Beiträge von ART_DECO

    Meine Erfahrung hierzu ist das am selben Kontaktplättchen (also immer selber Reimigungszustand) Nachbauten von TKs oft Ärger machem

    Diese modernen Nachbauten sind aus meiner Sicht eine Fehlkonstruktion. Die weich abgerundeten Kontaktstifte kommen an Stellen zu liegen, an denen noch nie zuvor ein Kontaktstift eine blanke Stelle hinterlassen hat. Die runde Kuppe drückt nur eine Fläche gegen die Oxidschicht, während die originalen TK Stifte in ihrer scharfen eckigen Form mit der kleineren Kontaktfläche mehr Flächendruck aufbauen und damit die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass der Stift noch eine blanke Stelle erwischt.

    Hallo Roland,


    danke für Deine ausführliche Antwort. Damit hast Du meine Frage beantwortet. Das Chassis hat anfangs also mal wunderbar gefedert.

    Bei den meisten meiner Dual Spieler, und da kommen schon einige zusammen, sind die Federn dann wohl einfach lahm geworden, das Chassis sinkt weit ein, so dass kaum noch Federweg übrig bleibt. Sieht man schon optisch, wie tief das dann liegt.

    Das mit der Aufspreizung der "Dübel" hatte ich ja schon selbst gesagt.

    Gebrauchte Federn machen an der Stelle schon gar keinen Sinn und die beim Fred sind ja teurer als mehrere Plattenspieler zusammen. ;-)


    Viele Grüße,

    Oliver

    Das kann ich bestätigen. Ich hatte schon mehrmals den Fall, dass die Vercrimpung der TK Kabel schlecht war bzw. die blanken Kabelenden oxidiert waren und damit hochohmig zum Kontakt wurden. Da hilft entweder Nachlöten der Stecker-/Kabelverbindung (problematisch) oder ein neues TK. Bei ebay habe ich mal einen Verkäufer gesehen, der nur die TK Käbelchen einzeln neu verkaufte.


    Ich weise nochmal darauf hin, dass es für die Kontaktplatte schädlich ist, einen Glasfaserradierer zu verwenden. Der verkratzt die Oberfläche und hobelt das Silber runter, das kann man gar nicht oft genug sagen.

    Hallo Gerhard,


    Festziehen hat nicht geholfen, die Schraube war schon am Anschlag, fester ging nicht, das Problem ist noch nicht zufriedenstellend gelöst.

    Ich habe ein anderes Federgehäuse eingebaut, was auch nicht viel geändert hat.

    Ich vermute, es ist ein Toleranzproblem. Zwischen Federgehäuse und der Aufnahme müsste eine Unterlegscheibe eingebaut werden, dann würde es vielleicht besser klemmen. Eine Lage Tesafilm würde sicherlich schon reichen.

    Moin zusammen,


    ich frage mich gerade, wie die Federung der Blechchassis im Neuzustand mal war.

    Gerade nahm ich den Plattenteller des 721 ab, so dass die Federn etwas herauskamen. Dabei federt dann das Chassis wunderbar.

    Kann sich jemand erinnern, wie die Federung früher im Auslieferungszustand mal war? War die so, wie bei mir ohne Teller? Dann würde sie etwas bringen.

    Die Geschichte mit der Spreizung der Federaufnahme kenne ich natürlich. Aber hier scheinen die Federn etwas erlahmt zu sein.

    dann darfst du auch kein Handy kaufen, keinen Flachbildfernesher, keinerlei "moderenen" elektronischen Geräte - und kein halbwegs modernes Auto. Denn deren Chips sind auch irgendwann nicht mehr lieferbar, teilweise schon nach wesentlich kürzerer Zeit, als es bei den Plattenspielern der Fall ist/war.

    Und bitte! Keine moderne Küchemaschine, sondern ein Fleischwolf, den man per Hand drehen muss! ;)

    Das ist doch total übertrieben.

    Bei dieser quasi ersten Generation von mikroprozessorgesteuerten Geräten (ein Plattenspieler mit uC, hallo?)

    treten nach 40 Jahren nun mal Fehler auf. Ersatz ist schwer zu beschaffen. Erst recht dann, wenn die Firma nicht mehr existiert.

    Ich habe mehrere Studer Revox Geräte, die voll von diesen Chips sind, und das zu reparieren, was ich zum Teil schon hinter mir habe, ist teuer oder manchmal sogar unmöglich. Bei Revox hat man Glück, diese maskenprogrammierten uC kann man zum Teil noch bestellen. Bei dem Dual bin ich mal gespannt, ob die noch zu retten sind im Schadenfall. Allenfalls wohl aus Schlachtgeräten. So lautet die Diagnose vom Service nicht selten Totalschaden, aber wir verschrotten das Gerät gerne kostenlos für Sie...

    Habe das STS220 mit der Shure Nadel, um es richtig beurteilen zu können, mal in den 3012 eingebaut am TD124. Das klingt schon anders als im Elac! Der Elac Entzerrer verbiegt den Sound nicht unerheblich. Die Mitten sind im Bereich um vielleicht 1-2kHz signifikant lauter als bei moderneren Entzerrern, die ich hier so habe. Der Sound im TD124 ist nicht von schlechten Eltern. Hier mal zwei schnelle Handybilder. Die Blechhalterung mit Dose passt ganz gut in die skelettierte SME Headshell, finde ich. Die nach oben rausstehenden Schrauben sind natürlich auch nur ein Provisorium, das ist hoffentlich klar.


    Gibt auch weiche Plastikeinschübe, meiner war aber steinhart und selbst mit Seitenschneider (ein ganz feiner natürlich) kam ich da kaum durch. Ich sehe mit dem Werkzeug aber kein Problem, hätte nur die Hand drüber halten müssen.

    Hier nochmal der letzte Stand von jetzt und hier. Hatte mich vor zwei Tagen mal rangesetzt, um eine M91 Nachbaunadel zu opfern und diese in das STS220 einzupflanzen.

    Beim Abtrennen des Plastikteils der Nadelhalterung mittels Seitenschneider flog das Ding mit Karacho durch die Gegend. Ich hörte es irgendwo einschlagen, dann war Ruhe. Natürlich unauffindbar.


    Heute beim Rücken des Revox Racks piekste sich etwas in meinen Fuß. Es war die halbe M91 Nadel, Abtaststift noch in Ordnung. So habe ich weitergemacht und das Ergebnis sieht man hier.

    Ich habe eine Lage selbstklebende Kupferfolie zum Auffüllen genommen, hält gut. Die Biegung des Nadelrohrs musste ich etwas verstärken, sonst hätte die Nadel zu steil gestanden. Bor geht an dieser Stelle also nicht. Mit einem solchen Versuch habe ich schonmal 500 Euro versenkt, das passiert mir nicht nochmal. Der Klang ist gut - besser als mit dem kompletten M91, was ich ausprobiert hatte.


    Der Nadelnachschub ist damit gesichert. Kein Grund also, Mondpreise für NOS Nadeln zu bezahlen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Lagerreibung des Miracord Arms noch nicht auf dem von Dual gewohnten Niveau ist. Betriebssicher nicht ab 0,25p wie beim 721, sondern eher ab 2 oder 3p.