Beiträge von Lukejack

    Moin zusammen,

    also ich hatte an dieser Stelle:

    Lukejack
    16. April 2025 um 23:07

    ähnliche Probleme mit einem CS 460.

    Die verbaute Schraube hatte auch einen Defekt am Gewinde.

    Am Ende habe ich den Eindruck, die Geräte aus den letzten Dual-Jahren leiden ggf. unter Bauteile-Toleranzen. Bei der älteren 455ern sind mir solche Probleme nicht untergekommen.

    Die Auflagekraft weicht am Ende auch von der Skala ab. Selbst bei vermeintlich perfekter Justage.

    Stecke ich den Drehregler ohne Federscheibe auf, lässt sich das Federhaus leicht drehen, selbst mit zwischengelegter Federscheibe.

    Ziehe ich die Schraube an, dann wird die Bewegung schwergängig, an 2 Stellen mit erhöhtem Widerstand, der zweifelsohne den Drehregler beschädigen würde.

    Dabei macht es keinen Unterschied, ob ich das angerissene oder das einwandfreie Federhaus verwende.

    Nach einigem hin und her konnte ich das Ganze jetzt so einstellen, dass sich das Federhaus einigermaßen gut drehen lässt. Es ist etwas schwergängig, aber ich habe die Schraube nur leicht angezogen und so geht es zerstörungsfrei. Ziehe ich die Schraube fester an, wird der Widerstand jedoch zu groß.




    Jetzt die große Frage. Woran liegt es? Bei meinem Ersatzteil-Tonarm kann ich die Schraube festziehen und das Federhaus lässt sich dennoch einwandfrei und leichtgängig drehen. Im Übrigen ist der Nullpunkt hier auch korrekt im Gegensatz zum 460, wo man den Regler über den Nullpunkt hinaus drehen kann.

    Warum gibt es bei diesem Gerät so einen Widerstand?

    An der Seite zwischen Tonarmlager und Federhaus kann es ja nicht liegen, da der Tonarm im Kugellager liegt, geprüft und eingestellt auf minimales Spiel. Also kann ja nur auf der anderen Seite zwischen Federhaus und Lagerrahmen eine Reibung entstehen.

    Nur wo und warum? Mechanische Ungenauigkeit wegen ausgelutschter Werkzeuge in der Produktion? Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung.

    So richtig zufriedenstellen ist das Ganze nicht, fürchte ich doch, mir auch den Ersatzdrehregler auf Dauer zu ruinieren.

    Hat jemand eine Idee?

    Wäre natürlich toll, wenn man jemand von Fehrenbacher finden könnte, der sich mit der damaligen Produktion noch auskennt und sich eventuell an bekannte Fehler erinnert.

    Hat Fehrenbacher überhaupt noch einen Betrieb oder Kundenservice? Ersatzteile gibt es ja, meine ich, nicht mehr, oder?

    Wäre toll, wenn man hier einen Kontakt herstellen könnte.


    Beste Grüße,

    Luke

    Moin moin zusammen.

    Nachdem ich hier im Forum etliche Geräte aus meiner Todo-Liste verkauft habe, musste doch nochmal ein kleines Spielzeug her.

    Den CS 460 finde ich ungemein hübsch (zumindest oberflächlich betrachtet), auch wenn er technisch ein hässliches Entlein ist.

    Ich hatte mich vor längerer Zeit in einem anderen Thread schon darüber geäußert, wie überrascht ich darüber war, wie stümperhaft Fehrenbacher dieses neue Modell entworfen und umgesetzt hat.

    Man hat ja im Grunde einen garnicht mal so schlechten 455-1 (ja relativ gesehen natürlich) und darauf einen aufgedoppelten Teller (man hat im Grunde 2 Teller mittels 3 Senkkopfschrauben miteinander verbunden) gesetzt. Den folgenden Fehlwinkel des Tonarms hat man versucht durch eine Modifizierung des Headshells zu kompensieren.

