Beiträge von Vinninyl

    dann will ich meinen Senf auch noch dazu geben 8o


    Der Unterschied zwischen einem MM und einem klassischen MC System liegt grundsätzlich im Aufbau und hat zur Folge, dass die Ausgangsspannung beim MC deutlich niedriger ist als bei MM.

    Das TMC 200 hat z.B. eine Ausgangsspannung von nur 0,9mV (lt. Wiki), das VM95E dagegen 4mV.

    Das ist der Grund, warum das TMC 200 deutlich leiser ist.

    Abhilfe bringt z.B. ein Übertrager (eine Art Trafo) zwischen dem Plattenspieler und dem Phonoeingang deines Verstärkers oder ein separater Phono-Vorverstärker mit einer größeren Verstärkung für MC-Systeme. Dieser separate MC-Vorverstärker muss dann aber an einem anderen normalen Eingang deines Verstärkers (z.B. AUX) angeschlossen werden.


    Allerdings hat das TMC 200 einen deutlich schärferen Abtastdiamanten an einem Nadelträger aus Boron, was zu einer besseren Abtastung und somit besserem Klang führt.

    Ein vergleichbares heutiges MC System würde vermutlich in der 500€ Preisklasse (oder sogar höher) liegen, das VM95E liegt dagegen bei ca. 50€ und ist ein Einsteigersystem.


    Da der Klang auch von den anderen Komponenten einer Hifi-Anlage abhängt, kann es sein, dass das Potential des TMC 200 an deiner Anlage gar nicht ausgeschöpft werden kann. Dann kann das VM95E trotzdem einen ausreichend guten Klang liefert.

    moin zusammen, ich hatte auch mal so ein hartnäckiges Problem. Hab alles versucht, andere Kabel, mal einen Stromfilter testweise angeschafft, nix hat geholfen. Bis ich bemerkt hatte, dass mein digitaler Zuspieler das Problem verursachte. Insbesondere der USB-Anschluss macht Probleme. Gehört habe ich das aber nur beim Platten hören, beim streamen war nichts. Habe es bis heute nicht richtig lösen können. Pragmatische Lösung: Streamer aus, wenn ich Platten höre. Streamer ist übrigens ein aktueller Intel-NUC, als DAC fungiert ein Magnat MCD 1050 CD-Spieler.

    Und bei der Auflagekraft muß man dann eben darauf vertrauen das sie mit dem Wert übereinstimmt der auf der Skala steht.

    vielleicht passt ja eine kleine Tonarmwaage zwischen Stütze und Platte. Von Ortofon gibt's eine kleine aus Kunststoff, die könnte eventuell passen.

    Da ich aber sehr gerne mit unterschielichen Tonabnehmern experimentiere ist der 750-1 für mich unsympatisch. Eigentlich schade da ich das Laufwerk und den Tonarm sehr interessant finde.

    das mache ich auch gerne, deshalb kämen für mich von Dual dafür nur noch Geräte in Frage, bei denen das leicht geht. Ich hatte auch mal daran gedacht, mir einen 750er zuzulegen, aber das scheidet nun aus.

    Übrigens sind die Systeme TK14/24 grundsätzlich verwendbar, aber auch hier kann man bei häufigerem Wechsel nicht davon ausgegangen werden, dass jedes mal der ursprüngliche Winkel (von oben geschaut) gleich ist, da der Anschluss nicht 100%ig spielfrei ist. Ob man das aber hört, bezweifle ich auch.

    Besser sind da Systeme mit SME-Anschluss. Bei mir läuft inzwischen neben den Duals auch ein SL1200MK7, dem fehlt zwar jegliche Komfortfunktion, aber der TA-Tausch geht schnell und ist spielfrei. Lediglich die Auflagekraft muss jedes mal neu eingestellt werden. Da überlege ich noch, ob ich alle System (TA mit Headshell) auf ein gemeinsames Gewicht normiere, dann brauchts auch das nicht mehr.

    Tipp von mir: Zwischen der Tonarmstütze und dem (rotierenden) Plattenteller ist gerade genug Platz, dass sich der Tonarm ohne anzustoßen komplett absenken kann. Ich habe auch den CS 750-1.

    hmm, aber da kannst du den TA nicht einstellen.

    Die Nadel muss ja auf den beiden Nullpunkten sitzen, und das ist ja auf der Platte und nicht daneben.


