Dual CR40 Wartung und Umbau auf 240V

  • Tja, was soll man dazu sagen :rolleyes: ?!?


    Fangen wir mal von vorne an. Du hast


    1. laut Deinem Posting #20 den Lautsprecherausgang dieses Endverstärkers kurzgeschlossen. Mangels einer elektronischen Kurzschlusssicherung sind dann

    2. die beiden Endtransistoren aufgeschmolzen, also zwischen Emitter und Kollektor extrem und dauerhaft niederohmig geworden, woraufhin

    3. die Sicherung in der Betriebsspannungszuführung ausgelöst hat. Dann hast Du

    4. diese Sicherung mit Alufolie geflickt, wie es bereits Echtdampfs wachsames Auge in #14 nicht entgangen ist und Du es später, ebenfalls in #20, bestätigst. Das führte dann

    5. zur Überlastung der niederohmigen Widerstände R 831 und R 837 in diesem Endverstärker.


    Merckx Dir: Sicherungen werden von den Schaltungsentwicklern immer so dimensioniert, dass sie im Normalbetrieb nicht defekt werden. Vielmehr sollen sie im Fehlerfall, also bei Defekt nachgeschalteter Schaltungs- und Bauteile, Schlimmeres verhüten, wie z. B. einen Brand im und ausgehend vom Gerät. Ehrlich gesagt kannst Du froh sein, wenn wegen der gebrückten Sicherung nicht auch noch der Netztrafo und -gleichrichter Schaden genommen haben. Funktioniert der zweite Kananl noch? Falls ja, Glück gehabt (mehr Glück als Verstand, ganz ehrlich gesagt :whistling: ).


    Jetzt ist systematisches Vorgehen angesagt: Defekt sind auf jeden Fall die beiden MJE3055, die glücklicherweise noch erhältlich sind. Sehr wahrscheinlich hat es auch noch die beiden Treiber T 805 und T 808, vielleicht sogar auch noch den VAS T 807 mit in den Orkus gerissen. Ich würde konsequent alle Transistoren ausbauen und messen, nötigenfalls mit dem Ohmmeter in der Diodentestfunktion.


    MJE3055 gibt es noch. Aus guten Gründen, die ich später noch erläutern werde, würde ich sie jedoch durch die fünfmal so teuren NJW21193 ersetzen, wenn Du nicht zufällig welche im Bestand hast. Die Treiber 2N2218 und 2N2905 sind ebenfalls noch lieferbar; ihr Preis treibt mir jedoch Tränen in die Augen, zumindest, wenn sie von einem renommierten Hersteller kommen (wahrscheinlich, weil alle TO5-und TO39-Transistoren von den großen Herstellern längst abgekündigt wurden). Sie können duch BD139 (für 2N2219) bzw. BD140 (für 2N2905) ersetzt werden, die allerdings ein anderes Gehäuse (TO126) und eine andere Anschlussreihung (E-C-B statt E-B-C) haben und beim Einbau entsprechend zu drehen wären. Zudem wäre zunächst zu prüfen, ob die Löcher in der Platine ausreichend (1 mm Durchmesser) bemessen sind. Falls nicht, wären die Löcher von der Lötseite her (!) entsprechend aufzubohren oder die Beine der Transistoren zu bearbeiten. Oder Du nimmst deren TO92-Varianten BC639 und BC640 mit ebenfalls E-C-B-Reihenfolge, aber dünneren Beinen. Diese beiden benötigen jedoch hier Kühlschellen! Den BC171B kannst Du ohne Weiteres durch BC546B, den BC173B durch BC550B oder C ersetzen, musst Dich aber beeilen, denn auch die wurden kürzlich abgekündigt. Im Falle eines Ersatzes durch Nicht-Originaltypen sollten auch die Transistoren im funktionsfähigen Kanal entsprechend ausgetauscht werden, um potentiellen Klangunterschieden vorzubeugen. Und prüfe die Widerstände R 831 und R 837!


