Beiträge von HorstM

    Empfohlen wird ja die Jico VN35HE, aber die schlägt mit €100 doch wieder mehr zu.


    lg
    Johann

    Hallo Johann,


    Dir hätte wirklich Schlimmeres passieren könnten ;-)


    Du hast einen Spitzen-Dreher mit einem Spitzen-System! Allein darum dürften Dich viele beneiden. Eine neue Nadel wäre sowieso irgendwann fällig gewesen. Gut, das passiert jetzt halt etwas früher. Gott sei Dank gibt es von Jico eine Ersatznadel, die dem Original in nichts nachsteht, die SAS-Nadel von Jico. Bestellen, neue Nadel drauf, und geniessen! ;-)


    PS. War bei mir ähnlich, nur ohne Katze, aber mit 30 Jahre


    ♦alten Nadeln für das Shure V15III und IV. Die Systeme hatte ich als Teenager gekauft und immer beibehalten. Habe das Sure V15-IV für damals 20M gekauf. Heute ist es dasnn auf die vieien haölJojann e

    Der ist mir mittlerweile am liebsten. Der 601 hat die Freiheit von Laufgeräuschen wie ein Direkttriebler. Zusätzlich - und das ist natürlich ein reiner subjektiver Gefühlseindruck : für mich verbreiten Riementriebler mit schwerem Plattenteller mehr Ruhe. Ich vermute, dass das daher kommt, dass Direkttriebler ja laufend minimalst die Geschwindigkeit korrigieren und deswegen irgendwie für mich nervöser klingen.

    Hallo Albert,
    Deine Aussage ist zwar schon ein paar Tage her, und der Thread nicht mehr ganz taufrisch, aber sie hat mir trotzdem bis jetzt keine Ruhe gelassen. :D
    Ich will deshalb auch für die zukünftigen Leser die Sache klarstellen.


    Ein eingeschwungener, stabiler Regelkreis - und der liegt bei den Direkttrieblern vor - führt nicht ständig Korrekturen aus. Das passiert nur bei ganz einfachen Reglern wie zB. Zweipunktreglern, wie man sie an Thermostaten hat. Würde der Regelkreis ständig Korrekturen ausführen, wäre er instabil, und das hätte für den Gleichlauf katastrophale Auswirkungen. Und vor allem, es wäre nicht nur hörbar, sondern auch messbar. Was Regelkreise in Direkttrieblern wie im 721 machen: Sie führen die Drehzahl dem Sollwert nach. Diese Nachführung führt zu der sehr langsamen und bekannten Drehzahldrift bei diesen Modellen innerhalb der ersten 30 Minuten. Aber das ist die einzige Korrektur, die stattfindet.


    Wenn Du einen Dreher mit Synchronmotor hast, wie der 601 einer ist, passiert aber genau das gleiche, nur an einer anderen Stelle: Auch die E-Werke haben einen komplizierten Regelkreis, der versucht, die 50 Hz auf dem Sollwert zu halten. So gesehen besteht auch da die Gefahr, dass Korrekturen passieren, die sich bei diesen Modellen direkt auf die Drehzahl auswirken. Auch die 50 Hz unterliegen kleinen kurzzeitigen, und grösseren langfristigen Schwankungen. Und unter dem Strich ist die max. Abweichung grösser als bei einem 721.


    Die einzige Lösung, die alle diese Probleme (fast) vollständig beseitigt, ist ein Direktantrieb mit Quarzsteuerung. "Fast" deshalb, weil sogar ein Quarz einen Temperaturgang und eine Drift hat. Tja, was wäre das heute machbare Optimum? Ein Dreher mit eingebauter Atomuhr.


    Also Du kannst ganz entspannt zuhören, wenn Du einen der gut durchentwickelten Direkttrieblern verwendest. Da ist wirklich nichts, was Nervosität oder Unruhe verursachen kann. Falls das trotzdem passiert, liegen die Ursachen ausserhalb des Antriebs.