    Das ruhige Absetzen der Nadel auf den insgesamt drei Punkten (Überhang, beide Nullpunkte) bei stehendem Plattenteller ist beim 750-1 wohl nicht so einfach möglich, da entweder der Tonarm sich nicht absenken lässt oder der Plattenteller dreht. Das scheint ein Konstruktionsfehler zu sein, oder Dual ist davon ausgegangen, dass das originale System nicht gewechselt wird. Ich frage mich nur, wie sie das im Werk gemacht haben.

    Das mit den zwei Nulldurchgängen, = 0° Abweichung zur Plattenrille über den Abspielbereich, würde mich sehr interessieren.

    Soweit bin ich noch nicht in die Materie „eingetaucht“. Hast du da vielleicht einen Link parat, wo ich mich da einlesen kann?

    hier wird alles (Azimut, VTA/SRA und Spurfehlwinkel) ganz gut beschrieben:


    Aufstellung und Justierung - Alfreds good vinyl homepage Schallplatten (good-vinyl.de)


    Viel Spaß und viele erhellende Momente :)

    Ich verwende für die TA Einstellung immer die "Schön"-Schablone, es sei denn, ich habe ein Dual-Klick-System (da ist halt alles fest und vorgegeben).


    Bei der Schön-Schablone wird als erster Schritt zunächst der Überhang eingestellt, vermutlich vergleichbar mit der Dual Überhangschablone.

    Als zweiter Schritt wird dann der Winkel korrekt eingestellt, denn ein richtiger Überhang garantiert nicht automatisch die richte Kröpfung des TA's.

    Der korrekte Winkel hängt nun davon ab, ob man nach Baerwald, Löfgren oder Stevenson einstellt.

    Der Unterschied ist, dass alle drei unterschiedliche Null-Durchgänge verwenden.

    Die Nulldurchgänge bezeichnen die Punkte, bei denen die Nadel tangential in der Rille liegt, also der Fehlwinkel = 0 ist. Wichtig: es gibt zwei Punkte und nicht nur einen.

    Baerwald: 66,0 und 120,9 mm

    Löfgren: 70,3 und 116,6 mm

    Stevenson: 60,325 und 117,42 mm

    Alle Maße sind von der Plattenmitte gemessen.

    Je nachdem, welche Nulldurchgänge man wählt, ist der Spurfehlwinkel anders, nur in den zwei Punkten ist er null.


    Deshalb ist die Dual Überhangschablone nicht falsch, man kann mit ihr halt nur den Überhang korrekt einstellen.

    Wenn man dann glaubt, der Winkel ist auch direkt korrekt eingestellt, dann irrt man aber.

    Möglicherweise reicht es aber beim 750er Headshell aus, den TA nach Augenmaß genau rechtwinkelig im Headshell zu positionieren.

    Das kann aber bei scharfen Schliffen schnell zu Verzerrungen führen, da Augenmaß eben nur "ungefähr" ist.


    Ich hoffe, das hilft ein wenig bei dem Verständnis, was bei der TA-Einstellung grundsätzlich wichtig ist.

    Hallo und herzlich willkommen,


    der Tonarm vom 750 hat einen normalen 1/2 Zoll Anschluss, so dass prinzipiell alle TA's mit diesem Anschluss erst mal passen sollten. Im Original war er mit einem Ortofon OM System ausgerüstet, hieß bei Dual nur anders (DMS 750). Es passen aber auch z.B. Audio Technica Systeme, das aktuelle AT VM95ML wird häufig als sehr gut beleumundet und liegt mit knapp über 150€ auch preislich im Rahmen.

    Übrigens, deinen Vornamen darfst du hier auch gerne nennen...


    Viele Grüße

    Wido

    Vor allem Musiker aber auch Toningenieure hören früher oder später nicht mehr gut, haben Tinnitus, Hyperakusis und andere Beschwerden. Zu lang zu laut, irgendwann macht das Ohr nicht mehr mit. Blöd, wenn so einer an den Reglern sitzt...

    da muss ich gerade an Phil Collins denken, der auch mit dem Hörverlust seit geraumer Zeit kämpft. Ich habe dann gestern mal die Face Value CD von ihm angehört und anschließend "In the air tonight" auch mal in Audacity aufgenommen und mir den Dynamikunfang angeschaut. Von Loudness War nichts zu sehen, die gesamte Aufnahme ist im Vergleich zu den meisten aktuellen Aufnahmen als sehr leise. Das ist schon auffällig. Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass bei der Aufnahme noch Raum für mehr Dynamik vorhanden gewesen wäre. Habe das dann in audacitiy mal durchgeführt, aber es war dann nicht mehr die mir bekannte Aufnahme. Aber es hörte sich schon etwas besser an.

