Dual 620q Motorbrummen (Erledigt)

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    • was ich mich grade frage ist, weshalb man von der 1N400x eine spannungsfesteren Variante oder eben auch nicht nehmen sollte.

      Die Dioden der Serie kosten beispielsweise bei Bürklin fast identisch bzw. ist die 4001 etwas teurer als 4004, obwohl weniger Spannungsfest. Hat es eventuell trotzdem einen guten Grund die weniger belastbare 1 zu wählen? (5-7 haben dann noch eine geringere Kapazität)

      Weiterhin fand ich ein Datenblatt dazu, das "not recommended for new design" deklariert. ("use S1A-S1M-Series" steht da noch)

      Horst
      Horst
      Notorisch neugierig.

      Fundus:
      CS 601/M20E, 620Q/TKS165E, 628/TKS52E,
      1226/M75, 1229/TKS52E,
      Grundig PS7550/MMD345

      Marantz PM 7000
    • Ich habe hier auf der Arbeit eigentlich nur die 4004er im Einsatz. Ich habe persönlich noch keine negativen Auswirkungen bemerkt wenn man 4001er gegen 4004er wechselt.
      Der höhere Preis kommt wahrscheinlich von der geringeren Stückzahl die produziert werden.

      @wacholder kannst du mir vielleicht noch helfen wegen der Z-Diode? Nicht das mir die zu geringe Leistung der neuen etwas kaputt macht. Ich weiss ja nicht wie viel Leistung da in etwa umgesetzt werden. Allerdings hast du mir gestern ja auch zu dem kleineren Typ geraten.
    • Hi Henning !

      Vinylleger schrieb:

      Ach ich seh gerade, dass im Service Manual auch von Zpy5v6 die Rede ist.
      Das war auch meine Vermutung, denn die ZPY-Familie ist 1.3W.
      Man *hätte* auch die alte Diode mit z.B. Lötösen "Aufständern" können, wie ich das früher auch schon mal gemacht habe.

      Aber gut. Wenn 12V an der Schaltung anliegen und 5.6V über die Z-Diode abfallen, bleiben 6.4V übrig, die am Widerstand RP16 anliegen. Der hat 180 Ohm und dann wären das rund 35.5mA. Den Basisstrom in den Transistor nicht berücksichtigt, müßte die Z-Diode auch diese 35.5mA "schlucken" - bei 5.6V wären das rund 190mW Leistung, die dann dort verloren gehen und in Wärme umgesetzt würden, wenn der Transistor einen minimalen Basisstrom ziehen würde. Die 35mA sind quasi aufgeteilt in den Z-Dioden-Minimalstrom (den sie haben muß) und dem Strom, der in den Transistor als Basisstrom läuft.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter,

      ja das hatte ich vorhin auch noch einmal nachgerechnet und für ausreichend dimensioniert befunden ;) .
      Dann hat Dual damals bei meinem nicht mehr die Passende Diode gehabt und die nächst größere genommen.
      Das mit dem Aufständern hatte ich auch überlegt, aber ist habe die Diode abgekniffen und dann den Rest ausgelötet, um die Platine zu schonen. Da hatte man damals die Drähte unten umgebogen und dann festgelötet :thumbdown:
      Dann will ich nachher mal das Schätzchen zusammenbauen und hoffen dass ich dem Knurren den Gar aus machen kann.
    • Hi Henning !

      Vinylleger schrieb:

      Dann will ich nachher mal das Schätzchen zusammenbauen und hoffen dass ich dem Knurren den Gar aus machen kann.
      Hoffen wir das Beste.

      Ich tippe mal drauf, daß es nicht *so ganz* weg sein wird.
      Die Motorspulen liegen auf der unteren Platine des Motors zusammen mit den Hallsensoren und der mäandernden Leiterbahn des Tachogenerators. Wenn dort was lose sein sollte (was nach 30+ Jahren immer sein kann), dürften die Spulen anfangen, auf der Platine zu "rattern". Das wäre immerhin auch noch als Störquelle möglich. Der eigentliche Rotor ist ja nur ein dicker Ringmagnet, der oben drüber schwebt und wo die anziehenden bzw. abstoßenden Magnetfelder, die in den Spulen erzeugt werden, die Drehung bewirken.

