Messungen am 1229 mit DM103 M/E

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    • Messungen am 1229 mit DM103 M/E

      Hallo liebe Messjünger,

      ich hatte vor einiger Zeit als Grundlage ja einige Messmethoden vorgestellt.

      Nun habe ich mal den eigenen 1229 mit DM103 M/E (Generator alt, Nadel NOS)) durchgemessen und habe dabei ein paar "Unregelmäßigkeiten" festgestellt:

      1. der Frequenzgang fällt im Hochtonbereich eklatant ab.
      Die Eingangskapazität des MM-Preamps beträgt mutmaßlich 100 pF...weniger ist ja kaum möglich. Mit einem TVV47 (330 pF, ist grad nicht hier) war der Höhenabfall aus dem Gedächtnis noch stärker. Es ist das originale DIN-Kabel verbaut.

      2. im Hochtonbereich gibt es eine Kanalabweichung von ca. 3 dB.
      Wenn ich die Kanäle am Preamp tausche, wandert die Abweichung, insofern schließe ich den RIAA-Verstärker als Ursache aus.
      Beim zum Vergleich mitgemessenen TD2001 sieht die Abweichung ähnlich aus...hat hier vielleicht die dhfi Nr.2 ihre Tücken?
      Meine anderen Messplatten haben leider keinen Frequenzgangtest.

      Die weiteren Messungen in Punkto Wow & Flutter und Abtasttest waren m.E. erfreulich.

      DIY-Messtabelle (gezippte Excel) anbei.

      Phonomessungen_1229.zip

      Kommentare und Hilfsansätze willkommen. :)

      Schöne Grüße
      Frank
    • Niemand?
      Kommt schon, wir können uns hier doch nicht nur über Mahlzeiten, Gerstensaft und Fahrrädchen austauschen... :rolleyes:

      Die Gesamtkabelkapazität des 1229 ohne TK14 beträgt übrigens gemessene 260 pF, davon 45 pF für den DIN-Cinch-Adapter.

      Hier mal ein Versuch der Web-Darstellung der Messtabelle:



      Phonomessungen 33 1/3 U/minTonabnehmer ATonabnehmer BGleichlaufschwankungenWow & Flutter in % (mit LFM-3616):3.150 Hz gemäß Messplatte DIN 45545AbtasttestAmplitude in µ (bewertet mit Kopfhörer):300 Hz gemäß dhfi-Messplatte FrequenzgangAbweichungen in +/- dB (mit LAV-192A):dhfi-Messplatte gemäß DIN 45541



      (Edit: in der Vorschau / Editansicht ist die Tabelle sichtbar, in der Live-Ansicht leider nicht...dann bitte doch die o.a. Excel...)

      Schöne Grüße
      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kesselsweier ()

    • Neu

      Hi Frank,
      mir fällt nur ein, dass die Messplatte vielleicht schon zu oft verwendet worden ist. Die Nadel ist NOS, schreibst du, aber sie hat ja im Lager trotzdem ihre Jahre auf dem Buckel und könnte nicht mehr so flexibel sein. Dem Diamant macht das eher nix.

      Ich lese ja immer mal wieder gerne auf den Seiten des Hifi-Museums. Natürlich polarisiert Redlich, aber daraus macht er keinen Hehl. Vieles von dem, was er schreibt, kann ich nachvollziehen und halte es deshalb für plausibel, ohne dass ich ein Wahnsinnskenner der Materie wäre.

      Schau mal hier, da geht's um deine Testplatte.

      Und hier geht's um die Besprechung der verlinkten und genannten Dissertation.

      Fakt scheint zu sein, dass eine Platte kaum mehr als 20-30x verlustfrei für Messungen herangezogen werden kann, danach misst man auch den Verschleiß mit. Der könnte bei dir u.a. auch an der Nadel liegen, nicht nur an der Platte. Und dann kommen noch die anderen mechanischen und elektrischen Eigenschaften deiner Messumgebung dazu...
      Liebe Grüße
      Thomas

      Mittlerweile ist die Sammlung angewachsen: 505-0, 505-2, 607, 1209, 1210, HS33/1210, HS38/1214, 1220, HS136/1237, 2235Q 8o Und mittlerweile tummeln sich auch andere Hersteller, darunter Technics SL-7, Telefunken RS200, Fisher MT6310, Philips FP455...
    • Neu

      Hallo Thomas,

      danke für Deine Anmerkungen.
      Ich habe die interessante Dissertation jetzt aber nur ansatzweise gelesen.

      In der Tat ist meine "Nr.2" schon ein paar Tage alt und hat einige Durchgänge hinter sich. Das ist vielleicht auch ein Grund für die Kanalabweichungen. Ich bräuchte mal eine neue Testplatte mit Einzelfrequenzen. Welche verfügbare Testplatte bietet dies noch?
      Durch den Vergleich mit Zweitdreher samt Zweitsystem (und durch eine gehörmäßige Wahrnehmung einer Höhendämpfung am Dual (etwas "verhangen")) ist m.E. jedoch eine gewisse "Restobjektivität" verblieben.

      Ich werde dem Höhenabfall nun mit den üblichen Mitteln für MM-Systeme, einer Reduzierung von Kabel- und ggf. auch Phonoeingangskapazität, versuchsweise zu Leibe rücken.
      Ich berichte dann, auch wenn dies aus gegebenen Gründen ein wenig dauern kann...

      Schöne Grüße und ebensolches WE
      Frank