Beiträge von Marsilio

    Shure M75III gibt es definitiv nicht; ich nehme mal an der Threadersteller meint ein Shure V15III und die dazugehörige VN35E-Nadel. Mit diesem Tonabnehmer kann man gut Platten hören, immerhin ein ganzer Diamant, scharf geschliffen. Das konnten die Amis damals gut.


    Das AT-VM95ML hat wie bereits Vorredner geschrieben einen noch besseren Schliff; klanglich unterscheiden sich Shure- und Audio Technica-Systeme. Shure ist etwas wärmer. Ein V15III mit kaum gelaufener Originalnadel lässt sich gut verkaufen; ich allerdings würde es behalten und mir mehrere TK's zulegen und dann nach Lust und Laune den Tonabnehmer wechseln.


    SAS-Nadeln haben immer einen Microridge-Schliff. Jico hat aber auch einfachere Nadeln im Sortiment: E=elliptisch, HE=hyperelliptisch, aber stets nur gebondet, d.h. Diamantsplitter auf Metallsockel; die SAS ist stets ein ganzer Diamant auf Bor-Nadelträger - und das ist dann nochmals eine höhere Hausnummer ais die Nadel beim AT-VM95ML.


    LG

    Manuel


    EDIT: Meine Erfahrung ist, dass das Alter bei Shure- und auch Elac-Generatoren echt keine Rolle spielt; die toppen immer noch so manches nicht ganz billige Neuprodukt.

    Ich sag's mal so: Einen soliden Dual bekommt man für 100-150.- wenn es nicht gerade eines der supergehypten Modelle à la CS 750, 5000, 701 oder 721 sein muss. Ein für den Preis richtig gutes Tonabnehmersystem ist das Audio Technica AT-VM95ML für 160.-. Für also rund 300.- kommt man da schon sehr weit, auch klanglich.


    LG

    Manuel

    Sehr empfehlenswert finde ich für einen Einsteiger die Direkttriebler der Vor-ULM-Ära, weil man sich da keine Gedanken über Adapter, leichte Tonarme u.dgl. machen muss (wenngleich ich natürlich weiss, dass auch die ULM-Geräte ihre Qualitäten haben). Konkret sind da die Halbautomaten 604 und 704 eine absolut sichere Wahl, weil hier auch der (im Prinzip zwar einfach behebbare) Ausfall des Steuerpimpels der Vollautomatik mangels Vollautomatik ausgeschlossen werden kann. Aber auch die Vollautomaten 621 und 721 sind sehr gute Geräte. Die 7xx kosten in aller Regel aber schon mehr als die 6xx.


    Falls es auch ein Reibradler sein darf würde ich den Fokus auf die damaligen Topmodelle 1218 und 1228 (beide mit dem kleineren Plattenteller) sowie 1219 und 1229 richten (grösserer Plattenteller). Alles unkomplizierte Vollautomaten, die im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen geschöpft sind.


    LG

    Manuel

    Man darf das Ortofon OM-System nicht unterschätzen - es hat schon einige Qualitäten, das es für bestimmte Umgebungszwecke geradezu prädestiniert. So ist es ausserordentlich leicht - wer eh schon einen leichten Tonarm hat bekommt da einen geeigneten Spielpartner (da denke ich zum Beispiel an die Linatrack-Tonarme der Revox-Plattenspieler). Und dann hat das System eine ausgesprochene Gutmütigkeit gegenüber Anschlusskapazitäten. Egal was man für einen Verstärker hat - das OM funktioniert praktisch immer. Das Super OM ist da schon etwas kritischer, im Vergleich zu so manchen modernen Systemen aber immer noch ziemlich unkompliziert.


    Klanglich ist es in meinen Ohren ein eher trockener Vertreter seiner Zunft; sehr korrekt, aber ohne jeglichen Effekten. Mit der 20er-, 30er- oder 40er-Nadel kann man damit schon auf höherem Niveau Platten hören. Gerade letztere löst die Details sehr gut auf. Bei der Black Diamond-Nadel stellt sich halt immer die Frage, ob man ein anständig verarbeitetes Exemplar erwischt. Ein gutes Exemplar ist eine nicht uninteressante Option, um den OM-Tonabnehmer zum günstigen Preis weiterbetreiben zu können.


    LG

    Manuel

    Und beim Tonabnehmer würde sich die Frage nach der Nadel lohnen. Eine abgenudelte 5er- oder 10er-Nadel hat einen Wert von nullkommanull, einer gut erhaltene 30er- oder sogar 40er-Nadel hingegen darf man gerne einen Restwert von bis zu 100.- zuschreiben.


