HS 136 / 1237 übersteuert (und Hallo...)

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    • HS 136 / 1237 übersteuert (und Hallo...)

      Hallo, ihr Lieben!

      Ich bin Jonas und neu hier. Nach ganz viel Mitlesen war es jetzt dann doch an der Zeit mich anzumelden.
      Wer die nachfolgende kleine Einleitung überspringen mag, liest einfach unten weiter.

      Ganz langsam habe ich angefangen, mich in die Materie Dual einzuarbeiten. Ich mag Vinyl und generell alten Krams und bei meiner Suche vor einem Jahr nach einem Plattenspieler mit integriertem Verstärker bin ich natürlich auf die große Welt der HS Spieler gestoßen. Also bin ich auch erstmal ganz standardmäßig einen HS 130 geholt, natürlich mit seinen Problemchen, und durch viel lesen in diesem Forum habe ich dann über Pimpel & Co gelernt und letztendlich den HS komplett kuriert.
      Jetzt läuft wieder die ganze Automatik und ich erfreue mich daran, aber auch der Weg dahin hat Spaß gemacht.

      Da mir aber auch die Klangqualität etwas bedeutet, möchte ich mich nun langsam steigern und habe ein HS 136 mit 1237 erworben und ein neues M75 gleich dazu.
      Jetzt steht er hier seit gestern, beim Testen der Mechanik ist auch erstmal direkt der Entstörkondensator abgeraucht. Nachdem ich immer nur von ihm gelesen habe, konnte ich es jetzt mal selber riechen. Den Frosch habe ich entfernt, funktioniert ja auch erstmal so, ein neuer ist aber schon bestellt.


      Nun zum Problem:

      Wenn er eine Platte spielt, ist auf einer sehr geringen, aber fast nicht hörbaren Lautstärke der Klang in Ordnung.
      Dreht man dann weiter auf, verzerrt das Signal auf eine eigenartige Weise. Es klingt etwa so, als ob man mit einer schlechten Kamera ein Konzert aufnimmt.
      Es setzt aus und übersteuert. Wenn man bei Stillstand auf dem Frontpanel klopft, knackt es auch...
      Hier ist ein Video davon:
      dl.dropboxusercontent.com/u/1895936/IMG_0781.MOV

      Das Komische: Der Klang im Kopfhörerausgang ist fantastisch.
      Das Signal wird also irgendwo gesplittet und auf dem Weg zu den Lautsprecherbuchsen passiert etwas, was nicht passieren soll.
      Ich vermute, irgendwelche weiteren Kondensatoren könnten durch sein, wobei der Blick auf die Platine (die große rechts) nichts erahnen lässt.
      Die 1A Sicherungen sind auch alle in Ordnung.

      Ich habe zwar noch nie gelötet, aber ich bin absolut in der Laune zu lernen.
      Sonst hätte ich mir auch nicht so eine alte Möhre geholt.

      Ich hoffe, jemand kennt dieses Problem oder hat zumindest einen Ansatz.


      Beste Grüße,
      Jonas
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi Jonas !

      Willkommen beim Board, mit der ersten Wortmeldung und Willkommen im Club der Rauchenden Frösche ... :D

      Dschonas schrieb:

      Jetzt steht er hier seit gestern, beim Testen der Mechanik ist auch erstmal direkt der Entstörkondensator abgeraucht. Nachdem ich immer nur von ihm gelesen habe, konnte ich es jetzt mal selber riechen. Den Frosch habe ich entfernt, funktioniert ja auch erstmal so, ein neuer ist aber schon bestellt.
      Eklich, nich ?
      Dieser Geruch wird in einem Areal des Gehirns abgelegt, der mit "Gerüche, die ich so schnell nicht wiederriechen will" beschriftet ist. Das führt zu einem grundsätzlichen Mißtrauen, alten Anlagen und Verkäuferaussagen gegenüber: "Hat neulich noch prima gelaufen". Klar.


      Dschonas schrieb:

      Das Komische: Der Klang im Kopfhörerausgang ist fantastisch.
      Das Signal wird also irgendwo gesplittet und auf dem Weg zu den Lautsprecherbuchsen passiert etwas, was nicht passieren soll.
      Ich vermute, irgendwelche weiteren Kondensatoren könnten durch sein, wobei der Blick auf die Platine (die große rechts) nichts erahnen lässt.
      Die 1A Sicherungen sind auch alle in Ordnung.
      Wirklich ?

      Ich kenne dieses Phänomen eigentlich nur von den noch älteren Anlagen.
      Wenn es die Sicherung und - manchmal - einen der Endtransistoren geschmissen hat, reicht die Leistung der Treiberstufen noch für einen guten Kopfhörerklang aus, aber über die niederohmigen Lautsprecher brutzelt und knurpelt es nur.

      Ich würde wetten, daß sich an dem grundlegenden Verhalten nicht viel ändert, wenn Du alle vier Endstufensicherungen rausnimmst. Ich kann mir das Video leider im Moment nicht angucken - ich hänge über eine Satelitenstrecke im Netz und da gibt es die Bandbreite derzeit nicht her.

