ELAC Compact 1000 - Elektronikprobleme

  • Hallo liebe Board-Mitglieder!


    Ich bin motivierter, fortgeschrittener Anfänger in Sachen HiFi und sitze schon seit einigen Wochen an dieser hübschen ELAC-Kompaktanlage.
    Ich restauriere das Gerät für eine gute Freundin und musste mich zunächst um den schrecklich verhunzten Miracord 660 kümmern.


    Der läuft nun einwandfrei, jedoch scheint auch die Stromversorgung ein wenig zu zicken:
    Es fallen sporadisch Birnchen der Skalenbeleuchtung aus, die Birnen der Abstimm- und Frequenzanzeigen, sowie die Stereo-Leuchte funktionieren überhaupt nicht.
    Außerdem wird die ganze Skala "gedimmt", sobald der Phono-Motor läuft.


    Die restliche Elektrik scheint einwandfrei zu laufen. Selbst auf hoher Lautstärke scheint die Anlage genügend Saft zu bekommen.
    An den Birnchen kommen laut Multimeter auch ziemlich genau die 6,3V an, die dort lt. Schaltplan anliegen sollten.


    Was kann das wohl sein? Mein erster und bisher einziger Verdacht ist ein Kondensator, der lt. Schaltplan parallel zum Transformator geschaltet sein soll.
    Da ich im Gerät selbst keinen finde, vermute ich, dass damit der Entstörkondensator gemeint ist, der vor dem Motor des Plattenspielers hängt. Der hat allerdings einen völlig anderen Wert
    (0,5 µF + 50 Ohm, anstatt 3900 µF auf dem Schaltplan) ?(


    Sämtliche Elkos auf der Platine des Netzteils habe ich bereits getauscht.


    Es wäre genial, wenn ihr mir hier weiterhelfen könntet!


    Den relevanten Schnipsel des Schaltplanes hänge ich hier einmal an, ich hoffe doch das ist regelkonform.


    Liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit! ^^

  • Hi! Ich würde mal den Schalter ( 3-2) und den Sicherungshalter 417 überprüfen, gegebennenfalls die Kontakte säubern.
    Grüße

    zur Zeit in Gebrauch:
    Telefunken Musikus TW509 Studio TV mit Abwurfsäule PE 45/72 und Stanton 680
    1219 modifiziert mit 13" Eigenbau-Tonarm mit Ortofon OMB10
    HS32 mit 1010F/ CDS640

    1010 mit einem neuen asean Keramik System in einem Grundig Musikschrank
    Thorens TD124 mit SME3012, Ortofon MC10

    1009 mit shure M75 an TVV43 und Graetz Sinfonia

    HS36 mit 1210/ CDS660

    P80 mit 1234 / CDS660 DN70/ shure M75 mit MMpre

  • und die Zuleitung sowie den Netzstecker prüfen,evtl mit Widerstandsmessung.

    zur Zeit in Gebrauch:
    Telefunken Musikus TW509 Studio TV mit Abwurfsäule PE 45/72 und Stanton 680
    1219 modifiziert mit 13" Eigenbau-Tonarm mit Ortofon OMB10
    HS32 mit 1010F/ CDS640

    1010 mit einem neuen asean Keramik System in einem Grundig Musikschrank
    Thorens TD124 mit SME3012, Ortofon MC10

    1009 mit shure M75 an TVV43 und Graetz Sinfonia

    HS36 mit 1210/ CDS660

    P80 mit 1234 / CDS660 DN70/ shure M75 mit MMpre

  • Hi !

    Der läuft nun einwandfrei, jedoch scheint auch die Stromversorgung ein wenig zu zicken:
    Es fallen sporadisch Birnchen der Skalenbeleuchtung aus, die Birnen der Abstimm- und Frequenzanzeigen, sowie die Stereo-Leuchte funktionieren überhaupt nicht.
    Außerdem wird die ganze Skala "gedimmt", sobald der Phono-Motor läuft.

    Die Entwickler hatte "große Dinge" mit dem Gerät vor.
    Zum Beispiel werden die Beleuchtungen für die Frequenz- und Abstimmanzeige abgeschaltet, wenn die Anzeigen nicht im Betrieb sind. Um den Spannungsanstieg zu kompensieren sind dann für die Skalenbeleuchtung Reihenwiderstände vorgesehen (R445), die den Helligkeitssprung kompensieren sollen. Nachteilig dabei ist, daß die Stromzuführungen über mehrere Schalter laufen, um das zu bewerkstelligen und diese Schalter schon fast 40 Jahre vor sich hin gammeln und dadurch alles nicht mehr in voller Pracht funktioniert.


    Zum Entstörkondi: der 3900pF im Schaltbild ist völlig Latte. Den kann man auch rausknipsen.
    Wenn über dem Motor noch eine RC-Kombi hängt, dann ist das gut. Der könnte was gebrauchen, damit dessen "Störsignal" nicht ins Stromnetz gelangt, obwohl Wechselstrommotore an der Stelle eher unauffällig sind. Da der auch vor dem Trafo sitzt, wird sich sein Stromverbrauch nicht negativ auf den Rest der Anlage auswirken. Ich gehe daher davon aus, daß die Idee, sich den Netzschalter und den Sicherungshalter für Si417 mal anzugucken, sehr gut und empfohlen ist. Wenn z.B. der Sicherungshalter schon versprödet und bröselig ist, bilden sich Kontaktübergängen zwischen Halter und Sicherung und die dämpfen den Stromfluß, wenn der Motor anläuft und / oder der Verstärker mehr Strom zieht. Das ist nicht gut und ein Grund, warum ich bei den meisten Geräten, wo das möglich ist, die alten Blechstreifen-Halter gegen neuere ersetze. Auch übrigens im Bereich des Endverstärkers. Dort ist zwar die Spannung kleiner, aber der Strom größer und ein desolater Sicherungshalter in der Endstufe kann allerhand Sekundärschäden nach sich ziehen.


    ^^

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Guten Morgen!


    Vielen Dank für eure schnelle Hilfe :)


    Nach den Feiertagen werde ich mich noch einmal dransetzen und an den von euch genannten Stellen nachschauen. Die Schalter und Sicherungen hatte ich noch gar nicht im Verdacht, danke dafür.


    Ich wünsche euch ein paar schöne Weihnachtsfeiertage!

  • Hallo erst mal,


    ich bin neu hier und versuche gerade, eine ELAC compact 1000 quattro wieder zum laufen zu bringen. Der linke Kanal funktioniert über Phono und Radio, der andere ist still.
    Die Schalter und Feinsicherungen habe ich soweit durchgesehen, diese haben alle Durchgang, auch wenn einige Kontakte etwas Flugrost aufweisen.


    Ich bin Anfänger und habe Verständnisprobleme mit dem Schaltplan. Der Schalter X (Mono) hat zwei zusammengelötete Kontakte an der Oberseite. Ist das eine nachträgliche Bastelei? Ich sehe darin keinen Sinn und kann dies auf dem Schaltplan nicht wiederfinden.
    Wo sitzt die Platine "St" (Stereo-Platine) ? Ist die nur versteckt eingebaut oder etwa geplündert?

  • Neuer Stand:
    Habe auf der Treiberplatine doch glatt eine durchgebrannte Sicherung (rechter Kanal) übersehen. Nachmessen hat ergeben, das jedenfalls die beiden Transistoren BD 243 in jede Richtung Durchgang haben. Diese tausche ich jetzt aus. Aber wer weis, was sonst noch alles hin ist?
    Falls mir also jemand mit einer günstigen Treiberplatine aus einem Ausschlachtgerät helfen kann, bin ich interessiert.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!