110 bzw 220 oder 240V anpassen kann.

    Guten Morgen zusammen,


    das ist bestimmt der Grund für diese Konstruktion.

    Die Primärseite des Trafos wird als Spartrafo benutzt und versorgt den Plattenspieler immer mit der für ihn richtigen Spannung.

    Bei Dual mit 150V oder bei Grundig mit 110V. Die Idee ist aus der Sicht der damaligen Kostrukteure gut.

    Bedeutet aber für uns, dass wir eben aufpassen müssen wenn wir einen unbekannten Dreher bekommen.

    Lilly, die lose Spule kannst Du auch einfach mit einem kleinen Holzkeil festklemmen.


    Viele Grüße

    Frank

  • Moinsen.

    Von oben mal auf den Konus vom Motor packen (wenn du nicht schon siehst das er sich dreht).

    Der darf sich erst drehen wenn du auf Start drückst oder den Tonarm einschwenkst !

    Nein, da bewegt sich nix.


    In der Regel sind die schwarz + weiß für die eine und gelb (oder orange) + grün. Für eine Reihenschaltung in der richtigen Magnetisierungsrichtung werden das schwarze und das gelbe Kabel zusammengelegt (Eselsbrücke: Wespe), die Spannung vom Trafo geht dann an weiß und grün.

    Negativ - bei mir sind beide Kabelpaare Orange + Grün.


    Die 1212 haben meistens den "kleinen" Schaltkasten mit nur sechs Pinnen, weil für ein Gerät mit 150V~ Anschluß ein 110/220V Spannungswähler mit sieben Pins keinen Sinn macht. Strom kommt auf Pin 1 und 2 drauf, zwischen 2 und 3 sitzt der Motorschalter, der erste Draht (vielleicht weiß) sitzt dann auf Pin 3. Gelb und schwarz sind auf Pin 6 zusammengefaßt und der (dann grüne übriggebliebene Draht) geht von Pin 4 oder 5 ab, die intern miteinander verbunden sind.

    Kleiner Kabelkasten mit 6 Pinnen ja - aber das sieht bei mir irgendwie anders aus:



    Soll ich mal versuchen, das Stromkabel, welches jetzt auf Pin 5 ist, auf den Pin 1 zu legen? Dann würde es schon eher Deiner Beschreibung entsprechen.


    Verwirrte Grüße

    Lilly

  • Hi Lilly !

    Soll ich mal versuchen, das Stromkabel, welches jetzt auf Pin 5 ist, auf den Pin 1 zu legen? Dann würde es schon eher Deiner Beschreibung entsprechen.

    Nee. So lassen.


    Es gibt eine ganze Menge von unterschiedlichen Schaltkästen. Aber solange nicht grün + grün zusammenliegen und orange + orange zusammen - denn das wäre eine Parallelschaltung der Spulen. So, wie das da verdrahtet ist, sieht es gut aus.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

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