Beiträge von PortobelloBelle

    Hallo Lufabe,

    die o.g. Gründe mögen alle zutreffen.
    Ich persönlich würde aus eigener Erfahrung aufgrund des selben Verhaltens an einem 731Q empfehlen, das von oben gut zugängliche Kurvenrad - vor allem die kupferfarbenen Bleche - vorsichtig mit einem sehr weichen Pinsel und Isopropylalkohol zu reinigen.
    Bei mir hat dies geholfen. Und ist eine leichte Übung ohne Aus-/Umbau oder Veränderung der Einstellungen. Falls nicht, kann man immer noch tiefer forschen...

    Viele Grüße

    Pick

    2. Abstellpunkt
    Bei laufender Platte stellt der 1218 am Ende nicht ab. Bei manuellem Anheben oder per Lift und behutsamem Weiterführen des Tonarms löst die Endabschaltung etwa 2-3 mm außerhalb der Auslaufrille aus.
    Wie kann ich die Endabschaltung beim 1218 so einstellen, dass sie frühzeitiger greift?

    Ok, da hätte ich selbst drauf kommen können.
    Der 1218 hat offenbar an der Basis der Abstellschiene eine Exzenterschraube. Das ist einen Versuch wert. Ansonsten, wenn es nicht hilft oder ausreicht, werde ich es über zartes Biegen in Längsrichtung an den beiden Abkantungen der Abstellschiene versuchen.

    [Editiert: der Abstellpunkt ließ sich gut einstellen über die Exzenterschraube, also erledigt. :) ]

    Hat jemand eine Idee zum Punkt oben bzgl. des Stop-Schalters, der einrastet bei abgestelltem Spieler?

    Werte Kollegen,

    der Beitrag ist zwar schon älter, aber vieles davon war lehrreich und hat auch meine aktuellen Arbeiten an einem 1218 gut getroffen und betroffen.
    Daher möchte ich hier mit 2 Fragen anknüpfen.

    Hintergrund der Geschichte und der Überarbeitung (kann man durchaus überspringen)

    [Der Hintergrund:
    Ich hatte aus dem Nachlass der Eltern eines Kollegen meiner Frau einen 1218 überlassen bekommen - nicht, dass ich ihn wollte, aber zum Entsorgen ist jeder Dual zu schade. Optisch war er in sehr gutem Zustand. Sehr gepflegt...
    Er war aber so was von verharzt, das konnte ich mir vorher nicht vorstellen. Alles fest verbacken! Mit viel Geduld, Aceton, Isopronalyl-Alkohol, guter Anleitung von gs-audio, Beiträgen hier im Board, ... konnte ich ihn zerlegen und tatsächlich auch wieder zusammbauen.
    ]

    Nach der kompletten Überarbeitung läuft und funktioniert er nun wieder sehr gut per Automatik und in manuellem Modus.
    Aber ...



    ... es bleiben 2 Dinge, die mir nicht gefallen.

    1. Stop-Schalter rastet ein bei abgestelltem Spieler
    Der Start-/Stop-Schalter bleibt - bei korrekt abgeschaltetem Dreher - nach manuellem Drücken des Stop-Schalters im Ruhezustand auf <Stop> eingerastet. Das soll so nicht sein. Wenn man den Schalter nur anschnippt, springt der Schalter zurück, oder auch mit leichtem Druck wieder zurück Richtung Neutral-Stellung. Dieses Problem ist in der Serviceanleitung des 1218 auf Seite 14 beschrieben, auch die Behebung.
    Aber mir ist nicht klar, wie man die Schaltarmnase in Bezug zum Starthebel justieren kann.
    Sind die 0,3 mm horizontal oder vertikal gemeint? Die Zeichnung ist für mich nicht gut zu interpretieren.

    2. Abstellpunkt
    Bei laufender Platte stellt der 1218 am Ende nicht ab. Bei manuellem Anheben oder per Lift und behutsamem Weiterführen des Tonarms löst die Endabschaltung etwa 2-3 mm außerhalb der Auslaufrille aus.
    Wie kann ich die Endabschaltung beim 1218 so einstellen, dass sie frühzeitiger greift?

