1228 umgetopft, ein paar Schwierigkeiten

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    • 1228 umgetopft, ein paar Schwierigkeiten

      Hallo Zusammen!

      Ich bin vor einiger Zeit zu einer Grundig Studio 2040 Kompaktanlage gekommen.


      Eingebaut war ein Dual 1228.
      Den wollte ich neu beleben. Da bin ich gerade dabei.

      Ich hatte fast wie zufällig noch einen 1214er in einer Grundig Zarge gefunden.

      Das Motorproblem am 1228er konnte ich nicht lösen. Also gebrauchten Motor bei Ebay ergattert.

      Also Motor getauscht und Plattenspieler umgetopft.
      Steuerpimpel und defekte Stellhülse gewechselt und mal grob laufen lassen. Läuft erstmal


      Vor zwei Problemen stehe ich jetzt:
      Beim Abschalten, also entweder automatisch oder Rückführung per Hand surrt um brummt es wie verrückt . Nicht jedich beim Hinführen der Arms zur Platte. Das Zweite: das Stroboskop bleibt auch nach dem Endabschalten beleuchtet.

      Grüße Stefan
      Allways in tune!

      Stefan
    • Hallo Stefan,
      wurde der Knallfrosch (Kondensator) gewechselt? Entweder der Kondensator überbrückt den Schalter oder der Schalter wird nicht betätigt bzw. öffnet nicht.
      Viele Grüße
      Alois


      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Hallo,
      ich habe eben nochmal geschaut. Die Beleuchtung erlischt doch. Dauert nur ein wenig, ca 30- 60 Sekunden.

      Bleibt das Surren beim Abschalten per Hand und per Automatik.

      Ausserdem rumpelt der Dreher ein wenig.

      Gruß Stefan
      Allways in tune!

      Stefan
    • Hi Stefan !

      Hong schrieb:

      Die Beleuchtung erlischt doch. Dauert nur ein wenig, ca 30- 60 Sekunden.

      Bleibt das Surren beim Abschalten per Hand und per Automatik.
      Ich würde bei dem Fehlerbild vermuten, daß der lange Schaltarm, der den Motorschalter "zieht" und das Reibrad ein- bzw. auskoppelt um seinen Drehpunkt - die berüchtigte Rillenachse - klebt.
      Dann bleiben Motor und Stroboskop erstmal an, das Reibrad wird nicht von der Motorachse gezogen und poltert lustig vor sich hin.
      Bis irgendwann der Federzug die Verklebung überwunden hat und der Schaltarm in seine Ruhelage fällt. Das ist der Punkt, wo das Stroboskop ausgeht.

      hifi-archiv.info/Dual/1228s/1228Service-19.jpg

      Schaltarm: Bauteil Nr. 187
      Rillenachse: Bauteil Nr. 191

      Schnellmethode: Gerät raus und und auf den Kopf drehen (Arm fest, Tonabnehmer raus, gucken, ob der Teller nicht rausfällt ...) Sicherungsscheibe 191 losnehmen, Hebel 189 etwas von 187 anheben, WD40 druntersprühen. Teile 187 und 189 von Hand bewegen, damit das WD40 dazwischen laufen kann. Stunde stehenlassen. Mit *Kontaktspray* das WD40 aus dem Lager spülen, wenn es leichtgängig ist, dann nach einer halben Stunde Verdunstungszeit mit Feinmechanikeröl nachbehandeln. Scheibe 191 wieder drauf, gucken, daß alles richtig sitzt und Dreher wieder einbauen. Gucken, ob's besser ist.

      Bei starker Verklebung (Modell 1218 ist da berüchtigt - da wird der Schmier an der Stelle gerne zu hartem Lack) muß alles auseinander und separat gereinigt, entfettet und neu geölt werden.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • probiere ich dann mal.
      Das wäre natürlich eine Erklärung für das Nachleuchten.
      Aber kann das mit dem Surren etwas zu tun haben?
      Das passiert beim Anheben/ Bewegen des Tonarms.
      Also kein Brummen wie von einem Masseproblem sondern ein hochfrequenteres Surren.
      Wenn der Tonarm dann herunterfährt ist es weg.
      Allways in tune!

      Stefan
    • Hi Stefan !