      Aber gucken wir erstmal.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

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    • Sooo,

      kurzes Update! Ich habe gerade erst einmal die überarbeitete Platine eingebaut und dachte mir, bevor ich den Trafo anfange zu dämmen, machst du erst einmal einen Probelauf.
      Was soll ich sagen, das Knurren ist komplett verschwunden, auch bei Abbremsen mit dem Finger ist absolute Stille 8o .
      Anscheinend lag es an den altersschwachen Elkos auf der Platine. Damit kann ich nun sagen, das Knurren/Motorbrummen ist definitiv nicht normal und kann mit Tausch der Elkos auf der Hauptplatine abgestellt werden. Nun genieße ich gleich nach dem Zusammenbau erstmal ne schöne Platte :love:
      Heute hat der 5000er und der 741er Pause und der renovierte 620er mit Ortofon OM20 darf ran.
      Ich wünsche ein schönes Wochenende und bedanke mich nochmal für alle Tipps.
    • Hi Henning !

      Vinylleger schrieb:

      Was soll ich sagen, das Knurren ist komplett verschwunden, auch bei Abbremsen mit dem Finger ist absolute Stille .
      Anscheinend lag es an den altersschwachen Elkos auf der Platine. Damit kann ich nun sagen, das Knurren/Motorbrummen ist definitiv nicht normal und kann mit Tausch der Elkos auf der Hauptplatine abgestellt werden.
      Dann isses ja gut, daß ich das erwähnt habe.

      Es steckt schon eine gewisse Logik dahinter. Wenn es nicht der Trafo ist und die Motorspulen als solche auch nicht direkt lose sind, dann wird doch aber eine kleine Geräuschkulisse über die auf der Platine angebrachten Spulen angeregt, wenn die Versorgung nicht einwandfrei ist und die Impulse an den Spulen unter Last "kippen", weil die Spannung instabil wird.

      Ich habe meinen eigenen 620Q schon einige Zeit nicht mehr im Betrieb gehabt. Mit dem alten Board hat er definitiv beim Abfegen der Platte so ein leichtes "Grummeln aus dem Bauch" produziert. Die Platine ist dann irgendwann gestorben und ich habe vom Alfred (Dualfred) ein Ersatzteil bekommen. Danach lief er wieder, aber ich habe auch nicht wirklich konkret darauf geachtet, ob er sich mit dem Board auch lautmalerisch tätig macht. Das wäre u.U. nicht mal auszuschließen, da es ein "NOS"-Ersatzteil ist, was schätzungsweise genauso alt ist, wie der Dreher selber - und Elkos sterben leise vor sich hin, auch wenn sie nicht benutzt werden. Das ist ja ein chemischer Prozeß im Inneren, der sich je nach Hersteller, Typ und Lagerungsfehlern mehr oder weniger stark entwickelt. Es gibt durchaus NOS-Elkos, die man gar nicht einbauen braucht: die sind Schrott ab Tüte und wandern sofort in die Tonne.

      So what ?
      Ich bin mal froh, daß wir das an der Stelle jetzt - zumindest für Dich und Deinen 620Q - klären konnten.

      Im Umkehrschluß könnte man daraus "Warnstufe 1" ableiten: knurrt beim Platte abfegen = Elkos liegen im Sterben und sollten zur Verhinderung eines Großschadens getauscht werden. Der "Großschaden" tritt dann ein, wenn die Elkos tatsächlich in'n Dutt gehen und sich intern kurzschließen. Das fegt dann die (nicht mehr wirklich gut zu bekommenden) Sicherungswiderstände weg - und bevor die durchbrennen, kann es noch zu Kollateralschäden auf dem Board kommen, bis zur Zerstörung des Mikrocontrollers. Und dann ist wirklich Arschkartenderby, wenn man das Ding nochmal retten will. Also sollte man das Geräusch als Frühwarnung verstehen und schnellstmöglich tätig werden.

      Dann: Viel Spaß damit und immer einen gute Scheibe unter der Nadel !

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Nettes Thema, welches ich erst gerade gesehen habe.
      Heute erreichte mich ein 620Q mit exakt den gleichen Symptomen.

      Ich weiß dann ja, was ich zu tun habe :thumbup:
      Gruß
      Michael

      -----

      Die Dreherliste ist weg, da die Datenpflege der Signatur zu arbeitsintensiv ist :D
      Meine aktuelle Hauptanlage findet sich hier
    • wacholder schrieb:

      Hoffen wir mal, daß es sich für Dich und Deinen 620Q auch so gut entwickelt
      Ich mag diese Kisten ja überhaupt nicht, daher wird es nicht "meiner" bleiben :D

      Der Arbeitsaufwand das Gerät zu erhalten ist aber überschaubar und optisch ist es gut erhalten.
      Gruß
      Michael

      -----

      Die Dreherliste ist weg, da die Datenpflege der Signatur zu arbeitsintensiv ist :D
      Meine aktuelle Hauptanlage findet sich hier
    • Hi Henning !