    Das Thema müssen wir jetzt mal ausdiskutieren, laß ich noch vor Wochen, das runde Nadeln eher schädlich seien.

    Ich hoffe es gibt noch mehr Wortmeldungen!

    Na siehst mal, man lernt immer wieder etwas dazu... ;)


    Ich bin ja auch der Meinung, das die Rindnadeln eher schädlich sind.

    Hintergrund ist, dass durch den recht großen "major Radius" der Kontakt zur Platte entlang einer Linie läuft, wogegen der Kontakt bei einer Rundnadel keiner Linie folgt, sondern nur punktförmig ist. Und bei der Punktbelastung ist die Auflagekraft auf einer geringeren Fläche wirksam, als bei dem Linienkontakt. Deshalb heißen die Schliffe ja auch "Line Contact".

    Hinzu kommt noch, dass die Auflagekräfte bei den Line-Contact Schliffen häufig geringer ist als bei den Rundnadeln. Wobei ich mir da nicht so ganz sicher bin. Ich habe ein AT OC9XSL mit "special line contact" Schliff und die Auflagekraft soll um 2p eingestellt werden, was ich im Vergleich zum Shure V15 iii mit 0,75 - 1,25p schon recht hoch empfinde. Das Shure habe ich auch, und es läuft mit einer SAS Boron. Klanglich sind zu dem teuren AT MC nur noch geringe Unterschiede zu hören.

    ja, das Bild von Jico ist natürlich Reklame für den SAS-Schliff und stellt schonmal den elliptischen Schliff viel zu grob da. Das wäre vielleicht (bei Shure) eine "EJ"-Spitze...

    natürlich hast du recht, das das Reklame für den SAS Schliff ist. Es ging mir aber im wesentlichen darum, grundsätzlich zu verstehen, wie eine Diamantspitze geschliffen ist und was es mit den beiden Radien auf sich hat. Ich denke mal, das wird ganz gut ersichtlich. Ein anderes Bild habe ich leider nicht gefunden.

    Könntest Du diesen Satz nochmals näher erklären, woher kommen jetzt die "major radii"?

    Moin,

    das musste ich auch anfangs erst mal lernen.

    Wenn du von vorne auf den Diamanten schaust, dann siehst du den "major radius".
    Wenn du von der Seite drauf schaust, dann siehst du den "minor Radius".


    das bedeutet, dass ein scharfer Schliff mit Line-Contact einen großen "major radius" hat, um möglichst viel Auflagefläche zu bekommen, gleichzeitig aber einen kleinen "minor radius", um dem seitlichen Verlauf der Rille besser folgen zu können.


    Übertrieben ausgedrückt: stelle dir einen halben Teller vor, der breitseitig durch die Rille läuft (und nicht längs)

    Hier noch ein Bild von Jico:


    ich kann auch nur zur "normalen" SAS für ca. 230€ sagen, dass sie mir super gut gefällt. Wie sie allerdings im Vergleich zur preiswerteren HE und auch zur originalen Super Track, mit so glaube ich jedenfalls "MR" (= micro ridge) Schliff spielt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich die Investition in die Jico SAS Boron, also der "normalen" SAS, nicht bereut. Bei mir spielt das Shure V15 III mit der SAS Boron am 721.

    Somit kann es nur noch an der Verkabelung im Spieler liegen. Miss mal alle Kabel durch, nicht das es irgendwo einen Bruch oder eine kalte Lötstelle gibt. Ist zwar unwahrscheinlich, aber wer weiß... Wenn da alles in Ordnung sind, dann kann es eigentlich nur noch an der Verschaltung liegen.

    Halt, mir fällt gerade ein, dass ich gelesen hatte, dass auch schon mal die Kontakte des Kurzschließers verantwortlich sein können. Schau mal, ob die Kontakte richtig anliegen und auch trennen. Eventuell mal reinigen.