    LG

    Manuel

    Wenn es wirklich fürs Wohnzimmer gedacht ist, so erfüllen für meinen Geschmack folgende drei Dual-Modelle diese Kriterien hervorragend, zumal sie dies auch aus technischer Sicht tun:

    - Dual 1219 (der grosse Reibradler mit der leckeren Stroboscheibe)

    - Dual 601 (aus meiner Sicht der hübscheste Dual-Riementriebler)

    - Dual 701 (der erste Direkttiebler von Dual mit einer wunderschönen, eleganten Zarge)


    LG

    Manuel

    Eigentlich müsste es ein knackiges MC sein - an meinem 1219, so etwas wie ein Halbbruder des 1228, werkelt seit einiger Zeit ein Ortofon Nr.2 (das ist sogar hier aus dem Forum). Ich bin immer wieder von neuem fasziniert, wie gut der alte Reibradler und das kleine MC harmonieren.


    LG

    Manuel

    Das Shure M95 gilt als leicht abgespecktes V15III - vermutlich liegt der Unterschied einzig darin, dass das M95 keine laminierten Polkerne besitzt. Angst, bei einem Generatorendefekt mit einer schweineteuren Nadel dazusitzen hätte ich nicht; M95-Generatoren mit Dual-Klick gibt es wie Sand am Meer. Notfalls wäre das schnell Ersatz besorgt.


    Beim M20 scheint mir das schon etwas schwieriger geworden zu sein; zwar werden auch hier immer mal wieder Generatoren angeboten, sie kosten aber meistens mehr; ausserdem lese ich immer mal wieder von Defekten bzw. dass die Dinger im Alter dazu neigen, .regelrecht auseinander zu fallen.


    Ansonsten eignen sich auch viele der aktuellen Systeme für den 1228. Die kosten halt meistens mehr als das AT-VM95, das den Preisbrecher spielt.


    LG

    Manuel

    Um eine originale N95ED aus US-Produktion zu kommen muss man aber sehr lange suchen... Die Mexico-Made-N95ED ist meines Erachtens nicht besser als die elliptische Jico-Nachbaute.


    Wenn es der Geldbeutel zulässt ist die Jico-SAS meines Erachtens eine sehr gute, wenn auch teure Option.


    Das erwähnte Audio Technica AT-VM95ML finde ich eine preislich interessante Alternative. Nadelträger nur aus Alu - die SAS hat einen aus Bor - aber den ziemlic gleichen Nadelschliff. Klanglich aber nicht so warm abgestimmt wie das Shure M95.


    LG

    Manuel

    Ich habe mittlerweile sechs verschiedene Shure-Tonabnehmersysteme hier - meine Erfahrung: MIt einer guten Nadel klingt jedes dieser Systeme echt gut. Dass man gerade auch bei den kleineren Systeme mitunter ein etwas falsches Bild hat liegt an den oftmals billigen Nachbaunadeln. So wird das M75 nicht selten als etwas matschig empfunden, dabei kann dieses System auch feinzeichnen.


    LG

    Manuel

    Ja, die alten Shure-Nadeln aus US-Produktion waren eben richtig gut.


    Bei mir ist seit einer Woche eine US-N75ED mit der scharfen Ellipse und dem feinen Nadelträger im Einsatz. Wohl fast 50-jährig - und es ist kaum zu fassen, in welcher Liga das M75 nun plötzlich aufspielt. Wärme und Bass wie man es kennt, nun aber auch feine Details, nix zischelt, und die Nadel liegt in einer Ruhe auf der Rille, wirklich klasse.


    MBurock: Eine Alternative könnte für Dich die Zirconia-Nadel von Jico sein - die hat einen nackten Diamanten und erhältlich ist sie wahlweise als Ellipse oder mit Shibata-Schliff:

    VN-35 E/Z – JICO (jico-stylus.com)

    VN-35 4CH/Z – JICO (jico-stylus.com)

    Selber habe ich keine, im Hifi-Forum ist aber einer der Shure-Freaks, der so ziemlich alle Original- und Nachbaunadeln besitzt und diese dann auch unters Mikroskop legt, von der Zirconia-Ellipse fürs M95 sehr begeistert. Man muss halt einfach vorsichtig sein weil das Material nicht so stabil ist.


    LG

    Manuel

    Eine sphärische Nadel würde ich aber wirklich nur dann nehmen, wenn Du den Plattenspieler als Wechsler betreiben möchtest. Viele machen das aber gar nicht (so wie ich), und dann ist eine elliptisch geschliffene Nadel die bessere Wahl, weil sie die Details etwas besser auflöst.