    Vielen Dank schon für die Hilfe
    Pick

    So, nachdem es die unterschiedlichsten Theorien gibt zur Ursache des Endlos-Start-Stop-Verhaltens (Leichtgängigkeit, Schwergängigkeit, von Reibplatte und Abstellhebel, ...) und zur Fehlerbehebung (nur Reinigung, komplette Zerlegung des Kurvenrades in seine diffizilen Einzelteile, unterschiedliche Schmierstoffe,...) habe ich mich gestern entschlossen, das vorhandene Kurvenrad (welches von seinen Einzelteilen wohl völlig intakt scheint) ganz vorsichtig zu 'schmieren', ohne Auseinanderbau. Ich habe dazu einen sparsamen Tropfen Hydrauliköl HLP 22 zwischen Reibplatte (163) und Abstellhebel (162) gegeben und die beiden Teile gegeneinander bewegt. Das Öl hatte ich noch hier von der Motorrevision.

    Danach habe ich das Kurvenrad wieder eingebaut. Seit gestern nachmittag hat der 1229 nun mehrere Dutzend automatische Start- und Abstell- und Stop-Vorgänge fehlerfrei bewältigt. Ich bin zuversichtlich und denke, dass der Zustand anhält.

    Danke jedenfalls für den Ausgangsbeitrag und all die Ratschläge - und weiterhin frohes Schaffen!

    [Anm.: Ja, ich weiß, dass manche es anders machen und auch die verwendeten 'Schmiermittel' variieren. Ich habe Silikonöl - wie von dualcan vorgeschlagen - bestellt, aber das ist noch nicht eingetroffen. Auch ein Ersatzkurvenrad ist noch nicht hier. Also war es mir einen Versuch mit meinen vorhandenen Möglichkeiten und Materialien wert. Scheint zu funktionieren. Wenn der Fehler wieder auftritt, weiß ich zumindest, wo ich eingreifen kann/muss. Das ist nicht schlimm. Und der Aus- und Einbau des Kurvenrades geht mittlerweile auch ziemlich zügig... ;-)]

    Werte Kollegen,

    mein an sich schön aufbereiteter 1229 hat seit ein paar Tagen - leider - auch das Problem der Endlos-Start-Schleife.
    Ich habe mich nun notgedrungen dem Kurvenrad gewidmet, da oben genannte Symptome dem Verhalten meines 1229 entsprechen.

    Ich erwarte von einem netten Boardkollegen nun ein Kurvenrad als Ersatz und Anschauungsvorlage.

    Ich habe heute in der Zwischenzeit mein Kurvenrad ausgebaut. Es machte an sich schon einen sauberen Eindruck. Ich habe es trotzdem nochmal mit Alkohol entfettet und gesäubert.





    Verbogen sind die filigranen Teile auch nicht.




    Mir ist nicht ganz klar, ob das von dualcan genannte Silikonöl auf die Reibplatte selbst aufgetragen werden muss oder auf deren Achse.

    Das Silikonöl darf beim Einbau, am K.rad Steg eindringen.
    Die Reibplatte muss sich danach langsam absenken.

    An die Achse möchte ich nicht ran, die Idealscheibe (roter Pfeil) ist ja noch mal eine Nummer kleiner als die vom Liftbolzen (grüner Pfeil im Größenvergleich ), und die ist schon extrem winzig...!



    Wie macht ihr das beim 1229?
    Bewegliche Teile auf dem Kurvenrad fettfrei machen und hoffen, dass es funktioniert, oder tatsächlich mit unterschiedlichen Schmierstoffen dieser filigranen Teile experimentieren?

    [Wobei man sich nicht vorstellen will, das Kurvenrad ein paar mal ein- und auszubauen, um immer wieder zu schauen, wie welches Mittel funktioniert...].

    Viele Grüße und frohes Schaffen

    Um Missverständnisse zu vermeiden, hier nochmal die Unterschiede beim Lift zwischen 731Q und 714 Q ...

    ... Zur Lösung hab ich den Pimpel des Lifters erneuert und dessen Auflagfläche am Tonarm gereinigt. Beim 731q wäre das die Ersatzteil-Nummer 216 844. Könnte mir vorstellen, dass der auch beim 714er passt. ...

    :(

    ... Allein 731Q und 714Q sind hier sehr unterschiedlich.

    Nein.

    :(

    Die Unterschiede zwischen 731Q und 714Q werden hier in den beiden Serviceanleitungen deutlich (jeweils rechts oben in den gestrichelten Rahmen). Es sind auch unterschiedliche Teile-Nummern.

    Serviceanleitung 714Q:
    Teil 187 (Teilenummer 243 125 Stellhülse)

    Serviceanleitung 731Q:
    Teil 175 (Teilenummer 216 844 control stud / Liftpimpel)

    Hier die Gegenüberstellung:



    Die Liftfläche des 714Q hat darüber hinaus auch eine kreisrunde Aussparung oberhalb der Stellhülse. Diese Aussparung hat der 731Q nicht.