      Ich vermute also mal, daß die Sicherungen und / oder die Endtransistoren was abgekriegt haben und der hochohmige Kopfhörer eigentlich nur über den Treiber versorgt wird. *Das* sieht nicht gut aus, offengestanden. Die BD735 / BD736 sind nicht mehr so ganz einfach zu kriegen und die als Ersatztyp oft gehandelten BD243 / BD244 sind auch nicht immer bei allen Versendern und als "Original-Ware" zu bekommen (also Texas, RCA, OnSemi oder ST). Die von CDIL oder Inchange sind oft "irgendwas" im passend bedruckten Gehäuse, die nicht mal annähernd die Daten halten.

      Um wirklich Gewißheit zu haben, müßtest Du die vier Endtransistoren ausbauen und mit dem Diodentest vom Multimeter jeweils die beiden Diodenstrecken pro Transistor messen. NPN - BD735: Plus (rote Leitung) an Basis, Minus (schwarze Leitung) an Emitter bzw. Kollektor. Emitterwert liegt ein bißchen höher als Kollektorwert. "Offene Verbindung" ist genauso tödlich, wie "Durchgang". Dann isser hin. Für PNP - BD736 - ist die Meßmethode die gleiche, nur kommt da Minus an die Basis und mit Plus werden die Pins abgeklopft. Von vorne in der Aufsicht auf die Beschriftung sind sie alle B-C-E belegt.

      Und: Nein, das geht nicht bei eingebauten Transis.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Jonas,

      willkommen bei den Dual-Fans.


      Dschonas schrieb:

      natürlich auf die große Welt der HS Spieler gestoßen
      ... und hier liegst du richtig! Selbst die "kleinen" mit CL 101 kommen bei mir immer wieder zum Einsatz.

      Bei den technischen Fragen bist du bei Peter bestens aufgehoben.

      Viel Spaß hier im Forum
      Gruß
      Harry
    • wacholder schrieb:

      Hi Jonas !

      Willkommen beim Board, mit der ersten Wortmeldung und Willkommen im Club der Rauchenden Frösche ... :D

      Dschonas schrieb:

      Jetzt steht er hier seit gestern, beim Testen der Mechanik ist auch erstmal direkt der Entstörkondensator abgeraucht. Nachdem ich immer nur von ihm gelesen habe, konnte ich es jetzt mal selber riechen. Den Frosch habe ich entfernt, funktioniert ja auch erstmal so, ein neuer ist aber schon bestellt.
      Eklich, nich ?Dieser Geruch wird in einem Areal des Gehirns abgelegt, der mit "Gerüche, die ich so schnell nicht wiederriechen will" beschriftet ist. Das führt zu einem grundsätzlichen Mißtrauen, alten Anlagen und Verkäuferaussagen gegenüber: "Hat neulich noch prima gelaufen". Klar.


      Dschonas schrieb:

      Das Komische: Der Klang im Kopfhörerausgang ist fantastisch.
      Das Signal wird also irgendwo gesplittet und auf dem Weg zu den Lautsprecherbuchsen passiert etwas, was nicht passieren soll.
      Ich vermute, irgendwelche weiteren Kondensatoren könnten durch sein, wobei der Blick auf die Platine (die große rechts) nichts erahnen lässt.
      Die 1A Sicherungen sind auch alle in Ordnung.
      Wirklich ?
      Ich kenne dieses Phänomen eigentlich nur von den noch älteren Anlagen.
      Wenn es die Sicherung und - manchmal - einen der Endtransistoren geschmissen hat, reicht die Leistung der Treiberstufen noch für einen guten Kopfhörerklang aus, aber über die niederohmigen Lautsprecher brutzelt und knurpelt es nur.

      Ich würde wetten, daß sich an dem grundlegenden Verhalten nicht viel ändert, wenn Du alle vier Endstufensicherungen rausnimmst. Ich kann mir das Video leider im Moment nicht angucken - ich hänge über eine Satelitenstrecke im Netz und da gibt es die Bandbreite derzeit nicht her.

      Ich vermute also mal, daß die Sicherungen und / oder die Endtransistoren was abgekriegt haben und der hochohmige Kopfhörer eigentlich nur über den Treiber versorgt wird. *Das* sieht nicht gut aus, offengestanden. Die BD735 / BD736 sind nicht mehr so ganz einfach zu kriegen und die als Ersatztyp oft gehandelten BD243 / BD244 sind auch nicht immer bei allen Versendern und als "Original-Ware" zu bekommen (also Texas, RCA, OnSemi oder ST). Die von CDIL oder Inchange sind oft "irgendwas" im passend bedruckten Gehäuse, die nicht mal annähernd die Daten halten.

