CV 1400 Reparation

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    • CV 1400 Reparation

      Hallo,

      ich bin neu in die Szene eingestiegen, vor allem durch den Fund einens CV1400. Dieser hatte anfangs auch funktioniert, gibt nun aber nur noch Knackser von sich. In seltenen Fällen kann man die Musik leicht durchhören.
      Mit Elektronik Wissen hält es sich bei mir auch in Grenzen ;)

      Habe nun schon versucht im Internet, nach bekannten Fehlerquellen zu suchen, bin aber nicht wirklich auf etwas gestoßen.
      Mit den verfügbaren Service Anleitungen habe ich mich daran gemacht die Spannungswerte mit meinen Messwerten zu vergleichen. Dies hat aber auch nicht unbedingt zu einer Erleuchtung geführt...

      Nun meine Frage ans Forum:

      Könntet ihr mir vielleicht darauf bringen, was an meinem Gerät konkret defekt, bzw wartbar, ist ?
      In welcher Reihenfolge, bzw wie soll ich nach der Problem Ursache suchen?

      PS: in meinem jugendlichen Leichtsinn, habe ich evtl den Stecker unter kleiner Belastung gezogen; vielleicht hat das ja etwas zu sagen :D
    • Erst einmal herzlich wilkommen im Dual-Board und im Kreis der Infizierten.

      Die erste Maßnahme bei so einem alten CV 1400 ist sicher erst einmal der Austausch des Entstörkondensators, auch "Knallfrosch" genannt. Der fliegt dir sonst früher oder später, sicher aber stinkend und qualmend um die Ohren. Zur Fehlersuche kann man den auch einfach auslöten, ohne sofort einen neuen einzubauen, wenn keiner zur Hand ist, das sollte aber mal nachgeholt werden. Bei seinem Exitus geht der Knallfrosch manchmal nicht allein, sondern nimmt noch einen Sicherung mit ins Jenseits. Sicherungen nur durch Sicherungen gleichern Werts und gleicher Auslösecharakteristik (F, M, T) ersetzen, sonst drohen Folgeschäden.

      Welchen Stecker hast du im Betrieb gezogen, beim Netzstecker macht das nichts, bei den Lautsprechern kann das anders aussehen, die Leitungen der Quellen im Betrieb abzuziehen kann eher die Lautsprecher zerstören. Bist du dir sicher, daß die noch in Ordnung sind? Tests führt man am besten ohnehin mit einem Kopfhörer durch.

      Gern vergammeln auch die Kontakte der Lautsprecherrelais. So positiv diese Dinge im Hinblick auf Einschaltknackunterdrückung und teilweise auch als Lautsprecher- und Endstufenschutz sind, so sehr können sie einem den Nerv rauben, wenn die Kontakte vergammeln. Wenn das der Fall ist, dann helfen langfristig nur neue Exemplare, möglichst mit vergoldeten Kontakten. Hier kannst du mal, in jedem Fall einen Kopfhörer verwendend, mal testen, ob die Musik wiedergegeben wird, wenn du den Lautstärkeregler höher aufdrehst.

      Interessant ist sicher dieser Beitrag: dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=32913

      Auch interessant zu lesen sind die Seiten unseres "Verstärkerpapstes": : n-malek.de/11201/11232.html

      Der CV1400 wird am Ende der Seite auch kurz abgehandelt, die Hinweise zu den anderen Verstärker, vor allem im Hinblick auf die Potentiometer sind durchaus als allgemeingültig zu betrachten. Diese kleinen Dinger können im Defektfall die Endstufe killen. Wenn du es richtig machen willst, dann kommst du um eine umfangreiche Kur für deinen CV1400 kaum herum. Die hat er sich nach über 30 Jahren doch wohl auch redlich verdient, danach wird er sicher viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte klaglos funktionieren.

      Gruß

      Uli
      CS: 1209, 504, 510, 741Q, 750-1
      CV: 1200, 440, 1500 RC
      CT: 440, 1240 (2x)
      CR: 5950 RC
      C / CC: 1280, 5850 RC, 839 RC
      CD: 40, 5150 RC
      CL(X): 241, 9020, 9200
      und: DK170, MC2555
    • diiigle schrieb:

      gibt nun aber nur noch Knackser von sich. In seltenen Fällen kann man die Musik leicht durchhören.