    Frohes Schaffen und schöne Weihnachten!
    Pick / PortobelloBelle


    Ich hatte das gleiche Problem beim 750er. Zur Lösung hab ich den Pimpel des Lifters erneuert und dessen Auflagfläche am Tonarm gereinigt.

    Beim 731q wäre das die Ersatzteil-Nummer 216 844. Könnte mir vorstellen, dass der auch beim 714er passt. Ansonsten bitte ein Blick ins Service-Manual werfen.

    Jetzt sind schon 3 Spieler im Spiel ... Allein 731Q und 714Q sind hier sehr unterschiedlich.

    2. Wenn der Arm in der Rille liegt und ich während des Drehens den Arm über den Liftschalter anhebe, verzieht der Arm immer nach Außen und setzt nicht an derselben Stelle auf der Platte wieder auf. Was könnte hier das Problem sein?

    Zum 2. Punkt in deinem Ausgangspost:
    Ich hatte bzw. habe immer noch ebenfalls einen 714Q 'in der Mangel', auch hier störte mich der leichte Versatz beim Anheben über den Lift. Bei mir macht(e) er immer einen zwar sehr kleinen, aber optisch erkennbaren 'Schlenker' gegen die Spielrichtung. Das stört und soll so nicht sein. Es liegt meines Erachtens nicht am Antiskating, die Modelle sind hier völlig unproblematisch.

    Meine Erfahrung ist, dass man die beiden Tonarmlager (horizontal und vertikal) manuell mit geringstem Spiel einstellen sollte. Danach sollte der Lift keinen 'Schlenker' mehr verursachen. Falls doch - und so war es bei mir beim vorgenannten 714Q der Fall - muss man das Lager nochmal minimal etwas straffer einstellen, bis alles passt. Es ist auch hier wie vieles ein ziemliches Geduldsspiel.
    Natürlich muss dabei am Ende alles frei- und leichtgängig bleiben.

    Viel Erfolg!

    Du betreibst deinen 731Q mit einem MCC110.
    Dieses ist ein relativ schweres System, welches an der Grenze der Ausbalancierbarkeit des Tonarmes mit dem vorhandenen Antiresonator ist. Man muss diesen sehr weit nach hinten aus der Tonarmbasis herausragen lassen.
    Manche mögen nun innerlich schmunzeln, aber mir ist es selbst schon passiert beim 731Q, dass der Tonarm am Ende einer LP soweit eingeschwenkt ist und die Nadel am Ende einer LP dann soweit in der Innenrille läuft, dass der Antiresonator soweit nach rechts ausschert und leichten Kontakt zum rechten Rand der Haube hatte, dass er dadurch den Abschaltpunkt nicht erreichte.
    Dies würde ich in deinem Fall - weil recht einfach - prüfen. Passiert auch alten Hasen. :)
    Viel Erfolg!
    P.S.: Beim 741Q mit dem MCC120 verhält es sich ähnlich. Ich habe mir bei beiden Modellen und den jeweiligen MCCs angewöhnt, das Gegengewicht mit den leichtesten der verfügbaren Zusatzscheiben zu versehen.

    Nachdem viel darauf hindeutet, dass bei all den Maßnahmen, welche man dem Gerät schon mal angedeihen ließ, auch Arbeiten am Tonarmlager stattgefunden haben, verstehe ich nun auch, was Kollege Maad oben meinte mit:

    ... und/oder Liftfläche am Tonarm schief. Schraube lösen und gerade ausrichten.

    Denke ich mittlerweile auch, da ich sonst keine andere Ursache erkennen kann. Ich hatte mir die Stelle bei einem ausgebauten Ersatztonarm eines 731Q angesehen.
    Es ist die Schraube, die die viertelkreisförmige Liftfläche (siehe die beiden roten Pfeile an Teil 71 Lager komplett) mit dem Tonarmlager verbindet. Die wurde wahrscheinlich gelöst und danach die Liftfläche nicht wieder völlig plan angebracht.




    Ursache scheint also gefunden. Ungünstig ist nur, dass man an diese kleine Befestigungsschraube nur herankommt, wenn man wieder die beiden Lager löst und den gesamten Tonarm für den Zugang zur Schraube lockert... Weiß noch nicht recht, ob ich das bei diesem Fremdgerät möchte.