      Um wirklich Gewißheit zu haben, müßtest Du die vier Endtransistoren ausbauen und mit dem Diodentest vom Multimeter jeweils die beiden Diodenstrecken pro Transistor messen. NPN - BD735: Plus (rote Leitung) an Basis, Minus (schwarze Leitung) an Emitter bzw. Kollektor. Emitterwert liegt ein bißchen höher als Kollektorwert. "Offene Verbindung" ist genauso tödlich, wie "Durchgang". Dann isser hin. Für PNP - BD736 - ist die Meßmethode die gleiche, nur kommt da Minus an die Basis und mit Plus werden die Pins abgeklopft. Von vorne in der Aufsicht auf die Beschriftung sind sie alle B-C-E belegt.

      Und: Nein, das geht nicht bei eingebauten Transis.

      .
      Hallo Peter!

      Danke für diese tolle ausführliche Antwort!

      Und ja, das war ein Geruch, den man so noch nie gerochen hat. Und es auch nicht allzubald wieder muss.
      Letztes Wochenende hat meine Freundin aber etwas ähnliches produziert, als sie Erde in die Mirkowelle gesteckt hat um sie dort zu vergessen.

      Ich habe einen neuen Entstörkondensator eingebaut, allerdings knackt das Ding immernoch, sobald der Motor aus/angeht. Mh.

      Ich habe mir nach deiner Antwort erstmal einiges raufschaffen müssen und viel gegoogelt. Wollte nicht weiter total blöde Fragen stellen.
      Nun habe ich die Tage bastelnd verbracht, zum ersten Mal gelötet und die Ablötlitze beherrsche ich schon wie ein Großer. ;)

      Nachdem ich alles erstmal gereinigt habe und zum Spaß alle 1FAs getauscht habe, siehe da, der linke Kanal tut es wieder.
      Und wie! Klingt klasse. Der rechte hingegen hat das gleiche Verhalten, er übersteuert und setzt aus, wie ein schlechter Kompressor.
      Auf der Seite des rechten Kanals habe ich gesehen dass der R1309 ein kleines Brandloch hatte. Also habe ich den heute schon mal ersetzt, keine Auswirkung. Dabei habe ich mich gewundert, dass der Widerstand, den ich im Laden bekommen habe viel kleiner war.
      Ich bin in dem Bereich ja absoluter Laie, ich tippe auf eine kleinere Bauart.

      Zusätzlich habe ich die von dir erwähnten BD234/BD244 besorgt (ST).
      Beide habe ich bei dem rechten Kanal angelötet, keine Auswirkung.

      Mein Problem ist vermutlich, dass ich nichts nachmessen kann, so wie du es beschrieben hast.
      Erstens, weil ich kein Multimeter habe, aber vor allem, weil ich von den Wertigkeiten (noch) nichts verstehe.

      Meine Überlegungen gerade sind:
      - Die Sicherungskontakte sind alle ziemlich dunkel und oxidiert, könnte das solche Auswirkungen haben und lohnt es die auszutauschen?
      - Liegt vor dem abgerauchten R1309 etwas, was dafür verantwortlich gewesen sein könnte oder liegt etwas nach dem R1309 was dann in Mitleidenschaft gezogen werden würde?
      - Wenn man von oben auf die Platine schaut, wenn sie eingebaut ist, sie die BDs auf der rechten Außenseite aber schon die der rechten Seite, oder?

      Hier sind übrigens 2 Bilder der Platine, vielleicht entdeckt jemand ja etwas, was ich nicht sehe.



      [Blockierte Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/1895936/IMG_0796.JPG]
      [Blockierte Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/1895936/IMG_0794.JPG]
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • HarryH schrieb:

      Hallo Jonas,

      willkommen bei den Dual-Fans.


      Dschonas schrieb:

      natürlich auf die große Welt der HS Spieler gestoßen
      ... und hier liegst du richtig! Selbst die "kleinen" mit CL 101 kommen bei mir immer wieder zum Einsatz.
      Bei den technischen Fragen bist du bei Peter bestens aufgehoben.

      Viel Spaß hier im Forum
      Vielen Dank Harry!
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi Jonas !

      Dschonas schrieb:

      Mein Problem ist vermutlich, dass ich nichts nachmessen kann, so wie du es beschrieben hast.
      Erstens, weil ich kein Multimeter habe, aber vor allem, weil ich von den Wertigkeiten (noch) nichts verstehe.
      Naja. Da muß man sich ja nicht so ein semiprofessionelles Megamonster an den Hals laden.
      Ich operiere meistens mit Geräten der "Zwanzig Euro Baumarktklasse", obwohl ich größere und teurere habe - unter anderem ein wundervolles Fluke. Und meine Röhrenmultimeter ...



      Du wirst auf längere Sicht nicht drumherumkommen, denn die Dir hilfreich zur Seite stehenden Leute stellen manchmal so doofe Fragen wie "welche Spannung liegt an Rxxx an ?" oder "welche Spannung kannst Du am Emitter von Tyy messen ?" und da kannst Du nicht immer mit den Achseln zucken und "Weiß' nicht" sagen. Sonst geht's irgendwann nicht weiter. Klar, nicht ?