      Hong schrieb:

      Aber kann das mit dem Surren etwas zu tun haben?
      Das passiert beim Anheben/ Bewegen des Tonarms.
      Also kein Brummen wie von einem Masseproblem sondern ein hochfrequenteres Surren.
      Wenn der Tonarm dann herunterfährt ist es weg.
      Hmmm.

      Das klingt eher nach einem Problem am Kurzschließer bzw. Armverkabelung.
      Da gibt es die lustigsten Effekte.

      Tritt der Fehler auf, wenn "die Automatik zuschlägt" (und nur dann) oder auch, wenn Du den Arm mit dem Handlift anhebst und dann bewegst ?

      Beim Automatikablauf wird über das Kurvenrad der Kurzschließer betätigt. Der soll das Tonsignal beidkanalig auf Masse legen, um Störgeräusche zu unterdrücken. Wenn der oyxdiert ist und nicht richtig schließt, gibt es Radau aus dem Verstärker. Ebenso, wenn die Armkabel oder die Anschlußkabel auf dem Kurzschließer falsch angeschlossen sind.

      Tritt es auch auf, wenn man den Arm nur so mit dem Lift anhebt, dürfte es am Ende doch auf ein Masseproblem hinauslaufen.
      Das müßte man aber noch genauer untersuchen. So aus der Entfernung läßt sich das nur schwierig eingrenzen.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Das tritt manchmal auch manuell auf. Aber bei Automatik immer. Und zwar dann wenn der Tonarm angehoben wird. Ich werde nächste Woche mal ein neues Kabel einlöten, jetzt ist da ziemliches Flickwerk entstanden. Den Plattenspieler werde ich dann auch mal ordentlich abschmieren.
      Eventuell schliesse ich dann auch mal die Schaltelemente vom neuen Motor an. Derzeit sind noch die alten drin.
      Ich berichte dann...
      Allways in tune!

      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hong ()

    • also nochmal genauer:
      Beim automatischen Abschalten sowie beim Betätigen des Stopp-Hebels fängt es beim automatischen Liftheben an zu surren und hört mit einem Schaltgeräusch auf, wenn der Tonarm in Endlage auf der Stütze ist. Dann Schaltet auch das Stroboskop ab.
      Beim manuellen Anheben mit Lift und zurücksetzen der Arms ist es eher ein Massebrummen.
      Allways in tune!

      Stefan
    • Hi Stefan !

      Hong schrieb:

      Beim automatischen Abschalten sowie beim Betätigen des Stopp-Hebels fängt es beim automatischen Liftheben an zu surren und hört mit einem Schaltgeräusch auf, wenn der Tonarm in Endlage auf der Stütze ist. Dann Schaltet auch das Stroboskop ab.
      Das klingt deutlich nach Kurzschließer und dem Drumherum.
      Man kann die Kabel darauf auch falsch anschließen und wenn der Kurzschließer dann noch etwas verspackt ist, gibt es die lustigsten Geräusche.

      Der Kurzschließer wird nicht aktiviert, wenn man den Handlift betätigt.
      Bei der Armverkabelung ist es kritisch, wenn das fünfte, das schwarze Kabel nicht richtig angeschlossen oder fehlerhaft ist.
      Das Kabel geht von der Lötöse an der Basis des Kurzschließers los (Chassis-Masse) und endet oben hinter der kleinen Leiterplatte im Armkopf an einer weiteren Öse und verbindet damit das Armrohr mit der Chassisplatte. Damit wird das Armrohr zur Abschirmung.
      Schwarzes Kabel und Armrohr sind mit einem "Patchkabel" verbunden. Bei Messen ist wichtig, daß z.B. das Armrohr und die Chassisplatte Null Ohm (Durchgang) haben.

      So: wenn *dann* auf dem Kurzschließer die Kabel für das Anschlußkabel zum Verstärker falsch gesteckt sind, kann es Probleme geben. Man orientiert sich an den Kabelfarben des Arm-Innenkabels:
      Rot = Signal Rechts
      Grün = Masse Rechts
      Weiß = Signal Links
      Blau = Masse Links
      Schwarz = Chassismasse

      Bei einer Original-DIN-Verkabelung sind Grün, Blau und Schwarz durch einen dicken Draht innen zwischen den Blechen des Kurzschließers miteinander verbunden.
      Auf Grün und Blau müssen die metallischen Außenleiter des Anschlußkabels aufgesteckt werden.
      Auf Rot und Weiß die isolierten Innenleiter.
      Wenn man das vertauscht, wird es witzig ...

      hifi-archiv.info/Dual/1228s/1228Service-02.jpg

      Das ist das "Schaltbild" sozusagen. Damit *könnte* es klarer werden, was ich oben beschrieben habe.