    Hab gerade gesehen, dass du aus Do kommst. Wenn es dir nicht zu weit ist, nimm sonst mal Kontakt mit Michael Semmler in Bonn auf (http://www.Reparaturservice-Rheinland.com), er hat meinen 721 elektrisch, also alle Elko´s etc. überholt. Er kann dir sicherlich helfen.

    coole Lösung, Gernot. Ich glaube, das brate ich mir auch mal zusammen.

    Hi Ingo,


    ich habe auch einen 721 und hatte ähnliche Probleme. Letztlich habe ich die Massebrücken getrennt, die Massekabel grün und blau vom Tonabnehmer am Kurzschließer zusammengelötet und ein separates Massekabel an der Schraube zur Zugentlastung befestigt. Seitdem ist Ruhe.

    Nachtrag: möglicherweise ist auch der Spanndraht im Inneren gerissen, dann gehts nicht mehr. Und es ist ja ein MC, da gibts natürlich keinen Nadeleinschub, der schief sitzen könnte...

    Kennst Du diese Dual MCs? Da wird ein Nadeleinschub aufgesteckt (der auch die Spulen enthält).

    Nein, leider nicht. Da war meine erste Vermutung mit dem Einschub wohl doch richtig. Aber irgendetwas scheint wohl mit dem System nicht in Ordnung, dass es so tief liegt.

    Sorry, wenn ich Verwirrung gestiftet habe...

    Hallo Mario,


    ich habe mir die Bilder mal genauer angeschaut, es scheint so, als wenn der Generator nach hinten gekippt montiert ist oder der Tonarm hinten zu tief ist. Zusätzlich macht es mir den Eindruck, als wenn auch der gesamte Kunststoff-Nadelträger etwas nach rechts verdreht im Generator steckt.

    Wegen des "tiefliegens": Ist denn der Tonarm bei aufgesetzter Nadel waagerecht? Das kannst du ja mit der Schablone ganz gut überprüfen. Finde es schon seltsam, dass das gesamte System auf der Platte aufliegt. Möglicherweise hat sich aber auch die Nachgiebigkeit des Gummis vom Nadelträgerröhrchen verändert. Aber eigentlich werden die wohl eher fester als weicher.


    Nachtrag: möglicherweise ist auch der Spanndraht im Inneren gerissen, dann gehts nicht mehr. Und es ist ja ein MC, da gibts natürlich keinen Nadeleinschub, der schief sitzen könnte... Asche auf mein Haupt :saint:

    Ok, innerhalb der Langlöcher könnte ich den Kröpfungswinkel geringfügig ändern, da stimme ich dir zu.

    Aber bei meinen Spielern und Headshells ist das nicht möglich und wahrscheinlich auch nicht vorgesehen.

    Insbesondere der aktuelle Thorens TP 90 ist so präzise gefertigt, da lässt sich nichts verstellen, auch nicht nur ansatzweise.

    Und soweit ich es erinnere wird wird in den Dual Spezifikationen zum Tonarm in der Regel auch ein Kröpfungswinkel angegeben, jedenfalls ist er für den 721 mit 25Grad 20Minuten so nachzulesen. Da ist nichts geschrieben von variable und verstellbar.

    Hier mal ein Bild vom TP90, auch wenn es so aussieht, dass man das Headshell durch Lösen der Schraube oben am Rohr drehen könnte, das geht nicht, da kann man nur den Überhang bzw. die effekt. Länge verändern. Und Langlöcher gibts gar keine, außer oben im Rohr für den Überhang bzw. die effekt. Länge. Es mag durchaus Tonarme und Headshells geben, bei denen der Winkel nachhaltig veränderbar ist (wie auf deinem Bild zum Stanton T60 zu sehen), aber bei den meisten ist das so wohl nicht der Fall.


    Und dass das System parallel zu den Strichen stehen muss, ist auch klar. Und das wird erreicht, indem ich den Überhang, und zwar nur den Überhang, verändere.

    Nur zu 100% exakt werde ich das halt nicht hinbekommen. Es wird wohl immer nur zu 99,xxxx % passen, was mit dem bloßen Auge wohl auch nicht überprüfbar ist.

    Und das meine ich damit, keine Wissenschaft draus zu machen.


    In diesem Sinne... :saint: