Beiträge von Mountainbiker

    Ich habe vor ca. 5 1/2 Jahren auch viel Mut gebraucht um meinen Motor zu zerlegen. Ganz ruhig angegangen, jeden Schritt

    fotografiert. Nur die Ruhe keine Hektik. Zwei Tage zeit gelassen und siehe : Es ging. ;-)


    Irgendwo muss hier noch ein Fotothread von meinem damaligen Abenteuer rumliegen.

    Nur Mut ;-)

    Hallo Ulli,


    Danke für die aufmunternden Worte, heute (inzwischen gestern) Abend hab ich´s gewagt, den Motor zu zerlegen. Ging tatsächlich relativ einfach. Unten war der Lagerspiegel eingelaufen, die zwei Gleitlager waren relativ trocken, zwischen den beiden Lagerringen befindet sich eine Art Filzröhre (vermutlich als Öl-Depot), die wirkte auch recht trocken.

    Ich hab reichlich HLP22 an den Filz gegeben, die Achse poliert und alles wieder zusammengebaut (derweil hat Frankreich gegen Holland gewonnen...)

    Die Nachlaufzeit liegt jetzt bei etwa 40 Sekunden aus 33 UpM. Allerdings waren die Gleichlaufschwankungen anfangs noch ziemlich hoch (einmal sogar bei 0,28%) und änderten sich jeweils deutlich, wenn ich die Position des Lagerspiegels unten gering verschoben hab (Schrauben etwas gelockert...).

    Inzwischen scheint er sich eingelaufen zu haben, die Messungen zeigen Werte von 0,02-0,03%, was den Werksangaben entsprechen würde.

    Jetzt hat er wieder seinen Stammplatz im Wohnzimmer.

    Danke nochmals für die Ermunterung, es zu riskieren.


    Schönen Sonntag

    Jürgen

    Hallo Michael,

    ein paar Klinigkeiten kannst du selber probieren, bevor du den Dreher versendest:

    1. Das Segment 201 läuft im Führungsstück 232 (schwarzes Plastik), Wenn das Führungsstück zu hoch oder zu tief steht, wird die horizontale Bewegung des Tonarms gehemmt und er springt immer mal wieder aus der Rille. Nach Lockern der Schraube 225 lässt sich das Führungsstück rauf- und runterschieben und dadurch justieren (Seite 9 im SM).

    2. Die Lager am Tonarm müssen minimales Spiel haben, sonst kann die Bewegung des Tonarms ebenfalls gehemmt werden.


    Grüße

    Jürgen

    Was ist besser?

    Dual 701 mk1 over mk2

    Dual hat im Rahmen der Bauzeit eine gewisse Modellpflege betrieben, technisch gesehen dürfte daher die zweite Version die bessere sein, allerdings spielt aus meiner Sicht bei so alten Geräten der Erhaltungszustand die größere Rolle, d. h. einen gut erhaltenen Mk1 würde ich einem heruntergekommenen Mk2 auf jeden Fall vorziehen.


    Grüße

    Jürgen

    Die Haptik ist einfach wertiger als z. B. die eines 721, auch wenn der vielleicht mehr kann und noch bessere Messwerte hat.


    Ich hatte schon alles mögliche im Wohnzimmer stehen, auch mal einen Onkyo 1057 (weil ich mir für die Onkyo-Anlage einen Onkyo-Dreher eingebildet hatte).

    Alles wieder raus, auch der Thorens TD 160 (super Gerät, aber zu wenig Komfort).


    Leider hat der Motor von meinem 701 inzwischen leichte Laufgeräusche, deshalb macht er Pause und überlässt das Feld einem 1229 und einem modifizierten Elac 22H, die ihn derzeit würdig vertreten, bis ich mal die Zeit und den Mut aufbringe, den Motor vom 701 zu zerlegen und zu warten.

    Mach den Vergleich mal mit einem Riementriebler.

    Rumpeln hab ich verglichen:

    Beim TD160 praktisch auch kein hörbares Rumpeln, der Elac 22H rumpelt sehr wenig, weniger als der 1229, aber noch ganz leise hörbar.

    Geschwindigkeitsabweichung hab ich bei den beiden noch nicht kontrolliert, ist da auch aufwändiger, weil beide kein Stroboskop haben. Der TD160 ist im Moment auch nicht angeschlossen.

    Also ich hab das mal ausprobiert, bei kräftiger Modulation der Rille einmal mit abgehobenem Arm also keinerlei Reibung/Bremswirkung und dann aufgesetzt geht die Geschwindigkeit beim 1229 ziemlich genau um 0,1% nach einiger Zeit runter (6 Teilstriche im Stroboskop pro Minute), beim 701 ähnlich, wobei der dann träge gegenregelt. Das sollte eigentlich nicht hörbar sein.

    Von daher kann ich der Theorie, dass die Modulation der Rille den Reibradler weniger ausbremst als den DD und dadurch hörbare Unterschiede entstehen, nicht so ganz folgen.