    Sind die defekten Transistoren, ggf. auch die Widerstände, erneuert, ersetzst Du die Sicherung 1,2 A zunächst durch einen Widerstand 22 Ohm 0,5 Watt, über den Du einen Spannungsmesser legst. Dann schaltest Du ein. Ist alles in Ordnung, fallen über diesem Hilfswiderstand etwa 0,8 bis 1 Volt ab, nicht mehr! Dann kannst Du die Sicherung (1,2 A flink) wieder einsetzen. Geht er gar in Rauch auf, ist noch mehr faul!


    Die Endverstärker im CR 40 haben, wie erwähnt, keinerlei Kurzschlusssicherung. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich nun jedoch, dass auch vorhandene Kurzschlusssicherungen in Verstärkern dieser Bauart, also mit einer monopolaren Spannungsversorgung und Auskoppelelko, grundsätzlich nicht zuverlässig abzusichern sind. Der in den 1970er Jahren äußerst beliebte und auch von mir vielfach nachgebaute EQUA von Elektor (ein inzwischen gut 50 Jahre alter Entwurf...) beispielsweise repräsentiert genau diese Schaltungstopologie (ist jedoch im Ausgang echt komplementär), hat aber zwei zusätzliche Transistoren zur Begrenzung des Stroms durch die Ausgangstransistoren, hier 2N3055 und MJ2955 von Motorola. Nötig und zuverlässig wäre jedoch eine Einrichtung zur SOAR-Begrenzung, die in einem solchen Verstärker wegen des fehlenden Massebezugs für den Begrenzer prinzipbedingt nicht realisierbar ist. Deshalb starb auch jeder mit den Originaltypen aufgebaute EQUA bei einem Kurzschluss in der LS-Leitung sofortigst, auch wenn aus dem Netztrafo lediglich 48 Vac kamen - und gar kein Signal anlag. Deutlich robuster wurden meine EQUAs, nachdem ich die Originale durch die 250-Watt/20-Ampere-Boliden MJ15003 bzw MJ15004 ersetzt hatte. Heute jedoch stünden in TO3 die schnelleren MJ21193 bzw. MJ21194 mit erweitertem SOAR zur Verfügung und die als NJW21193 bzw. NJW21194 auch im TO3-P-Kunststoffgehäuse verfügbar sind. Deshalb meine Empfehlung oben. Die ungenügenden oder gar fehlenden Maßnahmen zur Kurzschlusssicherung werden einfach durch wesentlich leistungsfähigere und robustere Transistoren wettgemacht.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Vielen! Vielen ! Dank!!!


    Ich schau mir das mal in Ruhe an.

    Es stellt sich mir nur die Frage ob sich das noch lohnt. Aber vielleicht ist es ha ne gute Möglichkeit mein Wissen zu verbessern.


    Danke erstmal.


    Du denkst also ich könnte das Gerät nochmal einschalten um zu sehen ob der Kanal noch geht?

    Ich kann da nicht noch mehr schrotten wenn ich die sicherungen im netzteil wieder einsetze?

  • Lasse die Sicherung des defekten Kanals weg, setze nur die im anderen ein und beobachte. Oder ersetze, wie oben vorgeschlagen, dessen Sicherung vorübergehend durch einen 22-Ohm-Widerstand, dessen Spannungsabfall Du misst.


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Ach ja, ob sich die Reparatur für Dich lohnt, kannst alleine Du entscheiden. Deine Überlegung, dabei etwas (viel!) in Sachen Schaltungsverständnis, -analyse und Fehlerbeseitigung lernen zu können, weist jedoch in die richtige Richtung ;) . Ich persönlich hätte jedenfalls den Ehrgeiz dazu, wenn auch der Materialaufwand möglicherweise den erreichbaren monetären Wert übersteigen mag (wirtschaftlicher Totalschaden heißt das), sich insgesamt aber in überschaubaren Grenzen hält. Die Befriedigung, es geschafft zu haben, bedeutet einen nicht zu unterschätzenden ideellen Wert.


    Beste Grüße und viel Erfolg wünscht Uwe!

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • Ach ja, ob sich die Reparatur für Dich lohnt, kannst alleine Du entscheiden. Deine Überlegung, dabei etwas (viel!) in Sachen Schaltungsverständnis, -analyse und Fehlerbeseitigung lernen zu können, weist jedoch in die richtige Richtung ;) . Ich persönlich hätte jedenfalls den Ehrgeiz dazu, wenn auch der Materialaufwand möglicherweise den erreichbaren monetären Wert übersteigen mag (wirtschaftlicher Totalschaden heißt das), sich insgesamt aber in überschaubaren Grenzen hält. Die Befriedigung, es geschafft zu haben, bedeutet einen nicht zu unterschätzenden ideellen Wert.