      Exemplarisch mal dieses Bild von einem meiner Meßaufbauten:



      Das gelbe Ding, was da liegt, habe ich aus einem Hornbach. Hat, wenn ich mich recht entsinne, 12 Euro gekostet. Ich habe noch vier oder fünf davon, weil man manchmal mit zwei oder drei Geräten gleichzeitig zugange ist, z.B. um Verstärker beidkanalig auszumessen. Aber das passiert höchst selten.


      Dschonas schrieb:

      Meine Überlegungen gerade sind:
      - Die Sicherungskontakte sind alle ziemlich dunkel und oxidiert, könnte das solche Auswirkungen haben und lohnt es die auszutauschen?
      - Liegt vor dem abgerauchten R1309 etwas, was dafür verantwortlich gewesen sein könnte oder liegt etwas nach dem R1309 was dann in Mitleidenschaft gezogen werden würde?
      - Wenn man von oben auf die Platine schaut, wenn sie eingebaut ist, sie die BDs auf der rechten Außenseite aber schon die der rechten Seite, oder?
      Dröseln wir das mal auf:

      1. Ja - die Sicherungshalter sind ... äh ... "günstige Modelle", die gern gammeln und dann so tiefgreifend verrottet sind, daß kein richtiger Kontakt mehr besteht und sie manchmal schlicht zerbrechen, also auch keinen richtigen Kontaktdruck um die Sicherung mehr halten. Es gibt die Dinger als Einzelkontakte und als Paar auf einem Kunststoff-Sockel. Ich verwende eher sowas.



      2. R1309. Der fängt an zu rauchen, wenn die beiden Vorstufen-Transis T1302 und T1303 ein zu großes Signal produzieren müssen und die Leistung an den Lautsprecher nur über die Widerstände R1311, R1312 und R1309 und C1303 geht. Heißt: wenn die Endtransistoren gar nicht mehr arbeiten. Dann könnte es schon sein, daß der überlastet wird.

      Da gibt es übrigens einen Fehler im Manual: im Schaltplan steht "R1309 47K". In der Stückliste steht "R1309 120 Ohm, 0.30W 5%"
      Auf dem Bild sieht man einen dicken Widerstand - schon ein wenig geröstet - mit Aufdruck braun-rot-braun-gold. Das ist 120 Ohm.

      Und - ja - moderne Widerstände, insbesondere Metallschicht-Typen, sind bei gleicher Belastbarkeit deutlich kleiner, als ihre älteren Vorfahren.

      3. Welche sind welche Transis ? Im unteren Bild in der Draufsicht sind oben links T1306 (BD536 - PNP) und oben rechts T1305 (BD535 - NPN) zu sehen, die zum linken Kanal gehören. Unten links ist T1306' (sollte BD536 ersatzweise BD244 PNP sein), unten rechts ist T1305' (sollte BD535 ersatzweise BD243 NPN) sein, die zum rechten Kanal gehören. Alle Bauteile mit " ' " (Apostroph) hinter der Bezeichnung gehören zum rechten Kanal, alle ohne sind links oder gemeinsam.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Du wirst auf längere Sicht nicht drumherumkommen, denn die Dir hilfreich zur Seite stehenden Leute stellen manchmal so doofe Fragen wie "welche Spannung liegt an Rxxx an ?" oder "welche Spannung kannst Du am Emitter von Tyy messen ?" und da kannst Du nicht immer mit den Achseln zucken und "Weiß' nicht" sagen. Sonst geht's irgendwann nicht weiter. Klar, nicht ?

      Moin Peter! Das ist mir absolut klar. Habe trotz sehr großem Interesse, aber auch ziemlichen Respekt vor der Tiefe des Themas.
      Aber wenn ich einen Messstock habe, kann ich zumindest schonmal die Frage "Was liegt an XYZ an" mit einem Wert beantworten :D
      Werde morgen mal eins besorgen gehen.

      wacholder schrieb:

      Dröseln wir das mal auf:
      1. Ja - die Sicherungshalter sind ... äh ... "günstige Modelle", die gern gammeln und dann so tiefgreifend verrottet sind, daß kein richtiger Kontakt mehr besteht und sie manchmal schlicht zerbrechen, also auch keinen richtigen Kontaktdruck um die Sicherung mehr halten. Es gibt die Dinger als Einzelkontakte und als Paar auf einem Kunststoff-Sockel. Ich verwende eher sowas.

      Genau, sogar schon vorhin gekauft, verbau ich gleich mal.

      wacholder schrieb:

      2. R1309. Der fängt an zu rauchen, wenn die beiden Vorstufen-Transis T1302 und T1303 ein zu großes Signal produzieren müssen und die Leistung an den Lautsprecher nur über die Widerstände R1311, R1312 und R1309 und C1303 geht. Heißt: wenn die Endtransistoren gar nicht mehr arbeiten. Dann könnte es schon sein, daß der überlastet wird.


      Da gibt es übrigens einen Fehler im Manual: im Schaltplan steht "R1309 47K". In der Stückliste steht "R1309 120 Ohm, 0.30W 5%"
      Auf dem Bild sieht man einen dicken Widerstand - schon ein wenig geröstet - mit Aufdruck braun-rot-braun-gold. Das ist 120 Ohm.

