CV121 Phonovorverstärker ungleich laut

  • Hallo!

    Ich habe nach einigen Jahren meinen CV121 wieder reaktiviert. Leider ist mir jetzt aufgefallen, dass der Phonozweig links um ein vielfaches leiser ist als rechts. Ich muss den Balanceregler bist fast auf Anschlag nach links bewegen um ihn für mein Gehör auf beiden Kanälen gleich laut zu bekommen. Des weiteren ist der linke Kanal auch sehr bassschwach. Drückt man die Mono Taste, sind beide Kanäle gleich laut und der linke Kanal spielt dann auch tiefere Frequenzen. Auf den Hochpegeleingängen tritt dieser Fehler nicht auf.

    Hat jemand eine Idee, wo ich anfangen könnte zu suchen?

    Gruß, Matthias

    Wohnzimmer: Onkyo TX4500 MKII, B&W 702 S2, Dual 510, Dual 1229, Rotel RDD 1580



    Eigentlich sollte es nicht heißen "läuft wie ein Schweizer Uhrwerk", sondern "läuft wie ein Schwarzwälder Plattenspieler" :)

  • an beide Eingänge das gleiche sinus Signal legen und dann mit einem 2-Kanal Oszi Stufe für Stufe vergleichend durchmessen. Gut ist ja, das 1 Kanal noch richtig funktioniert. Da kann man dann relativ einfach Vergleichsmessungen machen und so den Fehler lokalisieren.

    Entwicklung von low noise Stromversorgungen für Phono preamps
    Telefunken Musikus TW509 Studio TV mit Abwurfsäule PE 45/72 und Stanton 680
    1219 modifiziert mit 13" Eigenbau-Tonarm mit Ortofon OMB10
    HS32 mit 1010F/ CDS640

    1010 mit einem neuen asean Keramik System in einem Grundig Musikschrank
    Thorens TD124 mit SME3012, Ortofon MC10

    1009 mit shure M75 an high output mono phono pre und Graetz Sinfonia

    HS36 mit 1210/ CDS660

    P80 mit 1234 shure M75 mit high output MMpre

  • Danke für den Tip, habe aber leider weder Signalgenerator noch ein Oszilloskop zur Verfügung :-(

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  • Hallo Matthias,


    wenn du ausschließen kannst, dass der Fehler an der Quelle bzw. am Plattenspieler liegt, solltest du mal testhalber mehrfach die Mikrofonwahltaste betätigen. Evtl. hat die ein Kontaktproblem. Vielleicht ändert bzw. bessert sich das Problem.


    Für einfache Prüfzwecke kannst du auch einen "Brummtest" machen.

    Eine Büroklammer in die DIN-Buchse auf PIN 3+5 der Phonoeingangsbuchse bzw. 1+4 am Mikroeingang.

    Es sollte immer gleich laut auf beiden PIN Brummen.


    Möglich ist auch ein Defekt auf der Vorverstärkerplatine.

    Test erst mal wie oben beschrieben.


    VG Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    So ganz ausschließen kann ich das als Fehlerquelle mittlerweile nicht mehr. Ich habe den Plattenspieler mal an Mikrofon angeschlossen (ist umgebaut, also sozusagen Phono 2) - hat auch immer Prima funktioniert und kann daher nicht am Umbau liegen.

    Aber auch hier wieder das gleiche, Kanäle ungleich laut und kaum Bass auf linkem Kanal. Dann statt dem M91 einen anderen TK mit M95 montiert und plötzlich waren beide Kanäle voll da.

    Dann wieder zurück auf das M91 und jetzt scheint es auch hier zu funktionieren. Also vielleicht doch das bekannte Problem mit Kontaktproblemen an den TK's? Trotzdem Merkwürdig, ich dachte dann fehlt einfach ein Kanal komplett wenn man ein Kontaktproblem am TK hat, so kannte ich es zumindest bis jetzt.

    Oder, durch das häufige umschalten zwischen Micro und Phono, ist der Kontakt hier jetzt wieder ok. Ich werde mal ein paar Platten anhören und schauen ob es jetzt so bleibt - eine gute Gelegenheit die neue Thakker N91 Nudeline auf Herz und Nieren zu prüfen.

    Vielen Dank für die Tips!

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  • Achso, du benutzt auch den umgebauten Mikro- als Phonoeingang. Wie bei meinen CV auch.


    Also die TK,s haben gerne Übergangswiderstände an den Crimpverbindungen unter dem kleinen Deckel in den die Federkontakte gehen.

    Falls du ein Multimeter hast mess mal die Verbindung zwischen Systemanschlussstecker und Federkontakt.

    Da sollten nur 0,1-0,5 Ohm sein.

    Nachdrücken der Crimpverbindungen mit einer Spitzzange hilft.


    Die Schalter Mikro oder Phono sind auch gerne oxidiert. Da hilft auf Dauer nur zerlegen und reinigen.

  • Hallo Matze,

    Leider ist mir jetzt aufgefallen, dass der Phonozweig links um ein vielfaches leiser ist als rechts. I

    das ist ein sehr oft auftretender Fehler.

    Der Phono-Vorverstärker befindet sich auf der oberen Platine, auf der auch die Quellenschalter vorhanden sind.

    Ein Kanal des VV hat für die Verstärkungseinstellung einen Festwiderstand von 470 Ohm, der andere ein Trimmpoti mit einem Gesamtwiderstand von 1 kOhm. Wenn dieses Trimmpoti defekt ist ändert sich der Widerstand auf 1 kOhm. Dadurch ändert sich auch die Verstärkung.

