Ersatznadel für 731Q

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    • Ersatznadel für 731Q

      Hallo!

      Für meinen noch funktionierenden DUAL CS 731Q Plattenspieler mit ULM 60 E (einer steht nach wie vor defek hier herum) möchte ich gerne eine neue Nadel kaufen. Zwar beteuern die Verkäufer von Plattenspielern ja immer, daß ihre Geräte wenig gelaufen seien und so weiter, aber allein die Tatsache, daß in dem Gerät noch eine Original Ortofon-Nadel steckt, macht mich da mißtrauisch.

      Auf eBay treibt sich ja dieser williamthakker herum und hat derzeit z. B. folgendes im Angebot:
      Angebot von williamthakker

      Der "Micron Heinrich" hat zwar auch Nadeln im Angebot, aber da kann ich mir unter der günstigeren Nadel herzlich wenig vorstellen:
      Angebot von Micron Heinrich

      Bei Phonophono schließlich ergibt die Eingabe von "160" in die Suchmaske zwei passende Treffer, nämlich die Bestellnummern C00308 und B00307x
      Beide scheinen ja preislich OK zu sein und laut Phonophono Dual-Originale, aber welche ist jetzt die richtige für mich?

      Vielen Dank schonmal für euren Input!

      Frank
    • Hallo,

      Ich stehe momentan vor dem gleichen Problem.
      Die beiden Nadeln bei Phonophono werden als Original und als Nachbau klassifiziert, was den Preisunterschied erklärt. Wobei, diese Nadel, als Original??? Glaube ich nicht, aber erhoffe mir von der "Original"-Nadel einen Qualitätsvorsprung. Ich habe mir die Nadel mal bestellt.
      Das Produkt von Thakker ist eindeutig ein Nachbau, überteuert dazu.
      Durch die Tabelle von Micron Heinrich steige ich auf die Schnelle jetzt nicht durch. ?(

      Welche Nadel kann denn an das ULM60 montiert werden um das klangliche Maximum herauszuholen?

      Patrick
    • Nach dieser Liste von Micro-Heinrich sind die ULM Systeme alle kompatibel.

      DN 145 E € 29,50 Form = DN 140 S
      DN 145 E * € 48,85 Form = DN 140 S
      DN 145 S € 26,21 Form = DN 140 S
      DN 145 S * € 39,32 Form = DN 140 S
      DN 149 S € 26,21 Form = DN 140 S
      DN 149 S * € 39,32 Form = DN 140 S
      DN 150 E € 29,50 Form = DN 140 S
      DN 150 E * € 49,29 Form = DN 140 S
      DN 152 E € 29,50 Form = DN 140 S
      DN 152 E * € 49,29 Form = DN 140 S
      DN 155 E € 29,50 Form = DN 140 S
      DN 155 E * € 49,29 Form = DN 140 S
      DN 160 E € 29,50 Form = DN 140 S
      DN 160 E * € 101,47 Form = DN 140 S

      die mit Stern sollen die Originalnadeln sein. Es ist also nur eine Frage des Preises, was man sich leisten will, wobei 100 EUR schon happig sind..

      edit:
      übrigens bietet phono-phono als beste Original-Nadel nur noch die 152 E an, daher der moderate Preis, aber wie man aus der obigen Liste sieht ist dies nun die drittbeste Wahl...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wegavision ()

    • Hallo,

      ich verweise nochmals auf einen früheren Thread und behaupte nach wie vor, dass nicht alle ULM/TKS Nadeln kompatibel sind.

      Es sind untereinander austauschbar die Nadeln DN 140S - DN 145 E, egal ob S oder E Type, ebenso die Nadeln DN 149 - DN 160 E, aber es ist daher nicht eine DN 145 E statt einer DN 160 E zu verwenden.

      Die Folgetypen DN 163 - 168 passen ebenfalls nicht unbeding auf die älteren ULM/TKS Systme, das kann ich aber nicht mit Bestimmtheit sagen.
      Gruss
      Norbert
    • Hallo

      z.B. in Williams Nadelshop gibt es eine "ORIGINAL Dual DN 160 E Nadel für ULM & TKS 60 E *NEU*" - für 75 Euro.

      cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?V…ory=19669&item=3851339704

      Und genauso wie sie dort abgebildet ist, muß "die richtige" DN 160E aussehen (Schriftzug "DUAL" oder "ORTOFON" DN 160 E. Dazu leicht "runde" Schutzkappe) . Alle anderen Nadeln (in der Region um 25-30 Euro wie bei Phonophono etc.) passen zwar auch, sind aber höchstwahrscheinlich nur DN 155E Nachbauten.