      Und - ja - moderne Widerstände, insbesondere Metallschicht-Typen, sind bei gleicher Belastbarkeit deutlich kleiner, als ihre älteren Vorfahren.

      Okay, dann ist die Größe ja in Ordnung. Man sieht ja auf dem Bild auch den von mir eingebauten R1309 Ersatz und wie klein er ist.
      Den Fehler mit den 47K habe ich auch bemerkt, mich dann aber an die Stückliste gehalten.

      Dann würde ich den R1302 und R1303 auch austauschen (Vielleicht auch erst nach einem Messversuch morgen), aber ich finde keinen Ersatz für "BD 516 5" außer einen "BD516", ohne 5. Oder ist das egal?

      ((Warum die Endtransistoren (Das sind doch T1306 & T1305?!) dann nicht mehr arbeiten, frage ich besser nicht...))

      wacholder schrieb:

      3. Welche sind welche Transis ? Im unteren Bild in der Draufsicht sind oben links T1306 (BD536 - PNP) und oben rechts T1305 (BD535 - NPN) zu sehen, die zum linken Kanal gehören. Unten links ist T1306' (sollte BD536 ersatzweise BD244 PNP sein), unten rechts ist T1305' (sollte BD535 ersatzweise BD243 NPN) sein, die zum rechten Kanal gehören. Alle Bauteile mit " ' " (Apostroph) hinter der Bezeichnung gehören zum rechten Kanal, alle ohne sind links oder gemeinsam.

      Habe mich ein wenig blöde ausgedrückt, aber das meinte ich. Die Begrifflichkeiten kommen so langsam erst in die richtigen Zusammenhänge. Die unteren beiden (rechter Kanal) sind schon die ersetzten. Links BD244 und recht BD 243.
      Allein für den Tipp mit dem Apostroph hast du dir ein Feierabendbier verdient! Super, Danke.

      Hast du einen Tipp, wo ich lernen, kann was die verschiedenen Bezeichnungen auf so einer Platine (oder einem Schaltplan) bedeuten?
      Z.B möchte ich gerade verstehen was genau die Kontakte (auf dem Bild links 4 und mehrere rechts) machen, wo die Stecker drauf kommen.


      Also, grob zusammenfassen. Anstatt auf Verdacht noch anderes auszutauschen, hole ich mir morgen ein Multimeter und lerne wie man misst. Kaufe aber auch gleich mal Ersatz für T1302 und T 1303 mit.
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi Jonas !

      Dschonas schrieb:

      Dann würde ich den R1302 und R1303 auch austauschen (Vielleicht auch erst nach einem Messversuch morgen), aber ich finde keinen Ersatz für "BD 516 5" außer einen "BD516", ohne 5. Oder ist das egal?
      Du meinst T1302 und T1303 ?
      Um da mal eine Kurzschulung in Begrifflichkeiten vorzunehmen:
      Der oder die vorstehenden Buchstaben geben an, um was für ein Bauteil es sich im Schaltplan handelt.
      Die nachfolgenden Nummern sind im günstigsten Fall fortlaufend.

      R = Widerstand (Resistor)
      C = Kondensator (Capacitor)
      T = Transistor
      D = Diode
      L = Spule / Drossel / Induktivität im Allgemeinen
      IC = integrierter Schaltkreis

      TR ist im Deutschen Sprachraum in der Regel für einen Transformator verwendet, im Ausland werden damit auch Transistoren gekennzeichnet. Die Japaner verwenden gern ein Q.

      Whatever.

      Die in der Stückliste angegebene Bezeichung für T1303 ist BD516-5. Die nacheilende Bezeichnung gibt in den meisten Fällen die Verstärkung, oft aber auch die Spannungsfestigkeit oder die Bauform an. Das ist üblicherweise inzwischen A, B, C usw. Früher wurden dafür auch Zahlen verwendet, BD139-16 zum Beispiel - oder BD516-5. Im Fall des BD516 ist es die Gehäusebauform. Der originale Motorola-Typ kennt zwei Bauformen: -1 mit einem größeren Kühlblech und Loch und -5 mit einem gekröpften Kühlblech, was wie eine Lasche ausgelegt ist. Die Eckdaten sind Betriebsspannung 45V / maximaler Strom 2A / Verlustleistung ungekühlt 1W, auf Kühlkörper 10W. Problem bei dem Ding: die dünnen Beinchen. Der BD516 stammt aus einer Serie von Treibertransistoren für Audiozwecke.

      Wenn Du Dein Multimeter kaufst, solltest Du bitte eins kaufen, was einen "Diodentest" drin hat. Das ist ein Symbol auf dem Einstellrad, was ungefähr so aussieht "-|<-". Ich zeige Dir dann, wie man übliche Transistoren damit ausmessen kann, ob sie noch heile sind.

      Wenn Du einen Ersatz für den Transi kriegen kannst, wäre es nicht schlecht. Für den T1302 steht ein BC251B in der Liste. Der dürfte heutzutage etwas schwerer aufzutreiben sein, aber dafür kann man z.B. einen BC556B verwenden.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Hi Jonas !