    Trotzdem Danke für die hilfreichen Hinweise!
    Frohes Schaffen und schöne Restwoche

    Kurzer Zwischenstand:

    Ich habe festgestellt, dass das Gerät bereits ein paar Maßnahmen hinter sich hat: Es war schnell zu erkennen an der verkratzten Sicherungsschraube des vertikalen Tonarmlagers. Auch der Kondensator wurde erneuert. Und am Kurzschließer wurden die Cinchkabel nicht mit Kabelschuhen angebracht, sondern hart verlötet.

    Ich habe nun zuerst die beiden Tonarmlager gelockert und wieder von Hand mit minimal spürbarem Spiel eingestellt. Das kenne ich von meinen 731Qs, das sollte nicht das Problem sein. Auflagekraft kann man - grob überprüft mit einer profanen analogen ortofon-Tonarmwaage - vernünftig einstellen, auch die Haptik der Rades zur Auflagekrafteinstellung ist in Ordnung.

    Was mich interessieren würde: wie sieht eine intakte Stellhülse des 714Q aus?
    Die hier betroffene Stellhülse sieht so aus:



    Wobei ich denke, dass auch eine Abnutzung nicht verantwortlich wäre für das eingangs beschriebene Verhalten des schrägen Verlaufes der Tonarmhöhe von außen nach innen...

    Danke für die Geduld bei der Fehlersuche und sachdienliche Hinweise

    Danke für die Tipps!

    Wenns ganz dumm ist, hat mal jemand die Lager gelöst und den Tonarm schief wieder angezogen.


    Ich denke, dass es tatsächlich so ist wie du vermutet hast und es mit dem vertikalen Tonarmlager zu tun haben könnte.
    Bei meinem 731Q fluchtet der Bügel/Rahmen mit der Tonarmhalterung, beim besagten 714Q gibt es eine Abweichung.

    [Edit: Das war auf Anhieb nicht zu erkennen, da mir der Tonarm normal leichtgängig und frei vorkam. Aber dann war da wohl jemand vorher schon mal dran... :( ]

    Betroffener 714Q:


    731Q im Vergleich:



    Ich werde in dieser Richtung weiter 'ermitteln'... ;)

    Frohes Schaffen
    Pick / PortobelloBelle

    Nach Ende einer LP wird der Lifthebel automatisch durch die Endabschaltung auf 'oben ' umgelegt und der Tonarm wird zurückgeführt, alles wie es sein soll.

    soll das wirklich so sein?

    Ja, das ist so korrekt (siehe BDA)!

    https://www.hifi-archiv.info/Dual%20Anleitungen%20&%20Kataloge/Dual%20Plattenspieler%20&%20Wechsler%20CS/Dual%20CS%20714/714_08.jpg

    Seite rechts unten am Ende:

    "Der Steuerhebel der Absenkeinrichtung geht in die Ausgangsposition."

    Werte Board-Kollegen,

    ein Bekannter hat mir seinen schwarzen 714Q anvertraut und mich gebeten, ihn durchzusehen und wieder spielbar zu machen.
    Der 714Q ist jetzt nicht so mein Spezialgebiet, ich hatte aber schon den einen oder anderen 731Q wieder schön aufbereitet. Daher war ich auch beim 714Q zuversichtlich, sind sie ja doch vermeintlich recht ähnlich bis auf die Automatik, den Rillenfinder, usw. ... Und weil ich ein freundlicher Mensch bin, habe ich der Bitte stattgegeben. ;)

    Der Spieler funktioniert grundsätzlich, d.h. er läuft an, spielt, der Rillenfinder ist spürbar, die Liftfunktion ist intakt, ebenso Endabschaltung und Tonarmrückführung.
    Was mir aber nun auf den ersten Blick als erstes auffiel - und diesbezüglich würde ich hier gerne die Experten um Rat bitten:

    Nach Ende einer LP wird der Lifthebel automatisch durch die Endabschaltung auf 'oben ' umgelegt und der Tonarm wird zurückgeführt, alles wie es sein soll. Nur ist die Tonarmhöhe am Innenradius gefährlich gering, nur leicht über der LP. Die Tonarmhöhe steigt dann an bis ans Ende an den Außenradius der LP.
    Ich muss die Tonarmhöhe so hoch einstellen über das Rändelrad an der Tonarmbasis, dass die Höhe am Beginn einer LP gefühlt viel zu hoch ist, nur damit die Nadel am Ende einer LP nicht Gefahr läuft, bei der Rückführung über die LP zu schrammen.

    Es scheint, als würde die Tonarmhöhe 'bei Lift oben' kontinuierlich abnehmen vom Außenradius nach innen bzw. zunehmen vom Innenradius nach außen.