    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Norbert,


    da gebe ich Dir recht, das mit den OPs wird nur gut gehen, wenn man wirklich Super-OPs wie LT1028 oä. nimmt, die nur 1nV/SQRT(Hz) rauschen. Aber leider rauschen auch die von Dir erwähnten Halbleiterschalter etwas. Ich würde Reed-Relais nehmen, Reichelt hat von Meder Subminiatur-Relais, die dafür gut geeignet sind. Damit fällt die ganze Kontakt-Problematik wie Oxidation und Verschmutzung weg.
    Viele Grüße
    Horst

    Naja, ich finde auch, man kann seine Feindbilder auch künstlich aufbauschen und übertreiben :D


    Die Pickel sind nicht ein Design-Gimmick, sondern ein funktioneller Teil des Stroboskops, und das macht bei einem Dreher mit Pitch-Möglichkeit absolut Sinn. Zum S-Tonarm: Man sehe sich einmal Instrumente wie Geige, Gitarre, Cello, Flügel usw. an. Dort findet man am Resonanzkorpus kaum gerade Linien, sondern so viele Rundungen und Krümmungen wie möglich, auch noch mit unterschiedlichen Radien. Man hat durchaus versucht, das zu vereinfachen, aber die Ergebnisse waren übel. Es ist einfach so, daß eine gradlinige einfache geometrische Struktur eher zu Resonanzschwingungen neigt, als eine unregelmässige, komplexe Form. Deshalb glaube ich durchaus, daß es technische Gründe hatte, warum der S-Tonarm eingeführt wurde.
    Viele Grüße
    Horst

    Schmieren kann man die Potis mit Sicherheit, aber ich kenne kein geeignetes Schmiermittel. Es darf Kunststoffe nicht angreifen, auch ueber 20 Jahre hinweg nicht, und muss gute Gleiteigenschaften vorweisen. Ferner darf es nicht die Kohelbahn des Potis angreifen und sollte nicht stinken. ?(

    Hallo Norbert,
    mit Kontakt 61 wird das problemlos machbar sein. Damit habe ich die Pitch-Potis meines Technics SL-1900 vor 20 Jahren das erste Mal behandelt, sie waren schwergängig und hatten Wackelkontakt. Danach hatten sie schwer Kontakt und waren wackelgängig ;-)) Ne, nur n'kleiner Scherz am Rande... es funktioniert. Muss wegen der Raucherei alle 3-5 Jahre wiederholt werden und hat weder Kohleschicht noch Plastik angefressen. Kontakt61 ist ja eigentlich ein Gleitmittel, das aber wegen seiner Reinigungswirklung auch Wackelkontakte behebt. Was besseres kann man dafür eigentlich garnicht nehmen. Der Geruch verfliegt sehr schnell.


    viele Grüße
    Horst

    Hallo Quarksalat,
    die von Dir gemessenen Unterschiede im Widerstand können keine Kanalungleichheit bewirken, weil ein Tonabnehmer um die 1 kOhm Innenwiderstand hat und die Last bei 47 kOhm liegt. Da sind Unterschiede im Ohmbereich viel zu klein, um die Ströme zu beeinflussen. Ein schiefer Nadelträger erzeugt aber immer eine Kanalungleichheit. Deshalb würde ich da nicht löten, sondern eine neue Nadel anschaffen.
    Viele Grüße
    Horst

    Die Ursache war die abgebildete Lupenlampe mit Neonröhre ?(
    Selbst bei einem Abstand von 30-40 cm hat die Lampe am 1218 dieses Brummen eingestreut 8|
    Ist das normal bei Neonröhren?