    Beste Grüße und viel Erfolg wünscht Uwe!

    Hallo Uwe,

    Also Netzteil und der rechte Kanal funktionieren noch! Klingt jetzt auch besser wie vorher, so gut wie kein brummen mehr!

    Sehr schön!


    Ich werde jetzt die Teile besorgen.

    Ich berichte, wenn es so weit ist.

    Bestellt ist alles.


    Beim genaueren Hinsehen habe ich noch an dem Contourregler einen Kondensator gefunden, wo wohl das bein mal wieder dran gelötet wurde.

    Ich finde das teil aber im Schalt plan nicht.


    Dann habe ich noch gesehen, dass an dem Transistor T807 ein kleiner Kondensator parallel gelötet ist, der irgendwie zu zerbröseln scheint...

    C819 30 pikofahrad 50v richtig?

    Der T807 ist im Plan ein BC171b. Geht da auch ein a?

  • Hi !

    Die niederohmigen Widerstände finde ich nur zu recht hohen Preisen, ist das normal?

    Also 0,5 Ohm 2 Watt die kosten ha gerne mal 5 Euro das Stück?

    Wenn es genau 0.5 Ohm sein sollen - dann Ja. Unter Umständen.

    Nach der IEC-Staffelung gibt es den Wert nicht mehr und der wurde durch 0.47 Ohm ersetzt, wobei beide -in etwa- innerhalb ihrer Toleranzen den gleichen Widerstands-*Bereich* überdecken.


    https://www.conrad.de/de/p/fuk…0-2-w-10-1-st-443805.html


    Da würde ich vier nehmen und die alten Murkeldinger beim anderen Kanal auch auswechseln.


    Das da sind Metallschicht-Widerstände, die alten entweder Kohleschicht- oder Drahtwickel-Widerstände.

    Die Metallschichter haben durchaus auch Vorteile.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Lasse die Sicherung des defekten Kanals weg, setze nur die im anderen ein und beobachte. Oder ersetze, wie oben vorgeschlagen, dessen Sicherung vorübergehend durch einen 22-Ohm-Widerstand, dessen Spannungsabfall Du misst.


    Beste Grüße, Uwe

    Hallo Uwe, Hallo Wacholder

    Ich hab jetzt alles getauscht,

    Der 22 ohm Widerstand ist eingebaut.


    Ich würde jetzt den spannungsabfall messen,

    Ich bin mir aber nicht sicher welchen massepunkt ich zum messen nehmen soll.


    Wäre toll, wenn mir da einer noch nen hinweis gibt!!

  • Hi !

    Ich würde jetzt den spannungsabfall messen,

    Ich bin mir aber nicht sicher welchen massepunkt ich zum messen nehmen soll.

    Spannungsabfall nicht in den Mülleimer werfen ... :D


    Der Spannungsabfall wird immer über das betreffende Bauteil gemessen.

    Mit dem 22-Ohm-"Sicherheitswiderstand" kann nicht der Maximalstrom fließen - und potentiell auch nichts (oder: nicht so viel. Oder: nichts, was nicht schon kaputt ist) in Rauch aufgehen.


    Dann mal bitte den Spannungsabfall über einen der neuen 0.47-Ohm-Emitterwiderstände messen.

    Besser über beide mal, falls der Strom an den Endtransistoren abzweigt und einen Umweg nimmt.


    Für die klassischen 35mA Ruhestrom, die *fließen sollten*, muß an einem 0.47-Ohm Widerstand eine Spannung von rund 18mV abfallen.

    Ist es mehr, fließt zuviel Strom, ist es weniger oder nix, dann ist noch irgendwo ziemlich der Wurm drin.

    Gut - ist es bei zuviel auch ...


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • ok.

    Nur ganz praktisch.

    Mit dem multimeter.

    Der rote prüfer einmal vor und einmal nach dem widerstand, aber wohin den schwarzen?

  • Hi !


    Rot ans eine Ende - schwarz ans andere Ende.