      Hallo diiigle,

      - verändert sich das Knacken, wenn du die Lautstärke veränderst?
      - ist es auf beiden Kanälen?
      - ist es auf allen Eingängen (incl. Monitor)

      Gruß
      Norbert
      www.n-malek.de

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    • Deichgraf63 schrieb:

      Entstörkondensators, auch "Knallfrosch"

      Auf welcher Platine sitzt der genau?

      Deichgraf63 schrieb:

      Welchen Stecker hast du im Betrieb gezogen

      Es war der Netzstecker

      Deichgraf63 schrieb:

      Tests führt man am besten ohnehin mit einem Kopfhörer durch.
      Mach ich aus Lautstärkegründen sooderso :)

      Deichgraf63 schrieb:

      umfangreiche Kur

      werde ich wohl irgendwann machen müssen, vorerst würde ich aber gerne die Ursache finden
      Idee: man könnte mal eine vollständige Liste erstellen, in der alle Teile aufgeführt sind die generell ausgewechselt werden sollten, mit Platinennummer + Position, damit sich Zukünftige vielleicht leichter tun!
      Die verlinkten Seiten von Deichgraf habe ich alle schoneinmal betrachtet, hatte dann aber immer Probleme die angesprochenen Teile auf die jeweilige Platine zuzuordnen!

      briegel schrieb:

      - verändert sich das Knacken, wenn du die Lautstärke veränderst?

      - ist es auf beiden Kanälen?

      - ist es auf allen Eingängen (incl. Monitor)


      Ja,Ja und Ja; Das mit dem Monitoreingang habe ich noch nicht ganz so verstanden; der Schalter dazu ist bei mir nur ein Taster & was dieser Eingang im allgemeinen soll ist für mich fraglich... ?(

      Danke für die schnellen Antworten!
      bin übrigens der Tobi ;)
    • Der Knallfrosch ist der Kondensator C1320 (47nF) im Schaltplan leicht zwischen Netzstecker und Trafo zu finden, meist ist es ein schwach gelbliches Kästchen dual.pytalhost.eu/cv1400s/1400s09.JPG

      Er kann in der Fig. 18 (Netzplatte) dual.pytalhost.eu/cv1400s/1400s13.JPG etwas links von der MItte deutlich ausgemacht werden. Vor Arbeiten daran unbedingt den Netzstecker ziehen, da sitzt "voll Power" drauf!

      Gruß

      Uli
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      CT: 440, 1240 (2x)
      CR: 5950 RC
      C / CC: 1280, 5850 RC, 839 RC
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    • Immer Netzstecker raus, bei allen Geräten! :)

      ok dann weiß ich welcher; ist hier auch schon aufgetaucht:
      new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=2341.0

      Zum Thema Service Anleitung:
      Ich glaube, dass sie nicht vollständig ist: Habe die mittlere Platine(Oben im Gehäuse, mit den 2 riesigen Kondensatoren & den 2 Steckaluplatten(deren Sinn ich auch nicht verstehen... 8| ) )
      [Blockierte Grafik: http://new-hifi-classic.de/Gallery/albums/userpics/normal_pict8893.jpg]
      noch nirgens auf den Plänen gefunden!
    • diiigle schrieb:

      Ja,Ja und Ja; Das mit dem Monitoreingang habe ich noch nicht ganz so verstanden; der Schalter dazu ist bei mir nur ein Taster & was dieser Eingang im allgemeinen soll ist für mich fraglich... ?(

      Hallo Tobi,
      der Monitoreingang wird bei Tonbandaufnahmen für die Hinterbandkontrolle der Aufnahme benötigt. Es ist ein Hochpegeleingang, der beim CV1400 im Gegensatz zu den anderen Hochpegeleingängen einen Eingangswiderstand von 47K Ohm hat.

      Wenn das Knacken immer auf allen Eingängen auftritt, vermute ich, daß einer der Operationsverstärker IC1200...IC1202 oder IC1160 defekt ist.

      Gruß
      Norbert
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    • Hallo Tobias,

      die Ausgangsspanungen (DC) der jeweiligen IC muß 0V sein. Wenn Du 2,5V bei allen ICs misst, hast Du entweder einen Fehler gemacht oder es liegt ein Fehler im Verstärker vor. Miß die Versorgungsspannung +C und -D, um sicher zu sien, daß sie OK sind.

      Gruß
      Norbert
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    • Versorgungsspannung:
      an allen 3,5 - 4 V bis auf IC 1201(der umgedrehte) der hat nur ~2,5 V

      Die oben gemessene Ausgangsspannung war zwischen entweder Pol 1 oder 7 und den Gehäusemetallteilen.
      Zwischen Pol 1 und 7 sind es 0 V bis auf IC 1200 und IC 1201, dort sind aus auch mal 0,2 V wenns hoch kommt.