    Hallo Ronny,
    leider ja. Ursache ist: In der Röhre brennt ein mit Wechselstrom betriebener Lichtbogen, der bei jedem Polaritätswechsel erstmal ausgeht und dann in die neue Richtung neu gezündet wird. Du hast also keinen sinusförmigen Strom, sondern etwas ziemlich eckiges, und damit viele Oberwellen. Zum Stromnetz hin kann man das mit einem Kondensator entstören, aber bei so einem geringen Abstand strahlt die Röhre selbst schon genügend an Feldstärke ab, um Störungen zu machen. Und die Röhre ist schlecht schirmbar, ein Kupferrohr drum herum fördert ja nicht gerade die Lichtausbeute! :D Mit modernen Energiesparlampen ist das Problem weg, weil die bei ca. 30 kHz arbeiten, und das hört man ja nicht mehr.
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Stephan,


    Hier ein Zitat zum Thema Ballistol:


    "... sollte die Verwendung des Öls an elektrischen Kontakten nur auf Notfälle beschränkt werden.
    Auf Messing und Kupfer aufgetragen hat es eine leicht oxidierende
    Wirkung, weshalb es zur Konservierung dieser Metalle nicht geeignet ist."
    Mir ist immer noch unklar, wer den Unsinn in die Welt gesetzt hat, an elektrischen Kontakten mit Ballistol zu arbeiten. Zumal es, wie zu lesen ist, auf Kupfer und Messing genau das Gegenteil von dem macht, was man eigentlich braucht. Die TK-Kontakte sind wohl versilbert, aber wehe, es gibt winzige Poren, und darunter ist Kupfer oder Messing. Dann gibt das irgendwann eine schöne Sauerei. Du behandelst als Arzt ja eine Verstopfung auch nicht mit Ballistol, obwohl das wahrscheinlich sogar funktionieren würde :D


    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Matthias,
    ich weiß nicht, was es an den Kontakt-Sprays auszusetzen gäbe, dass man sie als schei... bezeichnen müsste. Man muss die Teile nur mit Verstand anwenden, und da sind 3 Dosen ja nicht die Welt, wenn man sehr viel damit abdecken kann. Ein Maler braucht mehr Döschen und Töpfchen 8) Und so gesehen ist Benzin generell auch schei..., spätestens dann, wenn man versucht, damit ein Feuer zu löschen :D
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Christian,
    in Deinem Fall unterstütze ich den Umbau voll und ganz, denn Du hast eins gemacht: Du hast gemessen. Das ist schonmal die Grundvoraussetzung für Umbauten. Viele machen das nicht und bauen blind auf 240V um, ohne zu wissen, was überhaupt an Netzspannung vorhanden ist. Dein Messwert spricht dafür, dass entweder Deine 230V-Netzspannung am oberen Toleranzbereich liegt, oder aber dass die Elkos noch so gut sind, daß sie mehr an durchschnittlicher Gleichspannung erzeugen, als mit den Normwerten der Elkos ursprünglich geplant oder berechnet wurde. Insofern Glückwunsch, Du hast alles richtig gemacht! :rolleyes:


    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Christian,

    Ja, ansonsten bekommt die 220V-Primärwicklung des Netztrafos ca. 20V oder mehr beaufschlagt,
    Gruß
    Ingolf

    Hallo Ingolf,
    die heutige Sollspannung ist 230V, also bekommt man in 220V-Stellung nur 10V, und nicht 20V Überspannung. Das sind weniger als 5% und schadet nicht. Auf der anderen Seite fährt man das Netzteil nach der Umstellung auf 240V an 230V u.U. mit Unterspannung, da die 230V eine Toleranz von -10% hat. Man hat dann u.U. 207 statt 240V, und das kann Probleme machen, vor allem, wenn die Netzteilelkos sowieso schon alt sind und Kapazität verloren haben. Die höhere Eingangsspannung wird übrigens nicht 1:1 auf die Sekundärseite übertragen, weil man Trafos bereits im krummen Teil der H-B-Kurve betreibt, also am Übergang zur Sättigung. Daher wird eine Erhöhung nur abgeschwächt übertragen - also noch ein Grund, warum 230V statt 220V nichts ausmacht. Diese Umbauten sind sinnlos und können höchstens neue Probleme erzeugen, wo vorher keine waren. Zumal die damaligen 220V +10% Toleranz hatten, die 230 aber nur +6%. Somit hat sich an der möglichen Höchstspannung garnichts geändert. Das soll erst in den kommenden Jahren auf 230V +10% aufgemacht werden. Ich würde daher vor einem Umbau die Netzspannung messen und nur umbauen, wenn man wirklich 240V oder mehr anliegen hat. Ich hatte hier jahrelang im Winter nachts nur 208V, damit hatte ich bei Röhrengeräten, die ich auf 240V probeweise betrieb, bereits Probleme wegen ungenügender Heizung der Röhren.
    Viele Grüße
    Horst

