Beiträge von Marsilio

    Nun, das 2M Red hat eine getippte Nadel (getippt = Diamantsplitter auf Metallsockel); elliptischer Schliff, Preis 79.-. Problem des Gewurstel, damit's ins TK passt (die TK's mit hohe Wangen gehen; die flachen offenbar nicht - mein 2M Blue ist in hohen Wangen).


    Das von mir auch ins Spiel gebrachte Audio Technica AT-VM95E: Getippte Nadel, elliptischer Schliff, Preis 49.- Kein Gewurstel erforderlich.


    LG

    Manuel

    Hier im Biete-Bereich wird aktuell ein Ortofon Alpha mit neuer Fineline-Nadel 320 sowie der originalen, einfachen Alpha-Nadel für einen Hunderter offeriert.


    Für geringere Ansprüche ist aus aktueller Produktion das Audio Technica AT-VM95E für rund 50 das wohl beste Angebot, zumal man hier bei höheren Ansprüchen einfach die Nadel auf die bessere Microline austauschen kann:

    Audio Technica AT-VM95E Moving Magnet Tonabnehmer | THAKKER

    Dieses System müsste man dann ganz normal ans vorhandene TK anschrauben.


    Falls Schrauben nicht gewünscht ist, hat Andreas hier aus dem Forum auch noch alte Dual-Klick-Systeme im Angebot, etwa das Shure M95, die einfach eingeklickt werden können. Vielleicht hat er sogar auch noch einen V15III-Generator ohne Nadel übrig; er ist hilfsbereit und seriös, da könnte man auch mal anfragen:

    Magnetsysteme bei Platten-Spieler.de


    LG

    Manuel

    .In meinen Ohren klingen die Ortofon-OM und zahlreiche Audio Technica-MM's tonal relativ ähnlich - beide haben einen leichten Hang zur Höhenbetonung, in meinen Ohren stärker bei Audio Techchnica. Und in meinen Ohren kommt das OM etwas fülliger/runder herüber als meine zwei Audio Technicas - diese sind aber nicht von der AT-VM95-Reihe. Was die reine Abtastleistung betrifft, schätze ich Shibata, Microline (Audio Technica) und Gyger (Ortofon OM-40) gleichwertig ein. Die Fineline des OM-30 etwas darunter.


    Und - wenn ich ehrlich bin: In meinen Ohren sind sowohl die meisten meiner Ortofönfer (davon habe ich vier) als auch meine Audio Technicas eher etwas zu hell, ich sehe eher auf Shure, Empire & Co.


    => Was Euch sicher aufgefallen ist: Ich habe soeben ganz oft "in meinen Ohren" geschrieben. Mit Grund: Die tonale Abstimmung ist schlicht und einfach Geschmacksache. Und Geschmäcker sind verschieden.


    Was für Ortofon spricht: Im Vergleich zu Audio Technica sind v.a. die OM's ausgesprochen kapazitätsunkritisch. Die laufen an jedem MM-Phonoeingang gut. Bei Audio Technica muss man etwas besser hinschauen bezüglich Anschlusskapazität. Ich sag's mal so: Der Phonoverstärker sollte bei AT nicht gross über 150pF sein, dann kommen ja noch Kabel und der Dreher dazu.


    EDIT: Wenn ich sowohl AT (etwas ausgeprägter) als auch Ortofon als tonal leicht heller einstufe, heisst das nicht, dass das per se schlecht ist. Es gibt auch für 700.- eher heller abgestimmte Systeme. Das AT-VM95ML finde ich hinsichtlich Preis-Leistung sehr attraktiv; möglich gemacht hat man das bei Audio Technica, indem man einen einfachen Evergreen (Das AT95, das wegen seinen mitunter sehr mediokren Nadeln auch als "grüne Pest" bezeichnet wurde) optisch leicht aufgehübscht und mit markant besseren Nadeleinschüben versehen hat. Weil nicht jeder mal locker einige Hunderter für ein gutes Tonabnehmersystem auf den Tisch legen kann, finde ich das AT-VM95 daher eine gute Option. In jedem Fall besser als sich mit der unsäglichen Black Diamond/Nudeline Swiss-Lotterie-Nadel herumzuschlagen.


