Beiträge von Hannoholgi

    So, nun beruhigen wir uns mal alle wieder, o.k.? ;)

    Ich komme noch einmal kurz auf das von mir in #4 ins Spiel gebrachte Silikonfett zurück: Natürlich schmiert man damit nicht irgendwelche Kontakte, sondern nur die Gleitflächen der Schiebeführungen! An Kontaktbahnen hat das Zeug nischt zu suchen.
    Und die rein mechanische Funktion der Gleitführungen wird mit dem (auch von den Herstellern benutzten) Silikonfett wieder hergestellt. Vaseline ist dafür zu weich und nicht viskos genug, außerdem schmilzt sie bei Hitze. Ich habe schon Dutzende von Flachbahnstellern und Lagerbuchsen von Drehpotis damit geschmiert und habe das bis heute nicht bereut. Die Fader gleiten auch nach fünf Jahren noch weich und geschmeidig.
    Natürlich verteilt sich Silikonöl und -Fett innerhalb von vielen Jahren etwas in der Umgebung der Schmierstelle, aber das ist wirklich tolerabel. Gerade habe ich den CS 721 meines Schwagers (erste Hand, von 1979) überholt und da sah man unter der Platine schon eine gewisse Ausbreitung dieses Schmierstoffs im Bereich des Lifthebels, aber das konnte da auch immerhin 41 Jahre einwirken... Mit Isopropyl kann man das mühelos abwischen.

    LG Holgi

    Hallo ihr Lieben,
    zum Schmieren nimmt man in diesem Fall allerdings keine Vaseline, sondern Siliconfett, z.B. von Liqui Mo! Das hat wesentlich gleitfähigere, leicht dämpfende Eigenschaften. Vaseline ist außerdem temperaturempfindlich: bei mehr als 40° wird sie fast flüssig, während Siliconfett in der Viskosität konstant bleibt!
    Aber wenn Georg sowieso nicht selbst dabeigehen will... X/

    LG Holgi

    Ich habe mir für meinen 731Q gerade bei Thomas Becker einen OM-Body mit einer Befestigung für das TK27 (bzw. TK26 mit abgekniffenem Stecker) umbauen lassen.
    Darauf kommt eine OM-Nadel 30 von Jico. Die kostet nur knapp die Hälfte einer originalen (rund 100,- €), soll aber lt. Aussage anderer Käufer besser klingen als selbige und fast an die 40er herankommen.
    Komplett kostet ein OM-Body mit Umbau bei ihm 59,- €, einen eingesandten Body baut er für 51,-(incl. Versand) um.
    Das Teil wird in den nächsten zwei Tagen bei mir eintreffen. Wenn es montiert ist, werde ich kurz bebildert berichten — falls ich es nicht vergesse....;)

    LG Holgi

    Gerade bei Kurvenrädern ist es ja wichtig, dass die Kurvenbahn innen absolut glatt ist. Mit 3D-Druck ist das ja wohl nicht hinzukriegen, soweit ich weiß:rolleyes:. Das gebrochene Teil (die Weichenzunge) wäre da schon eher ein Kandidat für den Druck!

    danke erstmal, dann werde ich die LEDs erst mal prüfen. Da sind also mehrere verbaut.

    Es sind zwei 5mm-LEDs. Wenn man die ersetzt, kann man natürlich eine andere Farbe nehmen. Man sollte aber keinesfalls allzu superhelle Ausführungen einbauen, das ist einfach zu grell und beleuchtet abends den ganzen Raum... ;)


    Das ist "amber" mit 250 mcd...

    Hat dein Plattenteller keinen Höhenschlag? Diese vernietete Sandwich-Konstruktion ist ja nicht das Gelbe vom Ei....Ich hatte mal einen 900er, da war die Eierei eines Hifi-Spielers nicht würdig; so ungefähr 1,5 mm ?(! Beim meinem jetzigen PC 910 ist es nur ein Zehntel.
    Weiterhin habe ich bei beiden Geräten den viel zu lauten Brumm (egal, mit welchem Tonabnehmer) nie in Griff gekriegt. Kein anderer Plattenspieler brummt bei mir nennenswert. Nur die Elacs taten das so laut, dass ich sie nun nicht mehr mag und nicht mehr nutze.

    LG Holgi

    Beim Schnitt wurden die Tiefen angehoben und die Höhen abgesenkt

    Waas? Seit wann denn das? 8|?(
    Umgekehrt wird ein Schuh draus, wobei eine Höhenanhebung zumindest bis zum 2. WK nur sporadisch realisiert wurde. Die Tiefen wurden aber immer abgesenkt (wie auch bei Vinyl), um die Amplitude zu verkleinern und damit sowohl zu weite Nadelauslenkungen als auch einen unnötig großen Rillenabstand zu vermeiden. Leider gab es da verschiedene Eckfrequenzen und die Absenkung war längst nicht so extrem wie bei Vinylplatten!