    ...und was das Rumpeln angeht:

    Da hab ich auch meinen besten 1229 (von inzwischen seit dem letzten Wohenende fünfen) mit dem 701 verglichen:

    701: rumpelt nicht hörbar.

    1229: leises, aber eindeutig hörbares Rumpeln (selbe Platte, gleicher TA etc.)

    Mein 701 hat momentan auch kleinere Probleme, der 704 macht so ein ganz leichtes Zirpen, sobald die Nadel auf der Platte ist, keine Ahnung, woher das kommt. Der 721 hat ein Problem mit der Elektronik und steht seit Monaten untem Bett im Gästezimmer und wartet auf die Reparatur.


    Die Reibradler sind dagegen - einmal richtig gewartet - völlig problemlos, der 1229 ist das absolute Sahnestück und darf momentan mit dem Antiresonator vom 701 spielen, macht das ganz wunderbar.

    Der 1209 rumpelt bei mir leider vernehmlich, läuft aber ansonsten ohne irgendwelche Zicken.


    Ja, ich kann die Liebe von Lutz zu seinen Reibradlern absolut nachvollziehen, geht mir irgendwie ganz ähnlich.


    Grüße

    Jürgen

    Hallo Muten,


    die Onkyo Phono-Vorstufen sind normalerweise von guter bis sehr guter Qualität.

    Also ich würde mir mal die Bedienungsanleitung durchlesen, den Dreher entsprechend einstellen und dann einfach mal ausprobieren.

    Außer dass er stinkt, kann eigentlich nicht viel passieren.

    Wenn der Dual irgendwelche Funktionsstörungen zeigt, dann wird dir hier im Forum geholfen.


    Grüße

    Jürgen

    So, jetzt hab ich grad mal google bemüht. Muten roshi ist japanisch und heißt Kein Filterpapier, irgendwie sehr originell.


    Zur Sache:

    1. Kauf die einen einfachen Vorverstärker, wie schon weiter oben empfohlen, z. B. den hier: https://www.amazon.de/Analogis…hvtargid=pla-562440481362

    2. Die Knallfrösche sind oft noch heile, aber trotzdem beim ersten Einschalten entweder draußen auf dem Balkon oder in der Werkstatt oder in der Küche unter der Dunstabzugshaube oder sonstwo, wo´s auch mal stinken kann.

    3. Wenn das Ding läuft, dann häng es an deine Stereoanlage mit dem Vorverstärker dazwischen und probier einfach aus, wie dir das mit den Schallplatten gefällt.

    4. Vorher die Bedienungsanleitung lesen, kann nicht schaden. Informationen gibt´s im HIFI-Archiv:

    https://www.hifi-archiv.info/D…ual%20CS%20731/index.html

    https://www.hifi-archiv.info/D…0731%20Service/index.html

    https://www.hifi-archiv.info/D…S%20731%20Test/index.html

    ... und auf vinylengine (registrieren, um Dateien runterzuladen): https://www.vinylengine.com/library/dual/cs-731q.shtml


    Viel Spaß

    Jürgen

    Bzgl. den Riemen:

    ich hab noch einen alten TD 160 mit dem dünnen Originalriemen.

    Dachte, ich bestell mir mal beim Thakker einen Thorens-Ersatzriemen: dicker, breiter als der alte, sitzt straffer und mit der App sind die Gleichlaufschwankungen auch schlechter. Soviel zum Thema Riemen.

    Aber ich würde jetzt als nächstes auch erst mal schauen, ob der Riemen richtig läuft, nicht ab und an irgendwo scheuert.


    Grüße

    Jürgen

    ist der Riemen schuld.

    Kann aus meiner Sicht eigentlich nicht sein, wenn´s immer an der gleichen Stelle hakt, dann muss es am Teller, Subteller oder am Lager liegen.

    Ich würde nochmal den Subteller außenrum, wo der Riemen läuft, peinlich genau säubern, den Riemen auch noch mal entfetten.


    Ansonsten hätte ich noch die Idee, den Teller abzunehmen und auf den Subteller ein gleichschweres Ersatzgewicht aufzulegen, z. B. eine mit Wasser gefüllte Schampusflasche (bei der der Boden nach innen gewölbt ist, so dass man sie mittig platzieren kann).

    Dann könnte man beobachten, ob der Riemen nicht doch ab und zu an der Gabel schleift.


    Grüße

    Jürgen

    Elac ist aber total Neuland für mich. Kann das Gerät nicht einschätzen.

    Also wenn er in Ordnung ist, sind 80 € m. E. günstig.


    Im Vergleich mit z. B. Dual 1229:

    - Zarge/Haube wertiger

    - Tonarm kürzer und schlechter gelagert

    - Gleichlaufschwankungen meist sehr gut

    - Rumpeln schlechter

    - keine Geschwindigkeitsfeineinstellung

    - Tonarm zappelt im Automatikbetrieb, läuft bei Dual deutlich geschmeidiger

    - Revision dürfte einfacher sein als bei Dual

    - i.d.R. sehr robust und zuverlässig


    Irgendwas hab ich bestimmt noch vergessen...


    Grüße

    Jürgen