    Richtigen Bereich wählen: VDC = Volt Gleichspannung - mal so 2VDC vielleicht für den Anfang.


    Dann Receiver einschalten und sich an dem hübschen Funkenregen erfreuen ... nein ... wir hoffen ja, daß das nicht passiert.

    Dann Displaygucken: "1---" oder "OFL" bedeutet Spannung höher als der eingestellte Meßbereich. Schon mal *ganz* schlecht.


    Aber wenn da zum Beispiel "0.020" steht, dann wird das wie "0.02V = 20mV" interpretiert.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • der Widerstand ist direkt in Flammen aufgegangen...oh mann ... käse...

    keine Ahnung was da los ist..


    Ist jetzt davon auszugehen, dass die neuen Bauteile alle wieder hinüber sind?


    Es war ein 22Ohm 5watt kohleschicht widerstand.

  • Hi !

    Ist jetzt davon auszugehen, dass die neuen Bauteile alle wieder hinüber sind?

    Nicht zwingend.


    der Widerstand ist direkt in Flammen aufgegangen...oh mann ... käse...

    Dann baut irgendwas in dem Endverstärker einen massiven Kurzschluß.


    Der Endverstärker wird mit +37V (im Ruhezustand) betrieben.

    Um bei 37V einen 5W / 22 Ohm Widerstand zu überlasten, müßte 5 W / 37V = 0.135A fließen.

    Eher noch mehr, da er ja direkt in Rauch aufgegangen ist.


    *Das* widerum bedeutet, daß der Zweig mit den Endtransistoren einen an der Waffel hat, denn nirgendwo anders in dem Teil können so große Ströme fließen ... außer, wenn wirklich ein massiver Kurzschluß der Versorgungsspannung gegen Masse vorliegt (Draht nicht abgeschnitten, Schraube / Scheibe / Mutter dazwischengefallen - Isolierscheibe unter dem Endtransis vergessen / gerissen).


    Verdächtig und zu überprüfen sind da mal das "obere Paar" aus T805 und T806 und das "untere Paar" aus T808 und T809. Die bilden zusammen jeweils eine Darlingtonstufe und bei beiden kleineren sind die Treiber der beiden großen Endtransistoren. Ich denke mal, daß an der Stelle ein massiver Defekt vorliegt.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Danke, ich schau mir das in ruhe an.

    Dann versuche ich herauszufinden wie man einen Transistor durchmisst...

  • Hallo Daniel,


    hast Du wirklich alle Transistoren aus der Platine gelötet und zumindest grob geprüft, also mit dem Ohmmeter im Diodentestbereich? Falls nicht, bitte durchführen, auch mit den neuen Transistoren!


    Beste Grüße, Uwe

    »Die Mutter guckt alleine Krimi oder Quiz, und die Tochter ist da, wo die Action ist.« (Udo L., 1974)

  • *Das* widerum bedeutet, daß der Zweig mit den Endtransistoren einen an der Waffel hat, denn nirgendwo anders in dem Teil können so große Ströme fließen ... außer, wenn wirklich ein massiver Kurzschluß der Versorgungsspannung gegen Masse vorliegt (Draht nicht abgeschnitten, Schraube / Scheibe / Mutter dazwischengefallen - Isolierscheibe unter dem Endtransis vergessen / gerissen).


    Verdächtig und zu überprüfen sind da mal das "obere Paar" aus T805 und T806 und das "untere Paar" aus T808 und T809. Die bilden zusammen jeweils eine Darlingtonstufe und bei beiden kleineren sind die Treiber der beiden großen Endtransistoren. Ich denke mal, daß an der Stelle ein massiver Defekt vorliegt.


    :)

    Du gattest recht, ich dussel hatte die isolationsscheibchen vergessen!!!


    Ich hab das behoben, jetzt kann ich das Gerät einschalten.


    Messgerät steht auf 2000mV

    An der 22Ohm Sicherung messe ich 340 = 0,34 Volt?


    Wenn ich auf 200mV stelle

    Am R838 01,1

    Am R837 ist es 000


    Über beide 01,1

    Einmal editiert, zuletzt von DanielB ()

  • Hallo Daniel,


    hast Du wirklich alle Transistoren aus der Platine gelötet und zumindest grob geprüft, also mit dem Ohmmeter im Diodentestbereich? Falls nicht, bitte durchführen, auch mit den neuen Transistoren!


