Beiträge von Schmolz

    Ich habe heute Zeit zum Basteln gehabt und folgendes ist dabei heraus gekommen:


    Ich habe für den Aufbau so einen billigen Zwischenstecker geschlachtet. Die Heißkleber-Industrie hat die Sektkorken knallen lassen. Finger hätte seine helle Freude...Es ist eine Experimentierschaltung, hier bei mir laufen keine Haustiere oder Kinder (mehr) herum.



    Also mal die gute Nachricht vorab: Es knallt nix mehr. Absolut nix mehr, selbst bei hoher Lautstärke ist bei Einschalten des Drehers (über den Wippschalter) nichts mehr zu hören.


    Die schlechte Nachricht: Der interne Snubber lässt zuviel Strom durch, der Dreher schaltet erst gar nicht ab. Ich habe dann mal eine 500W Halogen-Deckenleuchte über einen Mehrfachstecker parallel geschaltet. Jetzt ist der Dreher aus, knallen tut trotzdem nichts. Auf dem unteren Bild könnt ihr sehen, dass im ausgeschalteten Zustand ca. 6 mA fließen. Das bedeutet über 1 Watt Ruheleistung. Ich schätze mal, in dem SSR ist ein Kondensator von ca. 0,1 µF + Serienwiderstand drin.


    D.h., für den angedachten Zweck unbrauchbar.


    Eine diskret aufgebaute angepasste Schaltung mit Opto-Triac und Zero-Cross-Logik und externem Leistungstriac müsste es dann wohl schon sein, um Ruhe in den Ein- und Ausschaltmoment zu bringen. Vor mir liegt außerdem noch eine orgiginale NOS-Schaltbox von Dualfred, die ich natürlich noch nicht eingebaut habe. Ich werde berichten.


    Gruss
    Richard

    Schönes aufgräumtes Regal im 60er-Jahre Stil.
    Ich hätte ein wenig Sorge, ob der Regalboden und die Aufhängung das Gewicht der Schallplatten auf Dauer aushalten.


    Um das Brummen zu reduzieren kannst du versuchen, die vier Trafoschrauben vorsichtig nachzuziehen.


    Gruss
    Richard

    Das Kapitel "zerstörtes Tonarmlager" war doch noch nicht beendet. Ich hatte den 721 zunächst mal wieder weggestellt. Nachdem ich ihn jetzt mal wieder benutzt habe kam es vor, dass die Nadel in der Auslaufrille hängenblieb, aber nicht bei jeder Platte.


    Als Ursache habe ich nun doch auch das untere Tonarmlager identifiziert. Im direkten Vergleich mit dem Neuteil von Dualfred ist erkennbar, dass der Lagerdeckel im Gegenlicht nicht ganz eben ist. Das kann man aber leider nicht fotografieren. Ich habe nun wieder mal den Tonarm ausgebaut und den kompletten Bügel durch das Neuteil ersetzt. Ich sag mal mit aller Vorsicht, jetzt läufts richtig.


    Grüsse
    Richard

    Hallo Richard,


    das erklär mir jetzt mal bitte, nach meinem Verständnis können die 10nF bei 115V nie und nimmer ausreichen.

    Ich bin auch technischer Laie.
    Mein Erklärungsversuch: Der Funkenlöschkondensator soll die Selbstinduktionsspannung beim Abschalten ins Netz ableiten. Die für die Selbstinduktion im Magnetfeld ursächliche gespeicherte Energie ist jedoch immer gleich, egal ob die Motorspulen parallel oder seriell geschaltet sind.


    Andere Betrachtungsweise: Der kapazitive Blindwiderstand eines 10nF Kondensators beträgt bei 50 Hz etwa 318 KOhm. Bei 60 Hz und 15nF sind es 170 kOhm, hiermit würde bei 115 V etwa der gleiche Ruhestrom durch den Plattenspieler fließen, bei geöffnetem Netzschalter. Ob die 15nF gegen die 10nF jetzt den großen Unterschied machen, hinsichtlich Verschleiß der Schaltkontakte, möchte ich anzweifeln.