      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wow, eine echt ausführliche Hilfe.
      Vielen Dank dafür!
      Ich habe eben nochmal im der Serviceanleitung nachgesehen und glaube, genauso wie es bei 220-240V beschrieben ist, sind die Kabel angeschlossen.
      Wenn ich diese Woche nochmal an die Wartung gehe, wird das nochmal überprüft und ggf. die Schalterplatte und Anschlussplatte gegen die mit dem Motor mitgelieferten Teile getauscht.
      Vielleicht ist ja auch der Kondensator dahin?

      Am Tonarmkabel und am Ausgangskabel habe ich nichts gemacht..
      Allways in tune!

      Stefan
    • Hi Stefan !

      Hong schrieb:

      Vielleicht ist ja auch der Kondensator dahin?
      Ist für Knistergeräusche und Summen eher irrelevant.

      Möglichkeit 1: der Kondi ist hin und hochohmig geworden ("Weggebrannt"). Dann ändert sich gar nichts, Motor und Strobo gehen synchron an und aus - lediglich im Verstärker möchte ein lautes Knacken hörbar sein, wenn der Motor an- oder ausschaltet.

      Möglichkeit 2: der Kondi ist hin und niederohmig geworden ("Durchgeschlagen"). Dann gehen Motor und Strobo nicht aus, auch wenn der Arm auf der Ablage liegt. Der Teller bleibt irgendwann stehen, weil in der Ruhelage der Hebel das Reibrad von der Motorwelle weggezogen wird, aber der summt weiter lustig vor sich hin ... und das Strobo leuchtet.

      Dazwischen gibt es nix. Außer, der Kondi funktioniert noch. Dann gehen Motor und Strobo an bzw. aus, wenn sie sollen und es knackt auch nicht auffällig im angeschlossenen Verstärker.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi !

      Hong schrieb:

      Gibt es irgendwo Fotos von den Anschlüssen im 1228?
      Vielleicht das:

      Dual 1225 brummt

      Das ist zwar der 1225, aber die sind an der Stelle baugleich.

      Bitte darauf achten, daß
      a) das schwarze Kabel unten an der Öse am Chassis befestigt ist
      b) den dicken "Strunk", der von oben nach unten durch die Kontaktebenen geht und die ganzen Massen miteinander verbindet
      c) die Innenleiter des Ausgangskabels liegen auf den *hinteren* Anschlüssen. Vorne liegt Masse.

      Auf dem Bild ist noch ein Originalkabel verwendet, die Außenleiter der einzelnen Kabel sind miteinander verdrillt, zusammengefaßt, mit Schrumpfschlauch überzogen und gehen nur an die Masseanschluß vom linken Kanal (blaues Arm-Innenkabel). Da die Massen über das unter b) genannte Drahtstück verbunden sind, geht das.

      ^^

      Oder waren das nicht die richtigen Anschlüsse ?
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi,

      ja, ich hatte versehentlich das Bild vom Motoranschlusskasten genommen, aber es ging ja um die Anschlüsse der Tonleitungen.
      Da warst du aber schnell mit dem lesen, der Bildwechsel hat keine Minute gedauert.

      Aber falls das auch von Ineresse ist, hier nochmal der Stromanschluss.


      Den Lagerspiegel kann man erneuern, das ist kein Problem. Kostet weniger als nen Euro...

      Gruß
      Martin
      Martins Lieblingsdreher: Dual 1229 mit DM 103 M-E, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta. Alles Weitere im Profil
    • Hallo, ich habe nochmal wegen der Verkabelung geschaut.
      Und da ist mir aufgefallen, dass das grüne Kabel ab ist. Ist aber viellecht auch bei der Demontage pasiert. Ich löte es mal an. Könnte das der Fehler sein?
      Allways in tune!

      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Hong ()