    Kontakt 61 ist übrigens hervorragend zum vorübergehenden Aufweichen von verharztem Fett geeignet. Im Gegensatz zu 60/WL richtet es hier auch keinen Schaden an. Es ist Mitteln wie WD40 oder Caramba eindeutig vorzuziehen, weil es elektrische Teile und Kunststoffe nicht beschädigt. Ich mache es schon lange so, dass ich Verharzungen bei Kellerleichen erstmal mit Kontakt 61 gängig mache, um das Gerät schnell funktionsfähig zu bekommen. So kann ich vorab feststellen, ob das Gerät noch gut genug für eine zeitaufwendige Neuölung ist.


    Gruß Frank

    Hallo Frank,
    genauso stellt es sich mir auch dar. Alte Potis an uralten Röhrenradios sind oft sehr schwergängig, aber kaum ohne Zerstörungsgefahr zu zerlegen. Nach der Behandlung mit Kontakt 61 verschwindet erstmal der Wackelkontakt, und im Lauf von Tagen/Wochen werden die Potis dann immer leichtgängiger, wenn man sie täglich ein paar Mal durchdreht. Das 61er dringt in die Lagerung ein und löst die Verharzungen auf.


    Aber auch das aggressivere 60er hat seine Daseinsberechtigung: In alten Radios gibt es diese komplizierten Tastenaggregate für die Wellenbereichsumschaltung, bei denen die Kontakt oft freiliegen, aber die Aggregate selbst praktisch nicht zerlegbar sind. Wenn die Kontakte schwarz/grün angelaufen sind, bekommt man sie mit Kontakt 60 wieder blank und kann dann mit WL/61 nachbehandeln. Ich benutze diese Sprays dann aber nicht als Spray, sondern bringe sie auf einen Ohrenreiniger/Q-Tip auf und reinige gezielt.


    Ich muß ehrlich sagen, daß mir an einem Plattenspieler keine vernünftige Anwendung für Kontakt 60 einfällt. Höchstens noch im Bereich der TA-Kontakte, wenn diese schwarz sind. Aber da kommt man mit viel weniger Sauerei mit einer mechanischen Reinigung genauso weit.
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Bernhard,
    habe ich keine Erfahrung mit. Ich benutze nur 60 ,61 und WL seit über 30 Jahren. Gut, im Sommer trinke ich manchmal auch ein Bier, es ist halt billiger :D Ich habe einfach keinen Grund, etwas anderes auszutesten, weil ich mit diesen 3 Dosen bisher alle Probleme erschlagen konnte. Wobei die 60er Dose unten schon rostet - man müsste sie mal mit deren Inhalt behandeln ;-) Die Frage bei WD 40 und anderen Ölen ist halt, wie sie sich mit Kunststoff vertragen. Manche Ole greifen Kunststoffe an.
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Bernhard,
    wenn Du in Zukunft (ev. Jahrzehnte) gut gerüstet sein willst, bestelle Kontakt 60, 61 und WL bei Reichelt oder einem ähnlichen Versand. Wie Zivi schon gesagt hat: 60 ist das richtige Mittel, wenn Korrosion auf einem Bauteil den guten Kontakt verhindert, und die Korrosion nicht mit Reinigern wie WL oder 61 weg geht. Es löst zuerst die Korrosion, und wenn man nicht nachspült, auch das darunterliegende Metall an. Daher braucht man es seltenerr. Meistens sind es fettartige Ablagerungen, die einen guten Kontakt verhindern. WL ist ein purer Reiniger, der Fett, Öl usw. abwäscht, aber auch dort entfernt, wo etwas Gleitmittel und Korrosionsschutz eigentlich erwünscht ist. Da kommt das 61er in's Spiel. Es reinigt wie WL, bildet aber einen feinen Ölfilm, der vor Korrosion schützt und für Leichtgängigkeit sorgt. Das ist vor allem bei Schaltern und Potentiometern ein sehr guter Nebeneffekt, den WL allein nicht bietet. Daher hat auch das 61er durchaus seinen Platz in der Elektronik. Ich benutze es seit Jahrzehnten und habe damit schon totgeglaubte schwergängige Potis an uralten Röhrenradios wieder gängig und wackelkontaktfrei hinbekommen. 60er verbietet sich da von selbst, weil man es kaum rückstandsfrei aus einem Poti/Schalter wieder herausbekommt. Und WL allein reinigt zwar, aber die sich bewegenden Teile laufen dann trocken aufeinander. Deshalb würde ich sagen, wenn Du nur einen Spray anschaffen willst, liegst Du mit dem 61er richtig.
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Rainer,