    Gruss
    Richard

    Es wird bei 115V-Betrieb der gleiche 10nF-Entstörkondensator verwendet, wie bei 220V-Betrieb.
    Wenn der kaputt ist (Kapazitätsverlust), gibt es einen stärkeren Schaltfunken bei jedem Schaltvorgang. Nach dem Austausch des Mikroschalters funktioniert zunächst alles wieder normal, die Kontakte verschleissen aber viel schneller und sind bald wieder kaputt. Also: Kondensator auswechseln.


    Gruss
    Richard

    Als Ergänzung noch diese Produktinformation. Man erkennt auf dem unteren Symbolschaltbild, dass der Hersteller die Steuer-LED mit Vollwellengleichrichtung ansteuert und die Steuerspannung an zwei Widerständen abfällt. Man darf davon ausgehen, dass das so berechnet ist, dass bei 240 V Steuerspannung die LED nicht überlastet wird und nicht zuviel Wärme entsteht. Ich hätte hier eher ein Kondensator-Netzteil erwartet.
    Im Lastkreis ist bereits ein Boucherot-Glied eingebaut, so dass der serienmäßige Entstörkondensator im Netzteil wohl entfallen kann.
    Der Entstörkondensator im Schaltkasten kann wohl bleiben, denn der hat ca. 300 KOhm Blindwiderstand, dh, es. fließt ein Strom von ca. 0,8 mA. Das SSR-Modul braucht nach Datenblatt mindestens 5 mA für einen sicheren Schaltvorgang.


    Ich bin gespannt, wie das funktioniert.


    Gruss, Richard

    ja ich denke dieses Relais welches du bestellt hast müßte funktionieren

    Lieferung kommt lt. Amazon morgen und da ich gerade etwas Zeit habe, werde ich es auch gleich ausprobieren und hier berichten.


    Diese kleinere Bauform für Platinenmontage würde allerdings besser in den Schaltkasten passen.

    Das stimmt. Um es ordentlich zu machen und nicht zu verbasteln muss man sich auf jeden Fall eine neue Platine ätzen. Für Experimente eignet sich allerdings m.E. die von mir bestellte Bauform mit den Schraubklemmen besser.
    Verkaufen ist in beiden Fällen dann allerdings wohl nicht mehr drin, wegen evtl. Haftungsansprüchen im Schadensfall. Selbst wenn es ordentlich gemacht ist und alle Regeln eingehalten wurden . Ich bin eben keine Elektrofachkraft.


    Gruss
    Richard


    Edit: Zero-cross-Funktion ist in dem von mir bestellten Relais enthalten. Das steht zwar nicht bei Amazon in der Produktbeschreibung, lässt sich aber auf anderen Seiten recherchieren. Ohne zero-cross würde die Anordnung ja wenig Sinn machen.

    ein solid state relais schaltet den Laststrom im Nulldurchgang, und der Ein/ Aus Schalter liefert nur das Signal für das Halbleiterrelais

    Genau, das ging mir auch schonmal durch den Kopf. Diese Halbleiterrelais müssten m.E. in den Trafokasten passen. Gedankenexperimente...


    Ich habe hier einen verranzten 721 mit ehemals einem 0,01µF/630V-DC-Kondensator von Nichicon in der Schaltbox. Leider habe ich kein Foto gemacht. Der Kondensator war auf der Unterseite kräftig angeschwärzt vom Schaltfunken. Der hat auch ordentlich geblitzt beim schalten. Geknallt hat es zwar in den Lautsprechern, aber bei weitem nicht so gravierend wie bei meinem 704. Mittlerweile ist einer der gelben Entstörkondensatoren von Conrad drin und es knallt nix mehr. Witzigerweise habe ich die Schaltkontakte selbst überhaupt nicht bearbeitet!


