Beiträge von dualfred

    das lange schwarze Kabel zum Kurzschließer ist am Mittenkontakt der Kontaktplatte verlötet.

    So war es bei den älteren Modellen ;)

    vom Lötpunkt aus läuft ein Metallbügelchen oben durch den TK, für was auch immer(?).

    Bei den jüngeren Modellen geht die schwarze Litze an einen Metallbügel Im Tonarmkopf oder an ein Befestigungsteil für den Tonarmkopf vorne am Tonarmrohr.


    Gruß Alfred

    Fehrenbacher verkauft die Lager wahrscheinlich nicht, sonst hätte Dualfred sich die garantiert wieder auf Lager gelegt, oder?

    Die kann man schon kaufen. Sie sind aber relativ teuer, da es ja doch recht kleine und feine Teile sind. Die laufen leider nicht mehr in den Riesenstückzahlen wie früher. Sie werden daher auf einem Drehautomaten hergestellt und per Hand montiert.


    Gruß Alfred

    das obere Lager muss praktisch keine axialen Kräfte aufnehmen.


    Das heißt, für die Vertikallagerung des Tonarms ("Auf/Ab") wären sie eher brauchbar, weil die axialen Kräfte dort gering sind.


    Das stimmt leider nur für den Normalbetrieb, also beim Abspielen von Platten. Aber schon beim Einstellen der Auflagekraft eines Dual 604 wirken gleich deutlich höhere Kräfte, je nachdem wie vorsichtig man die Tonarmlagerteile dabei anfasst. Auch für Transporte sollten die Kugellager gerüstet sein. Da bringt man die kleinen Kugellager bei einem rauhen Transport recht schnell an deren Grenze.


    Auch beim Einstellen des Lagerspiels können recht schnell sehr hohe Kräfte am Werk sein. Einmal zu fest angezogen und schon sind die Dinger hinüber. Das passiert ja recht leicht, gerade beim Kontern der Gewindestifte wird dieser noch ein paar Winkelgrade weiter gedreht. Das wäre sofort tödlich für die kleinen Rillenkugellager.


    Gruß Alfred

    Hallo Helge,


    Miniaturkugellager in der klassischen Bauform eines Rillenkugellagers gibt es wie Sand am Meer. Das Problem bei dieser Bauform ist die bauartbedingte, sehr geringe axiale Belastbarkeit. Zudem müssen die Kugeln bei Rillenkugellagern mit gleichem Außendurchmesser wie dem alten Pivotlager, sehr viel kleiner gewählt werden. Denn es muss ja auch noch ein Innenring integriert werden.


    Der ursprüngliche Hersteller der Dual-Pivotlager liefert diese schon lange nicht mehr. Bereits bei den Dual CS 750 Spielern wurden schon die "selbst nachgebauten" Lager eingesetzt.


    Gruß Alfred

    der Zustand der Spitze ist doch eigentlich eh egal. Die Nadel liegt mit der Seite an den Flanken auf,

    Hallo Peter,


    beim Abspielen der Rille berührt die Nadel nur an den Rillenflanken. Das ist völlig unstrittig.


    Hier ging es aber auch um das Verhalten auf der rillenlosen Platte, zur Ermittlung der Antiskatingeinstellung. Dass diese Methode falsche Werte liefert, sollte nun wirklich klar sein. Dass die recht "spitze" Shibata-Nadel auf der rillenlosen Platte aber derat hohe Skatingkräfte erzeugt, dass man den Tonarm nicht mehr mit der Antiskatingeinrichtung zum Stillstand bringt, hat mich aber doch etwas verwundert.


    Praktische Relevanz hat dieses Verhalten im Einlaufbereich der Platte. Dort setzt die Nadel erstmal mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer rillenlosen Fläche auf. Dann wird bei sehr hohen Skatingkräften der Tonarm recht schnell in Richtung Tellerachse beschleunigt, bis eine Rille daherkommt. Erst dann erfolgt die Abtastung an den Rillenflanken und die normalen Skatingkräfte entstehen. Bei einem Kunden mit besagtem Tonabnehmer und der Shibatanadel ist der Drifteffekt im Einlaufbereich so hoch, dass oftmals die ersten Rillen der Platte übersprungen werden.


    Das Thema interessiert mich daher so sehr, dass ich mir jetzt ein AT-VM95 mit verschiedenen Nadeln beschaffe und eine kleine Versuchsreihe mit rillenloser Platte starte. Damit möchte ich dann ermitteln, um wieviel höher die Skatingkräfte abhängig vom Nadelschliff im Einlaufbereich einer Platte sind.


    Gruß Alfred

    Wenn einer ein Mikroskop kennt, das sowas zu vertretbaren Kosten macht, wäre mir ein Link sehr willkommen.