    Naja, im Grunde hat man einfach das Headshell des 455er genommen, abgesägt und ein zweites obendrauf geklebt, damit das System höher hängt. Das gleicht den Fehlwinkel allerdings nicht komplett aus, so dass der Tonarm nicht parallel zur Platte verläuft, auch nicht mit dem standardmäßig verbauten OMB-System. Die Kabel hängen nicht mehr am Headshell (vermutlich fehlten die Teile), sondern kommen direkt aus dem Tonarm, was den Wechsel deutlich erschwert.

    Ich vermute ja, dass Fehrenbacher jede Menge Teller und Headshells übrig hatte und dann versucht hat, daraus ein neues Modell zu kreieren.

    Die Fachpresse hat diese Unzulänglichkeiten natürlich weggeschwurbelt. Völlig irre, wenn man mich fragt.

    Nun ja, was bleibt ist aber immerhin eine schöne Optik. Der Doppelteller macht schon was her und die Zarge hat als einziges deutlich an Qualität gewonnen. Vermutlich nun aus MDF und nicht mehr Press-Spahn ist sie deutlich schwerer und auch optisch wertiger. Dem Headshell darf man zweifelsohne nicht zu Nahe kommen, dann erkennt man schnell, dass es eher eine Bastelei ist.

    Irgendwie hatte es mir dieses, ich nenne es mal Frankenstein-Modell. jedoch angetan. Ich habe nicht danach gesucht, aber es lief mir quasi über den Weg und für einen fairen Preis (insbesondere nach Feststellung einiger Mängel, die vermutlich vom Transport stammen), habe ich dann nicht nein sagen können.

    Das Gerät hatte folgende gravierende Mängel.

    Headshell und Federhaus bzw. Drehregler.

    Das Headshell hatte sich wohl während des Transports in die ursprüngliche Form zurückbegeben, für die es konzipiert wurde.




    Man kann echt gut erkennen, wie da gebastelt wurde. Offensichtlich hat der Kleber nicht besonders gut gehalten. Leider hat sich bei diesem Verhalten die gute Nadel 10 gleich mit verabschiedet und ist abgebrochen. Nunja, die 10er Nadeln sind ja nun keine Seltenheit.

    Das Headshell kann man sicherlich wieder kleben, ich verwende dann mal ordentlichen Kleber.

    Hier kann man schön erkennen, wie die Kabel aus dem Tonarm baumeln. Das konnte der 455-1 besser.


    Die zweite Sache betraf das Federhaus. Funktion über den Drehregler gleich Null.

    Also dem Teil mal auf die Finger geschaut und siehe da, am Drehregler ist der Nupsi für die Bewegung des Federhauses abgebrochen.

    Sieht man hier ganz schön im Vergleich zu einem unbeschädigten Teil (hier in silbergrau).

    Ich habe also das erstbeste Ersatzteil aus meinem Regal genommen (auch wenn es farblich nicht passt) und eingebaut.

    Hier fiel mir direkt auf, dass sich das Federhaus mittels Drehregler leicht bewegen lässt.

    Sobald ich jedoch die Schraube vom Drehknopf (die verbaute Schraube hatte auch noch einen Defekt am Gewindeanfang) anziehe und die Federscheibe zwischen Drehregler und Lagerrahmen lege, wird die Bewegung sehr schwergängig, was sicherlich zum Abscheren des Nupsis geführt hat. Warum auch immer.

    Ich habe dann das Federhaus ausgebaut und betrachtet. Es zeigt eindeutig Risse, obwohl das Modell erst ein paar Jahre auf dem Markt ist.

    Rechts das transparente Original und links das schwarze Ersatzteil, welches ich glücklicherweise doch noch in meiner Sammlung finden konnte (dieses ist eiwandfrei).

    Ich habe also ein bisschen mit den Drehreglern und den Federhäusern rumprobiert.

    Zum Glück konnte ich aus einem XXX-Tonarm was auch immer noch einen schwarzen Drehregler ausbauen.



    Aber auch hier die gleiche Feststellung...

    Grübel, grübel.

