GELÖST: Dual CS 626 Startautomatik und Tonarmlift funktioniert nicht

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    • GELÖST: Dual CS 626 Startautomatik und Tonarmlift funktioniert nicht

      Hallo zusammen,

      nach Jahren der Nichtbeachtung meines DUAL CS 626 möchte ich noch einmal einen Versuch unternehmen, ihn zum laufen zu bringen.

      Schon vor ein paar Jahren hatte ich versucht, den Tonarmlift zu reparieren, weil sowohl die Automatik als auch die manuelle Bedienung den Tonarm nicht mehr anhob. Das Ergebnis war leider enttäuschend, denn seitdem funktioniert die gesamte Startautomatik nicht mehr.

      Derzeit habe ich den CS aus seinem Gehäuse geholt und auf einem Tisch aufgebaut, der einen Glasausschnitt hat und selbigen entfernt. So konnte ich einige Fotos und sogar einen Film vom Gerät machen, in normaler Arbeitslage.

      Film und Bilder gibts hier >>DUAL CS 626 Bilder und Videos<<.

      Soweit ich es einschätze, könnte das sogenannte "Pimpelproblem" zugeschlagen haben. Auf den Fotos sind die Reste einer Substanz zu sehen, ich bin aber nicht sicher.

      Der Tonarmlifthebel hat irgendwie keine Verbindung zur restlichen Mechanik, auch merkwürdig. Und das der Magnet nicht anzieht, ist ja auch komisch. Durchgemessen hat er aber 0Ohm.



      Es ware toll, wenn Ihr Euch mal meinen Dreher ansehen könntet.

      Der nächste Schritt ware wohl ihn zu drehen, die Unterseite noch oben und dann ggf. noch mehr Bildchen zu machen, bzw. gleich den Pimpel zu erneuern.

      Oder was ratet ihr mir?

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    • Hallo zusammen,

      ich habe den Pimpel erneuert und siehe da, die Start / Stopautomatik funktioniert wieder (neben dem grünen Kasten im Bild sieht man rechts den neuen. weißen Pimpel).

      Was noch nicht funktioniert ist die Anhebung des Tonarms. Weder manuell noch über den Frontschalter. Man kann sehen, dass der Tonarmlifthebel / Griffstange die Stellschiene noch oben drückt. Am entgegensetzten Ende der Stellschiene bewegt sich bei Einstellung der Stellhülse auch (ca. 1,5 mm wird der Tonarmhebestift noch oben gedrückt).

      Oben am Tonarm wird der "Tonarmhebepimpel" zwar hochgedrückt, aber er erreicht nicht die Platte der Tonarmlagerung, dazu ist das Spiel zu gross. Wenn ich das Spiel mit der Stellhülse minimiere, ist keine Bewegung des Pimpels mehr zu erkennen, da die Stellschiene dann am Ende der Tonarmhebestifts ein zu grosses Spiel hat.

      Irgendwie ist der Hebelarm der Stellschiene zu gering.

      Läuft denn die Stellschiene so auf derm Stellstift, sieht komisch aus.

      [Blockierte Grafik: http://www.schwalvenberg.com/images//stories/dual/lift/TA_Lift_20_frame.jpg]


      Weitere Bilder dazu habe ich online gestellt.

      schwalvenberg.com/de/dual-cs-626

      Wäre toll, wenn jemand mir einen Tip geben könnte, ob die Schiene so richtig auf dem Stift liegt, und der geringe Hebelweg so korrekt ist.

      Bin derzeit mit dem Latein am Ende. ;(

      Danke und ein frohes Osterfest.

      Uli

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Drulli ()

    • Hallo Jens,

      besten Dank für die Tips. Hat mich gleich weiter gebracht.

      Die Stellschiene (190) sieht m.E. ganz ok aus, nicht verbogen oder so. Sie scheint mir auch korrekt im Drehlager (189) gelagert zu sein.