    Prüfe das Trimmpoti und wenn es schwarz angelaufen ist wechsle es aus.

    Anbei ein Bild.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Die Freude währte nicht allzu lange, nach der 2. Platte trat der Fehler wieder auf. Morgen messe ich mal die Federkontakte am TK durch, wenn das nichts hilft schaue ich mir das Trimmpoti an. Da ich hier keine Möglichkeit zum abgleichen der Kanäle habe, wäre es dann nicht eine Option das Trimmpoti (falls defekt) gleich durch einen 470 Ohm Widerstand zu tauschen? HaJo, du hast vor mittlerweile über 10 Jahren diesen CV121 für mich wiederbelebt. Er läuft bis auf dieses kleine Problemchen immer noch einwandfrei! Vielen Dank nochmal

    Gruß und schönen Abend noch,

    Matthias

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  • Hallo Matthias,

    HaJo, du hast vor mittlerweile über 10 Jahren diesen CV121 für mich wiederbelebt.

    Ja, ich erinnere mich. Dann hat er ja lange gehalten.:thumbup::thumbup:

    Da ich hier keine Möglichkeit zum abgleichen der Kanäle habe, wäre es dann nicht eine Option das Trimmpoti (falls defekt) gleich durch einen 470 Ohm Widerstand zu tauschen?

    Das wäre eine Option, ein Trimmpoti auf 470 Ohm eingestellt ginge auch und wäre auch besser, da es eine einfache Möglichkeit ohne Messgeräte für den Abgleich gibt, die 100%tig funktioniert.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Ich denke, das Poti kann man hiermit ausschließen:



    Ich werde später mal das TK durchmessen, nicht dass es doch daran liegt.

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  • Ich denke, das Poti kann man hiermit ausschließen:

    Nur weil es verhältnismäßig neu aussieht? Die Ohm-Werte zwischen Mittenanschluss und den beiden Enden messen und die Lötstellen unter der Platine prüfen.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Kann ich das messen ohne ihn auszulöten? Ich komme jedefalls auf ziemlich genau 600 Ohm, ist das schon zu viel? Mit der Lupe betrachtet sehen die Lötstellen gut aus, kann keine kalte Lötstelle entdecken.

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  • Also die TK,s haben gerne Übergangswiderstände an den Crimpverbindungen unter dem kleinen Deckel in den die Federkontakte gehen.

    Falls du ein Multimeter hast mess mal die Verbindung zwischen Systemanschlussstecker und Federkontakt.

    Da sollten nur 0,1-0,5 Ohm sein.

    Nachdrücken der Crimpverbindungen mit einer Spitzzange hilft.

    Soeben nachgemessen, in der Tat habe ich für Masse links (grünes Kabel) ca 1,5 Ohm. Die Crimpverbindung habe ich nachgedrückt, hat leider nichts geändert, immer noch 1,5 Ohm. Bis zum Din-Stecker sind es dann 2 Ohm, das ist aber bei den anderen Adern auch so. Ich baue jetzt alles wieder zusammen und werde berichten

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  • Hallo Matthias,

    ich habe gerade eben gelesen, dass das Problem beim TK-Tausch teilweise weg war. Hast du denn daraufhin nicht die Kontakte mit einem Glasradierer gereinigt? Und zwar am TK und im Tonarm? Da gibt es sehr oft unterschiedliche Übergangswiderstände.

    Kann ich das messen ohne ihn auszulöten? Ich komme jedefalls auf ziemlich genau 600 Ohm,

    Ja. Zum Funktionstest einfach eine Platte auflegen, die Stellung des Trimmpotis merken und in beide Richtungen verdrehen. Wenn sich die Verstärkung des linken Kanals verändert ist das Poti OK.

    Viele Grüße
    HaJo


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  • Hallo HaJo,

    Leider habe ich zur Zeit keinen Glasradierer hier. Der muss beim Umzug irgendwie abhanden gekommen sein. Im Moment läuft es wieder, ist aber sicher nur eine Frage der Zeit bis er wieder aussetzt. Also am Montag erstmal einen Glasradierer besorgen. Bevor ich am Trimmpoti jetzt was verstelle, möchte ich erst sicher gehen dass es wirklich nicht am TK liegt.

    Gruß Matthias

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  • Also die TK,s haben gerne Übergangswiderstände an den Crimpverbindungen unter dem kleinen Deckel in den die Federkontakte gehen.

    Falls du ein Multimeter hast mess mal die Verbindung zwischen Systemanschlussstecker und Federkontakt.

    Da sollten nur 0,1-0,5 Ohm sein.

    Nachdrücken der Crimpverbindungen mit einer Spitzzange hilft.

    Soeben nachgemessen, in der Tat habe ich für Masse links (grünes Kabel) ca 1,5 Ohm. Die Crimpverbindung habe ich nachgedrückt, hat leider nichts geändert, immer noch 1,5 Ohm. Bis zum Din-Stecker sind es dann 2 Ohm, das ist aber bei den anderen Adern auch so. Ich baue jetzt alles wieder zusammen und werde berichten

    Hallo Matthias,


    wenn du auf allen PIN annähernd gleich die 1,5 Ohm hast, ist dass trotzdem nicht wirklich schlecht. Schlimmer sind krasse Ausreißer einzelner PIN mit 100 Ohm oder mehr.


    Die Kontaktplatte an der Headshell solltest du auf jeden Fall prüfen/reinigen.


    VG Wolfgang

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