    Du hast ein Tonabnehmersystem der Marke Shure - und zwar das Modell M95. Die restlichen Angaben beziehen sich auf die damalige Lieferung/Bestückung - so steht das "G" für eine sphärische Nadel (das war damals die einfachste Nadel für dieses System); das L-M weist meines Wissens darauf hin, dass es sich bei Deinem Generator um das spezielle Modell für die Dual-Systemträger (=Headshell, im Dual-Jargon TK genannt) handelt. Die musste man nicht wie sonst üblich anschrauben sondern konnte sie direkt im TK einklicken.


    Egal - das spielt für Dich alles keine Rolle. Fakt ist, dass Du das zwar schon ziemlich alte, aber wirklich gute Shure M95 mit verschiedensten Nadeln betreiben kannst. Originalnadeln findet man leider praktisch nicht mehr; es gibt aber Nachbauten verschiedener Hersteller. Die von Dir verlinkte japanische Nachbaute ist solide, wenn auch nicht das Ende der Fahnenstange.


    In Frage kommen diese Nadeln hier - ich beschreibe kurz, was da die jeweiligen "Spezialitäten" sind:

    a) Rundnadel (getippt. d.h. Diamantsplitter auf Metallsockel, hier von der japanischen Firma Jico (=Thakker Japan); die Lösung für Wechslerbetrieb, entspricht der originalen Bestückung Deines Tonabnehmers:

    N 95 G Nadel für Shure M 95 G - Made in Japan | THAKKER


    b) Die von Dir verlinkte japanische Ellipse (getippt, elliptischer Schliff, nicht von Jico sondern eines anderen, mir nicht bekannten Lieferanten):

    N 95 ED Nadel für Shure M 95 ED - Nippon Precision Stylus | THAKKER


    c) Etwas teurer ist die getippte elliptische Nadel von Jico (ich kenne leider noch niemanden, der die Nippon und die Jico-Ellipse vergleichen konnte):

    N 95 ED Nadel für Shure M 95 ED - Made in Japan | THAKKER


    d) Von Jico gibt es auch eine getippte Nadel mit hyperelliptischem Schliff, die ist also schärfer geschlffen, hält etwas länger und löst die Details nochmals besser auf als eine normale Ellipse. Shure bot damals als Topmodell das Shure M95HE an - das ist quasi das Äquivalent. Leider anders als damals nicht mit ganzem Diamant, dennoch eine meines Erachtens nicht uninteressante Lösung.

    N 95 HE Nadel für Shure M 95 HE - Made in Japan | THAKKER


    e) Und dann bietet Jico eine richtige Highend-Nadel an - die sogenannte SAS-Nadel. Auf den ersten Blick schweineteuer, aber eben auch saumässig gut: Nadelträger aus Bor, ganzer, nackter Diamant, schön poliert, mit ultrascharfem Microridge-Nadelschliff. Hält zwei- bis dreimal so lange wie eine elliptische Nadel und tastet überragend gut ab. Mit der SAS-Nadel spielt das alte Shure M95 auf dem Niveau eines 600-Euro-Tonabnehmers.

    JICO N 95 ED SAS Nadel für Shure M 95 ED | THAKKER


    f) Tja, und damit die Auflistung komplett ist, sei an dieser Stelle auch noch die sogenannte Black Diamond/Nudeline Swiss-Nadel aufgeführt. Auf dem Papier eigentlich attraktiv: Ganzer nackter Diamant. Leider trotzdem nicht empfehlenswert - die Verarbeitungsqualität ist insbesondere für die Shure-Systeme miserabel; mal ist ein Nadelträger viel zu hart dass die Nadel aus der Plattenrille abfliegt, dann wieder viel zu weich, so weich, dass der Tonabnehmer auf der Platte aufsitzt. Vielleicht bringt es der Hersteller irgendwann fertig, dass man diese Produkt brauchen kann. Bislang war das leider nicht der Fall.

    Thakker N 95 ED Nadel für Shure M 95 ED - Nudeline Swiss Made | THAKKER


    LG

    Manuel

    In der Tat höre ich auch ab und zu mal Platten mit einer sphärischen Nadel. Die haben Drive und machen Spass. Die Detailauflösung bleibt da aber schon auf der Strecke - das wird einem immer dann bewusst, wenn man den Tonabnehmer mal eben wechselt (ich mache das recht oft). Gerade die hyperelliptische Nadel kann die Details schon sehr genau wiedergeben und verzerrt auch nicht. Wäre ich ein Plattenhörer, der nicht die Nadeln/Tonabnehmer immer mal wieder wechselt, wäre das daher meine bevorzugte Universallösung.


    LG

    Manuel

    ...erfahrungsgemäss liegt die jico he nachbau ungefähr auf dem level der originalen ed...die wäre bei mir zwar günstiger gewesen, allerdings ist ein neukauf wohl sicherer.


    romme

    Stell' die hier in den "Biete"-Bereich. Sie wird sicher schnell einen Käufer finden.