      Vinylleger schrieb:

      meiner dreht übrigens immer noch fröhlich seine Runden
      Bestens.

      Das hatten wir uns ja davon erhofft, nicht ?

      ^^

      Spitzenwitz schrieb:

      Ich mag diese Kisten ja überhaupt nicht, daher wird es nicht "meiner" bleiben
      So richtig "mein Fokus" sind die auch nicht.

      Aber sie sind eben Mitt-80er Duals und es lohnt sich schon, die zu erhalten.
      Bei guter Instandsetzung laufen die gut und lange und sind vergleichsweise anspruchslos, weil es bis auf das Motorlager kaum wartbare Teile gibt. Gut, die Steuerpimpel und ein bißchen Fett ins Kurvenrad, aber das war's auch schon. Da kenne ich andere Geräte mit mehr Elektronik und mehr "Features", die einen viel tiefer in die Verzweiflung reiten lassen. So richtig vergrützte 731 oder 741 zum Beispiel können einen vor Frust richtig schreien lassen. Dagegen sind "die Plastikbomber" geradezu human. Da ist die Mechanik zwar nochmal filigraner, dafür ist die Elektronik überschaubarer. Und wenn nix mehr geht ... naja ... dann stellt man das Ding an die Seite und wartet auf einen zweiten oder dritten und macht daraus wieder einen funktionierenden.

      :D
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:



      Bestens.
      Das hatten wir uns ja davon erhofft, nicht ?
      :D Genau.

      Optisch sagt mir der Spieler auch nicht so zu wie mein 5000er oder eben meine 741er, das sind eben meine Lieblingsspieler.
      Allerdings war ich positiv überrascht, wie gut doch der 620er mit einer Ortofon OM20 Nadel aufspielt, daher darf er in meinem Hobbyraum wohnen und seine größeren Brüder bei der Arbeit bestaunen :) .


      wacholder schrieb:

      So richtig vergrützte 731 oder 741 zum Beispiel können einen vor Frust richtig schreien lassen. Dagegen sind "die Plastikbomber" geradezu human.

      Amen. mein zweiter 741er hat mich alleine mit der Tastertafel und deren filigrane Mimik fast in den Wahnsinn getrieben, vor allem die Dauerspielfunktion mit der kleinen Feder :cursing: .
      Aber wenn alles läuft, war es die Arbeit wert.
    • Das war nun wirklich der grauenvollste Dreher, den ich jemals auf dem Tisch hatte.
      Mehr Plastik und Klemmtechnik geht nicht.

      Alle Fehler, die bei diesem Gerät lt. diverser Threads im Board möglich sind, waren vorhanden.
      Automatik ging wegen Totalveharzung nicht, Motor ruckelte, Gerät brummte, mehrere Kondensatoren mit
      drastischen Kapazitätsverlusten, steinharte Matte, Steuerpimpel zerbröselt.

      Wo ich einmal dran war, wollte ich nicht aufhören. Zwei Stunden habe ich in die Kiste gesteckt.
      Jetzt funktioniert sie zwar einwandfrei, ist aber immer noch hässlich und mies entkoppelt.

      Der Gute sucht nun ein neues Zuhause....
      Gruß
      Michael

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      Die Dreherliste ist weg, da die Datenpflege der Signatur zu arbeitsintensiv ist :D
      Meine aktuelle Hauptanlage findet sich hier
    • Hi Michael !

      Spitzenwitz schrieb:

      Wo ich einmal dran war, wollte ich nicht aufhören. Zwei Stunden habe ich in die Kiste gesteckt.
      Jetzt funktioniert sie zwar einwandfrei, ist aber immer noch hässlich und mies entkoppelt.
      Das war der Stand der Dinge bei den Brot-und-Butter-Plattenspielern nach der Einführung der CD.

      Die Firmen haben alle nicht mehr eingesehen, warum sie viel Geld, Arbeit und Stückkosten in eine tote Technik stecken sollten. Also wurde "irgendwas" für die Unbelehrbaren, die obendrein auch nicht viel Geld ausgeben wollten, zusammengenagelt. "High End" sieht anders aus. Klar.

      Aber trotzdem sind die Dinger noch besser, als die lieblos zusammengesteckten USB-Dreher der Früh-2000er mit ihren Absolut-Billig-Systemen und ihren Bahnschranken-Armen, wo man nicht mal die Auflagekraft einstellen konnte. Sogar besser, als alles, was heute so bis 200 Euro angeboten wird.

      Man muß die nicht mögen. Aber auf einem vernünftigen Aufstellort kommt auch ganz ordentlicher Klang dabei weg. Und das ist doch schon mal nicht schlecht.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.