      BTW: Vor einiger Zeit hatte ich mir ja für meinen 606 eine DN 155E Ersatznadel von Tonacord gekauft. Mittlerweile ist die eingefahren und klingt ganz anständig (alles ist "relativ") - ich mußte aber mit Erstaunen feststellen, daß die normal üblichen 1,5 Pond Auflagekraft etwas zu wenig sind. Erst bei einer Einstellung von 1,7 Pond tastet das Teil an sehr lauten Stellen wirklich "sicher" ab.

      bfn hevo
      Die junge Generation hat doch noch Respekt vor dem Alter, hauptsächlich beim Wein, Whisky und den Plattenspielern.:D
    • Hallo,

      wenn es sich tatsächlich um eine Original-Nadel von DUAL handelt, dürfte sie aus alten Restbeständen stammen.
      Da greift wieder die Diskussion um gealterte Gummis...

      Patrick

      EDIT und nochmal die Frage: Wäre es nicht möglich, z.B. die Nadel eines OM30 zu montieren? Dann hätte man eine sehr gute und zudem noch wirklich "neue" Nadel!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Patrick ()

    • Die Sache läßt mich ja nicht in Ruhe...
      OMB10 paßt locker auf ULM60, wie es klingt - dazu später mehr.
      Eine Internet-Recherche ergab sowohl für OMB als auch ULM eine Compliance von 25. Insofern sollten sie untereinander austauschbar sein.
      Auch ein Grado Prestige mit einer Compliance von 30 sollte mit dem ULM Arm harmonieren - ich werde es ausprobieren.

      Patrick
    • Original von Patrick
      Hallo,

      wenn es sich tatsächlich um eine Original-Nadel von DUAL handelt, dürfte sie aus alten Restbeständen stammen.
      Da greift wieder die Diskussion um gealterte Gummis...


      Mmm - schwer zu sagen "ob das was ausmacht". Ich meine, die im Gummi der Aufhängung verwendeten Weichmacher entweichen natürlich ganz von allein (genau wie beim PVC). Unaufhaltsam. Der "Vorrat" an Weichmachern sollte aber ausreichend sein, um die Eigenschaften des Gummis über viele Jahre hinweg zu gewährleisten. Dafür spricht allein schon die Menge (sicher 50% und mehr), die am Anfang "drin" ist und dann erstmal teilweise "verdampfen" muß, bevor das Gummi auch nur ansatzweise "hart" wird. UV-Licht und höhere Temperaturen beschleunigen diesen Prozeß.

      Kleines "Fundstück" dazu:

      TomTiger am 1.10.2003 im Analog-Forum; Thread: "Nadel überprüfen - womit?"
      ... Zur Gummiaufhängung: Das Thema geister immer wieder einmal herum. Ein guter Freund den ich aus dem eBay Hifi Forum kenne hat enge Kontakte zu Technikern der Firma Ortofon (er selbst modifiziert Ortofon Systeme - die meiste Info die ich zu diesem Thema habe, kommt von Ihm, seinetwegen ermöglichte ich mir Zugang zu einem entsprechenden Mikroskop, daher kann ich die Aussagen teilweise bestätigen). Laut Ortofontechnikern soll das Aushärten der Gummis relativer Blödsinn sein. Wenn ein System einigermaßen ordentlich benutzt und aufbewahrt wird, sollte es kaum zu einer Verhärtung der Gummis kommen können. Es ist zwar nicht ganz ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich. die Gummimischungen, die in den letzen 20 Jahren allgemein bekannt sind halten bei sachgemäßem Gebrauch Jahrzehnte.