      Dschonas schrieb:

      Dann würde ich den R1302 und R1303 auch austauschen (Vielleicht auch erst nach einem Messversuch morgen), aber ich finde keinen Ersatz für "BD 516 5" außer einen "BD516", ohne 5. Oder ist das egal?
      Du meinst T1302 und T1303 ?Um da mal eine Kurzschulung in Begrifflichkeiten vorzunehmen:
      Der oder die vorstehenden Buchstaben geben an, um was für ein Bauteil es sich im Schaltplan handelt.
      Die nachfolgenden Nummern sind im günstigsten Fall fortlaufend.

      R = Widerstand (Resistor)
      C = Kondensator (Capacitor)
      T = Transistor
      D = Diode
      L = Spule / Drossel / Induktivität im Allgemeinen
      IC = integrierter Schaltkreis

      TR ist im Deutschen Sprachraum in der Regel für einen Transformator verwendet, im Ausland werden damit auch Transistoren gekennzeichnet. Die Japaner verwenden gern ein Q.

      Whatever.

      Die in der Stückliste angegebene Bezeichung für T1303 ist BD516-5. Die nacheilende Bezeichnung gibt in den meisten Fällen die Verstärkung, oft aber auch die Spannungsfestigkeit oder die Bauform an. Das ist üblicherweise inzwischen A, B, C usw. Früher wurden dafür auch Zahlen verwendet, BD139-16 zum Beispiel - oder BD516-5. Im Fall des BD516 ist es die Gehäusebauform. Der originale Motorola-Typ kennt zwei Bauformen: -1 mit einem größeren Kühlblech und Loch und -5 mit einem gekröpften Kühlblech, was wie eine Lasche ausgelegt ist. Die Eckdaten sind Betriebsspannung 45V / maximaler Strom 2A / Verlustleistung ungekühlt 1W, auf Kühlkörper 10W. Problem bei dem Ding: die dünnen Beinchen. Der BD516 stammt aus einer Serie von Treibertransistoren für Audiozwecke.

      Wenn Du Dein Multimeter kaufst, solltest Du bitte eins kaufen, was einen "Diodentest" drin hat. Das ist ein Symbol auf dem Einstellrad, was ungefähr so aussieht "-|<-". Ich zeige Dir dann, wie man übliche Transistoren damit ausmessen kann, ob sie noch heile sind.

      Wenn Du einen Ersatz für den Transi kriegen kannst, wäre es nicht schlecht. Für den T1302 steht ein BC251B in der Liste. Der dürfte heutzutage etwas schwerer aufzutreiben sein, aber dafür kann man z.B. einen BC556B verwenden.

      .

      Moin Peter!

      So, nach ein paar Tagen mal ein Update.

      Multimeter ist da und ich habe schonmal verstanden, wie ich Widerstände durchmesse und auch ansatzweise wie ich NPN/PNP Transistoren teste. Das Multimeter hat auch diesen hFE Test, wo man die Beinchen hineinstecken kann. Wobei ich da nicht genau verstehe welche Werte für Funktionalität stehen.

      Da nach Austausch des Entstörkondensator das Ding immer noch geknackt hat, habe ich nach Lesen noch herausgefunden, dass es noch einen im Motorschaltkasten gibt. Ausgetauscht, das Gerät ist jetzt ruhig. Nur komisch, dass der Motor vorher nicht weitergedreht hat.
      Da war der Kondensator wohl nur halb kaputt (Er war auch nur zienlich gebläht, aber nicht kaputt, ich vermute, so ein Kondensator fängt dann an zu leiten und das ist das was man nicht möchte).

      Außerdem: Bevor das Multimeter da war, habe ich auf Verdacht T1306 / T1305 auf beiden Seiten ausgetauscht, sowie R1309 / R13010 auf beiden Seiten.
      Und siehe da, es funktionierte, die Verzerrung war weg, das Ding klang glasklar. Nächster Morgen: Das Problem war wieder da, nur jetzt auf dem anderen Kanal.


      Wo setze ich jetzt an?
      Es kann sein, dass ich die Ersatztransis für T1306 / T1305 falsch eingesetzt habe, da versuche ich gerade zu lernen wie man herausfindet wie die Belegung der 3 Beinchen ist.

      Jetzt brauche ich wohl den Mess-Crashkurs, Peter!
      Das Wetter ist eh viel zu schlecht um rauszugehen.


      Bestes,
      Jonas!
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Noch ein Zusatz:

      Habe für den R1309 in der Stückliste eine Angabe von 120 Ohm gesehen, gar nicht 220, wie ich an anderer Stelle hier irgendwo gelesen habe (da gings es auch um die Hs 136). Habe jetzt dort einen 110er eingebaut, aber das macht wohl nicht so einen Unterschied?!

      Gerade versuche ich einfach, den linken Kanal mit dem rechten zu vergleichen, aber ohne zu wissen was ich messen muss.