    Normal? Nein, oder?
    Und nein, ich habe den Spieler bisher noch nicht aus der Zarge gehabt und daher auch die Steuerung noch nicht nachvollzogen.
    Ich frage aber trotzdem vorab bei den 714Q-Experten: Gibt es dafür einen Verdacht, was die Ursache sein kann?

    Danke für gutgemeinte Ratschläge und Grüße
    Pick / PortobelloBelle

    Werte Kollegen,

    Ich habe von einem Freund unter anderem einen 1229 bekommen.
    ...
    Der Motor ist überholt, allerdings ist mir aufgefallen, dass das Ding mehr als handwarm wird. Es wird unangenehm warm, ich mochte den nicht lange anpacken.


    aufgrund identischer eigener Wahrnehmung bezüglich der Wärmeentwicklung (nach dem Einbau meines 1229-Motors) meine Frage, was die geneigten erfahrenen 1229-Motor-Experten hierbei als normal erachten würden.

    Wird er von Hause aus tatsächlich deutlich wärmer als 'handwarm'?

    Aus eigener böser Erfahrung rate ich vom Teilen der beiden Lagerschalen mit Hilfe einer Spreizzange dringend ab! Mir ist es schon mal passiert, dass die Schale(n) dabei schlagartig nachgegeben haben und die harte und spröde Motorwelle gebrochen ist.

    Vom Teilen/Lösen der Halbschalen - wie zu Beginn einer Wartung, die du wohl meinst - war nicht die Rede.
    Aber trotzdem danke für den Tipp, und interessant zu wissen, wie empfindlich diese Wellen sind. Mir war ja auch die Rotorwelle gebrochen, daher der Tausch mit einer anderen...

    Also habe ich die beiden durch die Halbschalen gehenden Schrauben vorsichtig wieder gelockert und mit einer Spreizzange angefangen, den Abstand der Halbschalen wieder etwas zu vergrößern.

    Mir ging es darum, zu versuchen, den Abstand der Halbschalen vorsichtig und geringfügig zu vergrößern, dies bei etwas gelockerten (nicht entfernten) Schrauben. Dies ging bei behutsamen Ansetzen und Vorgehen ausgesprochen gut. Zumindest scheint es dem Motor nicht geschadet zu haben... ;)

    So, werte Boardkollegen,

    ich glaube ich habe das Problem gefunden und gelöst.

    Es ist so, dass er nach Einschalten über das Einschwenken des Tonarms kurz anläuft, so ca 3-4 Sekunden, dann aber stehen bleibt.
    Ein unrevidierter Vergleichsmotor läuft - identisch angeschlossen - problemlos.

    Ich habe gemessen:
    schwarz - weiß: 347 Ohm
    grün - gelb: 344 Ohm

    Normale Werte


    Die Problematik, dass er zwar anläuft, aber nach 3-4 Sekunden stehen bleibt, ließ mir tatsächlich keine Ruhe. Ich habe die letzten Tage gefühlt jeden Beitrag hier zu den Dosenmotoren studiert - und ich hatte vorher wirklich schon viel im Board nachgeforscht.

    Wo genau ansetzen, wenn man keinen offensichtlichen Anhaltspunkt mehr hat?
    Manchmal hat man ja aber auch eine Idee. Hatte ich vielleicht den Motor mit seinen beiden Halbschalen und dem Stator vielleicht zu fest verschraubt? Obwohl er doch von meinem Fingergefühl her frei drehte...

    Also habe ich die beiden durch die Halbschalen gehenden Schrauben vorsichtig wieder gelockert und mit einer Spreizzange angefangen, den Abstand der Halbschalen wieder etwas zu vergrößern. Alles ein wirkliches, sich mehrmals wiederholendes Geduldsspiel. Aber offenbar bin ich auf der richtigen Spur gewesen.

    Anfangs war ich froh, dass er länger als 10 sec nach dem Einschalten durchhielt. Dann liefe er irgendwann, ohne zu stoppen, aber mit leichten Laufgeräuschen. Im Moment läuft er schon ca. 1 h absolut geräuschlos, ich scheine hier also die richtige Spur verfolgt zu haben.

    Wenn's so bleibt, alles gut.

    Aber auch hier scheint nach einer Total-Zerlegung etwas Feingefühl und Erfahrung gefragt. Das nach meinem Gefühl anfänglich bereits vorhandene freie Drehen der Welle scheint wohl von Hand nicht so fein spürbar wie es der Motor dann später haben will.

    Vielen Dank für jedenfalls für die vielen hilfreichen Antworten

    Frohes Schaffen!
    Pick / PortobelloBelle