    In dem einen Thread habe ich die verwendeten Schmierstoffe genau beschrieben… ;)

    Schau mal hier.

    Ich habe die 505er Serie schon öfter komplett überholt.

    Vielleicht hilft das ja weiter:

    Lukejack
    8. März 2019 um 23:09
    Lukejack
    10. September 2021 um 16:26

    By the way.

    Die Unterschiede zwischen 505-2, 505-3 und 505-4 sind absolut marginal.

    Der 505-2 hat einen anderen Teller, der 505-3 keine abnehmbare Headshell und die Optik der Kunststofftypenschilder wurde leicht verändert.

    Ansonsten sind alle Teile 1zu1 austauschbar.

    Ist der Halbmondring gemeint?
    Die Demontage ist eigentlich recht einfach.

    Ich benutze eine halbwegs stabile, spitze Pinzette.

    An der offenen Seite des Halbmondrings angesetzt, leicht mit dem Griff eines Schraubendrehers auf das Ende der Pinzette klopfen und schon ist das Ding ab.

    Es empfiehlt sich, vorher ein kleines Stück Klebeband anzubringen, damit der Ring nicht wegfliegt.


    Beste Grüße,

    Luke

    Ich habs so gelöst.

    Ein Kantholz auf die Oberseite des Tellers und somit auf den Mitteldorn legen und den Teller dann gegen das Kantholz hochziehen.

    Da kann man dann schob ordentlich Kraft ausüben, weil man ja nur gegen den Dorn arbeitet, aber nicht gegen das Motorlager.

    Falls das nicht hilft, dann helfen vielleicht doch nur Schläge.

    Hier der Link zu meiner Anleitung.

    Lukejack
    19. November 2022 um 14:04

    Beantwortet sicherlich ein paar Fragen.

    Mahlzeit.

    Ich habe gerade wieder einen 1229, den ich komplett überhole.

    Ich werde in Laufe der Überholung mal versuchen, etwas ausführlicher auf das Thema einzugehen.

    Es gibt da ja ein paar Stellschrauben, die der Justage dienen.

    Am Ende waren es bei mir (auch nach längerer Suche) immer eher plakative Fehler, die zur Fehlfunktion geführt haben.

    Wichtig ist definitiv die genaue Position der Ringe beim Einbau des Tonarms, der korrekte Sitz des Segments und am Ende auch der Pimpel.

    Ich habe bei den 1219/1229ern die besten Erfahrungen mit den gelben Revisound-Pimpeln gemacht (abgesehen von den Originalen).

    Ratsam ist jedenfalls die genaue Vorgehensweise nach der Originalanleitung.

    Eigentlich kann da kaum etwas schief gehen, wenn alles korrekt montiert ist.

    Hallo Ernst,

    das ist völlig normal.

    Der Widerstand verbrät einiges an Leistung und wird Mittel so bis 200 Grad warm.

    Ist der Plattenspieler längere Zeit nicht gelaufen, verbrennt er erstmal den anhaftenden Staub und reinigt sich quasi selbst.

    Schau mal hier:

    matraj63
    26. August 2017 um 03:50

    Und wem es hilft, hier mein aktueller Leitfaden/Erfahrungsbericht für 1219/1229er Modelle:

    Lukejack
    19. November 2022 um 14:04

    P.S. Hier geht es um den 1019er, ok, aber der Motor ist ja praktisch der Gleiche.

    Vorsicht, das Problem kann auch auftreten, wenn der Tonarm nicht genau justiert ist beim Einbau.

    Das Führungsstück muss man in der Regel nicht neu justieren, wenn es vor dem Ausbau gepasst hat.

    Beim Einbau des Tonarms darauf achten, dass der äußere Lagerring in den Uhrzeigersinn gedreht wird.

    Wenn der nicht bis zum Anschlag (wenn man merkt, dass sich der Tonarm hebt, da ist so eine Schwelle) positioniert ist, hat der ganze Tonarm die falsche Höhe und dann kommt es zu beschriebenem Effekt.