      Es dürfte wie bei LSP sein, es gibt Leute, die 40 Jahre alte Lautsprecher haben, wo die Gummisicken wie neu sind, andere haben 10 Jahr alte, wo die Gummis zerbröseln.


      bfn hevo
      Die junge Generation hat doch noch Respekt vor dem Alter, hauptsächlich beim Wein, Whisky und den Plattenspielern.:D
    • Ich habe jetzt mal ein paar Nadeln und Tonabnehmer gemicht um Licht ins Dunkel zu bringen. Am Schluß auch ein Foto.
      Oben als erstes ein TKS/ULM 60 mit Nachbaunadel DN145E
      Darunter ein TKS/ULM 45 mit Nadel DN 160E
      Dann kommt das THS/ULM 52 mit Nadel DN 140S
      Ganz unten DN 165E
      Letztere läßt sich auf die ULM Systeme aufschieben, kommt aber kein vernünftiger Ton raus.
      Tatsache ist, ich habe eine Original DN 145 E versucht auf die Systeme TKS/ULM 52 und 60 aufgeschoben, die Systeme kommen mit dieser Nadel ein wenig aus dem Systemträger heraus weil diese Nadel auf dem Rücken eine kleine erhöhung hat. Diese könnte man wegschleiden. Ich habe aber bereits seinerzeit, als der von Noko genannte Thread inForum aktuell war eine ebenfalls als Dual DN 145 E bezeichnete Nadel in ein TKS/ULM 60 eingeschoben und da saß die Nadel exact. Die Nachbaunadeln die ich habe passen alle Problemlos.
      Die DN 160 E und die DN 152 E passen auf jaden Fall abwärts.
      Offenbar verwendet man wohl bei den Nachbaunadeln einen einheitlichen Nadelträger um Kosten zu sparen.

      Gruß Thomas
      Bilder
      • Nadelmix.jpg

        68,19 kB, 673×1.552, 901 mal angesehen
    • Nun gut, viel zu erkennen gibt es nicht auf diesem Foto... ;)

      Ein ist paar Sachen dürften aber klargeworden sein. Untereinander austauschbar sind einige Nadeln. Ob es natürlich Sinn macht, Nadeln mit höherer effektiver Nadelmasse (siehe dazu die Grenzfrequenzen in Katalogen) an einen 731 zu hängen, ist eine andere Frage. Eine DN155 ist sicher nicht schlecht, zeichnet aber bestimmt nicht so "fein", wie eine originale DN160.

      Andererseits hat diese Austauschbarkeit einen großen Vorteil. Man kann dadurch ganz schnell die "Abtasttiefe" gerade bei Secondhand-Platten etwas varieren, um die Verzerrungen durch verschlissene Stellen der Rillenflanken zu minimieren. Der etwas unterschiedliche Schliff (oder evt. nur die Toleranz bei der Herstellung) läßt eine Nadel tiefer in die Rille "eintauchen" als eine andere. Zumindest für eine originale DN160 und eine DN155 Nachbaunadel von Tonacord kann ich diesen Effekt bestätigen. Interessant wäre sicher eine genauere Abstufung der "Eintauchtiefe".

      bfn hevo
      Die junge Generation hat doch noch Respekt vor dem Alter, hauptsächlich beim Wein, Whisky und den Plattenspielern.:D
    • Nach meinen Daten unterscheiden sich die DN 155 und DN 160 nicht in der MAsse - beide 2,5g - und nicht in dem Nadelschliff - 6x18 µ biradial- sondern nur in der Nadelnachgiebigkeit. Ich nehme an, dass die Diamanten besser selektiert wurden, daher der höherer Frequenzumfang (30 kHz statt 25 kHz).

      Meinst du die Nadelnachgiebigkeit macht die Eintauchtiefe aus?

      edit:
      sehe gerade, dass der die DN 145 einen höheren Frequenzumfang als die DN 155 (28 zu 25 kHz) hat. Seltsam...

      wega.we.funpic.de/Systeme/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wegavision ()

    • Hallo,

      falls es noch von Interesse ist, die Nadel eines OMB10 paßt auf den Body des ULM 60 und spielt auch ganz passabel Musik. Ich bin ja mal gespannt, wie sich die Original-Nadel im Vergleich schlägt, die ich heute bei Phonophono bestellt habe.
      Andererseits: das Grado Black prescht der schrägen Kombi OMB10+ULM60 am 714Q mal ganz locker davon!