      Wie messe ich ob die Endstufentransis T1306 / T1305 funktionieren?
      Wie messe ich T1303 / T1302 ?
      Was ist mit den dicken Eumel-Elkos (C1305) inner Mitte? Wofür sind die da und gehen die auch gerne mal kaputt?

      8|
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi Jonas !

      Dschonas schrieb:

      Was ist mit den dicken Eumel-Elkos (C1305) inner Mitte? Wofür sind die da und gehen die auch gerne mal kaputt?
      Fangen wir da mal an:
      Das sind die Stabilisierungs-Kondensatoren der Stromversorgung. Wie alles in der Welt sind auch die sterblich, aber ihr Ableben macht sich darin bemerkbar, daß das Gerät ein Dauerbrummen produziert, wenn sie nicht mehr genug Kapazität besitzen, um die Betriebsspannungen einigermaßen konstant zu halten.
      Wenn sich im Moment kein Indiz ergibt, daß die eventuell beschädigt oder stark gealtert sein können, würde ich daran nichts machen.


      Dschonas schrieb:

      Habe für den R1309 in der Stückliste eine Angabe von 120 Ohm gesehen, gar nicht 220, wie ich an anderer Stelle hier irgendwo gelesen habe (da gings es auch um die Hs 136). Habe jetzt dort einen 110er eingebaut, aber das macht wohl nicht so einen Unterschied?!
      R1312 ist 220 Ohm, R1309 ist ein 120 Ohm, die Stückliste ist an der Stelle korrekt, der Schaltplan fehlerhaft.


      Dschonas schrieb:

      Wie messe ich ob die Endstufentransis T1306 / T1305 funktionieren?
      1. Transistor muß ausgelötet sein.
      2. Die Belegung ist bei beiden in der Draufsicht auf die Beschriftung, Beine nach unten B-C-E.
      3. Der BD735 / BD535 ist ein NPN, der BD736 / BD536 ist ein PNP.

      Messung: Meßgerät auf Diodentest einstellen.

      Bei NPN die rote Leitung (+) an die Basis, mit der schwarzen Leitung (-) auf Kollektor bzw. Emitter tippen.
      Es werden zwei Meßwerte angezeigt, wobei die Emittermessung immer einen etwas höheren Wert anzeigt.
      Wird "1---" (= offene Verbindung) oder "0" (= Kurzschluß) angezeigt, ist der Transistor defekt. Zum Prüfen kann man auch mal die Strippen vertauschen, dann darf nur "Offene Verbindung" angezeigt werden.

      Bei PNP kommt die schwarze Leitung (-) an die Basis und mit der roten Leitung (+) wird Kollektor und Emitter geprüft. Gleiches Verfahren - auch hier ist der Emittermeßwert geringfügig höher, als der für den Kollektor.

      In einem anderen Thread hatte ich schon einmal so eine Vorlesung gehalten und auch mit ein paar Bildern garniert.
      Vielleicht magst Du Dir das mal angucken:

      Yamaha CR450

      Dschonas schrieb:

      Wie messe ich T1303 / T1302 ?
      Genauso, wie die Endtransistoren.

      T1302 ist lt. Plan ein BC251. Der ist von unten gesehen, abgeflachte Seite nach vorne E-B-C belegt.
      T1303 ist der BD516. Der ist mit Aufsicht auf die Beschriftung, Beine nach unten E-B-C belegt.

      Beide sind PNP: Der Emitter-Pfeil im Schaltbild geht nach innen auf die Basis.
      NPN-Transistoren werden im Schaltbild mit von der Basis nach außen führenden Emitterpfeilen gezeichnet.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Moin Peter!

      Danke für die perfekte Anleitung! Was PNP und NPN ist habe ich schonmal verstanden, auch einfach sie jetzt auf dem Schaltplan zu identifizieren, die Schlingel.

      Soooo. Habe die ganzen Teilchen ausgelötet , gemessen und wieder reingelötet.
      Alle Teile waren in Ordnung, hatte aber ja auch schon viele ersetzt. Also T1302 / T1303 / T1305 / T1306 und R1309 / R1310.

      Auf der einen linken Seite hatte ich T1305 / T1306 schon ersetzt, dort war das Problem ja ursprünglich, nun ist es rechts und links ist in Ordnung.
      Ich habe beim Messen auch mal aus Interesse mit dem Durchgangsprüfer die TR1305 / 1306 geprüft und der T1306 des rechten Kanals hat überall geleitet (Habe den roten an den Kühlkopf gehalten und schwarz jeweils an ein Beinchen, und alle anderen haben nur am Kollektor geleitet, der hier aber auch an den beiden anderen Beinchen). Ich dachte: "Das kann nicht richtig sein", und habe einen neuen eingelötet. Eingbaut, angemacht, alles funktionierte. Nach ca 1 Minute macht es klack, etwas Rauch steigt auf. Ich war zu lahm mit dem Aufmachen, sodass ich sehen konnte woher es kam.

      Aber die Sicherung vor dem gerade eingebauten 1306' ist durch und der T leitet wieder. Außerdem sind 1305 /1306 am rechten Kanal irre heiß, viel heißer als links. Was sitzt nun also davor was denen zuviel Power gibt?