      Habe Fotos gemacht, die ersten vier: >>online<<

      Unten die Stellschiene mit Lager.

      Im Service Handbuch stand zu lessen, dass man das Drehlager mit der Stellschraube (60) die Tonarmhöhe einstellen kann. Das habe ich noch nicht probiert.Frage mich nur, wie sich das von alleine verändert haben soll.

      Eine weitere Fehlerursache könnte laut Handbuch auch sein, dass das Sikonöl Im Liftrohr verharzt ist. Dann müßte ich die kompl. Liftplatte (163 ausbauen und alles reinigen. 8|

      Eine Frage zum "Wacker Siliconöl AK300 300", kann ich da normales Siliconöl (spray) nehmen?

      Frohe Ostern!!



      [Blockierte Grafik: http://www.schwalvenberg.com/images//stories/dual/liftschiene/Liftschiene_21.jpg]


    • Eine weitere Fehlerursache könnte laut Handbuch auch sein, dass das Sikonöl Im Liftrohr verharzt ist. Dann müßte ich die kompl. Liftplatte (163 ausbauen und alles reinigen. 8|

      Eine Frage zum "Wacker Siliconöl AK300 300", kann ich da normales Siliconöl (spray) nehmen?
      Bist Du sicher dass es AK 300 300 heißt? Normalerweise bezeichnet die Zahl hinter dem AK die Viskosität des Öls. Dual hat für das Liftrohr Vikositäten von 300.000 verwendet. Das ist zäher als Honig. Mit Silikonspray kommst du da nicht weit - es sei denn, du willst einen Plumpslift...
      Da das originale AK 300.000 schwer zu beschaffen ist, kann man sich mit Getriebeöl (100% Silicon) aus dem Modellbau behelfen. Davon hab ich mir mal ein kleines Fläschchen (50ml oder so, steht leider nicht drauf) mit einer Viskosität von 500.000 besorgt. Damit kann ich bestimmt noch 100 weitere Lifte entplumpsen. Das ist zwar noch ein bisschen zäher als das Original aber meine Lifte senken sich nun schön langsam.


      Gruß,
      Gerhard


      Gesendet von meinem M7Pro mit Tapatalk 2
    • Hallo Jens,

      ich glaube immer noch, dass die Stellschiene (190) nicht verbogen ist. Ich habe versucht, die Lifthöhe mittels der Stellschraube (60) wie im Service Handbuch beschrieben zu verändern.

      Wenn ich die Schraube drehe, passiert absolut nichts. Ich habe beliebig lange nach rechts oder links geschraubt, ohne Effekt. Wenn ich allerdings die Einstellschraube (60) oben mit den Finkerkuppen fasse und ca. 2 mm nach oben ziehe, dann die Griffstange (203) betätige, steigt der Tonarm.

      Wieviele Umdrehungen sollte man denn die Einstellschraube (60) normalerweise drehen? Und, rechtsrum hebt den Tonarm, und linksrum läßt ihn sinken, oder?

      Ich habe den Verdacht, dass das Gewinde des Drehlagers (189) hinüber ist, in das die Einstellschraube packen sollte um dadurch die "Höhe" (Entfernung von der Einbauplatte (14)) des Drehlagers (189) zu justieren. Wenn das Gewinde defect ist, wird die Druckfeder (188) das Lager und somit die Stellschiene (160) maximal von der Einbauplatte (14) wegdrücken. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Stellschiene (190) zu weit weg ist vom Heberbolzen (181) und somit nicht genügend Druck aufbauen kann, um den Tonarm zu heben.

      Könnte mir jemand folgen? :rolleyes:

      Oder man muss tatsächlich x-mal die Einstellschraube drehen, was ich irgendwie nicht glauben kann. Ich werde mal die Einstellschraube so anheben, dass der Tonarm wieder per Lift angehoben werden kann und schauen, ob der Rest (Startautomatik, etc.) auch noch funktioniert.