    Zum Thema ULM: Das war damals eine Modeerscheinung. Mehrere Tonabnehmerhersteller sprangen in dieser Zeit auch auf den UltraLowMass-Zug auf. Etwa Stanton (mit der Epoch-Reihe), Philips mit dem GP351 und sogar Shure. Die Welle war dann aber auch bald wieder vorbei, und Dual sah sogar ab Werk die Möglichkeit vor, seine ULM-Tonarme mittels Adapter für herkömmliche 1/2-Zoll-Tonabnehmersysteme fit zu machen. Ich hätte daher überhaupt keine Bedenken das ULM-System für ein AT-VM95 aufzugeben. Es muss einem aber bewusst bleiben, dass es nach wie vor ein Tonarm der sehr leichten Sorte ist. Ein betont hart aufgehängtes Tonabnehmersystem wie als Extrembeispiel ein Denon DL-103 würde ih daher sicher nicht an so einen Tonarm schrauben.


    LG

    Manuel

    Warum bei Audio Technica die Shibata-Schliffe teurer sind als die Microline ist mir immer noch nicht so richtig klar - die Microline ist nämlich ein Microridge-Schliff. Und offen gesagt schätze ich diesen der Shibata mindestens ebenbürtig oder sogar noch etwas höher ein.


    Der Microline-Schliff kommt in der Wiedergabe vielleicht einen Ticken sanfter herüber, die Shibata vielleicht eine Spur harscher. Was einem da besser zusagt ist imo Geschmacksache.


    LG

    Manuel

    (...)



    hat ortofon einen "hausklang"? dann hätte ich wahrscheinlich interesse an einem moderneren system aus diesem hause (...)


    horst

    Äh, ja. Den Ortofon-Hausklang hast Du mit dem MC Nr.2. Und zwar in ziemlich typischer Reinkultur. Ich glaube nicht, dass da ein "modernes" Ortofon-System gross anders klingt.

    Das Quinett blue wird eher etwas hinter dem Nr. 2 spielen da nur eine 0815-Ellipse (das Nr.2 hat die Fineline).das Rondo Blue stufe ich hingegen in der Tat noch besser ein als das Nr.2 da man hier den Gyger-Schliff bekommt.


    LG

    Manuel

    Die Elac D796 H30 habe ich selber vor einigen Jahren unbenutzt erwerben können - das ist eine genial gute Nadel: ganzer Diamant, van-den-hul-Schliff, Bor-Nadelträger. Läuft bei mir Auflagekraft 1.2 tadellos.


    Sorry, aber die hyperelliptische Nachbaute, vermutlich sogar nur getippt auf Alunadelträger, kommt da keinesfalls mit. Die SAS-Nadel von Jico sehe ich da in gleicher Liga wie die Elac-Originalnadel, aber mit weniger Nadelnachgiebigkeit als die Elac. Ein Audio Technica AT-VM95ML mit seinem simplen Alunadelträger hingegen ist da auch eine Liga tiefer.


    LG

    Manuel

    Wenn einem die in meinen Ohren ausgeprägte tonale Helligkeit nicht stört bzw. wenn man das mag kann man damit glücklich werden. Muss aber aufpassen mit den Anschlusskapazitäten; das VM540ML ist ausgesprochen kapazitätskritisch.


    LG

    Manuel

    Eigene Hörerfahrung bei ADC habe ich nur mit dem QLM36. Das ist doch ziemlich dunkel abgestimmt - und dafür gibts auch eine Black Diamond-Nachbaunadel. Meins ist aber nicht oft im Betrieb, daher wird das wohl kaum je ein Thema bei mir. Aber teste das ADC 220 doch aus; vielleicht sagt Dir der Klang ja zu.


    Ortofon Nr.2 läuft bei 100 Ohm prima, das kann ich bestätigen.


    LG

    Manuel

    Ich kenne das Grado 8 mz2 nicht - aber ich hatte schon mal ein Grado der Prestige einige Tage bei mir (überliess mir ein netter Kollege zum Test), und das war klanglich doch ziemlich warm abgestimmt. Elac, Shure und auch so manches Grado sind klanglich eher auf derselben Seite einzuordnen.


    Wenn der Threadersteller noch einen Gegenpol zu Shure V15III wünscht, würde ich an seiner Seite was anderes suchen - zum Beispiel etwas aus dem Hause Ortofon oder Audio Technica.


    LG

    Manuel



    PS. Den Tonabnehmer-Spieltrieb kann man auch ausleben, ohne dabei regelmässig Unsummen auszugeben. ;)

    Ich stelle hier mal zur Diskussion, was ich an der Stelle des Threaderstellers machen würde wenn er - davon gehe ich jetzt einfach mal aus - ein Gesamtbudget von max. 300.- hat.