    Beste Grüße, Uwe

    ich hatte jetzt gleich den Fehler mit den Isolationsscheiben bei den 3055 gefunden.


    Das hab ich behoben.

    Dann neuen 22 ohm eingebaut.

    Jetzt geht nichts mehr in flammen auf.


    Ich habe jetzt gemessen,

    Weiß aber nicht genau, was die Werte bedeuten...

  • Hi !

    Du gattest recht, ich dussel hatte die isolationsscheibchen vergessen!!!


    Als Selber-Bastler weiß ich um die menschliche Fehlbarkeit.

    Du bist nicht der erste, dem das passiert.

    Einer sitzt gerade auf der anderen Seite an der Tastatur .......... <X


    Messgerät steht auf 2000mV

    An der 22Ohm Sicherung messe ich 340 = 0,34 Volt?

    Rechnen wir mal:


    Der Strom ist die gemessene Spannung geteilt durch den Widerstand. Also 0.34V / 22 Ohm ergibt 0.0154 Ampere.

    Das ist lang unter dem Ruhestrom von 35mA und dürfte so ungefähr dem entsprechen, was noch so an Vorstufenkram vor der Endstufe hängt. Die Sicherung ist ja eine Sicherung für *den ganzen Verstärkerzweig* links oder rechts jeweils und sichert nicht nur die Endtransistoren ab, wie bei einige anderen Dual "Familien-Endstufen" (wie bei der HS140 zum Beispiel).


    Wenn ich auf 200mV stelle

    Am R838 01,1

    Am R837 ist es 000

    1.1 mV entspricht etwa 2mA durch den Widerstand. Und null ist gar nix. Still und starr ruht der See.


    (R838 auf dem Platinenbild. Im Schaltplan ist der mit R831 bezeichnet. Wieder ein neuer Fehler in Servicemanuals gefunden ...)


    Das ist jetzt etwas unschön und unerwartet.

    2mA dürften ungefähr dem Strom durch die Querwiderstände der Ruhestromregelung an den gemeinsamen Punkt der Endtransistoren T806 und T809 (Lautsprecher-Ausgang vor dem Elko) gegen Masse entsprechen.


    *Ich* würde an der Stelle wirklich nochmal alle Transistoren auf dem Kanal unter die Lupe nehmen, ob die heile sind.

    Ein China-Tester ist hilfreich, aber auch ein Multimeter mit Diodentest. Damit kann man Transistoren wenigstens auf eine Grundfunktion ausmessen. Das gemeine ist, daß Transistoren in der Regel nicht "durchbrennen" (= offene Verbindung), sondern durchmetallisieren (= Kurzschluß). So - aber durch die 0.5-Ohm-Widerstände fließt ja gar kein Strom, also sind die Endtransistoren und ihre Treiber nicht leitend.


    Naja ... oder vielleicht "nicht mehr" und haben sich freigebrannt. Glaube ich aber nicht.


    Der untere Teil T808 und T809 - da muß irgendwas leiten, sonst hättest Du keinen Spannungsabfall über R838.

    Mögliches Szenario: beide Transistoren durch. Dann läuft der Strom aus der Mitte zwischen R837 und R838 (Lautsprecherausgang) durch den toten T809 gegen Masse. Wenn nur T808 durchgeknallt ist, legt der eine positive Spannung auf die Basis von T809 und steuert den auf.

    Anderes mögliches Szenario: T807 durch. Legt T808 auf Masse (PNP) der steuert T809 auf.


    Schwierig aus der Entfernung zu beurteilen, was da wirklich passiert (ist).



    :/

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Danke.

    Das verstehe ich.

    Ich habe die Transistoren gemessen und nochmal neue eingesetzt.


    Es bleibt bei 0,2 Volt an den 22Ohm.


    Ich hab mal nen Lautsprecher angeschlossen und es kommt was... leicht verzerrt... trotz des Widerstands anstelle der Sicherung...


    Für heute hör ich auf.

    Wüsste auch nicht mehr was ich tun soll.


    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen B171A und B?

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