      Dazu spatter mehr....

      Uli

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    • Hallo Gerhard,

      super Hinweis zur Wacker Alternative. Im Service Manual stand in der Liste der möglichen Defekte zur Tonarmabsenkung etwas dazu geschrieben.

      Da wurde das Wacker Siliconöl AK 300 300 explizit genannt.

      [Blockierte Grafik: http://www.schwalvenberg.com/images//stories/dual/liftschiene/fehler_tonarmlift.jpg]

      Die anderen empfohlenen Schmiermittel sind übrigens noch:

      - BP Super Viscostatik 10 W /40

      - Shell Alvania Nr. 2.

      Klingt eher nach Auto...
    • Hallo zusammen,

      Die Ursache für die Nichteinstellbarkeit der Tonarmhöhe beim "Lift" ist wohl wirklich ein Defekt im Drehlagers (189), oder an der Stellschraube. Jedenfalls im Zusammenspiel mit beiden. Muss ich mir noch mal ganz genau ansehen. Jedenfalls funktioniert es mit der Verwendung eines Kabelschuhs als "Unterlegscheibe" optimal.

      [Blockierte Grafik: http://www.schwalvenberg.com/images/stories/dual/WP_20140421_001_thumb.jpg]

      Man beachte die schöne Tonarmhöhe. ;) Zur Not hilft also dieser "Workaround", Ich werde mir das Drehlager aber noch einmal genauer ansehen, öffnen und schauen, was da genau defekt ist. Vielleicht gibt's ja eine Chance, etwas zu kleben.
    • Update zur Startautomatik:

      Die Startautomatik läuft leider nun doch noch nicht (nicht mehr?) perfekt. :cursing:

      Erst fährt der Tonarm zur korrekten Stelle (Plattenanfang, 33 oder 45), dann zieht der Arm aber noch ca. 2cm wieder noch aussen. Dieses Verhalten ist unabhängig vom oben genannten Kabelschuheinsatz, ohne Schuh läuft's auch so ab.

      Vielleicht ist der Ersatzpimpel nicht optimal geworden?

      Hab ein Filmchen gedreht, erster Film auf der Seite >>Film<<.
    • Ich meinte die schwarze Stellhülse an der Tonarmbasis die auch auf Deinem Foto ganz links zu sehen ist. Wenn die einen Riss hat gibts Probleme.
      Weiterhin solltest Du den Pimpel oberhalb dieser Hülse mal mit einer Nagelfeile anrauhen und die Reibfläche darüber gründlich entfetten. Vielleicht helfen schon diese Maßnahmen allein...

      Gruß,
      Gerhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von veloci ()

    • Hallo Jens, hallo Gerhard

      ich habe die Ursache für die Nichteinstellbarkeit der Tonarmhöhe mittels"Lift" gefunden, man glaubt es nicht.

      Im Drehlagers (189) sollte die Einstellschraube in ein Gewinde geschraubt sein, so dass man die Hohe des Lagers einstellen kann.

      Nach Entfernung der Sicherungsscheibe des Drehlager konnte ich das Drehlager abnehmen und musste feststellen, dass im Lager absolut NICHTs von einem Gewinde zu sehen ist, nada, niente. ;(

      Ich kann mir das nicht erklären, das Lager hatte ich mit ziemlicher Sicherheit noch nie auf. Die Stellschraube (60) ist ja mit Sicherungsscheibe gesichert, zu weit rausschrauben geht also auch nicht. Vielelicht habe ich die Schraube einmal zu fest angezogen und die "Mutter" im Dreahlager zerstört und dann sind die Reste in den Player gefallen?

      Wie dem auch sein, weiss jemand, wie das Gewinde im Lager aussieht, ob es aus Kunststoff besteht oder Metall, ob es ein separates Teil ist, oder Teil des Lagers? Und wie die Form aussieht? Im Service Manual wird dazu nichts gesagt, jedenfalls wird da kein Extrateil aufgelistet.