      Welchen Pol sollte ich den gegen welchen messen? MIch irritiert dass pro Seite 2 Pole reinkommen, aber nur 1ner wieder raus 8|
    • Hallo Tobias,

      es war schon richtig, PIN1 und 7 gegen das Gehäuse zu messen.

      Für die Messung der Betriebsspannung der ICs hast Du hoffentlich PIN8 und 4 gemessen.
      Die Ansicht der ICs erfolgt von oben.

      Wenn Du nur 3,5V bis 4V mißt, liegt vermutl. ein Fehler in der Erzeugung der Betriebsspannungen für die ICs vor.

      Hier haben wir als "Alte Bekannte":
      IC1113
      C1152
      C1126

      Ich empfehle den Tausch aller drei Bauteile, wobei Du die Tantal-Elkos gegen normale Elkos 22µF / 25V,
      z.B.: Diesen

      Und wenn Du schon dabei bist, tausche den gleichen Bereich um IC1146 gleich mit.

      Die beiden ICs ersetzt Du durch eine Kombination aus einem 78L15 und einem 79L15.

      Gruß
      Norbert
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    • (hatte schulisch etwas zu tun, deswegen die Antwort erst jetzt)
      Ja ich hatte Pin 4 und 8 gegeneinander gemessen.

      Wie kann ich denn die Kondensatoren vermessen, bevor ich sie austausche?
      für den IC wird es ja sicher einen Belegungsplan geben...

      briegel schrieb:

      den gleichen Bereich um IC1146

      Was alles genau meinst du damit? Und wie soll diese Kombination aussehen?

      Danke
    • diiigle schrieb:

      Wie kann ich denn die Kondensatoren vermessen, bevor ich sie austausche?

      Messen ist sinnlos, tausche sie einfach, denn sie werden früher oder später sowieso sterben.

      Das IC gibt es nicht mehr, du musst einen Ersatz einbauen. Wie, siehe hier. Unten, beim CV62 steht, wie es geht.

      Ich meine IC1146, C1125 und C1126 (wobei C1126 im Schaltplan doppelt vorkommt... ?( )

      Gruß
      Norbert
      www.n-malek.de

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    • so, hab nun die besprochenen Teile ausgetauscht (endlich :rolleyes: )
      und das Gerät auch ~ eine halbe Minute funktioniert, hat dann aber schlagartig aufgehört

      ich vermute, dass ich beim löten die Platine etwas beschädigt habe(Leiterbahnen) ;(
      soll ich die einfach mit einem Kabel überbrücken?
    • diiigle schrieb:

      ich vermute, dass ich beim löten die Platine etwas beschädigt habe(Leiterbahnen) ;(
      soll ich die einfach mit einem Kabel überbrücken?
      Kabel? Nimm die Drahtende, die Du von den Widerständen/Kondensatoren/Dioden etc. abgeknippst hast. Die sind bereits verzinnt und löte diese über die Risse in den Leiterzügen. Wenn die Platine einen Farbüberzug hat, dann auf´s blanke Kupfer abkratzen, verzinnen (mit Hinzunahme von Flussmittel) und dann drüberlöten. Oder Du nimmst isolierten Cu-Draht, längst den entsprechend ab, entfernst die Iso ca. 3mm beidseitig, verzinnst und lötest vom letzten Lötauge vor bis zum nächsten hinter dem Riss.
      Beachte die Drahtstärke!
      Ingo
    • diiigle schrieb:

      Hiiiiilfe ;(
      ich weiß einfach nicht wo ich anfangen soll mit suchen ?
      Da ist Systematik angesagt! A heißt ausgedruckte SA zur Hand, B heißt:im NT mit Spannungsmessung beginnen und diese setzt sich in den anderen Baugruppen fort. Weiß jetzt natürlich nicht, was Deine geringe Anzahl an Beiträgen für einen Aussagewert bzgl. Deiner Elektronikkenntnisse hat und wie Dein Messmittelpark bestückt ist.

      Ingo
    • Messgerät: UT132C, neu gekauft
      Ahnung von ELektronik: mittelmäßig :)
      was genau ist SA?
      du meinst also, alles nach der Reihe des Stromes durchmessen?
      Im Schaltplan sind aber viel zu wenig referenzpunkte angegeben + ich weiß nicht bei jedem Teil was hinten wieder für eine Spannung rauskommen sollte ...