    vom Thel halte ich viel, ich benutze selbst die Phono-M in dem von Thel auch angebotenen Gehäuse, und die lässt keine Wünsche offen. Es ist eine dem Stand der Technik nach aufgebaute Opamp-Schaltung, und es wurde nichts falsch gemacht. Die X-Version halte ich für total überzogen. Wozu brauche ich eine Class-A Endstufe mit Kühlblechen, wenn ich 1V an 10 kOhm liefern muß?


    Deine anderen Fragen lassen sich nicht so einfach beantworten. Vor allem, dass es an 2 Verstärkern schlecht klingt, ist merkwürdig. Hast Du einmal überprüft, ob beim 714 der gesamte Signalweg vom TA bis zu den Steckern fehlerfrei, also niederohmig ist? Verzerrungen können auch durch schlechte Kontakte entstehen, da können durch dünne Oxidschichten regelrechte Dioden entstehen, und das klingt dann natürlich entsprechend schlecht.
    Viele Grüße
    Horst

    Es handelte sich übrigens um die BD 422/423. Hab mich irgendwie falsch erinnert oder so. Ich geh mal etwas radeln bei dem schönen Wetter.

    Zivi, Du bist und bleibst ein Original! :D Durch das Radeln wird zwar aus einem BFxxx kein BDxxx, aber jede NF-Stufe wird sich freuen, wenn ihr ein Kuckucksei wie ein BF-Aussenseiter erspart bleibt 8)
    Viele Grüße
    Horst

    Hallo Flo,


    ich weiß jetzt nicht, an welcher Stelle die BC450 eingebaut sind, aber man muss mit HF-Transistoren wie BFxxx auf eine Sache aufpassen: HF-Transistoren haben oft eine sehr kleine Mindest-Stromverstärkung. Beim BF420 fängt sie bei 15 an. Das muss dann in der Schaltung ausreichen, sonst hat man ev. Kanalunterschiede und Klirr, wenn es nicht mehr für eine anständige Gegenkopplung reicht. Ausserdem muss man die schnelleren HF-Typen oft mit Ferritperlen ruhigstellen, damit sie nicht schwingen, denn so ein NF-Verstärker ist nicht HF-mässig aufgebaut. Man hat zB keine Groundplane auf den Platinen. Daher würde ich von BF-Ersatztypen eher abraten, sie sind einfach nicht für NF-Stufen mit hoher GGK ausgelegt.
    Viele Grüße
    Horst

    Also ich verstehe bis heute nicht, warum es überhaupt eine Geschwindigkeitsregelung an einem Plattenspieler geben muss, außer bei 78 U/Min braucht das doch kein Mensch.