      Patrick
    • Original von lulabu
      edit:
      sehe gerade, dass der die DN 145 einen höheren Frequenzumfang als die DN 155 (28 zu 25 kHz) hat. Seltsam...

      wega.we.funpic.de/Systeme/


      Das hatte ich schon anderer Stelle mal angesprochen.
      Inzwischen konnte ich einiges vergleichen und kann sagen, daß die DN 145 E an meiner Anlage hinter der DN 152 E in nichts nachsteht. Sie kommt mir sogar etwas präziser in den Höhen vor als die DN 152 E. Den vergleich zur DN 155 E kann ich leider nicht prüfen. Aber ich habe die DN 145 E und die DN 160 E jetzt mal in beiden System getestet und siehe da, ich höre keinen Unterschied heraus.
      Die Nachbau DN 160 E hinkt der DN 145 E sogar hinterher.
      Getestet habe ich auf Dual 528, 627 und 731. Das Testergebniss ist natürlich nicht wirklich Ernst zu nehmen, da alle Nadeln in unterschiedlichen Gebrauchs zuständen sind. Außerdem kommt es ja auf die Anlage an.
      Aber eine neuwertige DN 152 E hat deutlich gegen eine gebrauchte DN 145 E verloren. Es würde mich nicht wundern, wenn die DN 145 E auch die DN 152 E schlägt.

      Für die schlechte Bildqualität gibt es natürlich eine Erklärung. Die Nadeln sollen natürlich nicht auf der Scheibe des Scanners aufliegen. Schließlich sollen sie noch benutzt werden.

      Gruß Thomas
    • Bitte nicht verwechseln:
      Die effektive Nadelmasse liegt so im Bereich von 0,5mg (Milligramm). Wenn eine 145 "besser" ist, dann muß das aber nicht bedeuten, daß sie weniger Masse als eine 155 zu bewegen hat. Es kann auch am Schliff liegen.

      Die Eintauchtiefe hängt mit der Breite der Nadel (quer zur Rille) zusammen. Normal sind 18µm. Wenns aber nur 16µm sind, sinkt sie tiefer ein und tastet evt. (nur) bisher unberührte Rillenflanken ab und auch Kratzer an der Oberfläche spielen dann keine Rolle. Wenn man das durch Umstecken der ULM-Nadeln gezielt ausnutzen könnte, hätte man bei manchen alten Platten "gewonnen". Ideal wäre "ganz unten" - natürlich ohne den Rillengrund zu berühren. Dafür müßten wir aber Heinz's "Eingeborene" bemühen, die die Diamanten entsprechend "rundlutscht" ;)

      bfn hevo
      Die junge Generation hat doch noch Respekt vor dem Alter, hauptsächlich beim Wein, Whisky und den Plattenspielern.:D
    • Hallo,

      also wie von Euch auch schon gepostet, machen Systemverlgeiche nur mit Originalnadeln Sinn.

      Ich kann nur von einem Hörverlgleich zwischen ULM 45E und ULM 60 E berichten, den ich vor einigen Jahren an einer guten Anlage durchgeführt hatte (CS 522 gg. 731Q). Das ULM 60 E klang im Baßbereich präziser und reichte im Tiefbaßbereich etwas weiter hinunter. Die Obertöne waren etwas stärker akzentuiert und wurden wesentlich detailreicher als beim 45 E wiedergegeben.
      Die Klangunterschiede sind sicher nicht nur auf die unterschiedlichen Laufwerke zurückzuführen, zumal auch der Tonarm des 522 ohne Tuningantiresonator optimal auf das ULM 45 E abgestimmt war.


      Die Unterschiede verwischen naturgemäß bei den Zwischenmodellen TKS 52 E oder ULM 55 E etwas und werden schwerer nachvollziehbar sein.


      Gruss
      Norbert
    • Hallo

      Weil ich es gerade sehe:

      Original von lulabu
      Also 145er Nadel geht problemlos auf den ULM 60, klingt auch nicht schlecht, besser als die zischende 160er Nadel.


      Hab ich was an den Ohren, oder wieso "zischt" eine DN160 bei dir?

      Unter "Zischen" verstehe ich normalerweise den typischen Klang einer abgenutzten (oder einer etwas "groben") Nadel bei S-Lauten, besonders im Innenbereich einer Schallplatte.

      bfn hevo
      Die junge Generation hat doch noch Respekt vor dem Alter, hauptsächlich beim Wein, Whisky und den Plattenspielern.:D