    Ich denke, die HE-Nadel ist für einen - ich nehme es einfach mal an - Einsteiger die sichere und auch klanglich gute Lösung, zumal man hier auch Garantie bekommt.


    Originalnadeln sind eher was für Freaks, die unbedingt den Originalklang bewahren bzw. wieder haben möchten. Zu mir ist jetzt auch gerade eine Sollte-NOS-Shure N75ED aus US-Produktion unterwegs, ich bin schon richtig gespannt... - wobei es hier ja auch Flop-Potential gibt. Was wenn das Ding nicht mehr ok ist...?


    LG

    Manuel

    Erfahrungsgemäss ist Elektro Naber aus Oldenburg, der sich hinter Cleorec verbirgt, derzeit ferienbedingt geschlossen. Er hatte lange eine für den kleinen Preis wirklich gute Nachbaunadel aus der Schweiz verkauft. Ob er sie immer noch im Angebot hat oder durch eine Nudeline Swiss/Black Diamond ersetzt hat, weiss ich nicht.


    Die Cleorec-Nadel allerdings hat schon ihre Limiten. Details werden nicht so gut wiedergegeben wie bei einer teureren Nadel. Könnte sogar sein, dass es sich um die gleiche Nadel handelt wie diejenige von Andreas. Wie geschrieben: Für den verlangten Preis absolut ok, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.


    LG

    Manuel

    Finger weg von der Swiss Made/Nudeline Swiss/Black Diamond. Bei den Shure-Nachbauten sind gemäss vielen Forenberichten locker drei Vierteil aller Nadeln aus verschiedenen Gründen unbrauchbar.


    Nicht ganz billig, aber qualitativ gut sind die Jico-Nachbaunadeln.


    Hier die Variante mit elliptischem Schliff (gerade vergriffen, wird aber sicher bald wieder verfügbar sein), hält 600 bis 800 Stunden:

    N 91 ED Hi-Track Nadel für Shure M 91 ED - Made in Japan | THAKKER


    Wohl von vergleichbarer Qualität, aber günstiger, ist die Nachbaunadel von Andreas (scrollen zur N91ED):

    Shure - Plattenspieler-Nadeln (platten-spieler.de)


    Noch etwas besser als eine Ellipse tastet die Jico-Variante mit dem hyperelliptischen Schliff ab, die recht weitgehend der damaligen originalen Hyperellipse entspricht (war die Topbestückung) - sie hält auch etwas länger, gegen 1200 Stunden sind möglich:

    N 91 HE Hi-Track Nadel für Shure M 91 HE - Made in Japan | THAKKER


    Falls Du Dir und Deinem Plattenspieler aber etwas ganz Feines gönnen willst - die SAS-Nadel (nackter Diamant, Microridge-Schliff, Bor-Nadelträger) hält nicht nur gegen 2000 Stunden, sie löst auch überragend gut auf - mit dieser raffinierten Nadel katapultiert man das alte Shure M91 auf das Niveau eines 600-Euro-Tonabnehmers:

    JICO N 91 ED SAS Nadel für Shure M 91 ED | THAKKER


    LG

    Manuel


    PS: Die flachen N75-Nadeleinschübe des M75 passen natürlich alle auch, es sieht aber mit dem Spalt nicht so elegant aus. Technisch sind meines Wissens M75 und M91 identisch.

    Bereits seit vielen Jahren betreibe ich im Wohnzimmer meinen 1219er über die neu nicht mehr lieferbare Musical Fidelity V-LPS II-Phonovorstufe, welche eine NAD PP2 abgelöst hat und im Vergleich zu diesem eion klar hörbares Upgrade ist. Der Nachfolger der V-LPS ist der V-90, allerdings soll der mitunter brummende Netzteile haben, was beim Vorgängermodell kein Thema ist. Die V-LPS sehen hübsch aus und tauchen ab und zu gebraucht für zweistellige Beträge auf. Die Eingangskapazität im MM-Bereich beträgt um die 125pF, was für viele MM's ein sehr brauchbarer Wert ist. Die MC-Sektion hat einen Abschlusswiderstand von 100Ohm, was für viele MC's etwas zu wenig ist, immerhin aber bei den meisten Ortofon-MC's passt. Leider hat Musical Fidelity den Ein-Aus-Schalter erst der V-90 spendiert.


    Kurz: Für mich eine optisch ansprechende Alternative zum ART DJ PRE II, die zudem erste Versuche mit MC's erlaubt.


    Hier Beispiele:

    https://www.ebay.de/sch/i.html…idelity+v-LPS+II&_sacat=0


    LG

    Manuel