    Hallo Phonesmoke,
    das kann ich Dir erklären. Musiker, vor allem Klassik, spielen öfters mal zusammen mit einer Platte. Es gibt zum einen spezielle Platten, auf denen ein Instrument fehlt (Music Minus One) - das man dann selbst spielt. Man macht das als Orchestermusiker aber auch, um zB. schwierige Einsätze eines Werks, das man zum ersten Mal spielt, auch akustisch in's Hirn zu bekommen, so daß man sie auch ohne Notenlesen praktisch blind trifft. Man kann sich immer mal verzählen, der Dirigent gibt Dir den Einsatz nicht, und schon ist das Chaos vorprogrammiert. Ich habe das in meiner Zeit als Kontrabassist sehr häufig praktiziert. Das Problem ist, daß sich die Stimmung der Aufnahmen je nach Aufnahmedatum und Region der Aufnahme erheblich unterscheiden kann. Generell ist die Stimmung der Orchesterinstrumente im Lauf der Jahre immer mehr gestiegen, heute stimmt man praktisch überall a=443, statt 440. In der Barockzeit war a=415 Hz üblich, und Barockwerke werden heute wieder oft so eingespielt. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn man den Dreher auf die Stimmung des eigenen Instruments anpassen kann. Das geht viel schneller, und bei Instrumenten wie Klavier und manche Holzblasinstrumente ist das Umstimmen oft garnicht so einfach möglch. Das ist der Grund, warum Plattenspieler einen Pitch haben, der auch noch so einen grosssen Regelbereich hat. Die CD ist in dieser Hinsicht ein wirklicher Rückschritt gewesen.
    Viele Grüße
    Horst

    Das hat mit dem Teller rein überhaupt nichts zu tun, es tritt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, bei beiden gleich auf. Es ist ein Phänomen, das Horst mal genauer erforschen wollte, bisher ist das aber wohl nichts geworden.

    Hallo Holgi,


    das stimmt. Ich habe das Projekt nicht weiter verfolgt, weil die Drift so klein ist, daß sie in der Praxis keine Rolle spielt. Ausserdem habe ich mir überlegt, woher die Drift kommt. Dabei sind so viele verschiedene Ursachen gleichzeitig beteiligt, daß eine perfekte Kompensation wohl nicht gelingen kann. Da wären: Die Temperatur der Dioden, über die die induzierte Spannung, und damit die Drehzahl gemessen wird. Die Durchlassspannung von Dioden ist temperaturabhängig. Es geht aber auch die Temperatur der Motorspulen ein, weil Kupfer einen recht hohen TK hat. Da die in den Motorspulen induzierte Spannung bei der Messung belastet wird, ändert sich mit der Temperatur auch der Innenwiderstand der Spulen, und damit die Messspannung. Abhilfe würde ein sehr hochohmiges Abgreifen der Messspannung bringen, mit Opamps mit FET-Eingängen. Aber damit steigt wieder die Anfälligkeit für eingestreute Störungen. Dann driftet die Sollspannung auch noch, wegen der verwendeten Z-Dioden, und weil das Pitch-Poti wie alle Potis einen schlechten TK hat. Das wäre noch am leichtesten korrigierbar - aber die anderen Faktoren sind nur mit hohem Aufwand kompensierbar. Man müsste die komplette Elektronik umbauen. Letztlich wäre die Anschaffung eines Quarz-Drehers einfacher ;-)
    Viele Grüße
    Horst

    Na dann habe ich ja viel Glück gehabt. Ich habe nämlich einmal bei meinem Metz Belcanto Receiver mit 2 ELL80 in den Endstufen - wahrscheinlich Grundigs NF1 oder 10 - die Röhren zum Singen gebracht, weil die Boxen gar nicht angeschlossen waren und ich den Regler aufgedreht hatte.

    Hallo Phonesmoke,
    dann hattest Du wirklich Glück, das lag wohl an den nicht so grossen Ausgangstrafos. Ich hatte da eher meine alte grosse Röhrenendstufe im Sinn, die mit 2x4 EL34 und 450V betrieben wird und ca. 2x80W bringt. Mit so einer Endstufe geht der Leerlauf-Test mit Sicherheit in die Hose ;-)
    Viele Grüße
    Horst