    Eine Höhenanhebung beim Schnitt (gemeint sind hier natürlich nur elektrische Aufnahmen) war nur in geringem Maße (oder zunächst gar nicht) üblich, in größerem Umfang erst in den 1940ern, um das Plattenrauschen, das bei Schellack ja recht erheblich ist, bei der elektrischen Wiedergabe durch die Absenkung der hohen Frequenzen zu verringern.
    In meinem umschaltbaren Entzerrer, den ich vor Jahren mal gebaut habe, hatte ich nur drei Zeitkonstanten für die Tiefen (eine davon RIAA) und zwei für die Höhen (eine davon wieder RIAA) plus lineare Höhenverstärkung realisiert.
    Passt irgendwie immer.


    Die Tabelle mit den einzelnen Absenkungs- und Anhebungswerten der verschiedenen Plattenfirmen von der EMT-Seite lag zwar immer unter dem Dreher, aber das Problem war meist die Feststellung des Fertigungsdatums der Platten!
    Die späten Pressungen, so ab 1955, können zur Not mit RIAA-Entzerrung abgespielt werden, wenn auch dabei die Bässe etwas vorlaut sind.


    Gruß Holgi

    Mit dem ENDE hat der Kondensator aber nichts zu tun. Demzufolge heißt er auch nicht so, sondern ENTstörkondensator, wobei die Silbe "ent" in Bildungen mit Substantiven und dieser Endung ausdrückt, dass etwas entfernt wird, in diesem Fall eine Störung.


    Ich bitte meine Klugscheißerei in aller Form zu entschuldigen, aber eine derartige Vergewaltigung unserer Sprache bereitet mir als altem Germanisten Schmerzen... ;):S


    Die Entstörkombi 47 nF+100 R ist immer gut und sehr wirksam bei Schaltknacksern! Meinen 1229 habe ich damit vollkommen ruhig bekommen, der sonst beim Ausschalten fast immer geknackt hat.


    LG Holgi

    Hallo Schnuffel,


    hast du den DIN-Stecker mal geöffnet, um da nach dem Rechten (sprich: alle Drähte noch dran?) zu sehen? Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass beide Kanäle ausfallen... Und wenn die Masse ab wäre, würde es extrem laut brummen.


    Eine andere Möglichkeit ist der Kurzschließer im Dreher. Wenn das Kurvenrad nicht in die Nullstellung kommt, öffnet der nicht. Alles eher theoretische Möglichkeiten, aber man hat ja schon Pferde kotzen sehen.
    Die Kontakte im Headshell sind sauber? Hast du einen zweiten Tk zum testen zur Verfügung? Am Verstärker kann es ja wohl eher nicht liegen, denn du hattest ja auch einen separaten VV über einen Hochpegeleingang ausprobiert. Und die anderen Verstärkereingänge funktionieren aber prinzipiell, mit CD oder Tape?


    LG
    Holgi

    Entschuldigt bite, aber was haben die Geräusche der Mechanik, die auf den Verstärker übertragen werden, mit dem Entstörkondensator zu tun? Das müsstet ihr mir mal erklären... :huh:
    Ich kenne nur Entstörkondensatoren, die z.B. parallel zu Schaltkontakten gelegt sind und dort Krach- und Knackstörungen durch Abreißfunken verhindern sollen. Am Netzschalter findet man so ein Bauteil. Wenn dieser Kondensator defekt ist, gibt es zwei Möglichkeiten:
    - Bei einem tauben Kondensator knackt oder kracht es laut im Lautsprecher, vor allem beim Ausschalten des Drehers.
    - Bei einem Schluss des Kondensators läuft der Plattenspieler dauernd, weil dadurch der Schalter überbrückt wird.


    Wenn aber Mechanikgeräusche auf den Tonabnehmer übertragen werden, deutet das auf nicht schließende oder stark korrodierte Kontakte des sog. Kurzschließers hin, der die Aufgabe hat, gesteuert durch das Kurvenrad, während der Tonarmbewegungen die Ausgänge an Masse zu legen.
    Auf dieses Bauteil würde ich meine Suche begrenzen.


    Viele Grüße
    Holgi

    Eigentlich gehört an diese Stelle laut Schmierplan Mehrzweckfett. Wenn man das abwischt, erhöht sich nur der Verschleiß der Reibfläche.
    Ich würde vielleicht eher das Ende des Hebels, also das Gleitstück, etwas nacharbeiten.