      [Blockierte Grafik: http://www.schwalvenberg.com/images//stories/dual/drehlager/Drehlager_22.jpg]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Drulli ()

    • Hallo,

      zum Problem mit der Startautomatik, häufig sind selbst gebaute Pimpel einfach etwas zu lang, dann wird der Tonarm beim Rücklauf des Haupthebels von diesem noch ein Stück mitgenommen. Kürze den Pimpel einfach etwas ein.

      Duale Grüße
      Christian
      Es muss immer weiter gehen!
    • zum Problem mit der Startautomatik, häufig sind selbst gebaute Pimpel einfach etwas zu lang, dann wird der Tonarm beim Rücklauf des Haupthebels von diesem noch ein Stück mitgenommen. Kürze den Pimpel einfach etwas ein.

      Duale Grüße
      Christian

      Hallo Christian, gut zu wissen, ich hatte mir auch schon einen neuen Pimpel gebastelt, einen noch längeren. :D

      Werde ich testen, sobald ich das Drehlagerproblem gefixt haben.

      Habe nun im Forum speziell nach dem Thema "Drehlager" gesucht und vieles gefunden. Leider nichts genaues über das Innenleben vom Drehlager des CS626.

      Ich vermute (spekuliere wäre wohl richtiger) es muss sich im Drehlager eine sehr dünne Mutter M4 befinden. Die passt auf die Stellschraube und dreht sich im Lager nicht mit. Ich habe es mit einer relativ dicken Mutter probiert, aber damit hat das Lager nicht genug Spiel um wirklich den Tonarm bewegen zu können.
    • Moin,

      sorry war ein paar Tage nicht hier.
      Ich schau mir das Morgen mal in Ruhe an, kann ich so nicht sagen.
      Zum Pimpel ist ja schon viel geschrieben worden.
      Achte aber auch darauf, dass die obere Schnittkante möglichst plan und rauh ist.
      Da braucht`s Friktion. Der Pimpel sollte ca 3mm frei einschwingen können.

      Grüße jens
      liebt die ollen Automaten
    • Hallo Jens,

      nachdem ich ständig überlegt habe, wie zum Henker denn das Lager mit ner Mutter oder so überhaupt funktionieren soll, bin ich nun (seit heute morgen im Halbschlaf) glaube ich auf der richtigen Fährte. Mutter oder sonstiges zusätzliches Teil mit Gewinde - alles Unsinn.

      Ich denke, oben am Drehlager ist innen, rund um den Schraubenausgang ein Plastikgewinde gleich bei der Fertigung mit gespritzt worden.

      Das bedeutet, dass ich durch ständiges linksdrehen irgendwann den Gewindeanfang versaut habe, so dass beim sinnvollen rechtsdrehen die Schraube nicht mehr in das Plastikgewinde packt.

      Habe nun die Schraube vorsichtig von der "falschen" Seite des Lagers wieder eingedreht, um das Gewinde wieder gerade zu ziehen. Es ist offenbar noch genug Futter vom Lager vorhanden, dass das Lager wieder packt.

      Ich hab es gearde auch wieder eingebaut, und es sieht wirklich so aus, als ob ich noch mal Glück gehabt habe und das Lager noch funktioniert und das Gewinde hält.

      Zum Pimpel:
      Ach so, Rauhigkeit ist gefragt. Den Teil des Plattenspielers habe ich definitiv noch nicht verstanden. Was der Pimpel denn so machen soll.

      Ich habe ihn aus nem Antennenkabel gefertigt, hab ich hier im Forum gelesen. Ich finde ihn ganz ok, aber das Material ist eher glatt bis seifig. Hab noch etwas runtergefeilt, und hoffe nun, dass es besser läuft. Muss ich wohl austesten. Welches Material nimmst Du für den Pimpel?

      Viele Grüße,

      Uli