    Die Frage ist, was vertretbare Kosten sind. Für den geneigten Hobbybastler gibt es da meines Erachtens keine Lösung. Aber damals in meiner Firma hatten wir ein Keyence VHX500 (oder 600) Digitalmikroskop? Das macht genau die Bilder in den verschiedenen Ebenen und setzt daraus ein Bild zusammen. Damit lässt sich so etwas wie eine Tonnadelspitze recht gut abbliden. Der Preis dieser Anlage war damals aber im 5 stelligen Eurobereich =O .


    Gruß Alfred

    Hallo Lars,


    das sind zwar schöne Bilder. Aber die Beschaffenheit der Nadelspitze kann man darauf leider nicht erkennen. Man sieht halt, dass sie spitz ist.


    Zur Erfassung der Verrundung und Pollitur bräuchte man schon ein sehr hochauflösendes Mikroskop mit deutlich mehr Vergrößerung und großer Tiefenschärfe.


    Gruß Alfred

    Hallo Lars,


    danke für die Rückmeldung. Das Ergebnis ist doch beruhigend. Im Endeffekt scheint Deine Antiskatingeinrichtung am CS 714Q also doch korrekt zu arbeiten.


    Zugleich ist es schon sehr interessant, dass mit Deiner AT VM95-SH-Nadel die Antiskatingeinrichtung den Tonarm auf der rillenlosen Platte in keiner Stellung zum Stillstand bringen kann. Mich würde die Gestalt der Nadelspitze vom AT VM95-SH unter dem Mikroskop sehr interessieren. Die muss dort ja wirklich extrem scharf sein :/ .


    Gruß Alfred

    Hallo Lars,


    wenn ich mir Dein Detailbild der Antiskatingeinrichtung im Post #4 ansehe, scheint der Antiskatingmechanismus grundsätzlich in Ordnung zu sein. Eine Windung mehr oder weniger beim Einsetzen der Halbmondscheibe in die Zugfeder vom Antiskatingmechanismus, bewirkt zwar eine gewisse Abweichung von der optimalen Kalibrierung. Aber das kann meines Erachtens die Antiskatingkraft nicht soweit minimieren, dass sich bei sonst normalen Verhältnissen auf einer rillenlosen Platte der Tonarm nicht zum Stilstand bewegen lässt.


    Da ja auch mit der alten Antiskatingfeder und der immer noch mit Lack fixierten originalen Halbmondscheibe, das Problem bestehen bleibt, wäre ich geneigt die Ausbildung der Nadelspitze als mögliche Ursache stärker ins Visir zu nehmen. Eine Betrachtung unter dem Mikroskop mit sehr hoher Vergrößerung wäre eine Option, wenn man Zugriff auf so etwas hat. Als einfache Gegenprobe wäre die Bestückung des Tonabnehmers mit einer einfachen konischen Nadel möglich. Bleibt das Problem auch mit einer solchen Nadel bestehen, geht die Ursachenforschung natürlich weiter.


    Gruß Alfred

    Wenn ich die Nadel auf ein Auflagegewicht von 0,5 einstelle kann ich das Antiscating so einstellen, dass de Nadel zu beiden Seiten wandert oder auch stehen bleibt.

    Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass die Antiskatingeinrichtung schon mal grundsätzlich funktioniert.


    Es kann gut sein, dass die Nadel Deines Tonabnehmers an der Spitze derartig scharf oder dort ggf. schlecht polliert ist, dass bei höherer Auflagekraft bereits so hohe Skatingkräfte entstehen, die von der Antiskating-Einrichtung nicht mehr kompensiert werden können. In der Praxis berührt die Nadel die Platte an den Rillenflanken, also nicht mit der Spitze. Daher ist ein Skatingtest mit einer unmodulierten Schallplatte bestenfalls ein Anhaltspunkt, mehr nicht.


    Ich hatte erst kürzlich eine Kundenanfrage, wo der Kunde auch AT VM95-SH installiert hatte und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Mit dem AT VM95-SH zog der Tonarm beim Aufsetzen auf die Platte extrem stark in Richtung Mitte, dass er sogar über die ersten bespielten Rillen sprang. Hier könnte das gleiche Problem vorliegen. Die Nadel scheint an der Spitze wirklich so scharf zu sein, dass die Skatingkraft den Tonarm deutlich zu stark in die Mitte zieht.


    Gruß Alfred

    Habe einen DT100 und seit ein paar Tagen läuft der Plattenteller viel zu schnell. Bei 33rpm läuft er auf 48, und bei 45rpm auf knapp 73...


    Der Aufbau ist ja, soweit ich weiß, dem CS 410 gleich.