    1. Er besitzt ein Shure V15III. Wie wir alle wissen ist das schon mal was Gutes. Da könnte man nun natürlich eine Hyperellipse oder SAS-Nadel reinstecken und gut ist. ABER: Ich habe den Eindruck, dass der Threadersteller auch etwas mit verschiedenen Tonabnehmern spielen möchte, also nicht ungern noch mindestens einen zweiten Tonabnehmer haben möchte. Daher würde ich mir fürs V15III daher vorerst "nur" eine Jico- oder Made-in-Japan-Tonar-Ellipse kaufen und mit dem Restbudget noch was anderes suchen.


    2. Eine Option wäre nun einfach ein Audio Technica AT-VM95ML für 160.- zu kaufen. Das wäre die einfachste Lösung. Klanglich ist dieses System gewiss anders abgestimmt als das Shure V15III. Oder er erfüllt sich den Traum eines MC-Systems als Zweittonabnehmer. In neu wird es da schwierig beim restlichen Budget, aber Retipper wie Franz-Josef Schulte haben in dieser Preisklasse immer mal wieder nicht uninteressante wiederhergestellte Tonabnehmer im Angebot. Aktuell sehe ich auf seiner Website mehrere Ortofon MC10 mit neuen elliptischen Nadeln (leider nicht ersichtlich ob nackt oder getippt) für je 200.- sowie ein einfaches, extrem leichtes Pioneer PC-3MC mit hoher Ausgangsspannung, das Schulte ziemlich krass hochgerüstet hat: nackte LineContact-Nadel, Saphir-Nadelträger. Preis: 250.-. Und Schulte ist für tadellose Arbeit bekannt.


    Eure Meinungen?


    LG

    Manuel



    PS: Vom Kauf gebrauchter Tonabnehmer mit Nadeln mit unklarer Laufzeit würde ich an seiner Stelle eher Abstand nehmen.

    Blöd, dass bei mir seit einiger Zeit das Ortofon MC Nr.2 am 1219 eine ausgezeichnete Figur macht...


    Dass ein MC am 1219 "Perlen vor die Säue" geworfen wäre, ist Quatsch..


    Selber habe ich den Eindruck, dass die superscharfen Nadeln à la SAS, Shibata & Co. an meinem 1219 zwar gut gehen, aber noch etwas besser an meinem anderen Dual, dem 704. Umgekehrt habe ich in den letzen Jahren festgestellt, dass eben gerade Tonabnehmer mit guten mittelscharfen Nadeln am 1219 wunderbar aufspielen. Falls auch MM in Frage kommt wären daher aus aktueller Produktion Tonabnehmer wie das Ortofon 2M Blue oder Bronze oder das Goldring G1022 sicher valable Optionen. Auch punkto MC gäbe es da aus aktueller Produktion Kandidaten - etwa den hier:

    Ortofon MC Quintet Bronze Tonabnehmer | THAKKER


    Auf dem Papier würde auch das Denon DL-110 (High-Output-MC) mit seiner recht scharfen, nackten Ellipse dem entsprechen; allerdings habe auch ich kleine Bedenken, ob das DL-110 in der Tat nicht etwas zu hart aufgehängt ist. Ich bin nicht sicher, bitte daher um Korrektur: Aber war das DL-160 nicht weicher aufgehängt? Falls ja wäre das auch eine spannende Option.


    LG

    Manuel

    Ich denke, der Threadersteller sollte sich klar werden, was er will:

    - Will er einen MC-Tonabnehmer, weil ihn das einfach grundsätzlich reizt? Falls ja: Wie hoch ist das Budget? Bei gebraucht gekauften Tonabehmern weiss man halt nie genau, wie viele Stunden die Nadel bereits auf dem Zähler hat - und mal eben eine neue Nadel kaufen geht bei MC's nicht (ok, man kann sie einem Retipper schicken, aber das kostet).

    - Will er die bestmögliche Detailwiedergabe? Falls ja - auch da die Frage nach dem Budget.

    - Will der Threadersteller einen Tonabnehmer, der eher hell abgestimmt ist, oder lieber einen der wärmeren Sorte? Ein Rennpferd oder eher einen samtigen Plüschtiger?


    Ich wiederhole nochmals meine ganz eigene Erfahrung, dass in meinen Ohren am Dual 1219 die hochwertigen mittelscharfen Nadeln den besten Eindruck gemacht haben - scharfe Ellipsen, HYperellipsen, Finelines, LineContact-Nadeln. Nadeln vom Schlage einer SAS oder Van-den-Hul sind mbMn an meinem anderen wichtigen Dreher (dem Dual 704) besser aufgehoben. Der Reibradler 1219 ist ein Dampfmacher, ein Rocker, eine Funk-Machine erser Güte; mit dem richtigen Tonabnehmer macht der 1219 ungemein Spass. Sades "Smooth Operator" aber gefällt mir auf dem 704 mit einem Elac ESG796 besser.