      Grüße!
      J
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi !

      Dschonas schrieb:

      Was sitzt nun also davor was denen zuviel Power gibt?
      Der T1304. Der dient dazu, den Ruhestrom zu stabilisieren.

      Ist er tot, fehlt der Regler, der die Basisspannungen von T1305 und T1306 "zusammenzieht" und damit deren Leitfähigkeit runterdreht ... dann machen beide auf, der Ruhestrom schießt in die Höhe und die Transis kochen.

      Bis sich das Silizium durch die Hitze wieder in den glasigen Sand zurückverwandelt, aus dem sie mal gemacht wurden.
      Dann: R.I.P.

      Prüfe bitte mal T1304.
      Das ist ein NPN, 1:1 ersetzbar durch BC546B oder BC547B mit der Belegung von unten, platte Seite nach vorn, E-B-C.
      Rote Leitung an die Mitte, schwarz an die anderen beiden. Danach mal die Polarität umkehren, da darf kein Wert angezeigt werden.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Blöde Frage zwischendurch: Die T1305 und T1306 sind ja im Originalzustand an dieses Metallchassis geschraubt.
      Das habe ich beim Testen jetzt nie gemacht, sondern sie immer in die Höhe stehen lassen. Ist das egal?
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • Hi !

      Dschonas schrieb:

      Blöde Frage zwischendurch: Die T1305 und T1306 sind ja im Originalzustand an dieses Metallchassis geschraubt.
      Das habe ich beim Testen jetzt nie gemacht, sondern sie immer in die Höhe stehen lassen. Ist das egal?
      Jein.

      Solange alles mit dem Verstärker in Ordnung ist und er nicht großartig belastet wird - also nur um mal kurz die Spannungen zu messen - geht das wohl. Wenn er eine Störung hat oder wenn tatsächlich mit angeschlossenen Boxen "mal eben" ein paar Minuten Musik gehört werden soll, kann man den Endtransis damit schon mal den Rest geben.

      Wichtig ist die Isolierscheibe zwischen Transi und Kühlkörper. Da bei beiden die Kühlfahne mit dem Kollektor verbunden ist und der NPN-Kollektor auf +14.5V und der PNP-Kollektor auf -14.5V liegt, gibt es sonst einen fiesen Kurzschluß ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Hi !

      Dschonas schrieb:

      Blöde Frage zwischendurch: Die T1305 und T1306 sind ja im Originalzustand an dieses Metallchassis geschraubt.
      Das habe ich beim Testen jetzt nie gemacht, sondern sie immer in die Höhe stehen lassen. Ist das egal?
      Jein.
      Solange alles mit dem Verstärker in Ordnung ist und er nicht großartig belastet wird - also nur um mal kurz die Spannungen zu messen - geht das wohl. Wenn er eine Störung hat oder wenn tatsächlich mit angeschlossenen Boxen "mal eben" ein paar Minuten Musik gehört werden soll, kann man den Endtransis damit schon mal den Rest geben.

      Wichtig ist die Isolierscheibe zwischen Transi und Kühlkörper. Da bei beiden die Kühlfahne mit dem Kollektor verbunden ist und der NPN-Kollektor auf +14.5V und der PNP-Kollektor auf -14.5V liegt, gibt es sonst einen fiesen Kurzschluß ...

      .
      Dachte ich mir schon. Musste nun erstmal die Scheibchen da rausfriemeln.
      Hast du denn Post vorher gesehen?

      So, erstmal gute Nacht!
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber
    • wacholder schrieb:

      Hi !

      Dschonas schrieb:

      Was sitzt nun also davor was denen zuviel Power gibt?
      Der T1304. Der dient dazu, den Ruhestrom zu stabilisieren.
      Ist er tot, fehlt der Regler, der die Basisspannungen von T1305 und T1306 "zusammenzieht" und damit deren Leitfähigkeit runterdreht ... dann machen beide auf, der Ruhestrom schießt in die Höhe und die Transis kochen.

      Bis sich das Silizium durch die Hitze wieder in den glasigen Sand zurückverwandelt, aus dem sie mal gemacht wurden.
      Dann: R.I.P.

      Prüfe bitte mal T1304.
      Das ist ein NPN, 1:1 ersetzbar durch BC546B oder BC547B mit der Belegung von unten, platte Seite nach vorn, E-B-C.
      Rote Leitung an die Mitte, schwarz an die anderen beiden. Danach mal die Polarität umkehren, da darf kein Wert angezeigt werden.

      .
      Der hat keine flache Seite! Ist so ein rundes Köpfchen. Wie auch immer, er ist aber in Ordnung.
      R1311 habe ich gleich mit geprüft, auch alles im Lot. Hatte irgendwo gelesen, dass der auch für den Ruhestrom verantwortlich ist.
      Mir ist kein Fall bekannt, wo allein durch das Nichthaben von Spaß irgendein Problem gelöst worden wäre. — Ute Weber