    Hallo Marcel,


    der Name CS 410 ist etwas irreführend. Es gab zwei CS 410 Modelle. Das Modell das Du meinst stammt aus der gleichen Familie wie der DT 100 und auch der aktuelle DT 210. Dafür gibt es auch noch Ersatzteile, siehe z.B. hier: Riemen DT 100, DT 210


    Selbst der Motor kann sicherlich auf Anfrage bei Dual geliefert werden.


    Gruß Alfred

    das bedeutet wie bei allen EDS 5xx Motoren, nicht ölen

    Ja, der Aufkleber auf dem Motor warnt davor. Allerdings haben die damals bei Dual wohl nicht geglaubt, dass die Plattenspieler auch noch nach 50 Jahren in Betrieb sein werden. Die Sinterlagerbuchsen waren auch für die vermeintliche Lebensdauer ausreichend geschmiert. Jedoch sind die Dinger nach nun über 40 Jahren doch oftmals ausgetrocknet. Der eine oder andere hier hatte auch schon mit "zwitschernden" EDS500-Motoren zu tun.


    Die obere Lagerbuchse kann man auch ohne Probleme mit einem Tropfen Öl (am besten Sinterlageröl) nachölen. Allerdings gestaltet sich die Schmierung der unteren Lagerbuchse und des Axiallagerspiegels schwierig. An die kommt man nur ran, wenn man den Motor gewaltsam öffnet. Der hintere Motordeckel ist leider verstemmt. Bei so einer Aktion kann man den Motor recht schnell zerstören!


    Gruß Alfred

    Sind die Tonarme nur für gewerbliche/industrielle Großabnehmer gedacht oder wird es Angebote an Endverbraucher geben?

    Meine Tonarme und auch die Antriebe sind nur für OEM-Kunden.

    Wobei mir schon bewußt ist, welcher erhebliche Mehraufwand letzteres bedeutet: ich kann dir nur ´mal dringend empfehlen, in den einschlägigen

    Hififoren mitzulesen. Da überlegt man vernünftigerweise 3x, sich auf dieses ewig unzufriedene Nerdpack einzulassen.

    Das hast Du schön gesagt :D:D:D


    Gruß Alfred

    Ist die Einstellung der Auflagekraft bei diesem Tonarm auch masselos über eine Feder realisiert?

    Über den Tonarm des PE7070 kann ich nicht viel sagen. Der ist meines Wissens eine Eigenentwicklung von PE.


    Meine Tonarme gibt es mit und ohne masseloser Auflagekraft.


    Gruß Alfred

    Allerdings scheint es - hinsichtlich der früheren Konfektionierung - zumindestens optische Änderungen in der Verpackung der Regelung zu geben.

    Ja, die Reglerplatine ist dank SMD-Technik so weit zusammengeschrumpft, dass der Motorregler Huckepack am Motor sitzt ;) . Der Motor ist damit als Einheit eine "Plug&Play-Lösung". Das erleichtert die OEM-Anwendungsmöglichkeiten ungemein. Der Anwender muss sich nur Gedanken über die Realisierung der Drehzahl-Umschaltung machen.


    Gruß Alfred

    Klar kann man auch ein Wow&flutter Messgerät nehmen, aber der Zahlenwert interessiert mich nur zweitrangig. Mir geht es um die Vergleichbarkeit mit veröffentlichten Tests.

    Es gibt gute Gründe, ein Wow&Flutter-Messgerät zu verwenden und eine normgerechte Messung zu machen. Dadurch werden Messwerte zumindest einigermaßen vergleichbar, zumindest wenn man die gleiche Messmethode "DIN" oder "JIS" verwendet hatte.


    Die "Betrachtung der Seitenbänder" in aktuellen Veröffentlichungen sind meist reine Mutmaßungen und sehr viel Glaubenssache. Gleichlauf spielt sich im Bereich um die Messfrequenz ab. Zu weit links und rechts von dieser Frequenz sind die Pegel extrem niedrig und die Gestalt der Kurve kann von allen möglichen Störungen kommen.


    Wenn man es früher genauer wissen wollte, z.B. bei Entwicklung oder gezielter Fehlersuche, hat man ein Wow&Flutter-Meter verwendet bei dem man zusätzliche Filter für die wichtigen Frequenzbereiche zur Verfügung hatte. Auch wurde die Messplatte penibelst genau zentriert. So konnte man wirklich analysieren warum eine normgerechte Messung (nach DIN oder JIS) einen guten oder schlechten Messwert geliefert hat. Die einfacheren Geräte konnten oft nur zwischen Wow oder Flutter umgeschaltet werden.


    Gruß Alfred