    LG

    Manuel

    Ich glaube, da gibt es immer noch einige Unklarheiten.


    Von Jico gibt es verschiedene Nachbaunadeln:

    a) Die elliptische Nadel (entspricht der originalen VN35E), im Gegensatz zum Original aber nicht nackt sondern getippt und auch nicht mit dem scharfen elliptischen Schliff des Originals (Verrundgungsradius 0.2x0.7mil) sondern etwas gemässigteren 0.3x0.7mil.


    b) Die hyperelliptische Nachbaunadel (entspricht der oriinalen VN35HE); im Gegensatz zum Original auch hier nicht nackt sondern getippt, aber in beiden Fällen deutlich schärfer geschliffen


    c) der SAS-Nadel (entspricht der originalen VN35MR); wie auch das Original als nackter Diamant ausgeführt, der originale Microridge-Schliff entspricht im Prinzip dem SAS-Schliff von Jico. Das Original hat aber (zumindest teilweise, ab dem V15IV immer) einen Nadelträger aus Berrylium statt Alu. Die Jico-Nachbauten hingegen haben einen Nadelträger wahlweise aus Bor, Saphir oder Rubin. Die Bor-Variante ist die günstigste SAS-Option, kostet aber auch rund 250.-. Als "einfach" würde ich sie aber nicht bezeichnen; es gibt sogar Vinylfreak, die Bor als das spannendste Material für Nadelträger bezeichnen. Zum Vergleich: Das Elac-Topmodell ESG795 H30 hat eine nackte Nadel mit Van-de-Hul-Schliff auf Bor-Nadelträger.


    LG

    Manuel



    PS: Ferner gab es noch einige Sondermodelle von Jico, etwa eine Shibata-Nadel auf Zirconia-Nadelträger - und mit grosser Wahrscheinlichkeit wird in absehbarer Zeit nun auch eine nackige Ellipse auf Alunadelträger folgen.

    Das Elac ESG792 war damals eines der eher einfacheren Systeme. Bis vor kurzer Zeit verkaufte ein Händler für kleine 55.- solche Systeme noch als NOS-Ware. Trotzdem empfehlenswert - ist Irrtum vorbehalten nur eine getippte Nadel, aber immerhin mit recht scharfem elliptischem Schliff. Und man kann hochrüsten, auch die SAS-Nadel fürs ESG von Jico passt.


    Hier bietet einer ein (wohl gebrauchtes ESG792) an - sogar mit TK. Man könnte da mal nachfragen, wie viele Stunden die Nadel auf dem Zähler hat und ob im Preis nach unten noch was geht:

    ELAC ESG 792 E Tonabnehmer System in Hamburg - Wandsbek | Weitere Audio & Hifi Komponenten gebraucht kaufen | eBay Kleinanzeigen (ebay-kleinanzeigen.de)


    Wie bereits erwähnt sehr spannend finde ich auch die Empire-Tonabnehmer aus den späten 70er-Jahren für die Dual-Plattenspieler, die passen verblüffend gut an die mittelleichten Dual-Tonarme. Falls Dir ein zufällig ein Empire 500ID oder 2000Z zufliegen sollte - zuschlagen!


    LG

    Manuel

    Auch die SAS habe ich an meinem 1219 getestet... :)


    Geht ebenfalls; aber auch da gilt für mich irgendwie derselbe Eindruck wie beim Elac mit der superscharfen Van-den-Hul-Nadel: Das passt alles, aber irgendwie gefällt mir der Dampfmacher-Dreher 1219 besser mit hochwertigen mittelscharfen Nadeln - Hyperellipse, 0.2x0.7mil-Ellipse, Fineline.


    Aber das ist alles reine Gefühl-/Geschmacksache; ich kann das nicht irgendwie belegen dass SAS & Co. nicht genauso gut sind.


    LG

    Manuel


    PS: Was ich leider nie testen konnte wäre ein Dynavector High-Output-MC 10x4 oder 10x5 mit Ellipse (also nicht der aktuellen Shibata) - ich könnte mir vorstellen dass das auch ganz gut passen würde. Oder das alte blaue Ortofon MC20 mit Fineline-Nadel. Vielleicht kann darüber jemand berichten...?