    Nochmal gedanklich zurück zu den Halbleiterrelais. Die werden ja wohl alle mit ca. 3-32V DC angesteuert. Ich habe noch keins gefunden, welches mit 240V AC angesteuert wird. D.h., man muss noch ein kleines Kondesatornetzteil vorschalten, bestehend aus Schutzwiderstand, Diode, Kondensator und Entladewiderstand. Ob das dann noch alles in den Trafokasten passt? Bzw. das Kondensatornetzteil in den Schaltkasten?


    Gruss
    Richard (der mit Männerschnupfen im Bett liegt und zur Genesung im Dual-Board liest)


    PS: Habe jetzt gerade ein wenig Zeit :saint: und auf Amazon dieses Solid-State-Relais bestellt (Ansteuerung mit 250V AC). Zum Experimentieren muss man ja nichts am Dreher umbauen, nur den Netzstecker in eine Zwischendose, die vom Relais gesteuert wird.

    vielleicht wären folgende Threats für Dich noch interessant zum Lesen:

    Ja, danke, die sind mir bekannt. Ich habe die Entstörkondensatoren mal über die 110V-Wicklung, mal über die 220V-Wicklung und mal über beide gelötet, ohne Unterschiede. Ich warte jetzt mal auf die neue Schaltbox und experimentiere vielleicht zwischendurch mal mit relaisgesteuerten Kurzschließern.


    Gruss
    Richard

    Das Teil gibt's bei Shapeways als 3D-Metallsinterdruck. Nach dearing Ring und 1229 suchen. Ich habe hier so ein Teil für meinen 1249 liegen, es gibt auch Fotos in dem Beitrag von mir dazu. Hab's aus Zeitmangel noch nicht eingebaut.
    Und nochwas: Kleben ist sinnlos.


    Gruss
    Richard

    Also die Kurzschliesser haben mit dem Knallen ja nun gar nix zu tun.

    Richtig.
    Deshalb geht mir eine Anordnung durch den Kopf, bestehend aus einem Reed-Relais, das im Ruhezustand die Tonleitung kurzschließt, und einem Timer, der die Kontakte nach dem Einschalten verzögert öffnet. U.u. reicht ein Elko in Reihe mit der Relaisspule und einem parallelen Entladungswiderstand.


    Vielleicht kann man das so klein bauen, dass es unter die Abschirmung am Kurzschließer passt. Wie gesagt, bisher nur ein Gedanke. Solche Umbauten gehen natürlich auf Kosten der Originalität. Bzw. man arbeitet an Symptomen und nicht an der Ursache.


    Gruss
    Richard

    Ich schalte mich hier mal zu mit meinem 704, dem ich das Einschaltknallen nicht austreiben kann. Ich habe alle Diskussionen zu dem Thema hier gelesen und die Tipps umgesetzt, ohne signifikante Verbesserung. Ich habe auch mit dem Timing des Kurzschließers experimentiert, ohne Erfolg.


    Am Verstärker liegt es nicht (Revox A78), weil kein anderer meiner Dreher inc. 2x 721 ein nennenswertes Knallen an diesem Verstärker erzeugt und der 704 auch beim Einschalten knallt, wenn er an einen billigen Discomixer angeschlossen ist.


    Als vorerst letzte Möglichkeit zur Abhilfe habe ich jetzt bei Dualfred eine neue Schaltereinheit bestellt. Wenn ich die eingebaut habe, werde ich hier wieder berichten.


    Wer hat noch ganz andere Vorschläge zur Abhilfe? Mir geht beispielsweise eine Anordnung eines elektronischen Kurzschließers durch den Kopf, mit Reed-Relais, bei dem ich das Timing elektronisch steuern kann.


    Gruss
    Richard

    auch an einem der zwei Transistoren

    ...und auch an einem der Widerstände. Bei der handvoll Teile würde ich noch nicht von Tausch"orgie" sprechen, da halte ich auch nichts von. Es ist hier eine Frage von Aufwand und Nutzen, Teile einzeln zu tauschen, dann wieder testen, das nächste tauschen, testen usw. Dann lieber gleich alles machen und beide Kanäle, ist richtig, aber mit dem defekten Kanal anfangen.


    Gruss
    Richard